Tagebuch, 167. Tag

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Morgens, war ich, wie auch schon am Vortag völlig ko. Hahnengeschrei seit 5 Uhr früh. Und jeden Tag, genau um 8.30 Uhr, hört das Gekrähe dann auf! Dann könnte ich nochmal schlafen, doch dann ist es schon längst Zeit mich zum Frühstück blicken zu lassen. Gut ist, das jeder frühstücken kann wann er will, da alle andere Gewohnheiten und Zeiten haben.

Nur das Mittag- und Abendessen nehmen wir gemeinsam ein.

Meist ist der Canadier gerade dabei sein Porridge zu kochen, wenn ich in die Küche komme, um mir Tee zu machen. Morgens muss ich erst mal viel trinken, um wach zu werden und bevor ich Lust bekomme etwas zu essen. Manchmal lasse ich das Frühstück auch ausfallen, weil mich das Essen am Morgen oftmals müde macht.

foto170Wieder stand ich den ganzen Tag in der Küche und war für das Mittag- und Abendessen zuständig. Zwischendrin ging ich in den Garten und räumte im Gemüselager auf, doch es ist immer noch nicht fertig. Dort lagen die Zwiebeln aus dem Garten und schimmelten, da es in dem Raum viel zu feucht für Zwiebeln ist. Also gab es heute eine Zwiebelsuppe aus den noch guten Zwiebeln. Das mit der Feuchtigkeit ist ein klimatisches Problem in Portugal wie auch in Irland. Leider sind die meisten Häuser feucht, und nur Wenige wissen so zu bauen, das das Haus trocken ist.

foto1831Heute kam Chris vorbei und packte mit an. Er ist so ein Art neuer Manager und hat voll den Elan und die Energie hier neuen Schwung rein zu bringen. Das machte mir Hoffnung, vielleicht doch eine gute Zeit hier zu verbringen. Zu meiner Frage wie viel wir hier als Karma Yogis arbeiten sollen, hies es 40 Stunden die Woche und zwei Tage haben wir frei. Ab nächster Woche gibt es einen Plan, in den sich jeder einträgt und sieht wann er wo arbeiten muss. Ganz schön viel vierzig Stunden…..wollte ich eigentlich nicht….nun.. im Moment ist es ok, weil sich mir keine andere attraktive Alternative geboten hat und ich selbst nicht recht weis, was ich gerade will.

Die Alternative Hartz IV zu beantragen und am Ende vom Monat auch kein Geld zu haben ist nicht wirklich attraktiver. Hier begegne ich interessanten Menschen, das Essen ist hervorragend, die Arbeit macht Spass und Sinn. Besser, als manche Massnahme vom Amt oder ein Eineurojob.

Eine Unterkunft der Seminarteilnehmer

Eine Unterkunft der Seminarteilnehmer

Eine Engländerin, die etwa Mitte fünfzig ist, kam heute aus dem Urlaub zurück. Sie wohnt seit einem Jahr hier. Scheint ganz ok zu sein….nur der Geruch….naja..sie nimmt etwas viel Deo und raucht leider auch, wie die meisten, die hier arbeiten.

 

Hot Tub

Hot Tub

Der Canadier ist Yogalehrer und sagte mir heute auf meine Nachfrage, das der Schulterstand gut für die Schilddrüse ist, mit der ich Probleme hatte. Also versuchte ich das mal und bekam Lust auf mehr…ab Samstag, wenn das Fastenseminar los geht, gibt es täglich Yoga und ich hoffe, das ich daran teil nehmen kann.

 

Abends zog ich nochmals um! Im Haupthaus gibt es ein Zimmer unter dem Dach, in dem die Kissen und Decken aus den Gästezimmern lagerten. Wir räumten es halbwegs frei, so das ich darin schlafen kann. Das ist ein richtig schönes Zimmer mit Holzdielen. Eine steile Treppe führt dort hinauf und durch eine Klappe im Boden betritt man das Zimmer. Auch hier gibt es etwas Schimmel an der Aussenwand, doch es hält sich in Grenzen. Das Zimmer hat keine Heizung und wird durch eine Klappe aus dem daruntergelegenen Esszimmer, in dem ein Holzofen steht, beheizt. Wenn es zu feucht wird, gibt es auch noch einen Entfeuchter. Ein Tisch zum Schreiben und Nähen steht auch im Zimmer…was will ich mehr. Bin schon neugierig wie es weiter geht….

2 thoughts on “Tagebuch, 167. Tag

  1. Liebe Marianna,

    mensch ist das ein wunderbar gestalteter Brotbackofen!
    Auch die anderen Küchenfliessen – das regt meine Fantasie an. Wirkt auf mich als wäre dort gut sein🙂

    Liebe Grüsse//Erika

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    • Hallo Erika,
      die Kueche hat noch mehr schoene Stellen, werde noch ein paar Fotos reinstellen. Wir putzen sie gerade noch fuer das Wochenende. Ich mag solche phantasievoll gestalteten Mosaiken auch sehr gerne. Freut mich, das es Dich inspiriert.
      Liebe Gruesse Marianna

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