Über mich und Biografisches

Mariam – Marianna. So sah ich aus als ich anfing mir den Bart wachsen zu lassen. Die Augenbrauen zupfte ich bis dahin auch.

Seit über 20 Jahren wächst mir ein Bart, den ich bisher fast täglich mit der Pinzette bändigte. Täglich 20-30 Minuten. Wenn man das zusammen rechnet, dann habe ich in all den Jahren einige Monate (!) damit zugebracht den Bart zu zupfen!

Warum? Weil Frau so nicht auszusehen hat. Weil eine Frau laut der Werbung und den Erwartungen der Gesellschaft eine glatte Haut ohne Haare haben sollte. Rasierte Beine. Und auf gar keinen Fall einen Bart.

Schluss mit dem Verbiegen und Verstellen. Schluß damit, es Anderen Recht machen zu wollen!

Wem bringt das was?

Der Kosmetikindustrie vielleicht.

Ich will so sein wie ich bin. Das was ist ist gut.

Ein Experiment beginnt. Was passiert wenn der Bart sein darf?

foto527Biografisches

Ich war etwas über zwanzig, als mein Sohn geboren wurde. Seit der Zeit wuchsen an meinem Kinn immer mehr Haare. Ich dachte: Vielleicht liegt es an den Hormonen? Ich bekam einen Jungen, vermännlichte ich deshalb? Meine Mutter hatte einige Haare am Kinn, mein Vater hatte einen sehr starken Bartwuchs, doch er rasierte sich täglich und ich sah ihn nie mit einem Bart. War mein Bart vielleicht ein Erbe von der väterlichen, orientalischen Seite?

Eine Blutuntersuchung bei der Gynäkologin ergab, das ich etwas mehr männliche Hormone habe, als es für eine Frau „normal“ ist. Erst etwas später fand ich heraus, das viele iranische Frauen mehr  männliche Hormone und Bartwuchs haben. Also hatte sich die iranische Seite meiner Herkunft durchgesetzt. Und nicht jede Frau die etwas mehr Androgene hat, bekommt davon einen Bart oder starke Körperbehaarung. Die Gene und die Empfindlichkeit der Rezeptoren in der Haut  spielen dabei auch noch eine Rolle.

Ich erinnere mich, das ich als Kind immer ein Junge sein wollte, denn Jungs hatten mehr Freiheiten, als Mädchen. Mein Bruder war immer der Bessere, der Begabtere und Intelligentere. Die Frauen in unserer Familie zählten nicht. Sie waren Nichts. Meine Mutter, die von früh bis spät nichts anderes machte, als im Haushalt und im Garten zu arbeiten und meinen Vater bei seiner Arbeit unterstützte, die sich aufopferte und immer für alle da war und nicht an sich dachte….sie wurde nicht geachtet und schlecht gemacht und von meinem Vater als dumm bezeichnet…dabei erledigte sie viele Dinge, derer er nicht mächtig war. Dennoch war er der Meinung, daß er und seine Arbeit, die ja das Geld brachte, wichtiger und besser wären, als das, was meine Mutter machte.

Als ich älter wurde, bekam ich eine Wut auf meinen Vater, wegen seines geringschätzigen Verhaltens meiner Mutter gegenüber. Er hatte eine schlechte Angewohnheit sie vor uns Kindern oder vor anderen Leuten bloß zu stellen und herunter zu machen, um selbst gut da zu stehen.

Auch wenn ich mich hier über die Vergangenheit mit meinen Eltern auslasse, so sind doch beide wundervolle Menschen, die mich mein Leben lang unterstützt haben, so gut sie konnten. Mein Vater war immer sehr hilfsbereit und für andere Menschen da. Meine Mutter ist eine starke Frau und verfügt über eine enorme Energie. Es beeindruckt mich, wie sie das Leben meistert. Wie jeder Mensch, so haben meine Eltern ihre starken Seiten und ihre schwachen Seiten und ich natürlich auch.

Indem ich die Dinge so erlebte, wie ich sie erlebte, bin ich nun hier auf meinem Weg. Und es ist gut so.

Kurz und gut, was ich sagen will ist, das es in unserer Familie von Vorteil war ein Mann zu sein, ein Junge zu sein, denn dann war man was, dann erfuhr man Wertschätzung und wurde als intelligent und fähig betrachtet und alle glaubten daran, das man Erfolg haben würde und Karriere machen würde. Die Familie glaubte an die Genialität der Männer. Auch meine Mutter. Und mein Bruder machte Karriere.

Die Frauen waren dumm. Frauen konnten sich anstrengen soviel sie wollten, sich aufopfern ihr Leben für die Anderen geben – es half alles nichts …sie blieben einfach die Dümmeren und Schlechteren.

Und es ist wie es ist: das was ich denke wird wahr. Lange Zeit dachte ich schlecht über mich. Ich fing vieles an und brach es wieder ab. Nicht weil ich wirklich schlecht war, sondern weil ich nicht an mich und meinen Erfolg glaubte.

Ich war richtig gut darin mich schlecht und klein zu machen. Noch bevor andere mich nieder machen konnten, hatte ich es schon getan. Wurde ich gelobt, fand ich gleich ein Argument warum das immer noch nicht gut genug war. Es war mir nicht bewusst zu der Zeit, das ich es gelernt hatte, das ich als Frau es einfach nicht schaffe gut genug zu sein.

Auf Grund meiner Lebensgeschichte finde ich es nicht verwunderlich, das mir heute ein Bart wächst. Ich hatte mir ja lange genug gewünscht ein Junge zu sein. Und es wurde mir vermittelt das Männer besser und wertvoller wären, als Frauen.

Mittlerweile schätze ich mich als Frau und sehe, was ich als Frau kann, und das ich keineswegs schlechter bin, als ein Mann. Mit dem Bart fühle ich mich im Moment, mehr ich selbst, integerer und stärker und mehr bei mir.

Als ich Mutter wurde, habe ich es genossen Frau zu sein. Es ist etwas Besonderes ein eigenes Kind zu bekommen und es aufwachsen zu sehen.

Jetzt, wo der Bart wächst, merke ich, wie ich mehr in meiner Kraft bin. Ich spüre meine Aggressivität, sie darf eher sein, als ohne Bart. Ich gehe aufrechter. Stolzer. Ich bin zufrieden mit mir. Ich liebe es dazwischen zu stehen. Nicht einzuordnen zu sein.

Ich mag es bunt und vielfältig. Und ich will mich nicht anpassen.

Den Bart im Gesicht zu lassen. Ihn zu zeigen. Mich so zu zeigen. Das bedeutet authentisch zu sein. Meine Männlichkeit leben zu dürfen. Breitbeinig zu sitzen, auch wenn es heißt: eine Frau macht sowas nicht und: das schickt sich nicht. Mich über die Beschränkungen in den Köpfen hinweg zu setzen macht frei.

Es macht Spaß mit den Geschlechterrollen zu spielen. Sich zu „verkleiden“. Das Leben bekommt dadurch mehr Würze und wird aufregender. Jeden Moment ist das Leben neu und versetzt mich in Begeisterung. Es erhält wieder die Lebendigkeit zurück, wie ich sie als Kind hatte. Öfters etwas „Verrücktes“ tun. Über die Grenzen gehen. Sich erlauben zu sein wie man ist. Das bedeutet Leben.

foto029ERGÄNZUNGEN vom 14.Januar 2009

Inzwischen sind mehr als fünf Monate vergangen und ich musste über meine gemachte Aussage:“Ich spüre meine Aggressivität, sie darf eher sein, als ohne Bart“…. nachdenken.

NICHT der Bart lässt mich aggressiver sein.

Den Bart wachsen zu lassen, heisst einen Teil meiner „Natur“ zu akzeptieren und mich selbst, so wie ich bin anzunehmen.

Je mehr ich mich, mit allem was dazu gehört annehme und liebe, um so mehr wächst mein Selbstwertgefühl. Wenn ich mich selbst liebe und annehme, dann muss ich meine Emotionen und meine „Schatten“ nicht länger unterdrücken. Sie können an die Oberfläche kommen, werden spürbarer und sichtbarer. So auch die Aggressionen.

Was die Anderen denken, ob sie es gut finden, was ich mache und wie ich bin, hat nicht mehr diese große Bedeutung und im besten Falle gar keine Bedeutung mehr. Selbstliebe ermöglicht es zu sein wie ich bin. Sie macht integer und authentisch.

Ich befinde mich auf dem Weg von der Selbstverleugnung zur Selbstliebe…und es ist ein spannendes Abenteuer.

Oktober 2009

Jetzt trage ich seit mehr als einem Jahr den Bart. Zuerst war es ein Experiment. Ich wollte sehen was passiert wenn ich die Haare lasse. Was passiert um mich herum und was in mir. Noch immer habe ich den Bart und es ist ok. Vielleicht wird er auch mal gehen …wenn mir danach ist…um dann wieder wachsen zu dürfen….alles ist nun nach dem einen Jahr möglich. Jetzt habe ich die Freiheit ihn auch wieder zu rasieren wenn ich will. Während des ersten Jahres wollte ich das Experiment auf keinen Fall abbrechen für nichts und niemanden, weder für eine Beziehung noch für einen Job. Ich wollte wissen wie es ist, wenn ich das durchziehe.

In mir ist seit der Zeit sehr viel passiert. Ich habe mich weit entfernt von der Angst und Unsicherheit, die ich vor Beginn des Experiments hatte. Der Angst vor den Reaktionen der anderen Menschen und vor deren Meinungen. Eine Angst von der so viele Menschen in unserer Gesellschaft bestimmt sind. Und die uns hindert wahrhaftig und ehrlich wir selbst zu sein. Wenn ich Angst vor der Reaktion von Menschen habe, dann zeigt mir das auch, das ich am falschen Ort bin. Denn dann mache ich mich klein und denke schlecht über mich und stelle die vor denen ich Angst habe über mich. Ich möchte mit Menschen leben und arbeiten, die auf der selben Höhe sind. Weder höher noch niedriger.

Inzwischen sind die Haare in meinem Gesicht für mich normal. Oft vergesse ich sie sogar. In meinem Weltbild gibt es die Frau mit dem Bart und wenn Menschen mich anstarren dann wundere ich mich manchmal darüber, das es für sie so etwas seltsames ist….bis ich mich daran erinnere: in meiner Welt mag es normal sein, doch in der Welt der anderen ist es sehr selten eine Frau mit Bart zu sehen….und sie existiert dort nicht. Kein Wunder also, wenn sie erstaunt sind.

Die Reaktionen der Menschen waren zu Beginn des Experiments für mich neu und interessant zu erforschen. Nach einem Jahr widerholen sich die Reaktionen. Ab und zu ergeben sich nette Gespräche, doch die Mehrheit der Menschen ist scheu und hält sich zurück und wagt es nicht mich anzusprechen. Was manchmal schade und manchmal auch gut ist, denn wie sonst sollte ich mich in einer Stadt wie Berlin bewegen!? – Ich kann mir auch gut vorstellen, wie es ist berühmt und bekannt zu sein und es schwer zu haben in der Öffentlichkeit einkaufen oder spazieren zu gehen. Manchmal will man auch einfach unerkannt und anonym sein.

Und vielleicht schaue ich auch oft weg in die Ferne, in so einer Menschenmenge, weil es einfach zu viele Menschen sind, die an einem vorbei gehen. Und dann wirke ich vielleicht auch unnahbar. Das ist auf dem Land dann wieder anders. Da sehe ich viel weniger Menschen und da gibt es mehr Raum und Ruhe für eine Begegnung.

52 Antworten

  1. Liebe Marianna,

    ich war totasl angerührt von Deinem Tagebuch und fand es schade, dass es nur so kurz dauerte. Es ist wie ein Film, der nach einer halben Stunde abgeschaltet wird.
    Ich bin mit einer lieben Frau verheiratet, die auch sehr starken Bartwuchs hat und auch am übrigen Körper sehr behaart ist. Sie würde den Mut, den Du aufgebracht hast nicht aufbringen und rasiert sich zwei bis dreimal am Tag ihren Bart und täglich Beine, Arme usw. Da ich es sehr schön finde, wenn einer Frau ein Bart und viele Körperhaare wachsen, ist für sie ihr Bart und all die Körperhaare kein Problem. Manchmal wird sie von Freundinnen mit Mitleid überschüttet („ist das nicht schlimm für dich?“) dann antwortet sie, dass sie günstige Bedingungen habe und es deshalb überhaupt nicht schlimm ist und sie die viele Arbeit des Rasierens als kontemplative Beschäftigung mit sich selbst inzwischen sogar gerne macht. Und ich finde es sieht sehr schön aus, wenn sie vor dem Spiegel steht, sich ihr Gesicht einschäumt und sich dann in aller Ruhe ihren Bart rasiert. Und ab und zu stellen wir uns vor, dass wir alles wachsen lassen würden, wenn wir auf einer einsamen Insel wären. Aber das wird nie so sein.
    Deshalb bewundere ich Dich sehr und wünsche mir, dass Du das Experiment nicht nach dem 15. Tag abgerochen hast, als Dein Tagebuch endete. Am schönsten wäre es, wenn Du das als Buch herausgegeben hättest, denn Du kannst zudem sehr schön schreiben – es wäre ein Genuss!

    Ich hoffe irgendwie zu erfahren, wie es mit Dir weitergegangen ist.

    Ganz liebe und dankbare Grüße von

    Günther

  2. Lieber Günther,
    vielen vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich freue mich sehr, daß dir mein Tagebuch und die Art wie ich schreibe gefällt. Wenn das Tagebuch lang genug ist – werde ich es, so hoffe ich, als Buch veröffentlichen. Noch ist es im Prozess, denn es ist sozusagen „aktuell“ und noch nicht fertig. Du kannst also täglich die Fortsetzung lesen!
    Als ich noch täglichen den Bart mit der Pinzette auszupfte ging es mir ähnlich wie deiner Frau, dass ich es wie eine Meditation empfand. So war es als der Bart wachsen durfte anfangs ungewohnt nicht mehr zu „zupfen“ und mittlerweile ist es ein freieres Gefühl mich darum nicht kümmern zu müssen. Auch die Augenbrauen zupfte ich und die dürfen nun wieder ihr Gebiet zurückerobern.
    Ich wünsche Dir und Deiner Frau alles Gute und das ihr eines Tages die „Insel“ findet auf der die Haare sein dürfen, falls es euer Wunsch ist.
    Alles Liebe Dir und Deiner Frau
    Marianna

  3. Hi Günther!

    Danke für deinen Kommentar! War ein Anstoß für mich, in meinem Blog endlich einen Gedanken aufzuschreiben, der seit Wochen in meinem Kopf schlummert.

    „Und ab und zu stellen wir uns vor, dass wir alles wachsen lassen würden, wenn wir auf einer einsamen Insel wären. Aber das wird nie so sein.“

    Alles, was wir wollen, wird sein!

    Lieber Gruß
    Lisa

  4. Guten Tag,

    mir geht es in etwa „umgekehrt“. Ich spüre schon länger, dass mich weibliche Kleidung interessiert und es mir großen Spaß macht, diese Leidenschaft auszuleben, obwohl ich ein Mann bin und bleiben werde und in einer festen Partnerschaft lebe.
    Es tut gut, Gefühlen und Gedanken nachzugehen.

    Herzliche Grüße
    Claus-Peter

  5. Lieber Claus-Peter, ich mag es wenn Männer sich Frauenkleider anziehen. Ich finde auch Transvestiten gut und attraktiv. Ich fände es interessant, wenn eine Frau, die sich männlich anzieht mit einem Mann, der sich weiblich anzieht, zusammen in der Öffentlichkeit auftauchen würden oder auch Privat. Ich finde es gut, wenn immer mehr Menschen den Mut haben ihren Neigungen nachzugeben. Das Leben soll doch auch Spaß und Freude machen. In Berlin sehe ich immer mal wieder Männer mit Röcken. Und ich finde es gut. Auf Deiner Seite habe ich schon gestöbert und finde sie lesenswert und interessant (http://www.crossdresser-forum.de)
    Liebe Grüße Marianna

  6. Guten Abend,

    … und vielen Dank für die Rückmeldung.
    Darf ich auf diese Seite einen Link setzen?

    Gruß und schönen Abend
    Claus-Peter

  7. Hallo Claus-Peter,
    vielen Dank. Ich freue mich, wenn Du einen Link für meine Seite auf Deiner Seite setzt. Wenn ich mal herausgefunden habe wie das mit dem verlinken ist, dann würde ich auch gerne einen Link zu Deiner Seite setzen.
    Bist du damit einverstanden?
    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    Marianna

  8. Guten Abend,
    ich habe es bei meinen Links eingerichtet und auch in meinem Tagebuch folgend aufgenommen:

    Ach ja, ich möchte noch ein Thema vorstellen, das mich sehr bewegt hat – und bestärkt, eben DAS LEBEN SO ZU LEBEN, WIE ES EINEM GEFÄLLT – oder gut tut.
    Hier der Link: http://fraumitbart.wordpress.com/

    ———————————————————-
    Ich habe in Deinen Texten vieles erkennen können, was auf gleiche/ähnliche Erfahrungen schließen lässt. Schön, dass ich da eine Art „Gleichklang“ erleben kann.
    Gruß und gute Nacht
    Claus-Peter

  9. [...] Veröffentlicht in August 22, 2008 von loewin Ein Kommentar von Günther erinnert mich an eine meiner Ideen beim Zelturlaub. Und ich finde es sieht sehr schön aus, wenn [...]

  10. One Response to “Biografisches”

    anna..ndernende, am Oktober 10th, 2008 um 3:12 Uhr nachmittags

    ach, das ist ne tolle seite.
    nicht nur die hier…sondern auch deine männliche.
    ich finde es spannend was mit dir passiert und wie du damit umgehst.
    sei ganz lieb gegrüsst….und bleib so…verrückt und unverrückbar…..ich wünsch dir von beidem……ying und yang :-) anna

  11. Liebe Marianna,

    ich hab auch einen Bart! Gott-sei-dank nicht so dicht wie deiner und meine Barthaare sind fast alle weiss.
    Vor zwei Jahren hab ich was von einer Frau mit Bart gelesen und dann hab ich meinen wachsen lassen, er ist spärlich aber ich mag auch nicht mehr mit der Pinzette zupfen. Vor allem stört mich das wenn sie nachwachsen.

    Liebe Grüsse//Erika

  12. Hallo Marianna,
    Deine Webside finde ich interessant. Das Thema ist auch mir ein Anliegen. In meiner Jugend hat sich sicher keine Frau die Beine rasiert. Ich glaube, dass die haarlose Mode ein reines Geschäft ist. Wir Männer haben mit der Körperbehaarung unserer Frauen eher kein Problem. Wobei wir Männer und auch meisst den Bart abrasieren. So ganz verstehe ich Dich nicht, denn auch dei wenigsten Männer haben ein Bartgesicht und kein Mann würde sich den Bart ausreissen.
    Uns Männern unterstellt man auch unrasiert ungepflegt auszusehen…
    Doch schlussendlich finde ich es richtig, für sich selbst zu entscheiden, wie wie man seine Persönlichkeit gestaltet.

    Liebe Grüsse au Niederösterreich
    Peter Nothnagel

  13. liebe marianne, ich bin auch eine von den wenigen Barttraegerinnen, und finde es immer wieder spannend
    dein tagebuch zu lesen ….
    ich trage meinen bart nun seit 3 1/2 jahren und nach einer weile habe ich aufgehoert mir weiter gedanken ueber ihn zu machen; hoechstens wenn mich jemand ganz dolle anstarrt kommt mir wieder weshalb ….
    jendefalls finde ich es schoen auch ein anderes frauengesicht mit bart zu sehen …
    dir weiterhin eine gute reise und moegen sich deine wuensche erfuellen
    herzliche gruesse ute schiran

    • Liebe Ute,

      es ist mir eine Ehre, das Du mein Tagebuch liest! Ich habe gerade auf Deiner Seite gesehen, das du gar nicht so weit weg bist, von Aljezur, wo ich heute bin…Freut mich auch, dass es noch eine Frau mit Bart gibt!! Sind ja nicht so viele, von denen ich bisher weis. Ja den Bart vergesse ich nun auch immer öfters….irgendwann ist der Bart etwas Haariges im Gesicht, wie Augenbrauen. Über die denke ich auch nicht ständig nach, und bin mir auch nicht immer bewußt, daß ich sie habe.
      Dir alles Gute und Liebe Grüße Marianna

  14. Es gibt ja ziemlich viel schwachsinn im Internet un ich bin jetzt echt verwirrt ob das hier echt oder nur en Fake ist..Hilfe o_O

  15. Liebe Marianna,
    ich verfolge seit ein paar Monaten deinen Blog, nicht regelmäßig, aber doch immer wieder – und jedes Mal zieht er mich irgendwie in seinen Bann.
    Ich weis nicht, ob es deine Art ist zu schreiben, oder die Offenheit mit der du deine Gefühle und dein Leben ausbreitest. Beides ist sicher ein Grund, aber das Wesentliche ist sicher, dass mich deine Stärke, mit der du deinen Weg, auch gegen übliche Konventionen, gehst beeindruckt.. Den Mut zu haben „zu sein wie man ist“, wünsche ich mir schon lange…
    Mach weiter, schreib weiter und bleib wie du bist.
    Liebe Grüße
    Ralph

  16. Liebe Marianna,

    ich bin heute durch einen Link auf der virtuellen Genderbibliothek über deinen Blog gestolpert und möchte dir sagen, dass ich mich sehr für dich freue, dass du die Herausforderung angenommen hast,dich auf die Reise zu dir selbst zumachen. Letzendlich ist das doch das einzige, was zählt im Leben, nämlich Authentizität.
    Du siehst toll aus mit Bart und fuck off alle, die damit ein Problem haben. Ich vermute, diese Menschen würden auch gern zu sich finden und trauen sich nicht, daher sind sie wütend auf dich oder eingeschüchtert von deiner stärke oder neidisch…what ever!
    Ich kann von mir sagen, dass auch ich immer mal wieder spüre, dass ich bestimmte Facetten an mir nicht richtig ausleben kann und ich denke,so geht es den meisten Menschen. Dein Blog inspiriert mich, die Suche nach mir selbst nicht aufzugeben.
    Vielen Dank und alles Gute für dich und deine Familie.
    Diana

  17. wollt dir nur sagen, daß ich toll finde, daß du zu dir selbst stehst. daß du den mut hast, anders zu sein. und ganz ehrlich: der bart steht dir, d’artagnon!

    anders sein befreit irgendwie, wenn man es schafft, es zu sein. wahre freunde akzeptieren einen so, wie man ist. und für den rest der menschen lohnt sich aufwand nicht. sich gegen seine natur an veränderliche (schönheits)ideale anzupassen ist zeit- und energieverschwendung.

    ist es nicht schlimm, daß man sich in der heutigen gesellschaft bewußt dafür entscheiden muß, man selbst zu sein, wenn es nicht den gängigen vorstellungen entspricht?

    ich find es seltsam, daß die schublade scheinbar für viele leute wichtig ist.

    angestarrt zu werden ist sicher ein kleiner preis, wenn es bedeutet, man selbst zu sein.

    darum: alles gute für deinen weg! wenn man schon nicht „der norm entspricht“, dann kann man’s auch gleich richtig krachen lassen :)

  18. Hallo!

    Ich habe gerade den Bericht über dich bei Akte 09 gesehen und finde es klasse, dass du dich nicht an die gängigen Schönheitsideale anpasst. Haare sind etwas ganz Natürliches, hoffentlich begreifen die Menschen das bald und hören mit dieser übertriebenen Haarentfernung auf.

    LG

  19. Steht Dir gut denn Bart…aber…wenn ich deine Vergangenheit so lese würde ich fast sagen du unterdrückst ein grosses Problem aus deiner Kindheit, nämlich: aufmerksamkeit bekommen, also Liebe.
    Ich meine dies nicht negatief, aber es scheint so als ob deinen Körper (und Geist) dass Frau sein unbewust ablehnst, obwohl du schreibst das dies nicht so ist.

    Ich wünsche Dir viel Glück.
    Monique

  20. hallo marianna,

    Ich habe dich heute auf RTL gesehen „(ich komme aus/und wohne in Holland) und mochte sagen das ich sehr viel bewonderung habe fur dich. Ich finde es toll und mutig das du zu deinen bart stehst.
    Ich selber habe auch leichten harwuchs in meinen gesicht. aber ich ich ziehe die hare jeden morgen wieder raus…ich hoffe irgend wann mall so mutig zu sein wie du! und sie ganz einfach wachsen zu lassen, und mich nicht mehr kummern muss um was andere whol nicht von mir denken.
    bitte bleib zo wie du bist!! liebe grusse aus Enschede (Nederlande) xxx marcella

  21. Hallo liebe Marianna,
    ich freue mich von Herzen für dich, dass du deinen Weg gefunden hast, dich so zu akzeptieren und zu lieben, wie du eben bist – geradeaus und ehrlich… liebenswert!

    Wenn ich dir auf der Straße begegnen würde, dann würde ich sicher auch gucken – jedoch nicht starren. Ich glaube, ich würde dich eher ansprechen und dich fragen, welche Erfahrungen du mit deinem „Experiment“ gemacht hast und wie es dir dabei geht.

    Ich selber bin nun 60 Jahre alt und habe leider erst in den vergangenen 10 Jahren gelernt, mich nicht mehr zu verbiegen, nicht mehr so zu sein, wie andere mich haben wollen, sondern einfach so zu agieren, wie ich es für richtig und gut halte. Habe ein paar Anläufe gebraucht und etwas Mut. Und siehe da… es wird akzeptiert, ich komme an damit und habe auf meinem Weg viele Menschen getroffen, die Ehrlichkeit zu schätzen wissen, Verständnis für mich zeigen, wo ich früher dachte, ich müsse darum kämpfen oder mich verleugnen, eine andere sein für die anderen.

    Ich gehe mit einem Lächeln durch den Tag und bekomme es von vielen Seiten zurück.

    Deine Berichte haben mich berührt und ich wünsche dir auch weiterhin soviel Kraft und Mut und Überzeugung, das zu tun, was dir gut tut.

    Du strahlst Ehrlichkeit und Herzenswärme aus, und nur darauf kommt es an. Bleib so wie du bist.

    Ganz liebe Grüße von der Nordsee
    Dorit

  22. hallo marianna,

    habe heute deinen bericht bei akte09 gesehen. erstmal find ich das klasse, dass du das durchziehst. ich mein man sieht das nicht jeden tag, dass eine frau ihren damenbart wachsen lässt.

    ich selbst habe leichten flaum unten am kinn. hab den jetzt sogar schwarz eingefärbt, dass man ihn sieht. habe dieses getan, weil ich mich vor einem jahr als transsexuell geoutet habe. kann leider nur den weg nicht gehen, weil ich von geburt an glasknochen habe und es meine krankheit das nicht zulässt (die umwandlung). sehe so schon sehr männlich aus, leider mir fehlt der bart. somit hab ich wie schon oben erwähnt meinen kleinen flaum eingefärbt.

    mach weiter so, geh deinen weg und alles gute für den rest deines experiment

    gruß

    bibi (leon)

  23. [...] Bezoek haar blog. Tags: levensstijl, schoonheid, uiterlijk, [...]

  24. Liebe Marianna,

    hallo ich habe gestern auch den Bericht über dich gesehn. Ich hab mir lange überlegt ob ich dir schreiben soll.

    Jetzt tue ich es. Ich bin nicht begeistert das du dir den Bart stehen lässt, du siehst ohne so toll aus, ja klar ist das oberflächlich, aber ehrlich.

    Mein Freund seine Mutter hat da auch ihren Bart stehen lassen, er hat da so Probleme damit, und jeder macht sich drüber lustig.

    Klar wie gesagt wir leben in ner Oberflächlichen Gesellschaft.

    Jeder kann zwar tun was er möchte, aber denk dran es gibt sehr viele wo sich eigentlich nur drüber lustig machen, und wärst du nicht besser dran wenn du dich doch wieder zupfen würdest?

    Ich könnte das niemals akzeptieren wenn meine Freundin sowas machen würde, und ich denke spring über deinen schatten und nutze die Vorteile die es dir dann bringen würde.

    Und noch was, ich tue mir hier schwer mit dem Anliegen und dem formulieren, sei mir nicht böse, sie mich nur als einen nicht JA sager.

    Trotzallem wie du dich entscheidest, wünsch cih dir alles gute

    Gruß Matthias

    • Lieber Matthias,

      vielen Dank für Deine Offenheit und den Mut mir zu schreiben. Ich respektiere was Du schreibst und fühle mich auch geschmeichelt von Deinem Lob, das ich ohne Bart toll aussehe.
      Die ganze Aktion mit dem Bart geht viel tiefer. Immer wieder im Blog schreibe ich darüber, doch ich werde das wohl nochmal zusammengefasster tun. Ich mag den Bart. Im Moment finde ich ihn zu lang…und werde ihn spätestens in 70 Tagen kürzen zu einem Goatee. Wieder zupfen werde ich nicht, denke ich heute. Zupfen bedeutet mir und meinem Körper Schmerzen zuzufügen. Und im übertragenen Sinne ist das Zupfen eine Kritik an meinem Körper und mir. Im Moment geht es mir darum zu erforschen was damit alles zusammen hängt. Indem ich zB. den Bart lasse, werde ich mir selbst gegenüber toleranter, und anderen Menschen gegenüber. Immer wieder geht es in dieser Gesellschaft darum sich anzupassen an Werte, die keinen Sinn für mich machen. Da stellt einer die Regel auf eine Frau mit Haaren im Gesicht ist hässlich und alle glauben das. Eine Frau die dick ist, ist häßlich – ist die vorherschende Meinung in der westlichen Welt. In anderen Teilen der Erde ist eine dicke Frau das Schönheitsideal. – Sich selbst immer wieder zu kritisieren und verändern zu wollen, statt einfach mal still zu sein und es wie es ist anzuschauen und sein zu lassen, darum geht es mir. Und das ist ein Stück Frieden. Frieden mit mir. Wenn jeder gegen sich, seine Eigenheiten und sein Aussehen ankämpft, also in permanentem Krieg mit sich und dem eigenen Körper und Wesen steht, wie soll es da jemals Frieden auf der Welt geben? – Ich bin auf dem Weg……ich bin auf der Reise…..und es ist eine Forschungsreise in mein eigenes Sein…….
      Du musst das nicht gut finden oder zustimmen……und ich respektiere auch, das Du in dem Punkt eine andere Meinung hast. – Mit dem, was ich eben schrieb möchte ich zum Nachdenken anregen. Mein Sohn hat übrigens kein Problem damit. Er hatte eher ein Problem damit, dass es immer so lange dauerte bis wir endlich raus gingen, weil ich noch meine Barthaare zupfen musste. Er ist schon erwachsen und lebt sein Leben. Hat einen Beruf. Er ist ein wundervoller und toleranter Sohn, der sich mit mir auch auf der Straße zeigt, ob ich Bart habe oder nicht. Er ist mit einer ungewöhnlichen Mutter aufgewachsen……
      Alles Gute
      Mariam

  25. Liebe Marianna,

    auf deine Site bin ich im Crossdresser-Forum gekommen. Unser Admin (Claus-Peter) hat ja auch schon an dich geschrieben und deine Site verlinkt. Da mein Schatz gern mal Röcke trägt, haben wir das Forum gefunden und somit eine Quelle, uns unter Gleichgesinnten zu bewegen (wenn auch nur virtuell, weil die meisten sich nicht raus trauen…). So viel zum Thema Woher ich die Info hab :-) .

    Ich hab gestern Abend auch den Bericht gesehen. Wenn auch der abschließende Spruch von Ulrich Meyer „…Frauen, so wie es richtig wäre, sich die Haare entfernen…“ (oder so ähnlich) total blöd war, fand ich den Bericht sehr gut und relativ objektiv. Ich finde es sehr gut, dass du zu dir und deinem Körper stehst und findest bzw. gefunden hast. Es ist doch wichtig, hinter sich selbst stehen zu können. Ich habe prinzipiell Probleme mit Menschen, die von anderen die absolute Akzeptanz erwarten, aber sich selbst nicht akzeptieren und andere erst recht nicht.
    Leider ist es im o. g. Forum so, dass zwar viele dort von einer freien, gleichberechtigten Welt träumen, aber selbst auch nicht den ersten Schritt tun wollen. Da finde ich solche Berichte wie deinen sehr motivierend und hilf-(lehr)reich in Sachen Selbstbewusstsein und Persönlichkeitsentfaltung…vielen Dank dafür. Ich hoffe, den Bericht haben viele gesehen :-)

    Viele Grüße von Suse aus dem hohen Norden

  26. hallo,
    auch ich habe den bericht gestern abend gesehen.
    das erste, was mir an dir aufgefallen ist, war sicherlich der bart (klar *g*), aber was mir sofort danach auffiel, waren deine unglaublich schönen augen!!! ich bin eigentlich wirklich kein fan von blauen augen, aber deine sind so intensiv und strahlend, das hat mich echt umgehauen!
    ich finde es bemerkenswert, dass du deinen bart stehen lässt und wie du damit umgehst (ich könnte es nicht und stehe hiermit zu meiner eitelkeit)…….. auf jeden fall wirst du mir weniger als „die frau mit bart“, sondern vielmehr als „die frau mit den strahleaugen“ in erinnerung bleiben…
    so – jetzt hast du es hochoffiziell und schriftlich: neben den leuten, die dich auf äußerlichkeiten wie deinen bartwuchs reduzieren, gibt es noch eine, die dich auf deine augen reduziert *lach*
    ich wünsch dir alles gute!
    die Sanduhr

  27. Die Mischung, oder ist es Ganzheit(?) ist einfach un-wider-stehlich!

  28. Wie hat alles angefangen?

    Quäle mich schon lange wg. einer Narbe am Kinn wg. schwarze Haare. Und seit 5 Jahren breiten sie sich aus . Muß jeden Tag zupfen, mein Freund hält mich für beklopt! Habe riesen Angst, daß alles sich noch mehr ausbreitet, was Fakt ist. (Spiegel lügt nicht) Körperhaare werden auch allmählich mehr(aber nicht schlimm), tozdem, ich bin nicht nur extrem eitel, auch sehr gut aussehend ( LT: Freundeskreis und Rest)
    Nein, so fühle ich mich auch
    Ich möchte keinen Bartwuchs!

    • Liebe Nadine,
      wenn Du keinen Bartwuchs möchtest, dann kann ich Dir empfehlen mal zu einem Endokrinologen/in zu gehen und dich dort untersuchen zu lassen. Es kann mit dem Blutzucker zusammen hängen, mit PCOS und noch allerhand. Ich mag meinen Bart, kann aber akzeptieren und verstehen, das das nicht jede Frau möchte oder schön findet. Ich wünsche Dir alles Gute und das Du jemanden findest, der Dir hilft. Wenn Du Fragen hast nach Ärzten oder so…dann kannst Du mir gerne nochmals schreiben. In den großen Städten gibt es meist ein Endokrinologikum, z.B. in Berlin, Hamburg etc., die sich spezialisiert haben und Dich gut beraten können. Lieben Gruß Marianna

  29. Schöne Marianna,
    Danke für deinen schöne Bilder.
    Jeder Mensch hat von Natur aus etwas sehr schöner einzigartiges.
    Diese dummen Hennen, Halbmänner und Amazonen die nur das Element des Modenen Sexuellen Unterdrückungsapperates von Modedusseln nutzen:
    die allesamt nicht Hetero sind.
    Eine Minderheit schreibt Ihr einer völlig fremden und missachteten Mehrheit Ihre Modevorgaben auf.
    Deine Natürlichkeit ist doch die Kröung von Einheitsnasen und 906090 die eben nicht natürlich ist.
    Dankesehr ich finde dich Klasse.

  30. Was ist schon ein Mann? Was ist schon eine Frau? Was ist weiblich, was ist männlich?

    Großen Respekt hast du von mir =)

    LG

    Niphredil (die sich nicht traut mit unrasierten Beinen aus dem Haus zu gehen)

  31. Hallo Mariam,
    schön zu sehen, wie Du zu Dir selbst findest.
    Ich bin ein Zwitter, aber früher hätte ich mich selbst nie so bezeichnet.Viele Jahre wusste ich nur, dass ich anders bin…dann haben mich die Ärzte operiert und mich angelogen.
    Ich wurde zur „Frau“ gemacht (soweit das möglich war).
    20 Jahre habe ich die von den Ärzten verschriebenen Hormone geschluckt…seit einem Jahr nehme ich nun Testosteron. Aufgrund eines Rezeptordefektes werde ich nicht vermännlichen, daher werde ich (leider) auch keinen Bart bekommen.
    Ich bin sozusagen Dein Spiegel…fast haarlos am ganzen Körper (ausser Kopf und Augenbrauen / Wimpern).
    Mit viel Interesse verfolge ich Deinen Weg…
    Neidisch schaue ich, dass Du angeschaut wirst…wie gerne hätte ich es, dass man den Zwitter auch sieht.
    Jeder hat sein Päckchen zu tragen…obwohl, das ist ja nur Ansichtssache, mit Freude bin ich ein zwischengeswchlechtlicher Mensch !
    Wenn es Dich interessiert schaue mal im Hermaphrodit-Forum vorbei oder lies mal was Wikipedia zu CAIS schreibt.
    Ganz liebe Grüße
    Ivonne

  32. Liebe Marianna
    über einen Bloghinweis bin ich über das Video mit Dir von brigitte gestossen: wow! Es fällt oft so schwer, sich selbst zu akzeptieren, nicht zuallererst die Meinungen der anderen beeinflussen zu wollen, zu sich zu stehen, wie man eben bin – und Du machst das, obwohl ein Bart nun wirlich etwas ist, was die meisten Leute verwirrt. Und dann siehst Du auch noch super dabei aus!
    Du machst mir Mut, ich habe viel Respekt für Deine Stärke. Danke!
    Alles Gute auf Deinem Weg,
    Suse

  33. wow! sieht gut aus! und dein mut finde ich toll. in tschechien habe ich mal eine frau getroffen, die hatte ihren bart in einen zopf geflochten und perlen drin. ich konnt gar nicht weggucken, weil das so genial aussah. erst viel später hab ich dann mal die fotos angesehen und da erst dachte ich in den üblichen grenzen von „frau mit bart geht nicht“. blöd. ging aber vorüber:-)

    ach ja: beim mann soll ja die anzahl der haare auf dem körper ein ganzes leben gleich bleiben…;-)

  34. Liebe Marianna, ich habe zu dir von einer anderen HP her gefunden und kann dir nur gratulieren dass du zu dir selbst gefunden hast. Du erinnerst mich ein wenig an Jesus – beide Anteile im menschlichen Körper vereint. Es fühlt sich sehr FREI an und du strahlst Selbstsicherheit, Selbstzufriedenheit und Glück aus…
    Wunderschön dass es dich gibt und dass du zu dir stehst.
    Früher oder später werden wir alle mehr oder weniger so aussehen, wo weibliche und männliche Anteile in uns ausgeglichen werden, kein spezifisches Geschlecht, starke, selbstbewusste Frauen, sanfte, einfühlsame Männer :-)

  35. Habe gerade gelesen, passt!

    Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind.
    Unsere tiefste Angst ist, dass wir unermesslich stark sind.
    Vor unserem Licht, nicht vor unserer Dunkelheit fürchten wir uns am meisten.
    Wir fragen uns: „Wer bin ich, dass ich brilliant, grossartig, talentiert, wunderbar sein könnte?“
    Tatsächlich aber: Wer bist du, dass du es nicht sein könntest?
    Du bist ein Kind des Geistes. Wenn du dich klein machst, dient du nicht der Welt.
    Es ist nicht erleuchtet, wenn du dich duckst, damit sich andere in deiner Gegenwart nicht unsicher fühlen.
    Wir sind geboren, um den Glanz des Geistes, der in uns ist, zu manifestieren.
    Er ist nicht nur in manchen von uns, er ist in allen.
    Und wenn wir unser Licht leuchten lassen, geben wir anderen die Erlaubnis, es zu tun.
    Wenn wir uns von unserer Angst befreien, befreit unsere Gegenwart andere.

    Aus der Antrittsrede von Nelson Mandela

  36. [...] Es tut immer wieder so gut, solche Statements zu lesen. Der ganze Kommentar ist hier zu finden: Blog von Marianna [...]

  37. Hallo Marta,
    Dein Kommentar hat mir sehr viel Kraft gegeben! DANKE dafür!
    Ich habe deinen Satz mit den ausgeglichenen männlichen und weiblichen Anteilen in meinem Blog zitiert und hierher und zu deiner Seite verlinkt. Ich hoffe, das ist ok für dich?
    Lieber Gruß
    Lisa alias Loewin

  38. Hallo!
    Wenn ich mich nicht alle zwei Tage rasiere, seh ich aus wie ein Kaktus – ganz von meiner sonstigen ausgeprägten Körperbehaarung abgesehen. Ich hab keine Probleme damit, mich so zu zeigen, wie ich bin – wem es nicht in sein Weltbild passt, der soll halt wegschauen. Es gibt genug tolerante Menschen, die einen so akzeptieren, wie man ist!! Sich nur nicht von irgendwelchen Leuten, die angeblich besser wissen, was gut für einen ist, verbiegen lassen!!
    LG
    Tina

  39. bleib bloss so wie du bist lass dich nicht verbiegen

    alles gutre

  40. auf Doku-Planet.com gibts einen Film von dir.
    Ist ganz interessan.Hier der Link:

    http://www.doku-planet.com/2009/08/faszination-leben-vollweib-mit-vollbart.html

  41. Huhu!
    Ich habe auch den Bericht im Fernsehen gesehen.
    Ich möchte Dir sagen, das ich es absolut richtig finde, was Du machst. Ich finde jeder sollte einfach so sein dürfen, wie er ist. Natürlich nur soweit, wie er niemandem damit schadet. Es gibt so viele Dinge, die man sich verkneifen muss oder die als Verkehrt angesehen werden, wie eben Frauen mit Bart. Wer legt das denn fest? Soll ich mir von irgendwem sagen lassen das das nicht sein darf. Nö. Die Leute die dumme Sachen sagen zu Dir, bzw. allen die einfach sie selbst sind, die sagen damit sehr viel über sich selbst aus, aber nichts über Dich bzw. den der einfach er selbst ist. Es ist wirlich schade das unsere Gesellschaft sich so sehr auf rein äusserliches konzentriert, und dabei die wirklich wichtigen und wertvollen Dinge völlig übersieht. All die Ideale denen wir nachhetzen sollen, ich seh das nicht ein.
    Ich habe keinen starken Haarwuchs, bei mir ist es eher anders herum. Meine Haare sind viel zu dünn und meine Körperbehaarung ist so hell und dünn, das man sie nicht sieht. Ich rasiere mich folglich auch nicht. Ich würds aber auch nicht machen wenn es anders wäre.
    Ich hoffe, das viele viele Frauen sich von diesen Zwängen befreien und auch einfach wachsen lassen statt zupfen oder rasieren. Und auch dieser Schlankeitswaahn soll aufhören. Eine tolerante Gesellschaft wünsche ich uns. Love and Peace, wie es so schön heißt.
    Und Dir wünsche ich noch alles alles Gute, bleib wie Du bist! Ich finde Dich übrigends auch MIT Bart schön, ehrlich.
    LG Sandra

  42. Bart bei einer Frau finde ich persönlich hässlich und nicht ansprechend. Ein wenig habe ich auch den Eindruck, dass du gerne provozieren willst, um deine Umwelt auf dich aufmerksam zu machen.
    Heute gibt es nur noch wenige Bereiche, die zum provozieren taugen und der Damenbart ist gewiss einer dieser Bereiche.
    Ich kann mir schwer vorstellen, dass du den Damenbart selbst als schön empfindest.
    Ich habe dich im Fernsehen gesehen und als Persönlichkeit gefällst du mir, nur ohne Bart wärest du hübscher. *g*
    Viele Grüße Roman

    • Lieber Roman, danke für den Kommentar. Jedem das Seine. Du musst es nicht schön finden. Ich provoziere gerne und ich mag es wenn bei einigen Menschen durch meinen Anblick was in Gang gesetzt wird. Der Bart ist allerdings einfach nun mal da. Das ist die andere Seite. Und ich finde das was ist hat ein Recht zu sein. Es bedeutet mehr Frieden für mich es zu lassen, als dem Bart den Krieg anzusagen und somit auch meinen Körper anzugreifen. Bevor ich den Bart wachsen lies sah ich ein Foto von Jennifer Miller, und war von ihrem Anblick völlig fasziniert. Dieses Foto war der letzte Impuls um zu beschließen die Haare nicht mehr zu zupfen. Jahre hatte ich auf den Moment gewartet. Das Foto war wie ein Aha Effekt. Ich wußte einfach so will ich aussehen, das bin ich, Frau und Mann …..ein Wesen zwischen den Geschlechtern. Und ich mag es. Die anfängliche Faszination ist jetzt nicht mehr so da. Es ist für mich normal geworden so auszusehen. In ein Geschlecht eingeteilt zu werden erscheint mir immer mehr überflüssig und falsch. Liebe Grüße Mariam

  43. Dann wünsche ich dir un deinem Damenbart alles Gute. Wenn du so glücklich wirst, dann soll es mich nicht stören, aber ich glaube so ein Damenbart wird mich nie anmachen, außer ich werde bisexuell. ;-)

  44. Hallo Marianna,

    ich bin auf dein Bild bei Brigitte-Woman gestoßen; und mein erster Gedanke war – was für ein hübscher, junger Mann … dann erst las ich den Text dazu
    :-|
    Mich stimmt traurig, dass ein so sympathisch aussehender Mensch von anderen verspottet wird, weil im Gesicht etwas wächst, das nicht zum Geschlecht passt.
    Deine Geschichte bestärkt mich in meinem Verdacht – zwischen Sehr-Weiblich und Sehr-Männlich ist alles möglich; doch die Gesellschaft muss es auch zulassen.
    Ich hoffe, dass sich in dieser Richtung etwas ändert …

    Liebe Grüße
    und viel Kraft sendet
    Sabine

  45. Sie schreiben, es sei Natur der Sache, einen Bart zu haben. Deshalb lassen Sie – der Natur halber – Ihren Bart wachsen.

    Mir fallen ad hoc ein paar Gedanken ein, mit denen Sie sich vielleicht beschäftigen können.

    1) Die Natur eines jeden Organismus ist die Fortpflanzung. Selbst nicht-lebedinge Wesen (Viren) haben dieses Ziel. Weil sie von Natur aus so programmiert sind. So auch der Mensch – in Ihrem Fall die Frau.

    Wenn Sie nun von NATUR sprechen, müssten Sie Ihr Aussehen so gestalten, um, wie von der NATUR verlangt, einen Partner zwecks Fortpflanzung finden. Mit einem Bart geht es denklich schwer.

    Also ist Ihr Argument „die NATUR wolle es so“ unrichtig.

    2) Ihr weiteres Argument, die Industrie verdiene Ihnen zu viel, greift nicht. Es gibt Bestattungsunternehmen. Möchten Sie nun nicht beerdigt werden, weil es da jemanden gibt, der daran Geld verdient? Und wenn Sie krank werden, gehen Sie dann auch nicht zum Arzt? Schließlich verdient er sehr viel daran.

    3) Falls Sie die Meinung eines Mannes interessiert (was ich nicht glaube), dann kann ich Ihnen sagen: Ihr Aussehen ist weder als Protest gut, nocht ist es für irgendetwas gut. Erst recht nicht für die Entwicklung Ihres Sohnes. Sie sind eine Mutter. Werden Sie nicht den Wünschen der „Anderen“ gerecht, zumindest aber den Wünschen Ihres Sohnes!

    Mit freundlichem Gruß,
    Eine neugiereige Person

    • 1.“Die Natur eines jeden Organismus ist die Fortpflanzung“ – WER sagt das??!! – Es gibt viele Menschen, die sich nicht fortpflanzen können aus den unterschiedlichsten Gründen. Was ist deren ZIEL!? WER sind SIE dass Sie so etwas behaupten?!

      Der Bart ist da. Das ist eine Tatsache. Und das meine ich mit NATUR. So bin ich geboren. Es ist wie es ist. Warum soll ich ihn bekämpfen?! Weil ich mich fortpflanzen soll! Wie bitte? Ich habe einen Sohn, das sollte genügen! Abgesehen davon gibt es einige Männer, die auf Frauen mit Bart stehen und sich mit mir zur „Fortpflanzung“ treffen würden. Dies ist jedoch nicht mein Interesse. – Was ist mit all den Frauen die sich „schön“ machen und schminken und herausputzen aber die Pille nehmen?! Wo ist da der Sinn bitte schön, wenn Sie hier von Fortpflanzung sprechen. Sollen Frauen sich schön machen und möglichst viel fortpflanzen und damit wären sie natürlich!?
      2. Ich sprach davon, dass die Kosmetikindustrie daran verdient, dass die Frauen sich gezwungen sehen sich schön zu machen, um geliebt zu werden. Wer will kann das auch tun. Es geht darum, jeder soll tun was er will, doch mal überprüfen inwieweit er sich nach der Meinung und den Wünschen anderer verhält.
      Ein Arzt verdient nicht sehr viel. Nicht mehr. Das war vielleicht mal so. Abgesehen davon trägt er ne Menge Verantwortung hat lange studiert und die Geräte kosten auch….Ein Politiker verdient sicherlich mehr….und noch so einige Berufsgruppen…
      3. Und mein Sohn den stört es nicht wie ich herum laufe. Er ist erwachsen und tut was er will. Meine Mutter hat auch ihr Leben und ich rede ihr nicht rein was sie zu tun hat! Das wäre anmassend!

  46. @Hulu

    Falls Sie die Meinung einer lesbischen Frau interessiert (was ich nicht glaube), dann kann ich Ihnen sagen:
    1. Das Ziel in der Natur eines jeden Wesen ist die Fort-ENTWICKLUNG, nicht die Fortpflanzung. Wäre es so, wie Sie beschreiben, hätten SIE heute aus Platz- und Nahrungsmittelversorgungsmangel noch nicht mal mehr die Luft um solch einen gequirlten Quark ins Universum zu pusten!
    Fort-Entwicklung bedeutet, der geistige Fortschritt nach vorne, zu höheren Ebenen um das, von uns natürlich mitgegebene Potenzial voll ausnutzen zu können.
    Das ist bei Ihnen wohl ein bisschen während der ganzen Fortpflanzerei auf der Strecke geblieben, oder?
    Schon seit Anbeginn des Mikrokosmos, existieren Wesen zum Fortpflanzen und wiederum andere sind enorm wichtig für alles Entwickelnde drumherum. Schon mal einen Bienenstock genauer betrachtet, Herr Hu-lu?

    2. Ihr Post ist weder als Protest gut, noch ist er für irgendwas gut!
    Erst Recht nicht für die Entwicklung der Menschen. Als Vorbild für anständige Rechtschreibung von geistigem Dünnschiss haben sie offensichtlich kläglich versagt.

    3. Kann es sein, dass Sie in der Kindheit zu wenig Mutterliebe bekommen haben, und nun aus Frust jede Frau anprangern, die nicht in Ihr gewünschtes Schema passt?
    Wenn die Optik entscheident ist für die Fähigkeit einer Mutter, Liebe zu geben, seinem Kind den Grundstock für ein zufriedenes, freies, liebevolles und menschliches Leben zu ermöglichen, dann würden wohl nur noch blondbezopfte Mütterlein herumlaufen, in Trachtenjäckchen und mit notorisch hoch gerichtetem rechten Arm???

    Toleranz und Menschlichkeit und geistiges Entwicklungsvermögen sind die ersten Schritte zu einer persönlichen Fortentwicklung;
    ich wünsche Ihnen auf diesem Weg von Herzen viel Erfolg!

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