Tagebuch, 64. Tag

Die Nacht verbrachte ich in einem Schlafsaal im Galway City Hostel in einem Zimmer mit 12 Betten auf etwa 20 Quadratmetern. Vor dem Fenster summten die Lüftungsanlagen des angrenzenden Hotels.

Trotz des Lärms und der stickigen Luft schlief ich gut. Um 8 Uhr ging ich frühstücken. Es gab Toast und Tee und den laufenden Fernseher, der überdimensional und laut den Frühstücksraum mit Spongebob beschallte. Das ist etwas was ich ganz und gar nicht mag: morgens früh schon von einem lärmenden Fernseher oder Radio empfangen zu werden.

Eine deutsche Familie war auch am Frühstücken und ein Schweizer und noch Einige mehr. Mit der Tochter der Familie wechselte ich ein paar Worte und fand heraus, daß sie in Mainz studierte, wo ich auch studiert habe.

Nach dem Frühstück packte ich meine Sachen, die Anderen im Raum waren fast alle noch am Schlafen, und ging  zum Snoozles Hostel, das wenige Meter weiter um die Ecke liegt.

In der Rezeption saß ein Junge mit seiner Mutter und schaute mich mit großen Augen an. Wenige Minuten später wurde er von einer Frau abgeholt die ihn zur Schule brachte, die hier erst nach 9 Uhr beginnt. Angenehmere Zeit, als in Deutschland.

Ich checkte ein und nun kann ich den Frühstücksraum zum Schreiben nutzen. Schön.

Während ich hier sitze brummt die Kühlung der Getränke, was etwas unangenehm ist.

Nebenan ist noch ein Wohnzimmer mit Billardtisch und TV und eine schicke Küche. Hier kann man sich wohlfühlen. Eine junge Frau, die ich hier gestern abend traf erzählte mir, das sie hier wohnt während sie auf die Prüfungsergebnisse von der Uni wartet und das sind mehrere Wochen. Hier könnte ich mir auch vorstellen länger zu wohnen.

Ich suche weiter nach Jobs. Die Frau an der Rezeption fragte ich auch danach und sie meinte das wäre nicht so einfach, denn viele seien hier auf der Suche nach Arbeit. Wie sich am Abend herausstellte sind viele der Gäste auf Arbeitssuche und wohnen für einige Wochen, bis sie Arbeit und Wohnung gefunden haben in Hostels.

Mittags ging ich raus und lies mich „führen“. Es war supergut. Die Sonne schien, es war frühlingshaft warm und ich ging entspannt die Straßen entlang. Kam an eine Kathedrale mit schönen bunten Glasfenstern.

Und wie der Zufall es wollte auch dorthin wo die Jobs aushängen. Hab einiges rausgesucht…und warte außerdem noch auf Donnerstagabend, ob ich den Job bei der alten Dame bekomme.  Morgen gehe ich zum Social Service, um mir die zum Arbeiten nötige Nummer zu holen.

Der River Corrib, der ins Meer fließt. Wunderschön und laut.

Die Insel der Nonnen
Eine Kunstausstellung schaute ich mir an und bekam wieder Lust selbst was zu machen.

Viele Fotos machte ich heute.

Eines wofür ich hier nach Galway geführt wurde ist sicherlich die Schönheit und Beschaulichkeit dieses Ortes. Innerlich ganz ruhig und entspannt die Straßen entlang zu gehen, danach hab ich mich lange gesehnt. Dabei sich noch inspiriert zu fühlen zu malen und kreativ zu sein ist wundervoll. Die Schönheit tut gut – sie öffnet das Herz.

In den Pubs gibt es ab 22 Uhr live Musik, und ich bin schon so müde….werde es wohl kaum bis dorthin schaffen.

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