KULt UR ist geschminKT und HAarlOS

Neustadt DresdenDa hatte ich vor einigen Tagen eine Unterhaltung mit einer Frau. Sie findet den Bart an einer Frau gut, sagt sie zu mir. Sie mag Bärte auch bei Männern. Was sie nicht mag und was überhaupt nicht geht, sind Haare an den Beinen, unter den Achseln oder an und in den Ohren. Ihre eigene Gesichtsbehaarung entfernt sie, sonst hätte sie auch eine Oberlippenbart. Ihre Augenbrauen zupft sie auch. Sie hat angeblich kein Problem mit einem Bart bei anderen, wohl aber bei sich.

Es sei Kultur, sich als Frau schön zu machen, Lidstrich und Makeup, ohne das würde sie nicht hinaus gehen. KULTUR. Kultur nennt sie das. Interessant. Ich kam mir bei dem Gespräch irgendwie blöd vor, denn diese Kultur kenne ich nicht. So habe ich das noch nie gesehen.

Weiter meinte sie, wenn ich meinen Bart nicht style, dann sähe das schnell vernachlässigt aus. Hm. Aha. – Ich muss also meinen Bart stylen, um gesellschaftsfähig zu sein.

Erst wird mir gesagt das wäre doch ok mit dem Bart bei mir. Dann auf einmal gibt es eine Kultur sich schön zu machen. Und dann soll ich meinen Bart auch noch stylen, sonst bedeutet es ich würde mich vernachlässigen.

Verdammt nochmal. Damit ich in dieser Gesellschaft überhaupt dazu gehören darf, soll ich also ihrer Meinung nach diese sogenannte Kultur befolgen. Und ich bin ohne Kultur, wenn ich bei dem Schmink-und Styling Wahnsinn nicht mitmache! Was für ein Wahnsinn! Wenn ich das Kind dieser Frau wäre, würde ich das alles glauben und wäre völlig verunsichert weiter so durch die Welt zu gehen, wie ich bin.

Das Schminken Kultur ist, klingt für mich wie aus einer wissenschaftlichen Abhandlung. Irgendjemand legt das fest und so ist das dann.

Da habe ich wohl während des Studiums geschlafen. Oder es verdrängt.

Könnte dieses Konzept nicht auch eine Ausrede sein, sich seine eigenen Ängste anzusehen?

Ich fühlte mich während diesem Gespräch seltsam. Erst tut jemand so, als ob sie genauso denkt wie ich, und dann nimmt das Gespräch so einen manipulierenden Verlauf, indirekt wird mir vermittelt ich habe keine Kultur, da ich mich nicht schminke und meinen Bart nicht style und eigentlich geht Körperbehaarung gar nicht!

Auch wenn mich das Gespräch irgendwie verwirrte, so werde ich mich jetzt nicht schminken und auch der Bart ist ok ob gestylt oder nicht. Geschminkt würde ich mich unwohl fühlen und wie in einer Maske. Das ist nicht meine Art.

11 thoughts on “KULt UR ist geschminKT und HAarlOS

  1. …ich finde irgendwie war die Frau sicher nicht ehrlich zu Dir.
    Es ist doch traurig das sie z. B. nicht mal ohne Lippenstift den Müll raus bringen würde.(Schätze ich jetzt mal einfach so)
    Ich schminke mich auch dezent, aber wenn ich nicht gut drauf bin dann lasse ich es auch mal.
    Komischer Weise erkennen mich auch so noch alle.
    Dein Bart sieht doch gepflegt aus. Sollst du Dir da noch Perlen reinflechten oder orange färben oder was meinte sie damit.??
    Es gibt sehr viele Frauen, die ungeschminkt sicher besser aussehen würden. Bei manchen denkt man da müßte beim Abschminken der Ausguß verstopfen.
    Ist zwar bissel übertrieben aber es ist so.
    Jeder stellt sich halt unter Kultur was anderes vor.
    LG Marion(RG)

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  2. Hi Marianna,
    Magst du erzählen, wie genau „irgendwie blöd“ du dir vorkamst in dem Gespräch mit dieser Frau? Wie fühlte sich das an? Erinnert dich das an irgendeine frühere Situation?
    Fühltest du dich gedrängt, etwas zu tun, was du nicht tun willst?
    Wäre es ähnlich gewesen, wenn jemand nicht Schminken oder Stylen, sondern z.b. Verzicht aufs Handy, ein Jahr im Kloster, eine bestimmte Ernährungsweise oder eine Promotion von dir verlangt hätte? Hättest du da leichter sagen können: „nö, will ich nicht“?
    LG
    Lisa

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  3. Es ist dieses manipulative darin. Nicht klar seine Wahrheit zu sagen, sondern so zu tun, als ob jemand auf meiner Seite ist, und dann umzuschwenken und indirekt zu sagen was richtig ist. Und das auf eine Art, als ob das geschriebenes Gesetz wäre, diese KULTUR. Auf eine intellektuelle Art zu kommen. Was soll ich gegen Kultur sagen?! Was ich nicht mag ist diese Verlogenheit darin. Und es zu vermeiden Klartext zu reden. Es wäre egal was sie propagiert hätte, es war eher dieses, Du hast keine Kultur, wenn Du da nicht mitmachst. Das heißt bei mir kommt das so an, wie Du bist ungebildet und dumm ohne Kultur……Ja ich nehme an, es war ein Gefühl wie nur Dumme und Ungepflegte, machen sich nicht schön und lassen sich wie sie sind.

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    • Liebe Marianna,

      was da eventuell dahinter stecken könnte ist, dass diese Dame sich in Kreisen bewegt (oder gerne bewegen würde), wo „wir sind tolerant“ ganz groß geschrieben wird. Jetzt traut sie sich leider selber nicht ungeschminkt und haarig aus dem Haus, muss aber gleichzeitig Toleranz demonstrieren (sie hat ja Kultur, ist gebildet und womöglich sogar intellektuell). Ein wirklich toleranter Mensch würde dich nur dann auf den Bart ansprechen, wenn er sich für die Geschichte dazu interessiert. Keinesfalls würde er den Bart als Aufhänger benutzen, um dir die eigene haarlose, gestylte Zwanghaftigkeit als „Kultur“ zu verkaufen. Das ist echt bizarr.
      Diese Frau fühlte sich wohl irgendwie genötigt sich in deinem Beisein ihre eigenen Unzulänglichkeiten schönzureden, denn, wenn alle so denken, fühlen und handeln würden wie sie, könnte sie ohne Mühe alles um sich rum ohne Einschränkungen gut finden. Wäre doch praktisch. Dabei erhält sie natürlich von der Gesellschaft ohnehin Rückendeckung, da der haarlose Trend unverdrossen anhält.
      Ich glaube, diese Dame belügt am meisten sich selbst! Sie will tolerant sein und sitzt gleichzeitig dem körperfeindlichen Schönheitswahnsinn auf. Und dann scheint sie auch noch eine missionarische Ader zu haben. Wie soll das zusammen gehen?

      Und ich glaube, ein bisschen geht es uns allen so, nur sind die Grenzen bei jedem verschieden. Echte Toleranz ist ganz, ganz selten und wahnsinnig schwierig. Ich jedenfalls beiße mir selber regelmäßig die Zähne daran aus!

      Wir haben doch alle ein bestimmtes Bild von uns selbst im Kopf und halten das so aufrecht wie möglich. Oder nicht?

      Mit 20 hab ich mich auch nicht ungeschminkt aus dem Haus getraut und heute (mit 41) ist zumindest das kein Thema mehr🙂 Aber ich rasiere mir immer noch das Kinn, und das ist irgendwo das Selbe in grün.

      Liebe Marianna, danke für deinen Mut, dein Querdenken und deine Ehrlichkeit,
      Antonia

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      • Liebe Antonia,

        danke für Deinen Kommentar. Jetzt verstehe ich die Situation viel besser. Macht Sinn, was Du geschrieben hast. Vielleicht mache ich ihr Angst oder sie fühlte sich genötigt so zu reden….? Hab sie ja nicht gefragt. Wobei ich auch nicht wissen kann, ob ich eine ehrliche Antwort bekäme. Die wenigsten würden offen zu ihren Ängsten stehen.
        Und das stimmt mit der Toleranz. Ich bin auch bei weitem nicht so tolerant wie ich es gerne wäre. Ich habe auch meine Grenzen. Kann es überhaupt nicht ab, wenn jemand Mundgeruch hat, stark parfümiert ist oder stinkt….da ist eine Grenze bei mir, wo ich nicht über meine Geruchsempfindlichkeit springen kann und tolerant sein kann. Tut mir leid. Das fällt mir so spontan dazu ein. ….und da gibts noch sicherlich mehr….ich arbeite dran….

        Das wir alle ein bestimmtes Bild von uns im Kopf haben, was meinst Du damit……. Meinst Du wie wir uns gerne sehen möchten, wie wir gerne wären oder glauben zu sein? So ein Ideal von uns Selbst? Ob wir uns überhaupt objektiv sehen können…?

        Zumindest merkte ich nach dem Zusammentreffen mit dieser Dame, dass ich es anscheinend nicht ertragen kann als die Dumme da zu stehen. …..mein Selbstbild von mir wäre wohl: ich bin nicht dumm. Und das versuche ich dann zu verteidigen, weil es mir Angst macht Dumm zu sein. Hmm…interessant wäre mal wieder was um the work zu machen…. da gibt es noch so einiges zu entdecken in den eigenen Ängsten…..
        Lieben Gruß
        Marianna

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  4. Ja die liebe Kultur =) Ich studiere ja Kulturanthropologie und es ist manchmal super interessant, wie sehr sie uns beeinflusst.

    Ich habe ja auch die Kultur des Schminkens abgelegt, weil mich es einfach nur noch genervt hat. Für wen hab ich das eigentlich gemacht? Ich fühle mich freier und meine Haut ist sogar um Einiges besser geworden.

    Das Schöne ist, wenn man Menschen damit inspiriert, etwas anders zu tun. Wer weiß, vielleicht rasiert sich die Dame irgendwann auch nicht mehr den Oberlippenbart aufgrund eurer Begegnung. Manchmal brauchen die Menschen nur eine Erklärung, warum man etwas so macht. Und wenn dann noch jemand den Mut hat es wirklich so zu leben, dann sind viele beeindruckt und versuchen vielleicht auch etwas, was nicht der Kultur entspricht.

    LG

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  5. Liebe Marianna,

    ja, wie meine ich das?
    Ich habe zum Beisiel das Bild von mir, dass ich emanzipiert, tolerant und offen bin. Als ich noch in München lebte habe ich das wirklich gut glauben können. Jetzt lebe ich seit drei Jahren mit meinem italienischen Mann und unserer 3jährigen Tochter in einem kleinen norditalienischen Dorf und muss feststellen, ich bin z.B. nur da tolerant, wo es mir nicht weh tut (und das ist ja wirklich keine Kunst). Ich rege mich z.B. darüber auf, wie die Menschen hier mit der Natur umgehen, kein Baum darf wachsen wie er möchte sondern alles wird ständig geschnitten (besonders gerne werden die Kronen abgesäbelt, da könnte ich jedesmal heulen) und kurz gehalten. Weil ich mich aber tolerant sehe, bin natürlich nicht ich es, die sich locker machen muss, sondern ich lege es mir erst mal so zurecht, dass ALLE hier Ignoranten sind und erzähle z.B. meinem Mann was von der Schönheit eines frei gewachsenen Baumes. Er ist anders aufgewachsen, er sieht das völlig anders als ich. Und so geht das bei ganz vielen Dingen.
    Auch mit der Offenheit tu ich mir schwer bei so viel „seltsamer, fremder“ Kultur. Und erst die Emanzipation, haha!
    (Ich hoffe sehr, das wird nicht als Kritik an den Menschen und dem Ort, wo ich jetzt lebe, aufgefasst!)

    Das meine ich damit, dass man versucht, das eigene Bild aufrecht zu erhalten. Und wenn die Umwelt mir zeigt, dass ich doch nicht so bin, wie ich mich sehe, dann lege ich mir das eben so zurecht, dass die anderen keine Ahnung haben und „dumm“ sind.

    Mir macht es Spaß, die menschliche Natur zu studieren, insofern ist das Leben in einer anderen „Kultur“ für mich ein tolles Forschungsfeld. Im Moment erforsche ich hauptsächlich meine eigenen Reaktionen, da ich gemerkt habe, dass es überhaupt nichts bringt, hier auf Menschen mit ähnlichen Ansichten zu hoffen. Das übliche „Mich-mit-Gleichgesinnten-verbinden“ funktioniert hier nicht. Und wenn ich mich nicht isolieren will, dann muss ich das anders angehen.

    Der Körperkult der Menschen hier (Männer wie Frauen) hat übrigens nochmal eine ganz andere Dimension. Hier würde ich tatsächlich von Kultur sprechen, die Menschen sind stolz auf ihr gepflegtes und ausgesprochen modisches Auftreten, es scheint Teil ihrer Identität zu sein.
    Ich werde z.B. immer auf meine helle Haut angesprochen, so nach dem Motto, geh mal in die Sonne, wie siehst du denn aus. Ich verstehe gar nicht, warum das hier so wichtig ist, aus meiner (weißhäutigen) Sicht sind die Leute eh schon alle dunkel und müssten sich gar nicht sonnen. Selbst wenn ich für meine Verhältnisse sehr braun bin, kommen immer noch die gleichen Kommentare.
    Dafür werde ich um mein naturblondes Haar beneidet🙂
    Ich kann diese Ansagen also eigentlich nur mit einem Lachen abschütteln, und unter „andre Länder, andre Sitten“ ablegen. Gelingt mir nicht immer😉

    So viel zu meinen ganz persönlichen Erfahrungen.

    Übrigens auch bei mir ist starkes Parfum und starker Körpergeruch ein absolutes No-go.

    Liebe Grüße,
    Antonia

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    • Hallo Mariam
      zu Deiner Begegnung und der daraus erfolgenden Ueberlegung faellt mir ein Missverstaendnis auf:
      Kultur=Lebensgewohnheit einer Gemeinschaft, so war das wahrscheinlich gemeint und nicht im Sinne von Kultur=Allgemeinwissen
      Der Bart soll gepflegt sein? OK, das gilt aber sicher auch fuer die Kopfbehaarung. Eben faellt mir auf: Bei diesem Thema wird ganz schnell von beiden Seiten das herkoemmliche Schoenheitsideal mit der ebenfalls herkoemmlichen Vorstellung von Sauberkeit und Koerperpflege verwechselt.
      Ich muss dazu sagen:
      Wenn ich in unserer Stadt zur Hauptpost gehe und vor den Schaltern Schlange stehe, kommt mir immer wieder der Gedanke warum die Angestellt(inn)en dort ale so ungepflegt sind!
      Das Haar erscheint oft fettig straehnig und schlecht frisiert. Ungepflegte oder schlecht geschminkt die Haut… Ich finde das unangenehm.
      Umso mehr, bei der Baeckerin im Viertel, die zu ihrem Erscheinungsbild auch noch lange, schmutzige Naegel hinzu fuegt.
      Ist das etwa auch Freiheit? Die freie Entscheidung sich zu waschen, kaemmen etc. – oder auch nicht?
      Da komme ich auf meinen vorigen Beitrag zurueck:
      Koerperpflege – und Aetsthetik hat mit Gemeinschaftsleben zu tun.
      Gerne ist man in der Gesellschaft freundlich und nett aussehender, wohl riechender Zeitgenossen.
      Wer sich nicht pflegt sendet aus: ICh brauch Euch nicht, ich bin ganz gern alleine.

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      • Liebe Kat,

        ja da ist das wieder mit den Grenzen. Als ich in einem Austeigerprojekt in Spanien war, war ich diejenige die dort als spießig und mit einem Sauberkeitsfimmel behaftet, bezeichnet wurde. In dieser Gemeinschaft war es normal, dass Kinder schmutzig, ungekämmt und mit Rotznasen durch die Gegend liefen. Die Hygiene der Erwachsenen, war auch nicht viel besser. Doch deren Ansichten über die Gefahr von Schmutz und Bakterien widersprach völlig meinen Ansichten. Für mich schwer damit zu leben und einer von mehreren Gründen für mich zu gehen. Jede Gemeinschaft hat ihre Regeln was schön und was sauber ist. Und dort hatten die eher ein Problem mit gestylten Menschen und sauberen Menschen. Für sie war der Schmutz Freiheit.
        Dort hatte ich den Eindruck, dass die Tiere sich selbst noch sauberer halten. Sich zu pflegen und zu säubern ist etwas, was für mich nötig ist, um mich wohl mit mir zu fühlen. Das Schminken geht für mich darüber hinaus.
        In der Gesellschaft, in der wir hier leben, ist es „normal“ bzw im Job „nötig“, dass VerkäuferInnen auf ihr Äußeres achten. Es wundert mich, dass die Angstellten auf der Post so ungepflegt erscheinen. Vielleicht hast Du einen höheren Anspruch an die Pflege, als die Postbeamten. Ich kann das von hier aus nicht beurteilen. Für mich persönlich ist das äußere Erscheinungsbild der Beamten weniger wichtig, als ihre Herzlichkeit und Freundlichkeit und der Umgang mit mir als Kunden. Wenn ich mich menschlich wohl fühle, dann wird das Äußere zur Nebensache. Nur beim Geruch und zu viel Schmutz, da wirds dann schwierig, wie bei schmutzigen Fingernägeln und Händen beim Bäcker…..
        Ich bin schon jemand der gerne etwas Schönes ansieht. Ofmals empfinde ich die Architektur als sehr unangenehm und häßlich. Und kann da leider nix gegen machen, solange ich mich in den Städten aufhalte.
        Bei all den Kommentaren wird deutlich, wie unterschiedlich die Grenzen liegen für das was wir als angenehm und unangenehm empfinden.

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    • Liebe Antonia,

      danke für Deine offene Antwort. Jetzt verstehe ich besser was Du meintest.
      Mir ist das in Italien auch aufgefallen, wie wichtig das Äußere dort für die Menschen ist.
      Es ist seltsam wie schnell wir Menschen uns von anderen Ansichten und Sitten angegriffen fühlen können.

      Wenn mich dann wieder was stresst und nervt, hilft mir, wenn ich es dann tue, the work von Byron Katie zu machen.

      Habe auch festgestellt, dass ich noch intoleranter bin, wenn ich nicht glücklich bin. Wenn mir was fehlt und ich nicht in Kontakt zu meinem Herzen bin und mir meine Herzenswünsche nicht erfülle. Wenn ich zu sehr im Außen bin, als bei mir.
      Kann mir vorstellen, dass das gerade nicht so leicht ist in Italien. Wenn da kaum Gleichgesinnte sind und die Menschen so anders in vielen Dingen. Da kann ich mir vorstellen fühlt man sich selbst auch schon mal einsam und abgeschnitten. Das ganze wie ein Alien zu beobachten und als Forschungsobjekt zu sehen ist vielleicht eine ganz gute Lösung. Vielleicht musst Du Dich da auch beschneiden und so tut es noch mehr weh, wenn Bäume beschnitten werden? Ich kann das als freiheitsliebender Mensch auch kaum ertragen, wenn Bäumen die Krone geschnitten wird, für mich ist das, als ob man sie köpft.

      Ich wünsche Dir noch eine interessante und angenehme Zeit in Italien
      Marianna

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  6. mir sagte mal eine: dass etwas normal ist, heißt noch lange nicht, dass es auch natürlich ist.

    das denke ich, wenn ich die unterschiedlichen ansichten über normalität (die eine pflegt sich, die andere würde niemals ohne schminke das haus verlassen; für die eine ists normal, alles weg zurasieren, für eine andere halt nicht) lese/sehe/mitbekomme.

    ich denke, dass hier eine chance besteht, wenn frau ganz bei sich bleibt. menschen haben die angewohnheit, ihre meinung anderen gerne überbraten zu wollen. selbst bei sg. austausch von meinungen ist das immer wieder zu beobachten. meine ansichten, meine meinung – das ist das, was ich nciht allein stehen lassen kann, nein, ich muss die anderen davon überzeugen.
    was viel energie braucht, weil ja doch jede ihren eigenen kopf hat.

    ich bin mal angesprochen worden von einer horte jugendlicher jungs: eh guck mal, die hat ihre beine nicht rasiert! meine antwort:“ naja, wenn ich dir ins gesicht schau… ich hab wenigstens einen grund zu rasieren!“ (was sicherlich gemein ist zu sagen, was aber für ruhe sorgte und der situation angemessen war… – und ich war viel zu froh, dass mir was einfiel. sonst wars mir nämlich dann peinlich….)

    cory

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