Im Wendland….Tagebuch, 116. Tag

28112008berlin-037Über Nacht hatte es geschneit und die Dächer hatten einen leichten weißen Überzug…bis zum Abend fiel immer wieder etwas Schnee.

Ich hatte bei Ute übernachtet und Mittags fuhren wir zum Adventsbasar der Freien Schule in Hitzacker.

Dort hatte ich mit Raaja und Dora einen Stand. Raaja verkaufte Rosen Indischer Frauen – das Geld wird nach Indien gespendet. Ich verkaufte Vanillekipfel, meine Karten und Fingerpuppen. Es war eine schöne, ruhige Atmosphäre. Es gab sehr viele Stände in den verschiedenen Gebäuden der Schule und auch Puppentheater und andere Aktionen. Wir waren in einem der Klassenräume und nicht alle fanden den Weg zu uns. So war der Verkauf hier im Saal mäßig. Viele der Keksbeutel nahmen wir am Schluß wieder mit. Ich hatte ein paar Fingerpuppen verkauft und diese wie auch meine Karten kamen gut an.

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Nach Abzug der Unkosten, hatte ich etwas Geld verdient, um meine nächste Bahnreise zu bezahlen.

Als ich in der Schule ankam, hatte Dora schon gespannt darauf gewartet, wie ich mit meinem Bart umgehen würde. Ich hatte ihn nicht versteckt, sondern benahm mich so, als ob nichts wäre. Das überraschte sie, denn bei meinem letzten Besuch vor einigen Tagen hatte ich nicht den Mut dazu gehabt und hatte den Bart hinter meiner Jacke versteckt.

28112008berlin-066Nur wenige schauten erstaunt. Einige kannten mich von früher und wunderten sich wo denn nun der Bart herkam. Das er eigentlich schon immer da war und da gewesen wäre, wenn ich nicht gezupft hätte, das wußten sie nicht.

28112008berlin-057Hin und wieder erklärte ich mich, doch die meisten Menschen verloren kein Wort darüber. Sie kauften auch bei mir und es war kein Problem normal zu kommunizieren, zu lachen und zu sein. Wie sagte mal Byron Katie: Die Realität ist freundlicher, als unsere Gedanken darüber.

Meine Ängste waren größer als das was dann in der Realität war. Meine Bedenken, ob denn jemand Lebensmittel von einer bärtigen Frau kaufen würden, waren auch groß.

Ob jemand keine Kekse kaufte, weil eine bärtige Frau hinte dem Tisch stand, weiß ich nicht. Aber es gab Einige, die die Kekse probierten und die sie kauften!

Gegen 18 Uhr war der Markt zu Ende und wir bauten ab. Ich freute mich über das eingenommene Geld und darüber mich heute nicht versteckt zu haben.

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