NEBELLEBEN und REGEN….. Tagebuch, 146. Tag

foto382Großputztag……die Vormittagsstunden verbrachte ich damit das ganze Haus zu putzen, Wäsche zu waschen, zu kochen…ein „normaler“ Hausfrauenalltag…..

Mittags dann endlich fertig. Tut gut, zu putzen und anschließend das schöne Ergebnis zu sehen. Der Sohn von Gabi kam vorbei und wir sprachen über den älteren Hund. Ich hatte ihn gebeten vorbei zu kommen, weil ich nicht wußte, ob das Verhalten des älteren Hundes und sein vieles Gebelle normal ist. foto385

Nun, für diesen Hund ist es wohl normal….der bräuchte eigentlich eine rund um die Uhr Betreuung, so viel Aufmerksamkeit, wie der will. Liegt an seiner Rasse, meinte er. Retriever eben.

Das kann und will zwar keiner leisten, ich weiß aber nun was los ist.

foto390Nach dem Spaziergang, der diesmal kürzer ausfiel, fuhr ich mit dem Auto nach Faro zum Einkaufen. Das war eine gute Entscheidung – Rauß hier und was Anderes sehen. Die Fahrt mit dem Auto durch die verregnete Landschaft empfand ich als große Befreiung.

Niemand, kein Hund, der was von mir wollte oder mich anbellte, keine miauende Katze,….einfach fahren, dahin gleiten…..und dazu fetzige Rockmusik aus dem Radio hören! foto393Wildwestfeeling….Freiheit und Abenteuer…klingt vielleicht komisch….aber so hat es sich echt angefühlt. Den ganzen Tag im Haus eingesperrt zu sein, ist nichts für mich. Brauche die Bewegung – und wenn es das Fahren im Auto ist…

foto394Auf dem Weg nach Faro eine Baustelle und Stau auf der Gegenfahrbahn. Dann war ich da – bei Modelo und Aldi in Faro. Gegenüber Wohnhäuser in Rosa und Gelb.

Die Blicke waren wieder da….und ich sah Kassiererinnen und Kundinnen, bei denen ganz offensichtlich war: sie rasieren sich ihren Oberlippenbart. Ich sah die dichten dunklen Stoppeln – die Portugiesinnen haben Bärte, die nicht wachsen dürfen, denn auch hier regiert das gängige Schönheitsideal!

Am Abend als ich zurück war, lief auf 3 Sat: „Wissen aktuell: Geheimnis Schönheit“. Habe nur Teile davon gesehen, die waren ganz interessant. Eine Frau mit Tatoos und Ohrpiercing, die sich bei jedem Duschen alle Haare wegrasiert und die Augenbrauen zupft wurde gezeigt ….eine Frau mit Bart kam darin nicht vor

Berichte über unterschiedlichste Schönheitsideale aus verschieden Kulturen, auch die Wahl einer „Miss Fat“ in Afrika. Das Mindestgewicht für die Wahl zur Miss Fat beträgt 80 kg. Könnte ich ja fast dran teilnehmen!

Na jedenfalls: Wenn ich in meiner Mitte bin, mich mit mir wohl fühle, und mich ok finde – dann sind die Reaktionen der anderen Menschen amüsant…dann beobachte ich eher sie, die reagieren ..oder ich ignoriere sie…Es macht mir dann aber nichts aus, weil ich es nicht persönlich nehme. Sie reagieren auf etwas, das sie sehen. Auf eine Person die ungewohnt aussieht. Könnte ebensogut ein Punker oder Jemand der viele Piercings trägt sein….Die Leute schauen und denken und interpretieren, das was sie sehen.

Und ich schaue auch und interpretiere das, was ich sehe.

Wenn es mir gut geht..interpretiere ich es als: die Menschen schauen.

Wenn es mir nicht gut geht mit mir, wenn ich mich unwohl fühle in meiner Haut, wenn ich schlecht über mich denke, dann bedeuten die Blicke der anderen Menschen: die Anderen mögen mich nicht, die finden mich doof,  ich bin unerwünscht, ich bin nicht ok, ich bin häßlich, so wie ich bin.usw……

Projektion nennt man das in der Psychologie. Und sie läuft Tag für Tag ab, meist ohne das Mensch sich dessen bewußt ist. Macht man es sich bewußt, so kann man tiefe Einsichten in die eigene Psyche bekommen und im Besten Fall befreit es von Leid.

Klingt so oberschlau….wenn es mir gut geht, dann hab ich gut reden…wenn es mir schlecht geht, dann ist das auch nicht so leicht da so genau hin zu schauen….aber so ist das wohl als Mensch….mal hat man Einsichten und mal hängt man fest und durch.

Im TV läuft auf 3 Sat ein Mitschnitt von der BAP Radio Pandora Tour…..schön gemütlich. Die Hunde liegen faul vor dem Ofen und ich genieße die Musik von BAP.

Dann sehr spät sehe ich noch auf dem  Theaterkanal: „Durch die Nacht“ leider nur einen Teil, doch was die Beiden beim kreativen Schreiben erleben, erinnert mich auch an meine eigenen Erfahrungen damit. Widerwillen und sich sträuben gegen diese Art des Schreibens…..Ist nicht für jeden geeignet. ich war drei Mal dort, wenn ich mich recht erinnere, und dabei änderte sich meine Sicht. Anfangs empfand ich es als unmöglich in einer Gruppe zu schreiben, später war das kein Problem mehr. Es war auch sehr interessant, was für Texte bei den Übungen heraus kamen. Solche Dinge hätte ich sonst nie geschrieben. Ich bevorzuge auch die Stille und Einsamkeit zum Schreiben, doch kann das kreative Schreiben neue Impulse geben.

Ich weiß vor einigen Tagen war ich gegen das Fernsehen gewesen. Jetzt schätze ich gerade die interessanten Beiträge.


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