Tagebuch, 256. Tag

foto065Über Ulm, Augsburg, Hannover und Lüneburg fuhr ich in der Nacht nach Norden. Der Zug war recht leer und im Nachtzug hatte ich einen Liegesitz. Die intensiven zwei Tage wirkten nach und in meinem Kopf waren viele Gedanken und Erkenntnisse, die ich aufschrieb und die mich nicht schlafen ließen. Ich mag die Nacht und die Ruhe. Ich mag es im fast leeren Zug in der Nacht zu sitzen, und nachzudenken.  Und dabei neue Gedanken, Erkenntisse…schön ist das.

foto072Morgens in Lüneburg wartete ich fast eine Stunde auf den Zug. Kühl wars, doch die ersten Sonnenstrahlen und das Vogelgezwitscher ließen mich den Morgen genießen.Als ich in Dannenberg aus dem Zug stieg sah mich eine Gruppe Jugendlicher und die Mädchen prusteten vor Lachen. Mal wieder eine heftige Reaktion, die mich etwas erschreckte, denn darauf war ich an dem Morgen nicht vorbereitet. An der Bushaltestelle musste ich wieder warten und ein junger Mann, ohne Bartwuchs, der mich schon im Zug beobachtet hatte, setzte sich neben mich. Nach einer Weile begann er das Gespräch, indem er eine Bemerkung über das Wetter machte…..irgendwann kam dann die Frage, ob ich ein Mann oder eine Frau sei. Ich fragte ihn was er meint. Frau. Ja …aber mit Bart? Immer wieder die Verwirrung in den Köpfen.

hof1642009Um 10 Uhr morgens, ich war noch recht müde, kam ich bei Ute in Dömitz an. Hier oder im Lager wollte ich ein paar Tage wohnen. Am Nachmittag ging ich zu meinem Lager. Als ich dort ankam war ich etwas geschockt. Inzwischen war irgendjemand in das Haus gezogen, ohne das man mich benachrichtigt hatte und meine Sachen waren überall verteilt!

Nach dem ersten Schock beschloss ich auf die Person, die gerade nicht zu Hause war zu warten. Sie kam dann auch recht bald und die Situation stellte sich als weniger dramatisch heraus. Um in dem Haus eine abgeschlossene Wohnung herzustellen, mussten meine Sachen umgelagert werden in einen anderen Raum. Die neue Hausbewohnerin war eine Frau, die schon über 70 Jahre alt war und sie hatte es alleine noch nicht geschafft alles umzuräumen. Der Mann, der ihr helfen sollte hatte keine Zeit und so war die Arbeit mitten drin stecken geblieben. Sie bekam auch einen Schreck, das ich den Schlüssel zum Haus hatte, denn damit hatte sie nicht gerechnet. Wie so oft im Leben, war auch hier mangelnde Kommunikation schuld an der ganzen Situation.

Ich war müde und ging erst mal wieder. Legte mich bei Ute hin und wachte erst wieder auf als es dunkel war und ihre Tochter mich zum Abendessen weckte. Morgen wollte ich nochmal zum Lager gehen.

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