Tagebuch, 26.Tag

Gestern war ich mit einer Freundin unterwegs in der Stadt. Wir fuhren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Immer wieder gab es entsetzte, überraschte und ungläubige Blicke.

Mal ist es anstrengend und mal amüsieren mich die Reaktionen der Menschen.

Erst schauen die meisten Menschen überrascht und erschüttert, wenn sie mich sehen. Sie starren oder blicken mich immer wieder an, bis sie sich dann, nach wenigen Minuten, wohl satt gesehen haben.

Dann vergeht noch etwas Zeit, mein Aussehen wird uninteressant und ihre Aufmerksamkeit wandert wieder woanders hin.

Ich dachte nochmal über den Kommentar eines Freundes nach, der von meiner „Bartaktion“ entsetzt ist, und stelle mir die Frage: Wie viel Unterschiedlichkeit verkraftet eine Freundschaft? Ich mag ihn, auch wenn er eine andere Meinung hat.

Einerseits denke ich, dass der Bart mich zu den für mich passenden Menschen führen wird.

Andererseits stelle ich mir die Frage, müssen meine Freunde denn alles was ich tue gut heißen und mit mir einer Meinung sein?

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Tagebuch 25. Tag

Ein Freund, dem ich von meinem Bartprojekt schrieb, antwortete mir das er meine „Bartsache“ als grotesk und abstossend empfindet. Er meint, das ich nicht mehr oder weniger ich selbst bin, wenn ich mich gehen lasse.

Erst denke ich: ist mir doch egal was er denkt. Dann bemerke ich wie es mich ärgert, traurig macht und enttäuscht. Doch ich kann nicht verlangen, dass meine Freunde alles was ich gut finde auch gut finden.

Und er versteht es nicht. Er sieht es als ein sich gehen lassen, sich nicht pflegen und verwahrlosen.

Einige Menschen fühlen sich abgestossen. Und ich bin der Meinung, das sie sich unwohl fühlen auf Grund ihrer Konditionierung. Wieso ist ein Mann mit Bart nicht abstoßend?!

Zugegeben ein gepflegter Bart wirkt beruhigender und angenehmer als ein ungepflegter. Meiner ist gerade schon recht wild und ungezähmt. Frauen müssen gepflegt sein. Frauen müssen glatt, sauber und haarlos sein. Wenn man sich pflegt, dann lässt man sich nicht gehen. Und wer sich gehen lässt ist nicht ok und nicht gesellschaftsfähig.

Ich mag es groteske Dinge zu tun. Ich mag es die Sehgewohnheiten und „wie es zu sein hat“ in Frage zu stellen und auf den Kopf zu stellen. So sehe ich das Wachsen meines Bartes auch als Kunstprojekt. Ein Projekt, das zum Nachdenken anregen soll und es tut. Es schockiert, amüsiert, rüttelt auf und vielleicht macht es manchen Frauen Mut ihre Gesichtshaare wachsen zu lassen. Was auch immer.

Und wie ich schon einmal geschrieben habe, so hält der Bart mich auch von den nicht zu mir passenden Menschen, Orten und Dingen fern.

Tagebuch 23. Tag

Eine unruhige Nacht.

Ich wachte mehrmals am Morgen auf, weil das Telefon meiner Freundin immer wieder klingelte und das jeweils in doppelter Ausführung auf zwei Apparaten.

Das Fenster war die ganze Nacht offen und im Morgengrauen begann schon der Großstadtlärm.

Fühle mich erschöpft und gestresst. Die Situation überfordert mich gerade. Habe ein Wirrwarr im Kopf und ein Fragezeichen wohin.

Ich hatte mich auf Erholung und Ruhe und Konzentration eingestellt. Und nun das.

Doch der Tag beginnt gerade erst.

Ich sollte Vertrauen haben, das ich schon etwas Gutes finden werde und den Stress los lassen.

Fühle mich reif für einen Urlaub im Kloster oder auf einer Insel!
Nachts traf ich eine Freundin und diesmal ging ich im Anzug und mit dem Schal. Hatte irgendwie Angst jemand könnte mich angreifen, wenn ich den Bart zeige. Dachte an die Drag Kings, die vor einigen Monaten hier in Berlin zusammen geschlagen wurden. Und da ich bis sehr spät unterwegs war…fand ich die Lösung mit dem Schal gut.

Nun sitze ich in meinem neuen Zimmer aus dem ich am liebsten gleich wieder flüchten würde und bemerke das zu allem übel auch noch Katzenflöhe da sind. Die Mieter vorher hatten Hunde und Vögel und die letzte eine Katze. Mich juckt es und ich habe einige Stiche. Dabei habe ich alles gründlich geputzt. Vielleicht sitzen sie ja unter dem Laminat im Teppich!

Ab morgen werde ich wieder bei einer Freundin schlafen.

Tagebuch 24.Tag

Die Wohnsituation beschäftigt mich sehr.

Heute habe ich Besuch von einer Freundin und es tut gut und baut mich auf mit ihr zu sprechen.

Meine Haare wachsen und die Blicke werden immer mehr. Lustige Momente gab es – ich werde angeschaut. Und nochmals und wieder, da derjenige es kaum glauben kann was er sieht.

Im Supermarkt am Bahnhof Zoo stand vor mir ein Obdachloser, der mich verdutzt ansah. Er entschuldigte sich und sagte das er da nochmal schauen muss. Und wir unterhielten uns. Dann sagte er, das er mich schön findet und meinen Bart mag. Er findet Menschen, die sie selbst sind, schön. Er würde mich am liebsten abknutschen. Nun …äh….aber nein, das würde er doch nicht tun, er hat doch Respekt und Achtung vor einer Frau. Schön das zu hören! Da können sich andere Männer eine Scheibe abschneiden. War jedenfalls nett mit ihm und schön seine und meine Offenheit über den Bart.

Da schaue ich etwas seltsam. Ich fotografierte mich selbst, als ich etwas gestresst von der neuen Wohnung zur Wohnung meiner Freundin fuhr. Der Bart wird dunkler und dichter. Und so mit den Haaren zurück und der Jacke sieht es schon ziemlich männlich aus.

Tagebuch 22.Tag

Heute habe ich das Zimmer in der neuen Wohnung, die ich mit einer Philosophiestudentin teile, gestrichen. Gegen Abend zog von draußen Zigarettenrauch ins Zimmer. Auch in die Küche und ins Bad, die beide auf der gegenüberliegenden Seite meines Zimmers liegen, kam durch die offenen Fenster Zigarettenqualm hinein.

Ich mag absolut keinen Zigarettenrauch, vertrage ihn auch nicht und seit Neustem habe ich auch noch Asthma. Also achtete ich bei meiner Wohnungssuche darauf ein Zimmer mit weitem Blick, im Grünen, am Wasser und ohne Qualm zu finden.

Als ich die WG besichtigte sagte mir die Bewohnerin, daß die Nachbarn unter mir nicht rauchen und es keinen Rauch gäbe, sie würde das sonst merken, denn sie sei auch empfindlich. Tagsüber riecht man auch keinen oder selten Rauch. Ich nehme an die meisten Bewohner des Neubaus sind berufstätig und abends, wenn sie nach Hause kommen wird geraucht und gelüftet.

Ich bekam die Krise. Hatte ich doch den halben Tag in der Wohnung geputzt, den Balkon sauber gemacht, das Zimmer neu gestrichen und dann gegen Abend dieser Schock! Mehrere Stunden lang hing nun schon der Geruch in der Luft und ich konnte nicht lüften. Als ich dann gegen 22 Uhr das Haus verlies, um bei einer Freundin zu übernachten, bemerkte ich, das der Zigarettenrauch im großen Innenhof, auf der Straße und um das Haus herum festzuhängen schien, obwohl das Ufer keine 100 Meter entfernt ist. Doch die Häuser stehen zu eng in der Straße. Die Wohnung ist unter dem Dach im vierten Stock und die rauchige Luft zieht nach oben.

Als ich in der Straßenbahn saß und nachdachte, erinnerte ich mich an meine Angst von gestern. Nun weiß ich dass sie mich warnen wollte.

Manche Dinge spüre ich intuitiv und kann sie leider nicht immer rational verstehen. Jetzt ist es mir klar.

Und nun? Ich bin etwas ratlos. Jetzt habe ich es geschafft mich umzumelden und das ok vom Arbeitsamt und nun geht die Suche schon wieder von vorne los…..stöhn. Die Frage ist auch, wie schnell finde ich, oder die Hauptmieterin eine andere Person für das Zimmer. Interessant ist, das die jetztige Bewohnerin gerade eine unangenehme Geschichte hinter mit der letzten Mitbewohnerin hinter sich hat. Diese letzte Mitbewohnerin, hielt es nur 14 Tage aus, dann gab es wohl Differenzen zwischen den beiden und von einem Tag auf den Anderen ging sie, behielt den Schlüssel der Wohnung bis zum heutigen Tag, so daß wir uns gerade einen Schlüssel teilen müssen, da es ein Spezialschlüssel ist den man nicht so einfach nachmachen kann (ist das nicht auch ein Hinweis….dass ich da nicht einziehen sollte) und für den Rest des Monats zahlte diese Frau auch keine Miete mehr, obwohl sie den Vertrag unterschrieben hatte…..Ich will nicht fies sein…aber es ist auch fies zu sagen es gäbe da keinen Zigarettenqualm…….Ich werde morgen mit meiner Mitbewohnerin reden müssen. Und wohin gehe ich, falls sie jemanden findet?

Vielleicht ist es an der Zeit Berlin zu verlassen und ans Meer zu ziehen….ich weiß es nicht. In solchen Momenten wünschte ich mir jemanden, der die Verantwortung übernimmt und für mich entscheidet. Oder noch besser eine Fee, die mir die Traumidylle schafft….

Wieso verfolgt mich dieses Thema mit der „unsauberen“ Luft?

Wo finde ich endlich mal eine Wohnung, die gute Luft hat, wo niemand raucht und wo ich mich wohl fühle? Das muss es doch geben! Ohne das ich dafür alleine auf einem Berg wohnen muss!

In der Wohnung meiner Freundin am Ostkreuz, in der ich gerade sitze, ist vor meinem Fenster ein Balkon mit weitem Blick und Wind. Hier rauchen die Nachbarn nicht. Und wenn so wäre der Rauch schnell verflogen.

Wenn ich könnte, würde ich Zigaretten verbieten. Absolut. Selbst die Herstellung. Ich finde es eine extreme Belästigung. Ja, hier liegt meine Intoleranz. Das gebe ich gerne zu. Andere regen sich über meinen Bart auf und ich rege mich über den Zigarettenqualm auf. Meine Nase ist schon sehr empfindlich. Weil ich so sehr gegen die Zigaretten bin habe ich ein Puppentheater für Kinder geschrieben. Ein Theaterstück gegen das Rauchen. Darin wird der König zum Rauchen verführt. Als dann sein ganzes Reich verqualmt ist, rebellieren die Mäuse und schaffen es, dass der König die Zigaretten in seinem Königreich verbietet und selbst aufhört zu rauchen. Nachdem ich das Stück geschrieben hatte und die Puppen gebaut….hatte ich keine Lust mehr es aufzuführen. Es war mir zu moralisch und zu „normal“. Ich müsste mich nochmal gezielt dransetzen, um es umzuschreiben, damit es mir auch Spaß macht es zu spielen.

Mit meinem Bart…..bekommt das Puppenspielen nun einen neuen Aspekt….

Apropos Bart. Als ich heute nach 22 Uhr mit der Bahn fuhr, da waren mir die anderen Leute und ihre Blicke sowas von egal. Als ich die Treppenstufen am S Bahnhof in Köpenick hoch ging, da hörte ich von den mir entgegenkommenden Personen einige Kommentare und kümmerte mich nicht darum. Ich ging weiter und war mit einem anderen Problem beschäftigt. Nach 3 Wochen Barthaaren im Gesicht fühlte ich mich auf einmal wie zu der Zeit, als ich noch keinen Bart hatte. Bei mir. Und frei. Der Bart ist ein Stück Normalität für mich. Ich gebe zu, das ich mich, falls genügend Plätze frei sind, nicht unbedingt direkt gegenüber von anderen Fahrgästen setze. Das machte ich auch ohne Bart nicht gerne. Manchmal stehe ich und drehe mein Gesicht weg und schaue aus dem Fenster. Auch das würde ich mit oder ohne Bart tun.

Ich schrieb eben noch eine mail an meine Mitbewohnerin und hoffe auf eine wirklich baldige geniale Lösung meines Wohnungsproblems.

Dann kam einige Zeit später nachts eine SMS von meiner Mitbewohnerin. Ich dachte sie würde schlafen. Doch sie hatte gerade die mail gelesen und war geschockt und findet es schade, daß ich schon wieder gehen will. Daraufhin rief ich sie an und wir sprachen noch einige Zeit über die Situation. Mit dem Ergebnis, das sie möchte, daß ich mindestens die Miete für einen Monat trage, damit sie sich um ihr Studium kümmern kann und ihre Referate machen kann wie geplant. Ihrer Meinung nach war das heute eine Ausnahme mit dem Rauch. Sie versteht nicht so recht wieso ich so plötzlich wieder weg will. Ich werde die nächsten Tage eh dort schlafen, denn ich kann nicht immer zu meiner Freundin zum übernachten. Dann wird es sich zeigen, wie es sich mit dem Zigarettenrauch verhält und wie ich mich fühle und ob sich die Situation noch verändert.

Tagebuch 21.Tag

Zum ersten Mal in diesen Tagen begegnete ich heute einer Gruppe von Kindern, die so etwa 6 Jahre alt waren und wie ich auf dem Bahnsteig auf die S Bahn warteten. Einer der Jungs blickte mich immer wieder erstaunt an. Er sagte nichts.

Ein Mädchen schaute mich länger an und fragte mich dann: Wieso wächst dir denn ein Bart? Und wieso machst du den nicht weg? Ich antworte weil er mir wächst und ich will sehen, wie ich mit Bart aussehe. Dann sagt das Mädchen: damit siehst du aus wie ein Mann. Schneidest du ihn nie ab? – Vielleicht, wenn er soooo lang ist, antworte ich und zeige auf Hüfthöhe und grinse.

Mag sein, daß ich mit den Haaren im Gesicht aussehe wie ein Mann. Ich selbst mag die Mischung zwischen Mann und Frau an mir und finde sie schön.

Die S Bahn kam und die Kindergruppe und ich stiegen in den selben Wagen. Eines der Mädchen saß etwas entfernt schräg gegenüber von mir und starrte mich mit offenem Mund an. Nach einigen Minuten kam die Erzieherin und gab dem Mädchen mit der Hand einen Schubser aufs Kinn, so dass sich ihr Mund schloss.

Einige Leute waren heute am Tuscheln und Lachen, wenn sie mich sahen. Ich jedoch vergaß immer wieder die Haare in meinem Gesicht. Es wird tatsächlich von Tag zu Tag normaler für mich.

In manchen Momenten vergesse ich, daß es für die, die mich treffen womöglich das erste Mal ist, daß sie eine Frau mit Bart sehen.

Am neuen Wohnort meldete ich mich im Bürgeramt an. Ich wurde freundlich bedient. Das fällt mir in den Tagen immer wieder auf, daß die Menschen, die an der Kasse sitzen, die Bedienung im Cafe oder im Geschäft, oder die Frauen im Amt mich freundlich und zuvorkommend bedienen, fast noch freundlicher als ohne Bart. Schön ist das und ich genieße es.

Es kann sein, daß sie freundlicher sind, weil ich anders bin mit mir. Seitdem ich meinen Bart wachsen lasse fühle ich mich stärker und selbstbewußter, ich stehe mehr zu mir und liebe mich selbst mehr.

Eine Freundin half mir meine Sachen in die neue Wohnung zu bringen. Noch ist die neue Umgebung ungewohnt und ich muss mich erst mal einleben.

fotos-vom-handy4122008-0471Ich verspüre Angst. Habe ich mir die richtige Umgebung und Wohnung ausgesucht? Angst es könnte mir dort nicht gefallen. Und ich erinnere mich, daß ich diese Angst schon öfters hatte, wenn ich mich auf neue Orte, Wohnungen, oder Menschen eingelassen habe. Was ist richtig? Durch die Angst gehen und an der neuen Situation zu wachsen? Oder ist die Angst als Warnung zu verstehen und sollte ich die fremde Situation meiden? Ich habe keine Antwort darauf. Es ist jetzt eh entschieden. Ich habe den Vertrag unterzeichnet und mich angemeldet. Es ist nicht meine Traumwohnung. Es ist kein Altbau mit Dielen. Es ist eine schöne saubere Wohnung im Neubau mit wunderbarer Umgebung. Die nächsten Tage werde ich diese Umgebung erkunden und vielleicht beruhige ich mich dann wieder und die Angst weicht der Abenteuerlust.

Tagebuch 20.Tag

fotos-vom-handy4122008-080Heute war ich auf dem Amt. Dieses Mal hatte ich eine angenehme Sachbearbeiterin, die mir keine Probleme machte und die Anmietung des Zimmers genehmigte. Beschwingt ging ich aus dem Jobcenter heraus.

Als ich anfangs in der Schlange beim Jobcenter stand, starrte mich ein Mann mit Vollbart immer wieder an und strich sich mit der Hand über seinen Bart. Was er wohl dachte? Ob es ihm Angst machte, dass da eine Frau war die einen Bart hatte? Eine Iranerin mit Kopftuch warf mir Blicke zu. Immer wieder wirken die Menschen bei meinem Anblick verwirrt. Manche belustigt es auch. Ich merke, wie ich immer weniger darauf achte, wie die Anderen reagieren. Immer seltener habe ich Angst vor den Reaktionen der Menschen. Ich gewöhne mich an meinen Anblick mit Bart und finde es von Tag zu Tag normaler.

fotos-vom-handy4122008-0331Draußen vor dem Jobcenter gab es eine interessante und erfreuliche Aktion der heiligen Kirche der letzten Arbeitstage. Eine Frau spielte vor dem Eingang des Jobcentes Akkordeon, während eine andere Frau Lose und Einladungen zum Gottesdienst verteilte. Auf der Wiese neben dem Arbeitsamt hatte die Kirchengemeinde der heiligen Kirche der letzten Arbeitstage ein Zelt aufgebaut und einen Wohnwagen mit Tischen und Bänken aufgestellt.

fotos-vom-handy4122008-034Nachdem mein Antrag auf Kostenübernahme der Wohnung genehmigt worden war, ging ich hinaus zum Gottesdienst.

Wir sangen Gospels: „Arbeit ist gut sie kommt aus unserem Blut…“. Mehrere Rednerinnen hielten die Predigt. Ungefähr zwanzig Personen nahmen am Gottesdienst teil…mehr hatten den Weg vom Amt dorthin nicht gefunden. Weitere Personen saßen auf den Bänken vor dem Wohnwagen und waren dabei ein Formular auszufüllen.

fotos-vom-handy4122008-041Dieses Formular war ein Ausgliederungsantrag. Ein Gegenstück zu der Eingliederungsvereinbarung, die man gezwungenermaßen als Arbeitsloser beim Arbeitsamt unterschreiben muss.

Der Ausgliederungsantrag verpflichtet den Ausfüllenden zu nichts. Und die Kirchengemeinde spendierte dazu Kaffee und Kuchen in gemütlicher Atmosphäre.

Das bietet das Arbeitsamt nicht!

Die Aktion, und die Männer und Frauen, die diese organisierten bauten mich auf und gaben mir Kraft. Zum nächsten Gottesdienst im September auf dem Alexanderplazt werde ich wieder hin gehen!

Es gibt einige Webseiten, die mit dieser Aktion in Verbindung stehen: www.die-heilige-Kirche-der-letzten-Arbeitstage.de undhttp://www.workstation-berlin.org/