314. Tag, Tagebuch Heißer Tag in Wien

Ein heißer Tag. Siran und ich verbrachten die überwiegende Zeit des Tages drinnen. Wir hatten immer noch genügend Gesprächsstoff, kochten gemeinsam und genossen das Zusammensein. Als es dann Abend und kühler wurde, gingen wir zu Fuß in die Stadt, bis zum Stefansdom. Ich war völlig angetan von all den Fassaden und Schaufenstern. In Wien gibt es ein etwas anderes Warenangebot, als in den deutschen Städten. Das Schrillste, das ich heute sah, waren diese Badeanzüge für Kinder mit einem schon eingenähten Schwimmgürtel! Während wir durch die Stadt gingen, bemerkte Siran, wie die Menschen mich anstarrten. Ihr war es unangenehm neben mir zu gehen und die Blicke auch auf sich zu spüren. Sie wollte wissen, wie ich das machte. Wir fanden heraus, das es daran liegt, wie jede von uns die Blicke unterschiedlich interpretiert. Ich empfinde Verständnis für die Blicke, sehe sie als eine normale Reaktion, Neugier usw. und dadurch machen sie mir nichts. Siran hingegen interpretiert die Blicke als: wie intolerant die Menschen sind, wenn sie so starren. Und machte sich Gedanken, wie es denen ergehen muss, die eine Behinderung haben und nichts an ihrer Behinderung ändern könnten! Ich hingegen hätte die Möglichkeit mir den Bart abzurasieren, wenn ich die Blicke nicht mehr ertragen könnte. Die Wahl hätte ein Behinderter jedoch nicht. –

SchwimmanzugUm halb zehn(!) Uhr Abends, gingen wir gemeinsam zu einem Wohnungsbesichtigungstermin in eine WG. Das Zimmer hatte Parkettboden und war ein schönes Altbauzimmer für 300 Euro. Die Wohnung selbst war leider für meinen Sinn zu heruntergekommen und schmutzig. Von draußen drang lauter Straßenlärm herein und es gab nur einen Ofen, der die Wohnung im Winter beheizte! Das war kein Ort, an dem ich wohnen wollte.

TrachtenmodeEin Zimmer in der Innenstadt von Wien werde ich mir erst einmal nicht mehr ansehen. Alle Wohnungen die ich bisher sah, bis auf eine, waren mir zu laut und meine Sehnsucht nach Natur wird in der Innenstadt nicht befriedigt. Für den Moment habe ich genug von der Zimmersuche.

Entweder werde ich nun gezielt einen Bus suchen oder mich in einer ländlichen Gegend nach Wohnraum umsehen.

Noch drei Tage bleibe ich in Wien, dann geht es wieder zurück nach Dresden. In der Nacht kühlten wir uns am Brunnen ……in der Stadt die Arme und Beine….

Abkühlung am Brunnen

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