361. Tag, Tagebuch Massenbewegung

zwischen den ZähnenVor einigen Wochen hatte ich ein Gespräch mit einem Mann. Es ging um Körperbehaarung. Im Gespräch meinte er, er will beim Küssen keine Haare zwischen den Zähnen haben. Erst dachte ich, er spricht über den Damenbart….dann im weiteren Gespräch wurde klar, dass es um Intimrasur ging.

Alle möglichen Zeitungen hatten dieses Thema in den letzten Wochen aufgegriffen. Es ist Sommer und alle zeigen viel Haut….da passt das….hier ein Artikel in Stern online.

Soll doch jeder machen was er will.

Schlimm finde ich, dass es wiedermal zu einem „Muss“ wird. Einer Mode. Und ich hörte von Betreurinnen in Wohnheimen, die jungen Mädchen, bei denen die Schamhaare zu wachsen beginnen, den Mädchen sagen, sie müssten sich von nun an Scham- und Achselhaare rasieren. – Das kann auch leicht falsch verstanden werden und ein junges Mädchen sehr verunsichern. Folgen sind Gedanken wie: „Mein Körper ist nicht ok wie er ist“. „Ich bin nicht ok wie ich bin, wenn mir Haare am Körper wachsen, das muss ich weg machen…ist nicht schön….und krieg keinen Freund wenn ich so aussehe….“

Ist das nötig?!

Auch die Jugendzeitschrift Bravo propagiert die Intimrasur, wenn ich dem Artikel glauben kann. Hab schon lange keine mehr in der Hand gehabt.

Schade. Ich wäre dafür jungen Menschen eine Unterstützung zu geben, sich so wie sie sind anzunehmen. Sie nicht zu verunsichern mit verrückten Trends, sondern ihnen erst mal das Grundgefühl zu geben, das sie mit ihrem Körper ok sind, wie er von Natur aus ist. Werden junge Menschen nicht eh schon von klein auf mit Kritik und Verunsicherung bombadiert? Vielleicht nicht alle…..Mit der Verunsicherung und Angstmacherei können Andere gut Geld verdienen. Wenn Menschen verunsichert sind und denken: „Wenn ich nicht dem Ideal entspreche, dann finde ich keinen Freund? Werde ausgegrenzt?…etc…“ dann werden Sie alles dafür tun, um so auszusehen, wie es in den Medien und Cliquen propagiert wird.

Gar nicht so einfach einen eigenen Weg zu gehen.

Wild wild wildAlle Gesellschaften und Gruppen habe ihre Zwänge und Schöheitsideale…..Wichtig finde ich, das eigene Verhalten mit wachen Augen zu sehen, wahrzunehmen und zu merken welchem Zwang man sich da unterwirft ….aus der Wachheit kann dann ggf. etwas Neues entstehen.

Bewußtheit über die eigenen Entscheidungen und das eigene Verhalten, statt blind einer Massenbewegung zu folgen.

3 thoughts on “361. Tag, Tagebuch Massenbewegung

  1. Ich hab das Imtimrasurgedöns nie so recht verstanden. Ich bin ein erwachsener Mann und hab Haare am Sack, und ich sehe gar nicht ein, warum meine Frau aussehen sollte wie ein 12jähriges Mädchen. Aber jeder wie er/sie mag.🙂

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