Kontraste in Luzern

Luzern BahnhofAlte und neue Architektur in Luzern nur wenige Schritte voneinander entfernt. Der moderne Bahnhof.Luzern

LuzernUnd einige Meter entfernt wunderschöne alte Gebäude.LuzernLuzernLuzern

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420. und 421. Tag Luzern

Luzern Viel gesehen habe ich noch nicht von Luzern. Ein wenig von der  Umgebung vom Hotel und den modernen Bahnhof. Das war auf der Reise durch die Schweiz meistens so, denn mit dem Kind mache ich Schulunterricht und gehe auf Spielplätze. Die wenigen Stunden, die ich frei hatte reichen dann nicht aus, um viel vom Ort zu sehen.

Gestern waren wir im See baden. Diesmal am öffentlichen Badestrand, der leider mit riesigen Kothaufen der Vögel, die dort leben übersät war. Nicht gerade lecker. Da war es schon angenehmer vom Tretboot aus ins Wasser zu gehen. Luzern Erst einmal habe ich genug vom Baden im See.

Unser Weg führte uns am Jahrmarkt vorbei, der gerade aufgebaut wird am KKL,Luzern in dem die Künstler ihren Auftritt haben. Luzern KKLDie Vorstellung gestern war restlos ausverkauft.

419. Tag Von ZUG nach LUZERN

Luzern28.9.09 Herbstlaub am Kastanienbaum in Luzern. Warm und sonnig wars und nochmal fuhren wir mit dem Tretboot. Luzern28.9.09 Diesmal ging ich im kalten See baden….Luzern TretbooteDas Wasser ist angenehm und so klar, dass man die Algen und Fische sieht. Luzern Pedalos

Luzern hat sehr schöne alte Gebäude und viele Geschäfte, so mein erster Eindruck. Es gibt hier eine Menge zu sehen und zu unternehmen. Luzern ist noch belebter und größer als Zug und noch sehenswerter.

Hier in Luzern kam heute ein Mann auf mich zu und gratulierte mir zu meinem Bart und meinte er findet es gut. Ebensolches passierte mir in Zug, auch dort kam ein Mann, schüttelte mir die Hand und lobte meine Aktion. Andere grüßen mich und sagen mir, dass sie mich im TV gesehen haben. Das Kind stört sich immer noch an den Blicken, die auf mich fallen und so spricht es weiterhin die Leute an, die mich zu sehr anschauen und erzählt ihnen ich sei ein Alien….. Luzern

418. Tag

Heute war unser letzter Tag in Zug. Mit dem Kind bin ich Tretboot gefahren.Zug Das hatte ich lange nicht mehr gemacht. Hat Spaß gemacht. Morgen geht es dann nach Luzern, von wo aus wir in einigen Tagen nach Hause fahren. In Zug waren heute viele Oldtimer ausgestellt. Cadillacs und auch richtig alte gepflegte Wagen waren dabei.

Hunde in Zug

Schilder und Hundekottüten in Zug in der Schweiz. Es macht auf mich den Eindruck als sorge man hier für Ordnung und Sauberkeit auf den Straßen.

416. Tag ZUG in der Schweiz

Früh Morgens ging es von Schaffhausen nach Zug. ZUG Ich bin gerade ziemlich übermüdet und freue mich auf die Zeit nach der Tour, und hoffe auf einige Wochen mit viel Schlaf…..ZUGWeiß zwar noch gar nicht wo ich dann sein werde – oder gar wohnen werde……hoffe, das wird sich in den nächsten Tagen noch heraus stellen…..ZUG

Das Hotel in Zug ist superklasse und voll edel. Schön. Zug selbst hat viele Gesichter, die Altstadt mit ihren alten Häusern und dann auch wieder die neuen modernen Teile der Stadt mit Verkehr und Einkaufzentren….kann noch nicht so viel sagen. ZUGWir sind noch ein paar Tage hier und dann werde ich noch was dazu schreiben.

Die Blicke erschienen mir hier wieder geballter und erstaunter. Selbst Verkäufer brachten es fertig sich, wie ich es zuletzt in Portugal erlebt hatte, zusammen zu stellen und über mich zu reden und mich zu beobachten. Im Moment trage ich keinen Rock, sondern Jeans und ein gestreiftes T-Shirt, was Beides auch Männer tragen könnten. Erstaunen und Überraschung, Verwirrung und Ungläubigkeit begegeneten mir heute immer wieder. Einige Jugendliche hatten den Mut mich auf Englisch anzusprechen. Sie stammten aus Russland und vermutlich einige  aus verschiedenen englischsprachigen Ländern und waren interessiert zu erfahren, ob mein Bart echt sei und wie es dazu kommt. Die eine erzählte mir, dass ihre Mutter sich die Haare um die Lippe hat lasern lassen und meinte ich könne das doch auch tun. Der Junge hatte überraschend viel Toleranz für meinen Bart. ZUG SeeSeiner Meinung nach geht es um die Persönlichkeit bei einem Menschen und nicht um das Aussehen. Zuger Kirschtorte Ob ich einen Mann hätte, wollten sie auch wissen….Eine nette Begegnung an dem Tag neben den vielen Blicken, die doch auch anstrengten. Zuger Kirschtorte im FensterManchmal war das Kind, das neben mir ging genervter von den Blicken als ich ……Doch es hat seine eigene Strategie entwickelt damit umzugehen und wenn jemand mich zu sehr anstarrt, dann sagt es zu demjenigen: „Nein das ist kein Alien!“ oder macht sonst eine Bemerkung und ist da nicht scheu….Dann sind mir manchmal seine Bemerkungen zu den Passanten unangenehm….Blumenladen Zug SchweizZUG SchweizEsskastanien im Blumenladen in ZugHerbstliches im Blumenladen in Zug

Verhältnis zum Bart nach mehr als 400 Tagen

Vor einigen Tagen kürzte ich den Bart, da ich es schöner und praktischer finde.

Würde der Bart schneller wachsen und könnte ich ordentliche lange Zöpfe machen, dann wäre er vielleicht auch länger.

Mir ist aufgefallen, dass nun nach etwas mehr als 400 Tagen ein Punkt gekommen ist, wo der Bart nicht mehr wichtig ist. Die ersten 365 Tage war es mir sehr wichtig den Bart nicht zu schneiden, oder wegen irgendetwas abzunehmen.

Den Bart abzunehmen nur um etwas zu bekommen, wie eine Beziehung, Freunde oder einen Job finde ich immer noch nicht richtig. Jedoch mag ich die Abwechslung und die Veränderung und es könnte sein, dass ich irgendwann Lust bekomme mal wieder einige Zeit ohne Bart zu sein. So wie die Männer ihre Bärte mal rasiere, kürzen oder wachsen lassen, ebenso will ich es auch halten.

In dem einen Jahr war es für mich sehr wichtig den Bart konsequent „sein zu lassen“.

Ich habe mich und meine Umwelt damit erlebt, meine Erfahrungen gemacht und nun passiert nicht wirklich etwas Neues. Das, was ich dabei erfahren konnte und sollte, habe ich erfahren und das ist gut. Jetzt ist es möglich, ohne Verlust an Erkenntnis, oder Erfahrung, auch mal ohne den Bart zu sein.

415. Tag Schaffhausen

Von Schaffhausen sah ich bisher wenig. Heute machten wir bis 15 Uhr Schulunterricht und danach waren wir in der Innenstadt vor dem Theater und in den Straßenzügen drumherum. Und morgen geht es weiter nach Zug. Also kein Rheinfall und keine Burg……gesehen…

Mittags war ich mit dem Kind im Park und eine Schulgruppe der Internationalen Schule von Schaffhausen war auch dort. SchaffhausenDie Kinder spielten gut zusammen und bauten am Wasserspielplatz einen Damm und hatten ihren Spaß dabei. schaffhausen Die Kinder reagierten nur mit Blicken auf mich, doch sehr verhalten und unauffällig.

SchaffhausenSpäter am Nachmittag gab es innerhalb von wenigen Minuten zwei Begegnungen, die sehr gegensätzlich waren.

Die erste begab sich, als ich in einem Kaufhaus auf die Toilette ging. Zwei Damen die schon dabei waren zu gehen und an den Waschbecken standen bemerkten mich. Nachdem ich die Tür der Toilette hinter mir geschlossen hatte, regten sich die Beiden darüber auf, auf Schweitzer Deutsch, wie ein Mann auf die Damentoilette gehen kann. Soviel ich verstand wollten sie warten, dass ich raus kam, um mir die Meinung zu sagen. Die eine sagte allerdings so etwas wie ihr wäre es egal….doch da bin ich mir nicht sicher, da ich ja nicht alles verstand. Es dauerte etwas länger, bis ich wieder herauskam, da ich noch etwas in meiner Tasche suchte, das ich eben gekauft hatte. Die Beiden warteten immer noch und wunderten sich was ich so lange in der Toilette mache…..SchaffhausenAls ich dann hinaus kam und ans Waschbecken ging, und sie vermutlich meine Brüste sahen und nun von dem Gedanken, dass ich ein Mann sein könnte ablassen mussten, hörte ich nichts mehr. Beide sprachen über etwas Belangloses und verliessen den Raum. Kurz nach ihnen verließ ich die Damentoilette und sah wie sie sich aufgebracht über mich mit einem Verkäufer unterhielten.

Diesen befragte ich, als die Damen weg waren und er meinte dazu, dass es doch verständlich sei, dass sich die beiden Damen gewundert hätten, denn so etwas wäre nicht alltäglich. Da hat er wohl recht. Die beiden Damen hatten vermutlich nichts im TV über mich gesehen, wie manch Andere, die sich nun nicht mehr wundern, wenn sie mich sehen.

Schaffhausen Nachdem ich das Kaufhaus verlassen hatte, ging ich zum Theatervorplatz und wartete auf das Kind, das ich jetzt wieder übernehmen sollte. Da kam eine Frau strahlend auf mich zu. Sie begrüßte mich freudig und verkündete mich im TV gesehen zu haben und war begeistert davon, dass ich den Bart stehen lasse und nicht rasiere. Sie war verwundert mich in Schaffhausen zu sehen, dachte nicht dass ich hier wohne. Ich erklärte warum ich hier war. Dann wollte sie wissen, ob ich damit weiter machen würde und sagte sie sei dafür. Schöne Begegnung und wohltuend insbesondere nach der schwierigen Zeit in Dresden tut es gut unterstützende Worte zu hören.

Abschließend noch einige Fotos vom Essen im Theaterrestaurant in Schaffhausen…Essen am Theater in SchaffhausenCocoseis an Schokokuchen mit Johannisbeersauce..

413. Tag Pontresina

Fahrt nach Pontressina im ZugHeute geht es weiter von Biel nach Pontresina. Ich freue mich darauf. Es liegt hoch oben in den Bergen….mehr später…

Pontressina 22.09.09Fast fünf Stunden Zugfahrt mit drei mal schnellem Pontressina Ursus und Nadeschkin Umsteigen, da jedesmal nur 3-7 Minuten Zeit war…am schlimmsten in Zürich, wo man erst mal in den Sackbahnhof gehen muss und es keine unterirdischen Verbindungen von Gleis zu Gleis gibt.Pontressina Fahrt nach Pontressina

Auf der Fahrt von Biel nach Pontresina fuhren wir an wundervollen Landschaften vorbei. Die Luft in Pontresina ist klar und rein. Sehr schön hier oben. Nach Pontressina Pontressina Auch das Hotel Allegra ist super mit Zugang zum Schwimmbad von Pontresina. Als ich dort mit Badeanzug und Bart hinein kam, gab es bei den Jugendlichen wie so oft Gelächter und bei den Erwachsenen verwunderte Blicke. Eine Super Wasserrutsche gibt es dort!Pontressina

Die Vorstellung von Ursus und Nadeschkin, in Pontresina für heute abend, ist ausverkauft.

Leider geht es morgen schon weiter nach Schaffhausen. Ich bin gerade ziemlich müde, die letzten Nächte habe ich nicht gut geschlafen. Das Hotel in Biel hat im 1. Stock die Raucher untergebracht und der Qualm zieht außen hoch zu den Zimmer, die darüber liegen. Für mich war das ziemlich unangenehm, denn sobald man das Fenster öffnete roch es wie aus einer Kneipe!

Begegnungen in Biel

Biel Auf einem Spielplatz einer Schule heute sahen mich die Kinder erstaunt an. Auf französisch sprachen sie mich an und wollten wissen wieso ich einen Bart habe und warum ich nicht rasiere. Und das sie in der Schule lernen würden, dass es keine Frauen mit Bart gäbe. Selbst als ich erklärte es gäbe einige Frauen mit Bart, kam die Antwort das ist nicht normal und in der Schule lernen wir was anderes.Biel

Das ist es eben. Die Schulbücher sagen nicht immer die Wahrheit. Oder aber mich gibt es gar nicht. Und normal ist das alles auch nicht. Dennoch nach den Befragungen waren die Kinder doch neugierig und spielten eine Weile mit bei einem Ballspiel ..