438. Tag Grenzen

„Mein Raum – Meine Grenzen“. Das war heute Thema eines Workshops mit Renate Fischer in Dannenberg, im Infopunkt Gesund im Wendland. Ein Thema mit viel Tiefgang, wenn man sich darauf einlässt und damit beschäftigt. Der Workshop gab Einblick in die eigene Welt der Grenzen. Kann ich Nein sagen? Kann ich Ja sagen? Wie sind meine Eltern mit ihren Grenzen umgegangen. Wie gehe ich mit meinen Grenzen um? Wie sehr schränke ich meinen Raum ein und unterwerfe mich den unausgesprochenen oder ausgesprochenen Erwartungen der Anderen? – Mit einigen dieser Fragen und anderen beschäftigten wir uns in dem Workshop.

Wir arbeiteten unter anderem mit Diaden/Dyaden. Einer Technik, die bewußte und achtsame Kommunikation schult und übt und zu tiefen Einblicken und Erkenntnissen führt. Mehr unter den beiden Links zur Diade.

Den Workshop bei Renate Fischer kann ich empfehlen. Er war gut aufgebaut, klar strukturiert und ich fühlte mich dort gut aufgehoben. Und ich nahm einiges mit woran ich weiter arbeiten werde.

Der Bart hat auch mit meinen Grenzen zu tun. Mir den Bart wachsen zu lassen ist eine Abgrenzung gegen das Diktat einer Gesellschaft, die Menschen in Mann und Frau einteilt und bestimmte Vorstellungen darüber hat, wie Mann und Frau zu sein haban. Wir leben zwar in einer sehr freien Gesellschaft, in der jeder frei ist sich auszudrücken auf seine individuelle Weise. Doch wenn es darum geht Arbeit zu finden, dann spielt das Aussehen doch eine große Rolle. So frei im Denken sind dann wenige Arbeitgeber, eine Frau mit Bart, einen Mann im Rock oder andere Menschen, die auf eine Weise ungewohnt sind, zu beschäftigen.

3 thoughts on “438. Tag Grenzen

  1. Der Workshop hört sich sehr interessant an.
    Das Leben ist ja generell ein einziger Workshop zur Grenzerfahrung. In allen Bereichen.
    Ständig steckt man neue Grenzen ab, öffnet alte und erfährt neue Grenzen.
    Wo fang ich an, wo höre ich auf?
    Bis wohin und nicht weiter?
    Wie weit kann ich gehen?
    Wie weit können andere gehen?
    Was empfinde ich als grenzwertig?
    Wieviel Öffnung tut noch gut?
    Bin ich für alles offen? (Oder nicht ganz dicht*ggg*)

    Ich glaube, egal um welches Thema es sich handelt, man ist niemals fertig mit Grenzerfahrungen. Jede neue Situation erfordert Grenzsetzungen.
    Leider lassen sich nur wenige Menschen bewusst darauf ein..

    Lieben Gruß,
    Stephanie🙂

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  2. Ja das stimmt. Man bleibt ja nicht stehen – entwickelt sich immer weiter. Ich hätte nicht gedacht, dass es so interessant wird. Wenn man sich damit richtig auseinandersetzt, was alles da dran hängt und ich habe das Gefühl noch damit am Anfang zu stehen. Und dann auch die andere Seite, die Sehnsucht zu verschmelzen keine Grenzen zu haben….oder setzen zu müssen….

    Lieben Gruß
    Mariam

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  3. Ja das kenne ich gut…diese Sehnsucht nach “ es müsste nicht sein“. Doch wenn man das Prinzip verstanden und jahrelang verinnerlicht hat, merkt man, es geht einfach nicht anders…es KANN gar nicht anders gehen, sonst würde jeglicher Fortschritt auf der Strecke bleiben. Persönlich wie global.
    Es ist öfters mal hart.Manchmal tut es richtig weh. Es ist fast immer anstrengend. Selten steht man drüber.Oft ist es „auf den eigenen Mist gewachsen“ und macht stolz. Und dann gibt es ein paar Momente wo man froh und zufrieden ist, dass man das beherrscht und es steuern kann und sich anschliessend fallen lassen kann. Zu-Frieden ist.
    Leben in bewusster Grenzerfahrung…nun ja-Leben halt, oder? *lieblächel*
    Jeder Jahreszeitenwechsel ist eine Grenzerfahrung, jedes Jahr auf`s Neue. Du kannst Dich vorbereiten, weil Du aus der Vergangenheit weisst, es wird im Winter kalt werden. Manchmal ahnst Du trotz Jahren der Erfahrung aber nicht, WIE kalt es tatsächlich werden KANN.
    Dann wiederum bereitest Du Dich auf einen lauen warmen Sommer vor, weil Du ja nun weisst das der Sommer warm ist und bist überrascht, wenn er Dich verbrennt…
    Leben halt. 🙂
    Veränderung ist die einzige Konstante in all dieser versuchten Grenz-Wissenschaft.
    Offensichtlich!

    Herzlichste Grüße,

    Stephanie🙂

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