Wie ist es einen Bart zu haben?

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599. Tag

Am Donnerstag war ich nochmals beim Arzt, der sich das MRT anschaute. Etwas Bedrohliches wie eine Blutung oder Schwellung war darauf nicht zu erkennen. Kopfweh und ein seltsames Gefühl waren dennoch meine ständigen Begleiter in den letzten Tagen. Es braucht einfach seine Zeit bis es geheilt ist. Es kann bis zu 6 Wochen dauern, mit Symptomen wie Kopfweh und Schwindel, meinte der Hausarzt.

Heute sind alle, die hier wohnen, dabei den Garten wieder fit zu machen. Blätter werden zusammengerechen und die Schlaglöcher im Weg ausgegleichen. Eine Stunde hatte ich auch gerecht, dann musste ich erstmal wieder Pause machen. An den Zweigen der Büsche zeigt sich das erste grün, und das Gras schießt förmlich aus dem Boden. Jetzt geht alles richtig schnell. Der Nachbar hat seinen riesigen Reisighaufen angezündet und die orangeroten Flammen loderten meterhoch gen Himmel.

Im Haus bin ich jetzt auch dabei zu sortieren und Frühjahrsputz zu machen. In einem Monat geht es wieder woanders hin, und dafür ist es gut schon jetzt anzufangen und zu sortieren.

Mehr kann ich leider nicht erzählen….Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

594. Tag

War heute in Hamburg und bekam eine MRT gemacht.  Für ein MRT wird man in  eine Röhre geschoben. Das war nicht unangenehm, hatte eh die Augen zu. Weil es laut ist, bekommt man Kopfhörer auf. Die lauten Geräusche klangen wie Töne in verschiedenen Höhen. Irgendwie interessant, fast wie Musik, fand ich. Doch das empfindet jeder wieder anders.  Das Ergebnis werde ich erst Ende der Woche  bekommen. Wenn ich darüber nachdenke: der Hausarzt schreibt eine Überweisung an den Chirurgen. Dieser dann zum MRT. Wenn man Pech hat dauert es mindestens eine oder zwei Wochen bis man einen Termin beim Chirurgen bekommt. Dann von dort nochmals zwei Wochen bis man einen MRT Termin bekommt und dann nochmal eine halbe Woche, bis man das Ergebnis bekommt. Also wenn man da wirklich was Ernstes hat, könnte man vorher gestorben sein…..und wenn nicht, dann ist es sozusagen überflüssig, denn nach einem Monat wird man vermutlich wieder gesund sein! –

Sonst kann ich nicht viel berichten. Ich schrieb über das Wochenende trotz Kopfweh. Nur den ganzen Tag und die Nacht still liegen fällt mir schwer….und kochen, heizen (mit Holz), wäsche Waschen (mit der Hand!) mache ich ja auch….Es war schon richtig frühlingshaft und die Kinder und Erwachsenen aus der Nachbarschaft sassen auf der Wiese und spielten. Zu meiner Überraschung liegen an einigen Stellen noch immer Schneehaufen. Wie die bei fast 17 Grad immer noch da liegen können ist mir ein Rätsel.

Heute begegnete ich ziemlich vielen Menschen, selten hatte ich das Gefühl angestarrt zu werden, doch auch das gab es. Die nächsten Tage werde ich mich wieder mit Lebenslauf schreiben und der Suche nach einem Job und einer neuen Wohnung beschäftigen. Wenn ich zurück denke an letztes Jahr, dann war die Zeit in Portugal aufregender, als jetzt hier in Deutschland…..nun ja, alles zu seiner Zeit…jetzt ist wohl gerade die Ruhe vor dem Sturm angesagt……..

Nachdem ich in Hamburg das Plakat von Evelyn Evelyn gesehen hatte, googelte ich und fand folgendes Video auf Youtube. Gute Laune Musik. Eine Bartfrau kommt darin auch vor!

590. Tag

Die Landschaft, wieder ohne Schnee, wirkt gerade sehr farblos. Wüstenartig. Das Gezwitscher der Vögel deutet auf den nahenden Frühling hin und wenn man genauer hinsieht, so ist die Natur kurz vor dem Explodieren. Die Knospen an den Zweigen sind vorbereitet sich zu öffnen, die ersten Krokusse sind im Garten am Blühen…es kann nicht mehr lange dauern.

Mein Kopfweh und schwindelartiges Gefühl der letzten Tage liesen mich heute nochmals den Hausarzt aufsuchen. Dieser meinte nicht dass eine Aufnahme meines Kopfes mit MRT oder CT nötig sei. Dennoch überwies er mich an einen Chirurgen, der dies seiner Meinung nach besser entscheiden könnte. Sämtliche Chirurgen, die  ich anrief hatten erst in einer Woche einen Termin frei! Schließlich fand ich dann doch noch einen, der für Morgen einen Termin hatte. Jetzt liege ich wieder flach und muss auch gleich wieder aufhören mit schreiben…

589. Tag

Heute früh war ich nach Lauenburg gefahren um eine Aufführung eines Puppentheaters anzuschauen.

Es war ein Stück des Allerhand Theaters von Cornelia Unrauh. Das Stück hieß Prinzessin Isabella.

Die Puppen und das Spiel haben mir sehr gut gefallen. Als ich die Webseite des Allerhand Theaters studierte fand ich die Puppen und die Ausstattung der Bühnenbilder sehr ansprechend. In einem Monat wird in Boizenburg ein anderes Stück dieses Theaters aufgeführt mit Namen: Verflixter Ratz. Darauf freue ich mich schon jetzt.

Ich hatte noch ein angenehmes und interessantes Gespräch mit Cornelia Unrauh über den Beruf der Puppenspielerin, das mir sehr weiter geholfen hat.

Auf der Rückfahrt merkte ich, dass ich mich mit dem Ausflug übernommen hatte und musste mich zu Hause erst mal hinlegen. Werde morgen doch nochmal zum Arzt gehen. Ich hatte schon mal eine Gehirnerschütterung, doch so seltsam hatte ich mich da nicht gefühlt.

588. Tag

Wieder ein Tag in Lüneburg bei der Massnahme. Mein Kopf ist immer noch nicht so ganz in Ordnung. Leichte Übelkeit, Schwindel und Kopfweh, als ich am Nachmittag zurück fuhr. Überlege ob ich mich nochmals krank schreiben zu lassen….

Zu der Massnahme gehört es auch Gespräche mit Menschen zu führen, die auf Gebieten arbeiten, die einen interessieren. Die Idee stammt aus dem LWP. Morgen werde ich zu einer Puppentheateraufführung gehen und die Puppenspielerin zu ihrer Arbeit interviewen. Die Idee ist durch die Interviews genauer heraus zu finden, wo man gerne arbeiten möchte und potentielle Arbeitgeber zu finden. Also im persönlichen Kontakt, statt nur anonym über den üblichen Weg.

Die Temperaturen werden angenehmer, der Schnee ist weg und endlich kann man wieder die Erde und das Gras sehen. Meine Lust etwas zu unternehmen und raus zu gehen wächst. Für mich waren diese Wintermonate mit viel Schnee schon ziemlich hart. Irgendwie lähmend, immer mit Behinderungen, mal zu kalt, mal zu glatt, schwer hier ohne Auto weg zu kommen…jetzt kann ich mir immer mal ein Auto leihen und freue mich sehr auf die Sonne und den Frühling!

Hab mal wieder eine Pop-Up Karte gebastelt für Ostern…

587. Tag

Ein Tag in der großen Stadt.

Lange hatte ich überlegt, ob ich heute nach Berlin fahren sollte, da ich ja noch die Nachwirkungen meiner Gehirnerschütterung spürte. Doch es gab einige wichtige Termine in Berlin, so dass ich doch fuhr.

Mit dem Zug von Salzwedel ist man in nur eineinhalb Stunden in Berlin. So war ich schon am Vormittag dort und neben den Terminen konnte ich auch noch eine Freundin treffen. Es tat gut sie wieder zu sehen. Und es tat so gut wieder in Berlin zu sein!!

Am frühen Abend fuhr ich wieder zurück und es fühlte sich seltsam an wieder zu Hause zu sein. So unwirklich war das: Tagsüber in Berlin gewesen zu sein und am Abend schon wieder im eigenen Bett zu liegen.

Es ist schon seltsam mit mir. Also auf der einen Seite wollte ich weg aufs Land. Dann bin ich auf dem Land, habe dort auch noch meine Traumwohnung, für mich alleine, ungestört mit Holzboden und schönem Lehmofen, alles so wie ich es wollte, und dann fehlt mir das LEBEN – die Inspiration der Großstadt – die vielen verschiedenen Gesichter, die Läden mit ihrem vielfältigen Angebot, die Fahrt durch die Stadt – diese Vielfalt und die unterschiedlichen Atmosphären.

Für eine Zeit ist die Stadt Berlin interessant und inspirierend. Und dann wieder der Ruf nach Rückzug und Natur.

Der Luxus an beiden Orten Wohnungen zu haben wäre vermutlich eine Lösung. Hätte ich die finanziellen Mittel, dann wäre dies meine Wahl. Ein alter Bauernhof irgendwo in einer schönen Landschaft im Norden Deutschlands oder sonst wo in der Natur und eine kleine Wohnung in Berlin.

Ende Mai läuft der Mietvertrag hier aus und wieder habe ich die freie Wahl zu gehen wohin ich will. Einerseits ein wunderbarer Luxus. Nicht jeder hat diese Freiheit. Zu spüren was steht gerade an. Was brauche ich. Was tut mir gut.

Mit der Natur hier hatte ich mich vielleicht vertan. Also dieser Winter hat mich auf dem Land eher ausgebremst und lahm gelegt. Vielleicht brauchte ich auch diese Ruhe und werde im Nachhinein sagen das war genau richtig.

Auf lange Sicht gesehen war es gut mich auszuruhen. Nach zwei Jahren immer wieder unterwegs – immer mit anderen Menschen gewohnt und ständig wieder neu einstellen – auch anstrengend. Gut mal nur für mich zu sein und mich zu erholen. Und dann wieder die Sehnsucht mehr unter Menschen zu sein.

Das Gleichgewicht zu finden zwischen Nähe und Distanz, Rückzug und Geselligkeit.

Dies immer wieder neu auszuloten.

Beard Club

In Amerika ist ein Dokumentarfilm in Vorbereitung mit dem Titel BEARD CLUB. Auch Jennifer Miller kommt darin vor und viele Männer mit Bart.

Hier der Trailer und der LINK zur Webseite.

583. Tag

Ich mag Satsangs mit den unterschiedlichsten Lehrern, wie Eckhart Tolle, Byron Katie und anderen. Während ich diese Woche noch krank geschrieben bin und versuche mich möglichst ruhig zu verhalten höre ich abends gerne auf jetzt TV Satsangs. Einer der Satsang Lehrer ist Samarpan, den es diese Woche abends ab 20 Uhr live im Internet zu sehen und zu hören gibt.

581. Tag

Gestern war ich wieder in Lüneburg bei der Massnahme. Doch zu früh nach meinem kleinen Unfall. Schon als ich in Lüneburg ankam war mir übel und schwindelig und ich bekam Kopfschmerzen. Nach ein paar Stunden fuhr ich dann wieder nach Hause und legte mich ins Bett. 13 Stunden geschlafen, das war wohl nötig. Heute werde ich nochmals den Arzt konsultieren. Vermutlich muss ich einfach mal die ganze Woche liegen…..denn sobald ich mal am PC schreibe gehts mir nach kurzer Zeit schlecht.

Ein nettes Angebot für einen Job kam aus Californien, wo es eine Freakshow gibt und man mir anbat, wenn ich mal dort wäre, könnte ich reinschauen und sie hätten einen Job für mich!

Draußen zwitschern die Vögel und der Schnee leuchtet in der Sonne….und ich werd jetzt mal zum Arzt fahren…

Der hat mich wieder für den Rest der Woche krank geschrieben und sagte mir, dass es bis zu 6 Wochen dauern kann, bis so eine Gehirnerschütterung ausgeheilt ist.

578. Tag

Na das war wohl etwas voreilig meine Freude über die schneefreie Landschaft…..der Schnee kam innerhalb von wenigen Stunden über Nacht wieder und ist jetzt 20 cm hoch! Unglaublich! – Dennoch schönes sonniges Wetter, blauer Himmel – man darf gespannt sein, wie sich das noch so weiterentwickelt in diesem März…..

Meine Nachbarn wollten eigentlich morgen Apfelbäume einpflanzen, ich glaube das wird wohl nichts werden…

Die Fotos machte ich heute aus dem Bus mit dem ich vom Einkaufen im nächst größeren Ort zurückkam.

Die Band Madsen, aus dem Wendland hat folgenden Song geschrieben: Du bist wie Du bist….für alle, die sich nicht verstellen wollen und einfach sie selbst sind…..

577. Tag

Seit ich wieder zurück bin liegt kaum noch Schnee. Der Himmel war wunderschön blau und die Sonne schien die letzten Tage. Ich war krank geschrieben, weil ich mir eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen hatte.

Bin gestürzt und hab mir die Nase angeschlagen, die war schön dick und nun hat sich mein Gesicht um die Augen herum blau verfärbt. Kann nicht so lange wie sonst lesen oder am PC sitzen, da bekomme ich Kopfweh und mir wird leicht seltsam und schwindelig. Arnika genommen und noch andere homöopathische Mittel…..

Die Nachbarskinder kamen heute für eine Stunde zum basteln und wir machten Blumen aus Krepppapier….hat Spaß gemacht und ich merkte dennoch wie wenig ich gerade belastbar bin.

Durch das Training einen Bart zu tragen, vergesse ich jetzt sogar wie blau und seltsam mein Gesicht aussieht. Und ich mache die gleiche Erfahrung, dass es niemanden stört, die Kinder darüber hinweg sehen und trotzdem mit mir basteln.

Ich denke darüber nach, wie es wäre mit einem seltsamen Gesicht an der Kasse zu sitzen. Wenn die Kassiererin freundlich ist, dann ist das viel mehr wert, als ein noch so gutes Aussehen.