Mittwoch….Tagebuch, 240. Tag

foto972Früh Morgens ging es los, nach einer sehr kurzen Nacht. Sophie fuhr mich zum Flughafen nach Faro und es war nochmal schön sich auf der Fahrt zu unterhalten. Am Flughafen traf ich nochmal meinen Sohn und seine Freundin, die zu meiner Freude gekommen waren, denn sie werden noch eine Weile in Portugal bleiben, bis ich sie wiedersehe. Meinem Sohn gab ich die Sachen, die ich nicht mitnehmen konnte.

foto980Dann hatte ich eingecheckt, diesmal nur wenig zu viel, was ein Leichtes war das noch umzuverteilen. Und noch während ich eincheckte wurde bekannt gegeben, dass der Flug aus technischen Gründen erst 2 Stunden später losgehen würde als ursprünglich vorgesehen.

foto982Ich vertrieb mir die Zeit am Flughafen, schaute mir das Angebot in der Dutyfreeabteilung an und dachte bei mir, wenn das Angebot mitten in der Stadt wäre, wo ich wohnen würde dann würden sicherlich weniger Menschen dort was kaufen. Alles auf Hochglanz mit starker Beleuchtung und teuer – dennoch herrschte dort reger Betrieb und Umsatz. Ich dachte darüber nach, wie die unangenehmen Gefühle, die man beim Warten auf den Abflug hat, sei es Langeweile, Ungeduld oder Nervosität, dass man die sehr gut verdrängen kann, wenn man einkauft. Ich hatte eh kein Geld mehr. Nagte an meinem Käse, Brot und Karotten, was ich mir eingepackt hatte, und war zufrieden nichts kaufen zu müssen. Interessant war es jedenfalls das Ganze von oben auf der Treppe zu beobachten.

foto985Dann landete die Maschine in Frankfurt Hahn. Ich hatte mich auf dem Flug mal wieder schlafen gelegt. Ich saß ganz hinten in der Maschine, die nicht ganz voll war – überall gab es noch ein paar freie Sitze. Auf der gegenüberliegenden Seite von mir saß ein an den Armen völlig tätowierter Mann, der eine Lederjacke trug mit der Aufschrift, sowas wie Hells Angels Mannheim. Das fand ich gut. Wir zwei – ganz hinten – und all die „Normal“ Aussehenden weiter vorne. Immer mal schauten mich Menschen verwundert an. Aber es hielt sich in Grenzen.
foto997Von Frankfurt Hahn nahm ich den Bus, um zu meiner Mutter zu fahren. Die Haltestelle war 200 Meter weit weg von der Halle und es war schon etwas nervig so weit zum Bus laufen zu müssen mit 25kg Gepäck. Dann stand ich dort, hatte Durst und die einzige Möglichkeit sich was zu kaufen war jedoch in der 200 Meter entfernten Halle. Ich verzichtete, denn ich wußte nicht wie schnell der Bus da sein würde. Ich hatte, wie sich später herausstellte meine Uhr eine Stunde zu weit vorgestellt, beziehungsweise hatte es mein Handy selbst so gemacht. – Also kein Wasser zum Trinken.

foto988Auf der Fahrt sah ich, das die ersten grünen Blätter zu sehen sind. Die Temperaturen waren angenehm und es wirkte wie der richtige Moment nach Deutschland zu kommen. Ich fühlte mich geerdet und bei mir, mehr als in Portugal. Das Land in dem ich aufgewachsen bin scheint mir Erdung zu geben. Der Anblick der Gebäude lies mich jedoch etwas daran zweifeln, ob ich mich wieder für länger hier niederlassen würde….aber mal sehen. Das ich die gängige Architektur nicht mag, wußte ich schon vorher. Und es gibt ja auch noch andere Gegenden, als die, an denen ich vorbei fuhr. Bin auch sehr übermüdet und dann werde ich eh kritisch…..
Meine Mutter wartete schon an der Haltestelle auf mich. Schön sie wieder zu sehen. Sie konnte es nicht lassen Bemerkungen über meinen Bart zu machen, wie die, das ich mal endlich wieder Normal werden sollte und das Ding würde sie abschneiden….doch wir lachten auch darüber…..

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