Immer wieder begegnete mir in meinem Leben das Thema der Drogenabhängigkeit. Eine Begegnung lies mich diesen Text verfassen. Er ist den beiden Menschen gewidmet, die mich dazu inspirierten.
ODE AN DEN TRINKENDEN UND KIFFENDEN MANN
Du trinkst
und trinkst
wenn Du nach
Hause kommst – dann kommt er
mit Dir zur Tür herein -
der Nebel
Deines Freundes
dem Alkohol
Die Beziehung zu ihm -
trübt die unsere
Wichtiger ist Dir -
Deine Beziehung
zu ihm,
denn zu mir.
Mache ich Dir Angst?
Hast Du Angst
nüchtern zu sein
in meiner Gegenwart?
Erträgst Du mich nur
wenn Dein Freund
Dich beschützt
und um Dich ist?
Wagst Du es nur Deine
Lippen zu öffnen -
mit ihm an Deiner Seite?
Einst waren wir
uns nah -
einst schauten wir
uns an.
Wenn Du mich
anschaust steht
er dazwischen
Dein Freund
er läßt Deine Augen
glasig erscheinen –
Dein anderer Freund
färbt sie rot.
Mit Deinen beiden
Freunden an Deiner
Seite gehst Du
durch den Tag
und durch die Nacht.
Manchmal,
erwische ich Dich
am Morgen ohne
die Beiden.
Dann bist Du
wieder Du,
und bei Dir und
ich finde den Weg
zu Dir.
Morgens spüre ich Dich
und sehe Dich –
und den, der
Du wirklich
bist – für einen Moment
- bevor Du Deinen
Freund herbeirufst
indem Du Dir
den ersten Joint
ansteckst.
Ich weiß nicht
was ich tun soll.
Ich liebe Dich. – Doch -
durch den Nebel hindurch
dringe ich nicht zu Dir durch und
finde Dich nicht.
Wenn ich Dich küsse
dann küsse ich Deine beiden Freunde
Wenn Du sprichst,
dann höre ich euch
alle drei.
So mag ich es nicht -
Ich will Dich alleine
für mich -
ohne Deine ständigen Begleiter
und weil
es nicht so ist -
wie ich es will –
mache ich dicht. -
Ich schaue zu Boden, wenn
Du mit mir sprichst, denn
sehen würde ich Dich
sowieso
nicht.