Samstag…. Tagebuch, 208. Tag

foto577Das Wetter hat gewechselt. Es war diesig und am Nachmittag regnete es kurz. Auf dem Foto sieht man zwei der vielen Hunde in der Nachbarschaft. Die zwei wohnen auf dem Nachbargrundstück, das an das Haus angrenzt. Sie sind immer ganz aufgeregt, wenn Sophie vorbei geht und sie streichelt.

foto5621Am Vormittag hatte ich einen Termin für ein Reading. Es war schönes Wetter und wir machten das Reading draußen am Strand. Als ich danach zum Haus zurück kam war Sophie mit einem Freund dabei den Garten zu säubern. foto566Über den Winter hatten sich Blätter angesammelt. Die Büsche mussten zurückgeschnitten werden und die Beiden waren einige Stunden damit beschäftigt, bis am späten Nachmittag eine deutsche Familie zu Besuch kam. Es gab Crepes, Sophies Spezialität. Sie servierte die Crepes mit Butter und Zitrone und braunem Zucker. Das ist superlecker.

foto559Die Familie hat zwei kleine Kinder. Als das sechsjährige Mädchen mich sah, blieb ihr fast der Mund offen stehen und sie sagte: „Eine Frau mit Bart!“ und starrte mich eine Weile an. „Wieso rasiert die ihren Bart nicht ab?“ Hörte ich sie sagen. Eine Antwort darauf gab es von mir nicht, denn ich war schon wieder auf dem Weg in die Küche.

Am Abend war ich alleine hier. Etwas müde, vielleicht liegts am Wetterwechsel. Eigentlich hätte ich heute umziehen sollen, doch da mich niemand fahren konnte bleibe ich heute Nacht noch hier und ich bin gerne hier. Wenn es noch ein freies Zimmer hier gäbe, müsste ich auch nicht umziehen.

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Tagebuch, 206. Tag

foto412Immer wieder entdecke ich neue Seiten zum Thema Frauen mit Bart. Hier eine englischsprachige Seite auf der es einen über 120 Seiten langen Beitrag zum Thema Frauen und Bart gibt. Vielen Dank an Debra Beechy, die den Beitrag und die Seite erstellt hat.

http://www.dbeechy.com/index.htm

foto520Heute gab ich wieder ein Reading, was schön war nach so vielen Tagen Pause. Danach ging ich durch den Ort, am Meer entlang und zum einkaufen. Ich entdeckte den Bioladen und schaute mir all die interessanten Produkte darin an. Ganz schön teuer die Sachen. Doch dem Kauf einer leckeren bitteren Bioschokolade konnte ich nicht wiederstehen. Ich mag bittere Schokolade sehr gerne und weil sie so viel Kakao enthält, brauche ich nicht so viel davon zu essen, wenn ich Lust auf Schokolade habe.

foto525Die Stimmung heute war seltsam. Ich war wieder empfindlicher und mochte nicht so vielen fremden Menschen begegnen. Sophie, bei der ich wohne hatte seit einigen Tagen schlechte Laune und irgendwie fiel meine Laune nun auch etwas ab. So ist das halt im Leben. Mal ist man gut drauf und mal schlecht. Und wenn man es nicht so ernst nimmt….dann ist es leichter damit zu leben und es geht vorbei…so wie die Wolken weiter fliegen, so fliegen die schlechten Gedanken und die schlechte Laune auch weiter….und der Himmel und der Mind klaren wieder auf.

foto527Am Abend hatte ich ein nettes Telefonat und schon sah die Welt wieder freundlicher aus!

foto534Die Menschen hier sind so hilfbereit und unterstützend. Sie suchen und schauen für mich mit, damit ich die nächste Unterkunft finde. Das berührt mich sehr und fast könnte ich vor Rührung und Freude weinen.

Tagebuch, 205. Tag

foto308In der Nacht ging das Gebelle wieder los….ich stopfte mir die Ohren zu – hörte es immer noch, doch diesmal schlief ich länger und die Andern nahmen Rücksicht und machten das Yoga auf der Terrasse. Endlich mal ausgeruhter. Das Reading für Heute wurde wieder verschoben; diesmal ging es der Frau nicht gut, für die ich es machen sollte…..vielleicht der Neumond ….

Das Nachbarhaus hat auf der Terrasse einen netten kleinen Pool…wie gerne würde ich schwimmen, doch noch ist das Meer kalt….und wir haben keinen Pool…

foto414Am Nachmittag kam Fritzi mit den Kindern und wir machten eine kleine Wanderung auf die Klippen. Es war ein wunderschön sonniger Nachmittag, der Blick übers Meer atemberaubend und zusammen mit den Kindern war es sehr unterhaltsam und lustig.

foto494Wenn ich mit ihnen zusammen bin, fühle ich mich angenommen und akzeptiert. Wie auch mit Sophie und Dani. Das ich einen Bart habe spielt keine Rolle. Es ist wie mit Brillen, die man im Gesicht der Anderen nach einer Weile nicht wirklich beachtet und irgendwann auch nicht mehr sieht. Mir fällt es eher auf, als den Anderen, wenn ein Passant verwundert zu mir blickt. Unerwartet und schön ist es, das es keine Rolle mehr spielt, das ich einen Bart habe. Ich werde akzeptiert von den Menschen, die mir wichtig sind. Jahrelang hatte ich gedachte, das mich niemand mit Haaren am Kinn mögen würde. Doch nun ist es oft sogar positiv statt negativ, das ich den Mut habe meine Barthaare wachsen zu lassen und dazu stehe!!

Tagebuch, 204. Tag

foto326Noch ein Foto von gestern auf dem roten Sofa auf der Terrasse.

Heute bin ich etwas ko. Habe das Reading für heute abgesagt und auf Morgen verschoben, weil ich so alle bin. In der Nachbarschaft ist ein Hund, der fast ununterbrochen bellt und jault. Er stört nicht nur meinen Schlaf, doch man kann nix machen. Eine Frau, die sich hier für die Hunde und den Tierschutz einsetzt sagte mir, das die Gesetze so sind, das selbst wenn ich die Polizei rufen würde, diese nichts tun könnte. Der Hund leidet und jault seit Jahren.

foto287Ich schlafe im Wohnzimmer auf dem Sofa, dem gestreiften auf dem Bild, und da es der zentrale Raum ist, kann ich erst schlafen, wenn alle im Bett sind. Wenn die ersten aufstehen bin ich auch wieder wach….also nicht wirklich eine Chance auszuschlafen. Oft bin ich auch noch wach und schreibe, wenn die Anderen schon schlafen. Aber ich will mich nicht beschweren …ich werde mal versuchen einen Mittagsschlaf zu machen. Am Sonntag ziehe ich weiter, und vielleicht wird es am nächsten Ort ruhiger sein.

foto305Heute will ich ein Shirt für mich nähen. Sophie hat ein sehr Schönes, das ich kopieren will. Seit einiger Zeit will ich mich weiblicher kleiden und schöner aussehen. Bisher versuchte ich mich eher praktisch und sportlich zu kleiden und in einer Weise, das ich von Männern nicht belästigt werde. Ich mag es nicht, wenn Männer mich mit einem geilen Blick anschauen, weil ich einen weiten Ausschnitt trage oder einen Minirock. Der Bart gibt mir mehr Mut und Schutz. Er wird mir die Männer auf Abstand halten und ich kann mich weiblicher anziehen. Schöner Effekt!

foto234Ich kenne Frauen, die lieben es, wenn die Männer ihnen nachschauen, doch mir gibt es kein gutes Gefühl. Ich will schön sein für mich und für die Menschen mit denen ich näher zu tun habe. Aber ich will nicht irgendwelche Männer auf der Straße mit meinem Anblick anregen.

Am Abend kamen Gäste und ich hatte eine Mousse au Chocolat zum Nachtisch gemacht. Süße Nachspeisen und Kuchen mache ich gerne. Das gemeinsame Essen war sehr schön.

foto1991Eine Frau, die seit über 20 Jahren an der Algarve wohnt und Aloe anbaut und Cremes zubereitet war mit ihrem Sohn und einer Wooferin da. Nach dem Essen gingen wir runter an den Strand. Es war gerade Ebbe, extreme Ebbe….und ein seltsames Gefühl so tief unten zu laufen….irgendwie behagte mir das ganz und gar nicht und ich musste an die große Welle denken von der immer wieder gesprochen wird, die noch nicht kam…..ich sammelte einige Steine und ging wieder zum höher gelegen Teil des Strands…ich konnte diese feuchte dunkle Atmosphäre nicht ertragen.

foto358Wieder zurück im Haus stellten sich die Steine als sehr interessant heraus. Auf ihnen waren Zeichen wie von einer unbekannten Schrift ….

Montag… Tagebuch, 203. Tag

foto264Putztag. Seit ich hier wohne habe ich noch nicht groß sauber gemacht. Alle machten nur das Notwendigste. Also war es heute mal Zeit für einen Großputz, als Gegenleistung für die Gastfreundschaft. Nach fünf Stunden Putzen war ich ziemlich ko. Ich hatte die Terasse geschrubbt, das Treppenhaus, das Wohnzimmer und das Bad geputzt. Jetzt reichte es um ein Uhr Mittags. Erst mal Pause machen und runter kommen. Mittag gegessen, das schon vorbereitet war. Angenehm.

foto311Das Wetter ist herlich. Blauer Himmel Sonnenschein und die Wäsche trocknet auf der Terrasse in der Sonne.

foto314Nachher wollte ich nochmal in den Ort….nicht wirklich habe ich heute Lust irgendwelchen Menschen, die ich noch nicht kenne zu begegnen. Bin ruhebedürftig und will alleine sein oder mit mir vertrauten Menschen zusammen sein.

Das Foto hier ist lustig – ich hatte mich selbst fotografiert und durch Zufall ist der Kamin Turm genau oben auf meinem Kopf!

foto293Ich höre die Musik von Carla Bruni und CocoRosie und noch vielen anderen super guten CDs die Sophie hier liegen hat. foto291Französische Zigeunermusik und Musik aus dem Orient….

foto279Ich bin glücklich, das ich nicht nach Deutschland gefahren bin. Dankbar, das Fritzi wollte, das ich noch länger bleibe und ich dadurch so viele liebe Menschen kennen lernen konnte. Dankbar, das Sophie und Dani mir einen Schlafplatz angeboten haben und ich ihre Gesellschaft und die Villa am Meer genießen kann! Es ist eine besondere Zeit hier zu sein. Gesegnet.

foto299

Sonntag, Tagebuch…202. Tag

foto192Nach dem Yoga am Morgen ging es auf den Flohmarkt ins Barao de S. Joao. Das ist ein schöner Flohmarkt dort, wo sich viele der Aussteiger treffen, aber auch Portugiesen sind dort, um ihre Sachen zu verkaufen. Er findet einmal im Monat statt. Auf dem Foto kann man Schuhe von Sophie sehen die sie selbst in ihrer Werkstatt herstellt. Sie sind sehr bequem und farbenfroh.

foto227Ich hatte eine Mousse au Chocolat Torte gebacken und verkaufte sie dort. Die Sonne war so heiß, das die Torte im Schatten stehen musste um nicht davon zu fließen. Am Ende vom Flohmarkt war sie verkauft und hatte den Leuten geschmeckt.

foto231 An einem Stand war Dave, der mir zeigte wie man jongliert. Ich stelle mich da echt ziemlich dämlich an, doch oh Wunder – er hat eine Art es zu erklären, das selbst ich die Bälle besser als zuvor warf und einen Fortschritt machte. Vielleicht wird es doch noch was mit dem Jonglieren. Eine Frau mit Bart die jongliert…..

foto259Nach dem Flohmarkt fuhren wir zu einer Freundin von Sophie und ich staunte über die wundervollen Details dort. Hier ein paar Fotos….

Von dort ging es weiter zum Flughafen nach Faro, wo wir einen Freund abholten, der aus Deutschland gekommen war.

foto260Das dauerte lange bis wir wieder zu Hause waren. Wir besuchten unterwegs noch jemanden, der auch wieder faszinierende Details im Haus hatte, doch diesmal hatte ich die Kamera im Auto und machte keine Fotos. All die Häuser der Aussteiger haben schöne Details. Die Kreativität und Phantasie lebt hier.

foto266Auf dem Flohmarkt und auch beim Einkaufen starren mich die Leute immer wieder an, obwohl wir doch gerade Karneval haben und es als Kostüm durchgehen könnte. Doch wenn die Leute sich an den Anblick gewöhnt haben, dann ist es gut. Hin und wieder kommen Kinder und fragen mich was ich bin: Junge oder Mädchen. Ein Junge ca 6 Jahre,  meinte ich wäre ein Mann, denn nur ein Mann kann einen Bart haben…..

foto274Beim Tanken hatten wir heute Probleme, immer wieder stoppte das Ding und wir merkten erst zu spät, das es da so einen Haken gibt den man verschieben muss, damit es durchgängig fließt. Meistens wird man an den Tankstellen in Portugal bedient und es ist selten, das man selbst tankt.

Samstag, Tagebuch…..201. Tag

foto171Gestern fühlte ich mich etwas erschöpft, nachdem ich eine Woche lang Readings gegeben habe. Vermutlich lag es auch daran, das ich nicht genug geschlafen hatte. Es ist entspannend die nächsten zwei Tage frei zu haben und mich nur um mich kümmern zu können. Auch ich muss darauf achten die Balance zu halten, zwischen den beiden Polen,  für die Anderen da zu sein und ihnen meine Zeit und Aufmerksamkeit zu geben und der Zeit, die ich mir für mich nehme. Wenn ich mir selbst zu wenig Aufmerksamkeit gebe, dann werden meine Batterien leer. Mir Aufmerksamkeit zu geben bedeutet z.B. alleine mit mir, ohne Ablenkung!, am Strand zu sitzen oder spazieren zu gehen und einfach zu sein. Mich und die Natur zu spüren. Zu atmen und nichts zu wollen oder zu tun. Einfach zu sein. So füllen sich die Batterien wieder auf.

Den Menschen fällt es oft leichter sich für andere aufzuopfern, zu geben und zu geben, und zu arbeiten, als mit sich selbst alleine zu sein und die Aufmerksamkeit auf die eigenen Bedürfnisse zu richten. Die eigenen Bedürfnisse, sind mehr, als der Wunsch nach dem neuen Auto, als materielle Bedürfnisse. Es geht darum sich selbst zu nähren mit Aufmerksamkeit und mit Zuwendung zu sich. Seien es Spaziergänge in der Natur, zu singen, zu malen, zu tanzen oder es sich selbst gemütlich und kuschelig zu machen. Nach Innen zu spüren und mit sich und seinen Emotionen zu sein. Zu erlauben zu sein wie man ist. Sich den Raum zu geben MIT SICH SELBST ZU SEIN.

foto001Die emotionale Befindlichkeit zu sehen und was man selbst sich geben kann, um sich voll und ganz und wohl mit sich zu fühlen. Oft ist es etwas ganz Simples, das einem jedoch schwer fällt umzusetzen.

Sich zu fragen: was ist es was ich tun würde, wenn ich nur noch wenige Wochen zu leben hätte, hilft wahrzunehmen was die Herzenswünsche und Sehnsüchte sind, die das Herz und die Seele nähren und einen in eine höhere Schwingung versetzen, mit Freude erfüllen, was zur Heilung beiträgt.

foto207Heute Mittag war ich mit Sophie in Lagos in der Markthalle und mein Bart sorgte wieder für viele Blicke und Erstaunen.

foto198In der Nacht waren wir am Strand. Die Wellen waren heute sehr hoch gewesen. Doch jetzt hatte sich das Meer wieder beruhigt. Ich lag auf dem Sand, kühl und feucht war der  und schaute in die Sterne und auf die Brandung. Eine Sternschnuppe flog vorbei. Ein schönes Gefühl. Ich sollte öfters an den Strand gehen, jetzt wo er nur 3 Minuten entfernt ist.

Freitag, 200. Tag mit Bart

foto031Schon 200 Tage sind es heute….wow wer hätte das gedacht…..

Es ist sehr normal geworden für mich mit Bart herum zu laufen. Wenn ich mich in der „normalen“ Welt bewege, gibt es immer wieder Blicke….die mich daran erinnern, das da was anders ist mit mir…..

Der Bart brachte mich dazu mich nicht mehr in Jobs zu stürzen, die ich nicht mache, weil ich es liebe sie zu machen, sondern weil ich Angst habe sonst kein Geld zum Leben zu haben.

foto178Der Bart hilft mir zu vertrauen, immer mehr. Er führt mich zu mir. Und er ermöglicht es mir nun Readings zu geben, wozu ich vorher nicht den Mut hatte. Ich hatte Angst davor zu sagen, das ich Readings gebe, denn ich dachte die Menschen finden mich dann seltsam und verrückt. Mit einem Bart herum zu laufen erscheint auch seltsam und verrückt….es passt alles zusammen….endlich kann ich so verrückt und seltsam sein wie ich bin…..das ist gut. Es ist heilsam.

Tagebuch, 199. Tag

1522009sophieEin wunderschöner sonniger Tag.

Gestern im Supermarkt gab es wieder Blicke…..immer wieder Reaktionen von Menschen, für die der Anblick einer Frau mit Bart ungewohnt ist. Ich hatte wieder Termine für Readings und war endlich am Strand mit den Füßen im Wasser…schöööön!!

Tagebuch, 198. Tag

foto1681Seltsam nach all den Tagen ohne Internet nun wieder so einfach Zugang zum Netz zu haben.

Ich sitze in einem Appartment am Meer auf dem Sofa. Mein Laptop auf der Marmorplatte des Wohnzimmertischs und vor mir der Kamin ohne Feuer. Der Boden mit roten Fliesen bedeckt – sinnlich angenehm wärmend. Draußen ist es kalt doch hier drinnen hat der kleine elektrische Heizungswagen aufgeheizt. Ich hatte gekocht und zusammen mit einer Deutschen, die hier wohnt und einer Portugiesin, die heute abend zu Besuch kam, gegessen. Es gab ein festliches Essen. Hackfleisch mit Blechkartoffeln und Kohlsalat dazu Rotwein und Wasser.

foto167Davor machte ich mit Sophie und ihrer Mitbewohnerin Hormonyoga. Als ich das vor einigen Tagen kennen lernte und zusah, dachte ich das ist nichts für mich. Viel zu viele Atemübungen. Doch nachdem ich es nun mal ausprobiert habe muss ich sagen der Effekt ist erstaunlich und ich mag es!

Den Rest des Tages gab ich Readings und ich geniesse das sehr. Es ist solch eine schöne Arbeit, ich kann mir gerade kaum etwas schöneres vorstellen und fühle mich erfüllt und dankbar für all die Menschen, die zu mir kommen.

Tagebuch, 197. Tag

foto061Nachts halb drei Uhr und ich trage die Tage im Internet nach.

Vom Appartment, in dem ich heute nacht schlafe, höre ich die Wellen am Strand aufschlagen. Der Strand ist in Sichtweite.

Die Holzhütte bewohnte ich nur einen Tag und eine Nacht. Gestern Abend wurde ich abgeholt und fuhr mit in das Haus am Meer. Das ist gleich wieder eine andere Atmosphäre. Zurück in der Zivilisation.

morning1722009Weit draußen in der Holzhütte zu sein das hatte was. Nah an der Natur und in einer anderen Welt.

Glücklich in Portugal….. Tagebuch, 196. Tag

foto116An diesem Abend tanze ich unter dem Sternenhimmel zu Spiegel im Spiegel von Arvo Pärt ….in einer Holzhütte auf der roten Erde am Rande des Barrao S. Joao. Eine Nacht habe ich in einer Holzhütte verbracht so wie ich es mir wünschte.

foto081Die Welt ist verzaubert. Wie durch ein Wunder bin ich hier. Bekomme eine Unterkunft nach der Anderen geboten. Die Menschen kommen und wollen Readings und ich fühle mich schwebend wie in einer anderen Welt. Was ich spüre und erlebe ist jenseits aller Worte. Es ist besonders und ich fühle mich gesegnet.

foto139Ich staune wie gut alles klappt und bin glücklich.

Wenn ich nur noch einen Monat zu leben hätte, dann würde ich am Westzipfel Portugals bleiben und Readings geben. Ich würde nicht nach Deutschland gehen. Den Tod vor Augen zu haben hilft die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Es sind viele Jahre vergangen, als ich etwas ähnliches in Castanedas Buch las…jetzt fange ich an zu verstehen was er damit meinte.

foto076Mein Wunsch war es an einen Ort zu kommen, wo ich gebraucht werde mit dem was ich bieten kann. Hier ist heute dieser Ort. Heute fühle ich mich hier zu Hause.

Aufbruch am Montag…..Tagebuch, 195. Tag

foto962Ich packte meine Sachen, die inzwischen noch mehr geworden sind. Viele Kleidungsstücke und Stoffreste bekam ich in den letzten Tagen dazu, um Fingerpuppen zu machen und Neues aus dem Alten zu machen. Ob ich dazu kommen werde?

Traurig und mit Neugier und froher Erwartung gehe ich weiter.

Traurig darüber Fritzi und ihre Familie zu verlassen, mit dem Wissen sie bald wieder zu sehen, denn noch bin ich in der Gegend. Spanien wurde aufgeschoben….zu kalt dort und zu schön hier….

foto919Für einige Tage kann ich bei einer Freundin von Fritzi wohnen, die Schuhe macht. Nur die erste Nacht werde ich in dem Holzhaus eines Freundes schlafen.

Am Abend gebe ich dort ein Reading.

foto115Seit die Menschen, denen ich ein Reading gab, davon begeistert ihren Freunden erzählten, fließt es nur so und ich habe einige Termine für die kommenden Tage machen können.

Die Fingerpuppen interessieren mich mit einem Mal nicht mehr. Irgendetwas verändert sich. Nach der Flaute gestern auf dem Flohmarkt ist das auch kein Wunder.

Readings zu geben erfüllt mich und es macht mich glücklich, wenn ich den Menschen helfen kann.

Nach langer Zeit schlafe ich heute nacht in einem Haus alleine und genieße es ungestört zu sein und ausschlafen zu können.