325. Tag, Seelenfarben Kalenderblatt

Engelbert hat auf dem heutigen Kalenderblatt von Seelenfarben etwas über mich geschrieben. Was seine Gedanken sind über eine Frau mit Bart. Über die Fotos von mir. Sehr lesenswert, wie all die Tage im Kalenderblatt der Seite Seelenfarben finde ich.

In den Kommentaren zum Kalenderblatt fragte Eloise, ob ich berufstätig sei und wenn in welchem Beruf.

Jennifer Miller FingerpuppeIm Moment möchte ich keiner regelmäßigen „normalen“ Arbeit nachgehen. Seit einiger Zeit arbeite ich im Tausch für Wohnung und Essen, mache Kinderbetreuung oder Arbeiten im Haushalt, um mehr freie Zeit für mich zu haben, um zu schreiben, zu basteln und zu reisen. Damit geht es mir besser, als wenn ich eine 40 Stunden Woche hätte, wo ich zwar mehr verdienen würde, doch auch kaum noch Muse hätte kreativ zu sein und mich gestresst fühlen würde. Ich kann auch viel arbeiten, wenn es eine selbstbestimmte Arbeit ist, die mir Freude macht.

Gearbeitet habe ich in vielen verschiedenen Bereichen in meinem Leben. Eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin habe ich gemacht und Kunst und Geographie für das Lehramt an Gymnasien studiert und mit dem 1. Staatsexamen abgeschlossen.

Es wäre interessant, ob ich als Frau mit Bart eine Stelle an einer Schule bekommen würde. Vielleicht an einer Alternativschule. An einer staatlichen Schule wird das kaum möglich sein. Da wird den Lehrerinnen sogar das Tragen von Kopftüchern verboten.

Männer werden von den Arbeitgebern genötigt sich zu rasieren, wenn sie einen Job haben wollen, oder behalten möchten! In den USA ist das normal und in Deutschland ist das auch schon üblich in einigen Branchen!

BabyAuf Kinder aufpassen und mit Kindern arbeiten kann ich immer mal wieder, auch als Frau mit Bart. Meist sind die Eltern offene, aufgeschlossene Menschen. Die Kinder haben das geringste Problem mit meinem Bart. Wenn, dann sind es die Eltern, die es schwer finden damit umzugehen.

In Irland bekam ich einen Job als Kinderbetreuung vermutlich nicht, auf Grund meines Aussehens. Die Eltern der Kinder haben es mir nicht ins Gesicht gesagt, doch erst schien der Job klar zu sein und dann ergab sich, trotz mehrmaliger Anrufe meinerseits, doch kein Arbeitsverhältnis. Eine Begründung oder Absage gab es nicht, nur ein Hinhalten..“..ich muss noch mit meinem Mann sprechen…“, was sie auch immer noch beim dritten und vierten Anruf sagte…..

In Irland hätte ich die Familie wegen Diskreminierung verklagen und viel Geld kassieren können. Ich nehme an, davor hatten die Eltern Angst und vermieden es deshalb, sich klar und offen zu äußern.

Als Bedienung in einem Restaurant mit den üblichen Ettiketten, würde man eine Frau mit Bart wohl auch nicht einstellen. (In einem etwas ungewöhnlichen Cafe in Berlin vielleicht schon….)

Ebensowenig gäbe es eine Stelle als Chefsekretärin, denke ich. In dem Beruf wird Wert auf  Styling und Haarlosigkeit an den Beinen gelegt. Ob mit oder ohne Bart würde ich dort eh nicht hin passen.

Eigentlich zeigt mir der Bart wo ich hinpasse und wo nicht. Er hilft mir mich nicht weiter zu verstellen oder anzupassen, wie ich das noch vor einigen Jahren versucht habe.

Es ist viel zufriedenstellender und entspannender ich selbst zu sein und meinen Weg zu gehen, statt in vorgeformte Wege treten zu wollen und mich dadurch zu verbiegen und anzuspannen.

One thought on “325. Tag, Seelenfarben Kalenderblatt

  1. Hallo Marianna,
    vielen Dank für Deine Antwort auf meine Fragen, die mir als Berufstätige als erstes einfielen. Du bestätigst mir meine Vermutung. Ich finde es sehr schön, dass Du Dir auch in dieser Hinsicht Dein Leben frei gestaltest und Dich „über Wasser hältst“. Weiterhin alles Gute auf Deinem selbstbestimmten Weg.

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