Tagebuch, ….152. Tag

foto674foto685Hier noch einige Impressionen aus Albufeira von Gestern.

Irischer Pub in Albufeira

Irischer Pub in Albufeira

Es gibt viele Pubs und Locations zum Feiern. An Sommerabenden ist in Albufeira richtig was los und die Menschenmassen schieben sich durch den Ort. So eine ruhige Stimmung, wie gestern, hatte ich dort noch nicht erlebt.

foto682Es ist schon seltsam hier im Grünen und relativ warm zu sitzen, während in Deutschland Eis und Kälte herrschen. Wieder denke ich, das der Winter doch nicht so verkehrt ist. Auch wenn ich jedes Jahr schon ungeduldig auf die wärmere Jahreszeit warte und den Winter nicht mochte, so habe ich mich doch daran gewöhnt und vermisse ihn nun ein wenig. Und ich bin sicher, wäre ich jetzt in Deutschland, dann würde ich mir wünschen irgendwo im warmen Süden zu sitzen. Das ist das Typische am Menschsein….immer was zu meckern und der Wunsch, das es anders sein sollte, als es ist.

foto691Als ich vor über zehn Jahren in Portugal lebte, da war das genau richtig. Eine Auszeit, ein anderes Leben. Zeit für die innere Einkehr.

foto6901Ich empfinde Portugal als einen ruhigen Ort. Einen Ort, um die Zeit der Rente zu verbringen, zu lesen und zur Ruhe zu kommen. Wenn ich es vergleiche, so brachte mich Irland mehr in Bewegung und ich empfand es als jünger und lebendiger. Portugal hingegen ist älter und träger. Wenn ich mich zwischen diesen beiden Ländern entscheiden müsste, wo ich lieber leben würde, dann würde die Wahl auf Irland fallen.

foto688Deutschland  empfinde ich als sehr ernst, eckig, hart und kühl und schnell. Es geht darum zu funktionieren, zu arbeiten, im Rhythmus und nach Plan. Ziel ist Leistung zu bringen. Das Leben zu genießen, die Sanftheit und Wärme, die Ausgelassenheit, das fehlt mir dort.

foto6541Früher hörte ich oft Menschen sagen, Auswandern und Reisen wäre Flucht. Das stimmt und stimmt auch nicht. Denn jeder Ort hat eine andere Schwingung, eine andere Atmosphäre und Wirkung auf mich. Auch wenn ich mich mit meinen „Problemen“ und Eigenheiten mitnehme, so eröffnet das Reisen mir unbekannte innere und äußere Welten. Somit finde ich diese „Flucht“ legitim und bereichernd. Manche Themen, vor denen ich „weglief“, verfolgten mich und wiederum musste ich mich damit auseinandersetzen. Das bleibt wohl nicht aus, bis das Thema verstanden und integriert worden ist.

foto726Heute, war wieder ein Tag wie viele bisher…Hundedecken waschen, putzen, kochen, spazierengehen…und diesmal auch die Hunde waschen, denn sie rochen etwas unangenehm. Der ältere Hund lies es sich gefallen, doch die Hündin lief mitten drin weg und wollte nicht gewaschen werden. Ich gab auf. Beide Hunde schüttelten sich mehrmals kräftig, um das Wasser aus dem Fell zu bekommen und legten sich in die Sonne. Das Wetter war heute wunderschön. Der Sonnenuntergang unglaublich. Unmöglich diese Schönheit und diese Farben mit meiner Handykamera festzuhalten. Am späten Nachmittag machten wir drei einen Ausflug und brachten die Freundin meines Sohnes zu der Familie, bei der sie eine Art Aupairjob hat. Auf der Rückfahrt gingen mein Sohn und ich in ein riesiges Schoppingcenter bei Guia. Dieses hätte ebensogut auch in Irland oder Berlin stehen können, so wie die Architektur und das Warenangebot waren. In gewisser Weise ähneln sich alle Shoppingcenter. Dennoch gab es einige kleine Unterschiede. Es gab wieder viele verwunderte Blicke…na das kennen wir nun ja schon. Auf der Damentoilette fotografierte ich das Waschbecken. Solche modernen Becken hatte ich in den letzten Monaten an verschiedenen Orten gesehen. Faszinierend, denn das Wasser läuft auf eine flache Steinplatte und nach hinten weg, ohne das es überläuft.

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