Tagebuch, 182. Tag

foto644Wieder ein Tag mit Frühschicht. Noch müde schleppe ich mich durch den Tag. Mache Saft und putze und freue mich auf den Nachmittag, wenn ich wieder Zeit für mich habe. Ich versuchte im Internet Verbindungen herauszufinden, um von hier weg zu fahren, doch das ist komplizierter als ich dachte. Die Stimmung war heute sehr angespannt. Das deutsche Päarchen hatte frei und war tagsüber weggefahren.

Vormittags war ich am Arbeiten. Am Morgen meinte eine der Gäste zu mir, dass das Weibliche hier fehlt. Sie empfindet den Ort als zu männlich. Da ist was dran und auch spiegelt es sie selbst wieder.

Renne ich dem Geld, der Anerkennung, der Perfektion hinterher? Widme ich mich voller Ruhe und Liebe einer Sache? Pflege und hege ich mich selbst? Grenze ich mich ab, wenn es mir zu viel wird? Weibliches und Männliches in ein Gleichgewicht zu bringen ist eine Kunst.

Abends war ich in der Holzhütte des deutschen Päarchens. Das war sehr berührend. Die ganze Hütte hatten sie dekoriert und in eine spirituelle Atmosphäre versetzt. Sie spielte auf dem Harmonium und sang Mantren dazu. Ihre Stimme klang so sanft und liebevoll. Ein Lied widmete sie Anands Vater, der heute im hohen Alter gestorben war. Ein schöner Ausklang nach diesem angespannten Tag.

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