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Hallo Fraumitbart,
Dein Tagebuch liest sich faszinierend, Dein Mut ist bewundernswert und Dein Bart sieht klasse aus. Als Mannohnebart , der jeden Tag hofft, nicht auf seine glatte, stoppelfreie Haut angesprochen zu werden, ist Dir meine Bewunderung für Deinen Gesichtsschmuck sicher. Aussuchen kann ich mir im Gegensatz zu Dir mein Aussehen nicht, denn das Ankleben eines Bartes wäre sicher der Gipfel der Lächerlichkeit, dafür ist zugegebenermaßen meine Besonderheit sehr viel unauffälliger als Deine und ich werde auch sehr selten direkt darauf angesprochen. Peinlich ist es mir trotzdem jedesmal, wenn in meiner Gegenwart über Bärte oder allgemein über Körperbehaarung gesprochen wird. Da fehlt mir absolut Deine Souveränität und Coolness. Ich komme mir ziemlich unmännlich, aber eigentlich eher unterentwickelt als weiblich vor.
Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung Deiner Geschichte.
Einen frohen 2. Weihnachtsfeiertag
Jens
Hallo Jens,
vielen Dank! Ich habe mich über Deinen Kommentar sehr gefreut.
Und was soll ich sagen….ich finde es nicht schlimm, wenn ein Mann keinen Bart hat…hat auch Vorteile…es kratzt nichts…
….ein Mann ohne Bart und eine Frau mit Bart….was für eine Ironie!..da muß ich an den Biologieunterricht denken, in dem wir genau das Gegenteil lernten….kann verstehen, das, das nicht immer so einfach ist für dich….aber vielleicht ändert sich das noch…
Wünsche Dir schöne Feiertage
Marianna
Hallo Marianna,
da könnten wir zwei tatsächlich einige Biologie-Lehrer in Erklärungsnot bringen…
Anschauungsobjekte (sorry. Subjekte) für die Beschränktheit der schulischen Ausbildung wäre vielleicht sogar der bessere Job als bärtige Frau, zusammen mit milchgesichtigem Mann, auf einem Mittelaltermarkt. Ich könnte dort sicher sehr glaubwürdig den autoritären Patriarchen spielen…
Ernsthaft: Ich finde Deinen Weg klasse. Natürlich auch und vielleicht sogar vor allem, weil ich behaarte Frauen entgegen der offensichtlich überwiegenden Meinung super attraktiv finde. Das ist eben so.
Dein Weg, spricht aber auch für Deinen Charakter. Geradeaus, selbst wenn es kurzfristig scheinbar zusätzliche Schwierigkeiten bringt. Opportunisten wie mich gibt es genug.
Den Kontrast (hier meine ich den körperlichen)zwischen uns finde ich sehr spannend und würde gerne noch etwas mehr von mir erzählen. Da das für die große Internet-Gemeinde sicher weniger spannend ist, werde ich mal Deine e-mail Adresse probieren.
Erstmal toll, dass Du mir geantwortet hast. Ich habe mich riesig darüber gefreut und grüße lieb
Jens
Hello my lovely little frau mit bart
i m drinking a nice thym infusion, and hoping you are well.
I was happy to share so many great times with you and wish for you all the best
bye
see you xxxxxxxxxxxx
h
Was für ein wunderbar liebevoller Kommentar
!
Hi,
habe grade die Reportage über Dich gesehn.
Ich finde es klasse wie selbstbewust Du auftrittst, aber was ich genialer finde, Du hast es zu was gebracht. Du bist bekannt, im Netz und im Fernsehn.
Mach weiter so, die Welt braucht Helden wie Dich!
mfg Robert
Hallo
ich habe gestern die Reportage über Dich gesehen und
dachte ,so würde ich auch aussehen.
Ich habe früher auch gezupft und heute rasiere ich mich täglich eben wie ein Mann.
Es ist sehr lästig aber man kann es nicht ändern.
Ich hätte niemals den Mut ihn wachsen zu lassen.
Weiterhin viel Glück
Lg Ela
Hallo Marianna,
ich möchte dir danken dafür dass es dich gibt. Du hast vollkommen recht mit deiner Aussage „Ich will so sein wie ich bin. Das was ist ist gut.“
Auch ich war einmal etwas „anders“. Ich hatte eine große gebogene Nase und dann habe ich sie mir operieren lassen. Heute bin ich nicht mehr (ich). Es hätte mich fast umgebracht (umso mehr wundere ich mich über andere Nasenoperierte die sich nach der OP befreit fühlten). Noch hadere ich mit mir ob ich sie mir wieder aufbauen lassen. Leider werde ich meine perfekte Ausgangsnase nie wieder bekommen…
Hiermit schließe ich mich deinem Appell „Schluss mit dem Verbiegen und Verstellen“ an und fordere gleichzeitig alle Anderen dazu auf es mir gleich zu tun.
Lass dich von Nichts und Niemanden auf deinem Weg aufhalten!!!
Hallo! auch von mir große Bewunderung für deinen Mut.
Ich habe auch eine starke Körperbehaarung, unter anderem im Gesicht.
Ich wollte diese Gedanken teilen: ich litt sehr darunter, auch als Jugendliche, habe seit ich 11 bin einen kleinen Schnurrbart… Ich wurde deswegen und wegen meiner Körperbehaarung im Umkleideraum gehänselt, also nur von Mädchen! ich hatte zwar immer Angst, auch von anderen (Jungen…) gehänselt zu werden, das passierte jedoch nicht. Ein anderes Mädchen, das wie ich einen kleinen Schnurrbart hatte, wurde allerdings auch von den Jungs viel geärgert (Spitznamen und Co…). Ich hatte immer Angst, das mir das auch passieren würde. Bis ich verstanden habe, dass sie das tun, weil sie sie einfach nicht mögen (was auch nicht ok. ist deswegen böse zu sein). Ich habe daraus die Lehre gezogen, dass Leute, die mich kennen und in ihre Gemeinschaft integrieren, mich so akzeptieren, wie ich bin. Körperbehaarung ist nur ein Vorwand, eine Möglichkeit von vielen anderen körperlichen oder anderen „Unzulänglichkeiten“ (in der Jugend Zahnspange, Pickel…) jemanden anzugreifen, den man aus anderen Gründen nicht mag.
Natürlich mag es auch Leute geben, die Vorurteile haben und darum ausgrenzen, aber was hätte man mit denen anfangen wollen?
(Ich schreibe gerade an einer autobiografischen Kurzgeschichte, die sich immer weiter zum Roman ausweitet, in der ich auch das anspreche. Wenn ich fertig bin, werde ich es dir gerne sagen, vielleicht interessiert es jemand.)
Und obwohl der Haarwuchs wohl kaum ungesund ist, tue ich etwas dagegen, zupfe und bleiche… ich weiß nicht, ob ich jemals die Kraft aufbringe, wie du zu sein, den Mut. Ich finde es aber wirklich toll, was du machst, und lese immer gerne deinen Blog! ich wünsche dir weiterhin alles Gute, und allen „anderen“ Menschen!!
Liebe Anna,
vielen Dank für Deinen Kommentar. Und ich stimme Dir zu, dass es Leute geben mag, die Vorurteile haben und darum ausgrenzen, aber was hätte man mit denen anfangen wollen? Ja, denn die Menschen, die mich mit Bart nicht mögen, würden auch wenn ich keinen Bart hätte etwas finden, was ihnen an mir nicht passt. Meine Mutter weiß inzwischen von meinem Bart, sie findet es nicht gut, doch ich bin weiterhin ihre Tochter und es hat nichts geändert. Wäre doch auch albern oder kindisch jemanden, den man mag, nur wegen Haaren an den Beinen, oder einer Zahnspange etc. abzulehnen. Klar kann es sein, dass es jemandem nicht gefällt und sozusagen ein Dorn im Auge ist. Doch dann hat die Person, die das stört ein Problem, mit dem sie sich auseinandersetzen kann oder nicht. Wenn jemand untersucht warum ihn etwas stört, dann kann dies interessante Einblicke in die eigene Gedankenwelt eröffnen und zum inneren Wachstum beitragen. Es gibt so viele Dinge in der Welt die Menschen stören…… Und Recht machen kann man es eh nicht allen. - Am Wichtigsten ist, das jeder sich selbst liebt und annimmt wie er ist. Dann strahlt man das aus. Eine Person, die sich selbst liebt und annimmt wird dies auch von der Umwelt erfahren. Wenn ich also Ablehnung erfahre, dann spiegelt dies nur meine eigene Ablehnung mir selbst gegenüber wieder. Ich kann dankbar für diese Ablehnung sein, da sie mir zeigt wo ich noch eine Aufgabe habe, nämlich darin mich selbst anzunehmen und zu lieben, so wie ich bin. – Alles Gute für Dich und ich freue mich schon auf Deinen Roman!! Sag mir Bescheid, wenn Du soweit bist! Lieben Gruß Marianna
Marianna – wohl eine der mutigsten Frauen dieser Welt!
Ich bewundere dich, habe ich doch schon wegen meiner Beinbehaarung (etc) meine lieben Probleme.
Du lässt dich nicht in dieses stupide Schönheitsideal zwängen und gehst deinen eigenen Weg!
Das ist einfach bewundernswert und vorbildlich!
Vielen Dank für deinen Mut und deine Echtheit!
Liebe Grüsse aus der Schweiz
Sarah
Liebe Sarah,
vielen Dank für Deinen positiven Kommentar!
Ich wünsche Dir alles Gute und Liebe und viel Mut für all das, was Dir wichtig ist!!
Marianna
Bonjour,
der Beitrag über Dich auf Vox (oder war es Kabel 1?) hat mich noch einmal mehr in meiner Überzeugung gestärkt, dass ich diese Gesellschaft verabscheue. Respekt.
Liebe Grüße und alles Gute
(Herbstzeitlose ist ein schönes Wort, nicht wahr?)
Hallo Marianna,
ich bin erst kürzlich durch den Beitrag im RTL-Fernsehen auf Deinen blog gestoßen.
In meiner länger zurückliegenden Psychotherapie habe ich gesagt: Richtig selbstbewusst bin ich erst, wenn ich mir meine Barthaare stehenlasse; das mache ich bis heute nicht! Als dieses Thema in der Therapie näher besprochen wurde, habe ich mal ein paar Freundinnen und „Bekanntinnen“ nach ihrem Bartwuchs gefragt – heraus kam (ohne Anspruch darauf, repräsentativ zu sein), dass nur 2 keine Kinnhaare zupften/hatten, während der überwiegende Teil entweder „Hexenhaare“ oder mehr zupfte oder rasierte. Seitdem wünsche ich mir eine Alice Schwarzer für die Emanzipation von Frauen mit Bart, denn offensichtlich ist es eher natürlich und normal, dass Frauen Barthaare haben als umgekehrt. Was können wir Barthabenden machen, um die öffentliche Meinung zu verändern? Geht mehr/anderes, als dass sich jede Frau mit Bart einzeln in ihrem Umfeld ihren Platz „erkämpft“?
Meine Hochachtung für Dich und Deine Entscheidung für den Bart. Leider bin ich noch nicht (?) soweit, dass ich meinen stehen lasse. Tausend Dank für den Fernsehbeitrag; lauter nette und Dir zugewandte Menschen um Dich herum; und alles Gute für Dich, Dein Tagebuch und sonstige Lebenslagen.
Dietlind
Liebe Dietlind,
vielen Dank für diesen Kommentar. Das freut mich, nochmals eine Aussage dazu zu bekommen, dass es viele Frauen sind, die ganz „natürlich“ einen Bart hätten, würden sie sich nicht rasieren oder den Bart sonstwie bekämpfen!! Ich denke, um den Bart für Frauen gesellschafttsfähig zu machen, braucht es Frauen, die ihren Bart offen tragen, dazu stehen und so die Sehgewohnheiten verändern. Und den Gedanken, den Du da hattest bei der Psychotherapie kann ich nur bestätigen: es gibt mehr Selbstbewußtsein dazu zu stehen und macht einem so Einiges über sich und die Welt in der wir leben klar. Auch wenn es Menschen gibt, die schauen, oder lachen, so sind die Reaktionen wirklich nicht so schlimm, wie das was Frau sich so in ihrer Fantasie ausmalen kann.
Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute und Mut Dein Leben so zu leben, wie Du es möchtest
Marianna
Hi Dietlind,
Willkommen bei den Selbstbewussten
. Egal, ob du die Haare wachsen lässt oder nicht: du bist genau richtig und tust das, was im Moment für dich dran ist, da bin ich mir ganz sicher!
Bei mir war es lange lange so, dass ich dachte: wenn ich erst selbstbewusst bin, lasse ich den Bart stehen. Oder: wenn ich irgendwann mal auf einer einsamen Insel wohne. Oder: wenn ich von der Meinung anderer unabhängiger bin. Und dann sagte mein Partner eines Morgens, nachdem ich mich ca. eine Woche nicht mehr rasiert hatte: „Du solltest dir das da mal wegmachen.“ Genau DAS war der Moment, wo ich plötzlich merkte, dass ich diesem Wunsch jetzt nicht nachkommen will. Und dass ich genau JETZT bereit bin, die Reaktionen der anderen und meine Gefühle dazu auszuhalten, anzuschauen, umzuwandeln.
„Was können wir Barthabenden machen, um die öffentliche Meinung zu verändern? Geht mehr/anderes, als dass sich jede Frau mit Bart einzeln in ihrem Umfeld ihren Platz „erkämpft”?“
Ich für meinen Teil habe das Kämpfen gelassen. Ich erkämpfe mir keinen Platz, ich kämpfe nicht für oder gegen Meinungen. Ich probiere einfach, was für mich wie geht, wenn nicht auf die eine Weise, dann eben anders, und was jetzt nicht geht, das geht vielleicht später. Am stimmigsten fühlt es sich für mich momentan an, wenn ich mich sein lasse, wie ich bin und mich zeige, wie ich bin. Die allermeisten Leute haben noch nie eine Frau mit Bart gesehen. Und schon die Tatsache, dass ich (oder Marianna oder jemand anders) ihnen über den Weg laufe, einmal oder täglich, bewirkt sehr sehr viel. Diese Leute stellen sich viele Fragen, die nach Antworten verlangen: „warum macht die das, wenn sie sich auch rasieren kann? Wozu soll das gut sein? Gibt es also doch bärtige Frauen? Wie es ihr wohl ergeht im Leben? Huch, die hat ja den Bart immer noch, sie scheint also doch keine allzu belastenden Erfahrungen zu machen?“
Lieber Gruß
Lisa
Hier ein Artikel, der mich nachdenklich gestimmt hat, dachte, vielleicht interessiert es euch! über die Sportlerin Semenya. lg
http://sport.orf.at/090911-18343/index.html