340. Tag, Tagebuch

RegenWechselhaftes “April” Wetter. Starkregen mit Sonne…. eigentlich wollte ich heute mit dem Kind in den Klettergarten gehen, doch das Wetter ist zu schlecht dafür. Wird also verschoben. Statt dessen wurde gebastelt und wir liehen uns einen DVD in der Videothek aus.

Nelson Mandela

Diesen Auszug aus der Antrittsrede von Nelson Mandela hatte ich schon mal vor einiger Zeit im Tagebuch erwähnt. Heute schickte mir Marta Bondy diese Übersetzung der Rede und ich möchte sie hier nochmals veröffentlichen, denn den Text kann man nicht oft genug lesen!


“ Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind.
Unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich stark sind.
Vor unserem Licht, nicht vor unserer Dunkelheit fürchten wir uns am meisten.
Wir fragen uns: “Wer bin ich, dass ich brilliant, grossartig, talentiert, wunderbar sein könnte?”
Tatsächlich aber: Wer bist du, dass du es nicht sein könntest?
Du bist ein Kind des Geistes. Wenn du dich klein machst, dient du nicht der Welt.
Es ist nicht erleuchtet, wenn du dich duckst, damit sich andere in deiner Gegenwart nicht unsicher fühlen.
Wir sind geboren, um den Glanz des Geistes, der in uns ist, zu manifestieren.
Er ist nicht nur in manchen von uns, er ist in allen.
Und wenn wir unser Licht leuchten lassen, geben wir anderen die Erlaubnis, es zu tun.
Wenn wir uns von unserer Angst befreien, befreit unsere Gegenwart andere.”

Hier der englische Originaltext:

“Our deepest fear is not that we are inadequate. Our deepest fear is that we are powerful beyond measure. It is our light, not our darkness that most frightens us. We ask ourselves, Who am I to be brilliant, gorgeous, talented, fabulous? Actually, who are you not to be? You are a child of God. Your playing small does not serve the world. There is nothing enlightened about shrinking so that other people won’t feel insecure around you. We are all meant to shine, as children do. We were born to make manifest the glory of God that is within us. It’s not just in some of us; it’s in everyone. And as we let our own light shine, we unconsciously give other people permission to do the same. As we are liberated from our own fear, our presence automatically liberates others.”

340. Tag, Tagebuch Blog bei Brigitte

Auf den Blog, den ich bei Brigitte als Ableger dieses Blogs habe, erhielt ich bislang eher negative und kritische Kommentare. Da frage ich mich welchen Sinn es macht, dort zu bloggen, wenn anscheinend kein Interesse daran besteht, beziehungsweise sich die Leserinnen von Brigitte. de durch mich anscheinend angegriffen oder verunsichert fühlen. Einige bekommen, das was ich mache in den falschen Hals und scheinen nicht zu verstehen worum es geht.

Das gehört wohl dazu. Einmal die unterstützenden Stimmen und dann die kritischen Stimmen. Und Menschen, die nicht verstehen können, oder wollen, warum ich so lebe, wie ich lebe. Verlange ich auch nicht.

Stimmt mich nur nachdenklich und ich frage mich, ob mein Blog auf Brigitte sinnvoll ist, oder ob ich ihn einstellen sollte……

339. Tag, Tagebuch

Mit dem Kind, auf das ich heute aufpasste, war ich im Kino im Ufa Palast und wir schauten uns Ice Age 3 an. War ganz schön actionreich der Film. Ist ohne Altersbegrenzung. Ich empfand einige Szenen als zu schnell und beängstigend für kleine Kinder. Der Film erschien mir länger, als die ersten Teile und ziemlich gut gemacht, wenn man bedenkt, dass die dritten Teile oft nicht mehr so gut wie der erste Teil sind.

Plattenbauten DresdenDanach gings noch auf einen Spielplatz mit langer Rutsche. Das machte mir auch mal wieder riesen Spaß zu rutschen. Das Hochkommen auf die Rutsche war jedoch sehr umständlich und unbequem für die Größe eines Erwachsenen. In einem Holzturm geht es auf einigen Leiterstufen hoch, dann über ein Brett krabbeln wieder einige Stufen hoch, wieder über ein Brett krabbeln, und so weiter mehrmals, statt dass es druchgängige Stufen bis oben wären. Die Unfallgefahr ist vermutlich der Grund für solch eine nervige Konstruktion, die ich auch in Berlin auf einem Spielplatz mit langer Rutsche erlebte. Während ich nachdachte, wie man das verbessern könnte, wurde mir wieder meine Faszination für Spielgeräte und Spielplätze deutlich.

dresden09.07.09 Während wir heute unterwegs waren sprach mich ein Mann an, der sein Fahrrad durch die Fußgängerzone schob. Schätze ihn um die 50, und er fragte mich ob ich Griechin sei. Obwohl ich verneinte, sprach er einige Sätze auf Griechisch. Dann sagte er zu mir, dass er mich schön findet. Ich sagte mit Bart? Er meinte ja das sei etwas besonderes und zu dem Kind: Deine Mutti, da kannst Du stolz sein, sowas gibt es nicht häufig. Das Kind darauf: Ist nicht meine Mutti. …..naja die übliche Erklärung kam dann von mir, Kindermädchen…und gut. Er nannte mir noch seinen Namen, meinte bis ein anderes Mal und ging weiter.Was soll ich davon halten? Schon interessant. Es gibt sie also die Männer, die darauf stehen, dass eine Frau einen Bart hat!

338. Tag, Tagebuch

dresden08.07.09 Müde. War eine lange Zugfahrt gestern.

dresden08.07.09 Kindermädchen war ich heute. War gut und doch bin ich froh jetzt gleich ins Bett zu gehen. Auf der Zugfahrt gestern und heute auf der Straße in Dresden, fiel mir auf, wie viele Menschen husten und sich die Nase schneuzen. Ungewöhnlich für diese Jahreszeit….. Mein Schnupfen geht langsam weg….fühle mich aber noch etwas ko….also erst mal ausschlafen!

337. Tag Ausflug

War mal für einen Tag weg aus Dresden. Ausflug zu meiner Hausärztin und wieder zurück. Blicke wie immer viele…..und ich war etwas genervt, weil ich ruhebedürftig war und immer noch etwas erkältet…..

Einige Tage nur ruhen und Schlaf wären schön…..habe mich jedoch noch bis Ende der Woche als Kindermädchen verpflichtet…danach dann mal…..

336. Tag Montag

6.7.09dresden Etwas besser gings mir heute. War wieder Kindermädchen und auf dem Spielplatz. Direkt vor dem Spielplatz ist seit  Tagen die Straße aufgerissen und heute lärmte der Bagger! Überall Baustellen! Was solls. Es wurde getobt und gespielt bis es zu regnen anfing.

6.7.09dresden 067Am Abend ware ich mit dem Kind, dass sich einen Supermananzug angezogen hatte, auf dem Schaubudensommer. Ich im roten Kleid. Jetzt achteten die Menschen mehr auf Superman mit Spidermanmaske!! Nicht schlecht im Schatten von Superman zu gehen….! Und Superman genoss die Aufmerksamkeit!

6.7.09Cora Frost und die Frost FamilieAuf dem großen Foto Cora Frost und die “bärtige Frau” und der Tänzer aus der Frostfamilienshow.

Schaubudensommer 2009 Wir schauten uns die drei Clowns Cie en Vrac aus Frankreich an und hatten Spaß dabei.Schaubudensommer 2009

Bei der Aufführung Gespräche mit Gott von Veronika Thieme gefiel mir das Spiel mit den Schwimmflossen, die zur Handpuppe wurden! Geniale Idee und schön umgesetzt.Schaubude 6.7.2009

335. Tag Tagebuch Sonntag

Seit Tagen habe ich eine leichte Erkältung. Brauche Ruhe und bleibe heute zu Hause. War wohl ein wenig zu viel die letzten Tage.

Hier ein Film von Ken Thornton über die Natur und 2012……dieser Film hat was von “Gottesdienst” an diesem Sonntag….

334. Tag, Tagebuch

schaukel dresdenIch war ziemlich ko. Gestern war es spät geworden. Das Wetter heute wieder schwül und drückend.

Aufgeräumt sortiert….und am Nachittag mit ein paar Kindern auf den Spielplatz. Einen von den Spielplätzen, die ich schon fotografiert hatte. Sie konnten gut toben und ich schaukelte auf der korbartigen Schaukel.

Wieder hielt mich ein Kind für den Papa der Kinder, obwohl ich einen Rock anhatte. Sind Crossdresser hier schon ein gewohnter Anblick? Ich traf bisher noch auf keine…..heißt aber auch nix, bin ja nicht ständig draußen. Heute werde ich nicht zum Schaubudensommer gehen, passe auf die schlafenden Kinder auf.

334. Tag POSTKARTEN – FRAU MIT BART

Frau mit Bart Postkarte 2009Gestern kamen bei mir die ersten Frau mit Bart Postkarten an. Ein Test. Habe mir erst mal 100 Stück drucken lassen. Auf der Vorderseite ist ein Bild von mir am Pool, vom Dezember 2008 in Portugal.

Postkarte Frau mit Bart RückseiteAuf der Rückseite ein wildes Foto in schwarz- weiß auch am Pool, aus der selben Zeit in Portugal.

333. Tag, im Schwimmbad in Dresden

Arnoldbad Dresden AussenrutscheHeißer Tag.

Zusammen mit dem Kind, für das ich heute Kindermädchen war, gings ins Arnoldbad.

Mutprobe Schwimmbad, dachte ich, als wir dort waren, obwohl ich mittlerweile kein Problem damit habe, wenn die Menschen schauen. Im Meer war ich ja auch baden.

Schwimmbäder sind für mich nochmal etwas anderes. Es sind fest begrenzte Orte, an denen man sich entblöst und schutzlos den Blicken ausgesetzt ist. Wo noch mehr auffällt, ob und wo man behaart ist oder nicht. Wo der Körper noch sichtbarer ist, als sonst und noch mehr im Vordergrund steht. Wo die Menschen aus Zeitvertreib umher schauen und beobachten.

Dresden toiletteBlicke erntete ich eine Menge. Eine Frau sprach mich an, da sie mich im TV gesehen hatte. “Sie sind doch die Frau, die den Mut hat sich die Haare da wachsen zu lassen, wo wir anderen sie noch auszupfen….”

Einige Teenager schrien auf, als sie mich sahen. Einer der Teenager fragte mich, warum ich mich nicht rasiere. Und als ich sagte, dass sich auch nicht alle Männer rasieren, und ich mal sehen will, wie das aussieht, befand er, dass das doch eklig wäre.

Tam Tam theaterAndere Teenager fragten das Kind bei mir, ob ich dessen Mutter sei. Als dann ein Nein kam, gab es Verwirrung darüber, ob ich ein Mann oder eine Frau sei..…in der Straßenbahn auf der Rückfahrt dann eine ähnliche Reaktion. Eine Frau wollte mit dem Fahrrad an mir vorbei und sagte zu dem Kind neben mir, dass jetzt die Mutti Platz machen müsste, und das Kind erwiderte: “Das ist nicht meine Mutter”. Darauf die Frau: “Na dann eben dein Vater, oder so….”. Sie wirkte gestresst und schien Angst davor zu haben nicht rechtzeitig aus der Bahn zu kommen, da ich ihr mit dem Bollerwagen den Weg versperrte und selbst erst mal aus der Tür musste, damit sie hinaus konnte. In beiden Situationen kam keiner darauf, dass ich das Kindermädchen sein könnte.

Tam tam theater Holland auf Schaubudensommer 2009Im Arnoldbad gibt es eine lange Röhrenrutsche auf die ich mich schon gefreut hatte. Doch als ich darin rutschte, kam ich kaum vorwärts, so sanft ist das Gefälle. In der Röhre ist es stockdunkel und stickig, nur einige kleine Minilämpchen glühen darin wie Sterne. Kann gut nachvollziehen, wie darin manche Menschen Platzangst bekommt. Eine Mutter, mit der ich vor einigen Tagen sprach erwähnte diese Rutsche und dass sie selbst da nicht mehr drin rutschen würde eben aus obengenannten Gründen. Sie mag lieber die alten Schwimmbäder, mit Badesee und Schwimmbecken, die es am Rande von Dresden gibt.

Eine andere lange und gerade Rutsche steht im Freien. Am Nachmittag waren einige laute und aggressiv wirkende Jugendliche für mehr als zwei Stunden auf dieser Rutsche und ich hatte keine Lust zu rutschen.

Schaubudensommer 2009Als die lautesten von ihnen gegangen waren, wagte ich es zu rutschen. Das machte solch einen Spaß, daß ich kaum aufhören wollte. Die anderen Erwachsenen die mich sahen, müssen sich gewundert haben über eine bärtige Frau, die auf einer Rutsche mit Kindern und Jugendlichen rutscht und das auch noch immer wieder! Ich widerum wunderte mich, wieso so wenige Erwachsene die Rutsche benutzen. Trauen die sich nicht – weil man so etwas nicht macht, wenn man erwachsen ist? Oder haben sie wirklich keinen Spaß daran?

kleinstes Kino schaubude 2009Am Abend dann nochmal ein Rundgang beim Schaubudensommer. Das Kleinste Kino der Welt gibt es da mit ca 8 Sitzplätzen!! Auf einer Minileinwand lief ein Zeichentrickfilm. Popcorn gab es dazu auch aus der Minipopcornmaschine! Spenden in den Hut wurden dankbar entgegen genommen.

Schaubude Frost FamilieDann noch kurz bei Cora Frost reingeschaut. Eine skurile Show mit Gesang und Begleitung. Die Frost Familie…..eine bärtige Frau alias Heinz, hier auf dem Foto ganz rechts…ein Tänzer im Kleidchen….und noch so manch seltenes und seltsames…..

Dann wars Zeit zu gehen….

332. Tag, Dresden

gelber omnibus dresdenEin Ereignisreicher Tag der am Vormittags mit einer Abenteuer-Veranstaltung für Kinder begann, die sich “Kommissar Schnüffel ermittelt” nannte. In einem gelben Oldtimerbus war man auf Verbrecherjagd durch Dresden. Dabei erlebten die Kinder und Erwachsenen einiges an interessanten Dingen, Phantombilder wurden auf der Polizeiwache erstellt, Fingerabdrücke genommen, eine Bank besucht und mit der Fähre ging es über die Elbe. Ein Happy End gab es auch und die Verbrecher wurden schließlich vor den Augen der Kinder von echten Polizisten mit Blaulicht eingefangen und abgeführt.

Ein neunjähriger Junge, mit dem ich auf der Veranstaltung sprach, dachte ich wäre ein Mann. Heute war ich in Jeans und hatte die Haare zu einem Pferdeschwanz zurückgebunden. Weder meine Brüste noch meine Stimme haben ihn zweifeln lassen!

Einige Schauspieler hatten das ganze einstudiert und sehr schön inszeniert. Wie viel an Organisation darin steckte konnte ich gut nachfühlen. Wenn dann alles so gut klappt ist das ein schönes Gefühl.

Heiß war es auch wieder und ich war froh Mittags wieder drinnen zu sein. Später am Nachmittag sorgte starker Regen für Abkühlung. So stark, dass wir am Abend durch Pfützen und Matsch zum Schaubudensommer gingen. Verschiedenes konnte ich mir am Abend anschauen. Was ich sah waren:

Arnold Böswetter – absolut genial – Mein Tip, unbedingt anschauen!! Gespielt von Franz Lasch der auch den Clown Locci spielt.

Hacki Ginda – Lustig und unterhaltsam mit Elementen aus Clownerie, Akrobatik und Pantomime, Zaubereien…. fesselnd dargeboten. Kaspar und Gaya - Clowns.

Das Theater Tam Tam wollte ich mir ansehen – doch das schaffte ich nicht…aber es sind ja noch einige Tage bis zum 12.7.

In einem Schaubudentheater gibt es eine bärtige Frau, gespielt von einem Mann. Ich wurde gefragt, ob ich da nicht mal einspringen könnte, wenn er mal nicht kann….werde darüber berichten, ob es dazu kommt…

Ein Mann mit dem ich heute sprach, sagte mir, dass er das erste Mal als er mich sah auch gucken musste. Doch dann nicht mehr und ihm gefällt das! Da gäbe es doch noch ganz andere Dinge…..sagte er führte es jedoch nicht aus. Und ich wollte da auch nicht nachfragen. – Also ein Mann der sagt es gefällt ihm. Das ist doch mal was. Für all die Frauen, die denken Männern gefällt kein Bart an einer Frau!

331. Tag, Tagebuch, 1. Juli 2009

Dresden 1.Juli2009SchaubudensommerIn Dresden laufen die Vorbereitungen für den morgen beginnenden Schaubudensommer auf Hochtouren. Die Veranstaltungen finden auf dem Geländer der Scheune in der Alaunstraße, in der Dresdener Neustadt statt.

In den letzten Jahren hörte ich viel davon, diesmal kann ich hingehen. Die aufgebauten Buden und den “Himmelsschmuck!” gab es heute schon zu bewundern.

Am Nachmittag war ich zusammen mit anderen Erwachsenen und Kindern im Wald am Wasser. Eine schöne Stelle mit Sand, im Schutz der Bäume, etwas kühlern, denn heute war es wieder einmal unerträglich schwül.

Gegen Abend kam endlich die Abkühlung in Form von Regen, der sich mit stundenlangem Donnern schon vorher angekündigt hatte.

Während wir zum Wald gingen und wieder zurück, konnten die anderen in der Gruppe gut beobachten, wie die Menschen auf der Straße auf mich reagierten. Die eine Frau nahm es mit Humor und hatte ihren Spaß.

Mir selbst fällt das inzwischen nicht mehr auf. Es erstaunte mich sogar, dass sie von viel Reaktion sprach!

Wenn ich gehe, dann gehe ich und denke nicht mehr an die Blicke der anderen Menschen. Weil ich mich nicht drauf konzentriere, kommt es mir so vor, als schauten die Menschen weniger.

Der Focus bestimmt in welcher Welt ich lebe.

Konzentriere ich mich auf Blicke und Gedanken anderer Menschen, dann kann ich mich ständig beobachtet fühlen. Und tue es selbst auch, indem ich schaue und mir Gedanken darüber mache, was die Anderen denken könnten.

Mache ich mein Ding, und schaue nicht nach den anderen Leuten, wie sie schauen, oder reagieren, dann komme ich mir auch nicht beobachtet vor!

Der Unterschied ist: ich kann bei mir bleiben.

Schaue ich und ärgere mich, oder lasse mich beeinträchtigen davon, was andere denken könnten, oder wie sie schauen, dann schränke ich mich damit selbst in meiner Freiheit ein und mache mir selbst das Leben zur Hölle, denn ich bin es, die auf meine eigenen Gedanken und Vermutungen reagiert und etwas Unangenehmes auf die Mitmenschen projeziert!! Und es lenkt mich von mir ab, von meinem Kontakt mit mir selbst.

Innerlich macht es also einen riesen Unterschied. – Den Leuten zu sagen sie sollen mich nicht anschauen ist hoffnungslos! Wir alle schauen. Wenn etwas neu oder seltsam erscheint schauen wir um so mehr. Das liegt in unserer Natur. Und ist weder gut noch böse gemeint. Es ist Neugier. Schutzverhalten…..etc…….

330. Tag, Dresden am Dienstag

Wieder schwül. Schweiß auf der Haut und Kinderzimmer aufgeräumt und sortiert. Das machte Spaß! Kaum zu glauben für manche Mütter…naja war nicht das Kinderzimmer meines Sohnes, sondern von einem Kind auf das ich aufpasse und heute stand das mal an. Ich liebe Spielzeug, ebenso wie Spielplätze und Rutschen…..immer noch! Und ich finde dieses bunte kleine Plastikzeugs sehr interessant und freue mich über jegliches Spielzeugfigürchen, dass ich noch nicht kenne und das wieder neu, bunt und anders aussieht, als die davor….nicht dass ich wirklich damit spiele…einfach nur das Betrachten gefällt mir…und insofern war das heute ein schöner Job, mich durch die Spielzeughaufen zu wühlen und sie in Kisten zu sortieren und zu beschriften, so daß die Autos am Ende in der Autokiste waren, das Lego in der Legokiste usw. …..

Das Thema Bart gab es heute nicht. Oder doch?….am Abend erzählte mir eine Bekannte, die Theaterplastikerin ist, dass sie Fatsuits gemacht hat. Ein aus Stoff oder Latex bestehendes Kostüm, dass den ganzen Körper bedeckt und in diesem Falle waren es zwei nackte pummelige Frauen. Als die Fatsuits fertig waren und täuschend echt aussahen, machte sie mit der Mitarbeiterin einen Test und sie trugen diese unbekleideten,  nackten Körper durch die Straßen. Die Menschen reagierten darauf ähnlich, wie auf eine Frau mit Bart. Einige lachten. Andere schauten weg und als sie dann dachten, sie werden nicht mehr gesehen, starrten sie hinterher. Gerne wäre ich da mitgelaufen….entweder selbst mit Bart im Fatsuit, oder neben den Beiden im Rock und mit Bart…….