Tagebuch, 78. Tag

Im Internet fand ich die Aufzeichnung einer Talkshow, bei der eine Frau mit Bart zu Gast war. Das ist ein Ausschnitt aus der Sendung, die ich irgendwann zwischen 1998 und 2000 im Fernsehen gesehen hatte, als Jörg Pilawa die Talkshow auf Sat 1 machte und nach der ich lange schon suchte. Der Ton ist leider sehr schlecht und leise, und Achtung davor kommt noch laut einige Sekunden Werbung…leider…

Talkshow Frau mit Bart

Bei einer Frau, sind für die meisten Menschen, nur drei Haare am Kinn oder irgendwo im Gesicht, drei Haare zu viel!

Der Mann auf dem Foto oben, der hat einen richtig langen Bart!

Mittags war in der Shopstreet eine Familie, die mit irischer Musik und Tanz auftraten. Waren echt gut. Hab versucht einen kleinen Film hochzuladen, doch das klappte nicht. Nachtrag vom 21.2.2009: nun ist der Film doch auf Youtube)

Die Gruppe nennt sich Shae Laurel.

Bei Youtube gibt es einige Videos der Gruppe zu sehen. Hier nun doch noch der von mir aufgenommene Film:

Davor half ich Prospekte für das Theater Festival in Galway zu verteilen. Wir standen zu Dritt mit einem kleinen Häuschen, in dem Einer von uns stand, in der Shopstreet der Haupteinkaufsstraße von Galway. Mittags hatten die Schüler Pause und waren für mich etwas nervig. Sie beobachteten mich aus der Ferne, grinsten, tuschelten, versuchten mit den Handys Fotos zu machen und warfen in unser Häuschen eine Stinkbombe. Insgesamt gesehen waren sie noch harmlos, wenn ich da an die deutschen Schüler denke, die ich während meines Referendariats erlebt hatte.

Doch ich merkte, wie es an mir kratzte und nagte. Einerseits ist es schön im Mittelpunkt zu stehen, doch nicht so. So ist es eher ein Gefühl nicht willkommen zu sein, nicht ok zu sein. Das tut auf Dauer nicht gut. Nun liegt es zwar auch an mir, wie ich das interpretiere, doch für Heute reichte es mir und ich fühlte mich danach etwas ko. Anschließend mußte ich zum Universitätsgelände, um meinen Scheck dort einzulösen. Das empfand ich auch als recht unangenehm. Die Studenten erschienen mir zum Teil ebenso pubertär wie die Schüler in der Stadt. Sie wären als zahlendes Publikum für eine Freakshow mit der Bärtigen Frau sehr gut geeignet.

Auf dem Campus sah ich kostümierte Studenten, die wohl gerade graduiert wurden. Hier ein Foto davon. Ich spazierte über Tesco, wo ich einkaufte, wieder zurück zum Hostel. Heute gab es Lachs, der im Angebot war. Das erste Mal in zwei Wochen, daß es mal wieder „Tier“ gab!

War super lecker. Was für ein Genuß nach Tagen von Müsli und Brot!

Am Abend war die Eröffnung des Theaterfestivals. Ich war jedoch, nachdem ich soo viele Menschen, den ganzen Tag über gesehen hatte, so fertig, daß ich meine Ruhe wollte. Erscheint mir zwar unvernünftig, denn ich hätte neue Kontakte knüpfen und Menschen kennen lernen können, doch das Gefühl sagt, es ist ok.

Schreibe und freue mich, das ich das Zimmer heute wieder für mich alleine habe.

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