Dienstag…..Tagebuch, 218. Tag

foto194Inne halten und Nachdenken war für heute angesagt.

Ich fühle mich erschöpft und brauche Zeit zum Nachdenken. Das Reisen ist nicht nur interessant und schön. Manchmal falle ich auch in ein Loch und es gibt unangenehme Situationen. Nicht immer gelingt es mir die Dinge positiv zu sehen. Dankbar dafür all die Menschen zu treffen und ihre Gesellschaft zu genießen, merke ich auch, wie mir der Raum und die Zeit zum Rückzug fehlen. Die Sehnsucht nach einem eigenen Raum spürte ich in den letzten Tagen immer häufiger.

foto222Seit eineinhalb Jahren habe ich keine eigene Wohnung mehr. Lebe mal hier, mal dort. Für einige Wochen oder Monate zur Untermiete oder wie jetzt als Gast bei Freunden oder Unbekannten oder auch mal in Hostels wie in Irland. Doch, wie will ich wohnen? Beweglich in einem Bus? In einer Holzhütte auf dem Land? Wo würde ich am liebsten wohnen?

Viele Fragen,…noch immer keine Antworten. Portugal, so empfinde ich es, ist für mich nur eine Station auf dem Weg, doch nicht mein Land.

foto186So geht die Suche weiter. Heute ruhe ich mich aus und während der ruhigen Stunden des Tages, wenn alle aus dem Haus sind, komme ich zur Ruhe und denke nach. Manchmal kommen mir auch die Tränen, wenn ich alleine bin. In Gesellschaft halte ich sie zurück. Es tut gut los zu lassen. Es ist schön wie ich lebe, und doch ist das Gefühl des Glücks immer wieder von anderen Gefühlen unterbrochen. Enttäuschung und Sehnsucht, Traurigkeit und Einsamkeit – Gefühle, wie ich sie auch im „normalen“ Leben hatte. Es gehört zum Leben dazu. Die unangenehmen Momente im Leben haben auch ihr Gutes, denn an ihnen wachse ich.

Es ist sonniges Wetter. Ich genieße die Ruhe und das Grün des Gartens.

foto224Das Tagebuch zu schreiben, war mir viele Tage lang ein Verlangen. Es war auch einfacher ins Internet zu kommen. Heute denke ich daran eine Pause zu machen und weniger, vielleicht nur wochenweise zu schreiben.

foto229Was den Bart betrifft, passieren kaum noch neue Dinge. Die Reaktionen der Menschen mit denen ich zu tun habe, sind überwiegend neugierig und positiv und viele finden es passend. beim Einaufen in den Läden schauen die Menschen weiterhin erstaunt und rätseln was ich bin!

Wenn ich nicht gerade einen Tag habe an dem ich mich schwach fühle und an mir zweifle, dann macht es mir sogar Spaß solche Reaktionen hervor zu rufen.

Manche Dinge, die mich beschäftigen kann ich im Blog nicht veröffentlichen, da es nicht für Jeden bestimmt ist. Wenn ich mich beim Schreiben einschränken muss, dann macht es mir weniger Freude.

foto133Es wäre einfacher einen fiktiven Roman zu schreiben, dann könnte ich all die persönlichen Erlebnisse darin einbauen, ohne das jemand die Quellen nachvollziehen könnte.

Vielleicht wird das Tagebuch in einiger Zeit ein Ende finden und ich werde in einer anderen Form weiter schreiben, die dann als Buch, statt online, zur Veröffentlichung gelangen könnte.

Heute Abend gibt es wieder ein Vollmondfest der Frauen, zu dem ich gerne gegangen wäre, doch da Fritzi heute nicht kann, werde ich auch nicht hin gehen. Statt dessen machten wir alle zusammen einen Vollmondspaziergang und genossen das Abendrot.

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