Portugal….Tagebuch, 132. Tag

Hauptbahnhof Frankfurt Main

Hauptbahnhof Frankfurt Main

Nachdem meine Mutter gefahren war hatte ich noch zwei Stunden Zeit, bis der Bus nach Hahn abfuhr. Ich ging in das Internetcafe am Bahnhof, und schrieb meinen Blogeintrag für den gestrigen Tag.

Um 22.15 Uhr fuhr ich mit dem Bus zum Flughafen Hahn.

Während es in Mainz am Abend noch 7 Grad über Null waren, war es in Hahn weit unter Null Grad. Der Boden war gefroren und an manchen Stellen lag Schnee.

Der Flughafen Hahn ist klein. Es gibt wenige Sitzgelegenheiten, die alle so geformt sind, das sie nicht zum Schlafen geeignet sind. Also legte ich mich mit meiner Jacke und einer Alumatte auf den Boden und schlief einige Stunden. Es wurde sehr kalt…Um halb vier öffneten die ersten Läden und Bäckereien am Flughafen und es war vorbei mit der Ruhe.

handyfotosdez2008-001Auch dieses Mal hatte ich Übergepäck! Fünfzehn Kilo sind leicht erreicht und wieder musste ich umpacken und mehr und mehr Kleidung anziehen, bis das gewünschte Gewicht erreicht wurde. Über meine Hose zog ich einen Rock und sah damit reichlich seltsam aus…so das die Menschen am Flughafen was zu schauen hatten. Mir war es egal. Ich war müde und wollte endlich schlafen..und die Schlange an der Gate zur Sicherheitskontrolle war über 100 Leute lang….

handyfotosdez2008-007Der Flug verlief gut, einen Teil der Zeit schlief ich im Sitzen, denn Platz zum hinlegen gab es diesmal nicht.

In Faro begrüßte mich ein strahlend blauer Himmel mit Sonne und milden Temperaturen, um die 10 Grad. Naja, mild im Vergleich zu Deutschland.

Mein Sohn holte mich ab. Wir fuhren nach Estoi, wo er noch etwas erledigen wollte. Er hatte kein Problem, mit seiner bärtigen Mutter durch die Straße zu laufen und auf die Post zu gehen.

handyfotosdez2008-009Auf der Post gab es keine Reaktionen auf mein Aussehen. Ich habe gehört, das es in Portugal schon eher mal Frauen, meist ältere, mit Bart gibt.

Zufällig traf ich in Estoi meinen Exmann, den ich schon einige Jahre nicht mehr gesehen hatte. Wir begrüßten uns und er sagte, du hast ja wirklich einen Bart. Mehr sagte er nicht dazu. Am Telefon hatte ich ihm davon erzählt. Wir hatten nicht viel Zeit und mussten weiter.

Estoi, Weihnachtskrippe

Estoi, Weihnachtskrippe

Auf dem Weg zu dem Haus von Gabi, das ich für die nächsten vier Wochen einhüten werde, kauften wir noch einige Lebensmittel ein.

Sao Bràs, Pizzarella

Sao Bràs, Pizzarella

Bei Julia in Sao Bràs aßen wir Pizza, die sehr lecker war!

foto0221Dann waren wir da. Ich sprach Gabi gleich wegen des Bartes an, um irgendwelchen Missverständnissen vorzubeugen. Sie sagte, das sei kein Problem. Sie fügte hinzu, dass sie auch keine Problem mit Lesben oder Schwulen habe und überhaupt tolerant und offen sei.

Gut. Beruhigt. Hatte doch etwas Angst gehabt vor ihrer Reaktion…da sie nur acht Jahre jünger als meine Mutter ist, und gerade die älteren Frauen, die ich bisher traf, konnten mit meinem Bart nicht umgehen.

Wir unterhielten uns eine Weile zu viert. Ihr Sohn war auch da. Die beiden Hunde und die Katze, auf die ich aufpassen sollte, machten einen freundlichen und unkomplizierten Eindruck.

Am frühen Nachmittag fuhr mein Sohn wieder, da er arbeiten musste und ich ging auf mein Zimmer und legte mich ins Bett. Ich war so müde, das ich sofort einschlief und erst am nächsten Vormittag, nach 19 Stunden! – gegen 11 Uhr wieder aufstand.

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