Inder lebte 70 Jahre ohne Wasser und Nahrung

Heute erschien dieses Video über einen Inder, der seit 70 Jahren ohne Wasser und Nahrung lebt. Ich weiß es klingt unglaublich für einige Menschen, doch ich kann mir vorstellen, dass es möglich ist….es gibt so viele Dinge, die wir für unmöglich halten und dann wird es eines Tages widerlegt. Man fand Menschen nach Erdbeben unter Trümmern begraben die nach Erkenntniss der Wissenschaft nach so vielen Tagen ohne Wasser und Nahrung nicht hätten überleben können. Und ich traf Menschen, die sich mit Lichtnahrung beschäftigten und dies für einige Zeit gelebt haben. Es ist eine Frage des Bewußtseins.

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629. Tag Zurück in die Kindheit – Virtuelles Puppenhausmuseum

Ich liebe Spielzeug – immer noch. Alles was bunt ist. Ich liebe Farben. Und Spielzeugläden besuche ich immer noch gerne. Im Internet entdeckte ich ein virtuelles Puppenhausmuseum. Diese Seite entführt einen in die Zeit der Kindheit der 50er bis 70er Jahre. Ich liebe diese Zeitreisen. Interessant, wie das Design sich veränderte und die Dinge mit denen gespielt wurde.

Eine andere Seite, die mich in die die Filmwelt meiner Kindheit entführt sind diese hier TV-Kult und Fernsehserien.de und tv-nostalgie.

627. Tag Hitzacker

In den letzten Tagen war ich in Hitzacker um mich mit Freunden zu treffen. Hier einige Bilder. Metallarbeiten von Olaf Gramkow und gesammelte Gießkannen am Ausstellungshaus einem Restaurant mit wechselnden Ausstellungen von Kunsthandwerkern und Künstlern. Essen und Kunst in einem Haus.

Überall Blumen und Blüten und es wird endlich grün! Hitzackers Altstadt liegt auf einer Insel umgeben vom Wasser und ist sehr sehenswert. An der Brücke wo es zur Insel geht liegt Hiddos Arche ein schwimmendes Cafe.
Auf der Insel entdeckte ich ein Cafe das zum Verkauf steht.



Von Hitzacker aus kann man mit der Fähre rüber auf die andere Seite der Elbe fahren nach Herrenhof. Das Foto zeigt den Ablegeplatz der Fähre bei leichtem Hochwasser.
Hitzacker ist bekannt für seine Zwerge und Meyers Gärnterei hat einen kleinen Zwergengarten genannt Hitzackeraner Kräutergarten im Verkauf hier auf dem Foto.
Und zum Schluss nochmals ein schönes Schild für Hunde! Nun sieht es aus, als ob es erlaubt wäre dass die Hunde diesen Ort als Toilette nutzen, doch beim genauen hinschauen erkennt man dass das Schild ehemals einen Strich durch die Zeichnung hatte und wohl ein Verbotsschild war der ausgeblichen ist.

626. Tag

Bald findet im Wendland wieder die Kulturelle Landpartie statt. Gleichzeitig auch die Mützingenta, die ebenfalls sehr sehenswert ist. Es werden von Himmelfahrt bis Pfingsten (13.05.- 24.05.2010) viele Veranstaltungen künstlerischer Art im Wendland statt finden…

Als ich mich gerade darüber informierte stieß ich auf eine Kunstnomadin mit Namen Kathrin Milan. Sie hat keinen festen Wohnsitz und zieht als Nomadin durch die Welt und bringt den Menschen ihre Kunst näher. Es erinnert mich an meine Idee ohne festen Wohnsitz im Wohnmobil zu wohnen und Theatervorstellungen und Kreatives für Kinder und Erwachsene anzubieten. Es ist schön zu lesen, dass es einige Menschen gibt, die diese Lebensform für sich erwählt haben. Während der Kulturellen Landpartie und auf der Mützingenta: am 19.05. um 17h (das Programm der Mützingenta war eben noch nicht online) wird Kathrin Milan an verschiedenen Orten Station machen und es wird die Gelegenheit geben mit ihr zu sprechen und dabei zu lauschen, wenn sie von ihrem Leben erzählt oder sich Jana Korb oder Gwendolin Altenhöfer über das Nomadenleben unterhält.

Weitere Orte und Termine wo man die Kunstnomadin treffen kann sind: in Weitsche,  Süthen und Neu Tramm.

Eckhart Tolle – Sind Gedanken der Ursprung des EGO?

Ein wunderschönes neues Video von Eckhart Tolle in welchem er über den Zusammenhang von Gedanken und Ego spricht. Auf Englisch:

ÜBERSETZUNG ins DEUTSCHE:

Frage: Sind Gedanken der Ursprung des EGO?

Antwort von Eckhart Tolle:

Es gibt kein Ego außer den Gedanken. Die Identifikation mit den Gedanken ist das Ego.

Gedanken, die durch dein Bewußtsein gehen sind verbunden mit dem kollektiven Bewußtsein der Kultur in der Du lebst und mit der ganzen Menschheit. Sie sind nicht Deine Gedanken als solche, aber Du nimmst die meisten Gedanken aus dem kollektiven Bewußtsein auf. Dann identifizierst Du Dich mit den Gedanken und die Identifikation mit dem Denken wird zum Ego!

Was bedeutet, das Du einfach jeden Gedanken der auftaucht glaubst und Dich selbst darüber definierst was Dein Verstand Dir erzählt wer Du bist.

Meinungen Gesichtspunkte von das bin ich. Einige Menschen sprechen mit sich selbst: Du bist….OH Du bist ja so gut!…Warum erkennt die Welt das nicht!…Oder der Verstand sagt: Du bist nicht gut!…Das Gleiche. Du bist nicht gut darin und Du wirst es nie sein, du versagst in allem, stimmts? Und dann glaubst Du daran und dann hast Du plötzlich eine niedrige Meinung von Dir selbst. Warum hast Du eine niedrige Meinung von Dir selbst, weil Du Deine Gedanken geglaubt hast! Und warum denkst Du diese Gedanken? Vielleicht hast Du sie in Deiner Kindheit aufgegriffen, vielleicht war Deine Mutter so gestresst, dass sie zu Dir sagte: Du bist zu nichts nutze! (Du taugst nichts)- So greifst Du bestimmte Gedanken auf und sie bleiben in Deinem Kopf hängen. Gedanken, die Du in Deiner Kindheit hörst sind Energieformen, wie kleine Wesen, die in Deinen Kopf gelangen und sich weigern zu gehen. Und je mehr Du an sie glaubst, desto tiefer graben sie sich in Deinen Kopf (MIND) ein. Und so sind einige Menschen mit sehr feinseeligen Wesen behaftet – ich sage Wesen, nicht im Sinne von Gespenstern, doch jeder Gedanke ist eine Energieform,und als solche können wir es ein Wesen (ein Gebilde) nennen. Und es gibt viele Menschen auf dieser Welt, die mit bösartigen, lebensverneinenden und permanent kritischen und angreifenden Wesen (Gedankenformen) behaftet sind, die sie in ihrem Kopf herumtragen und sie denken, das ist es wer sie sind. Und sie greifen sich selbst permanent an! Und wenn sie nicht sich selbst angreifen, dann greifen sie die anderen die um sie herum sind an!

„Lass mich Dir sagen wer Du bist….“ doch was sie eigentlich sagen ist: „Lass mich Dir sagen wer ich bin…“ sie projezieren…sie kennen vielleicht die berühmte Aussage: „Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, sondern wir sehen sie so wie wir sind.“ Was besagt, Du blickst auf die Realität durch den Filter (Schleier) Deines Denkens und durch die Bewertung, die durch Deine Vergangenheit geprägt wurde! Eine entsetzliche Gegenwart in der zu leben.Es ist schlimmer als mit Scheuklappen – es ist als ob man auf die Realität schaut mit schweren Schleiern…“oh…es ist so dunkel hier…“ (lachen) ….ist das eine menschliche Gestalt oder ….die Identifikation mit dem Denken und an deine  Gedanken zu glauben – und keinen Raum zu haben außerhalb der Gedankenbewegung – kein Raum im Denken zu haben..das ist die unbewusste Konditionierung, spirituell komplett unbewußt..und dann bist du belastet mit einem schweren Ego..du bist das Ego welches nicht eine von den Gedanken abgetrennte Wesenheit ist. Es ist Gedanken mit denen Du dich identifiziert hast. Und der erste Moment von Freiheit kommt, wenn du realisierst, dass gewisse Gedanken vielleicht schon seit Jahren durch deinen Kopf gehen….und das sie NUR Gedanken sind. Und dann bist du nicht der Gedanke, du bist das Bewußtsein! (4:47)

In meinem Fall war es so: ich wurde mir bewußt, dass ich zum Beispiel einen Gedanken hatte, der schon in der Kindheit begonnen hatte, einer von vielen negativen Gedanken, die ich hatte: Immer passieren mir schlimme Dinge!  Schlimme Dinge passieren immer mir. Und ich sah Leute und dachte ok , die haben all die schönen Dinge und immer würden mir schlechte Dinge passieren. Und sicherlich, deine Wahrnehmung wird selektiv, wenn du einen Gedanken wie diesen hast, du bemerkst viel mehr…denn in jedermanns Leben, im täglichen Leben gehen Dinge schief….wie du verpasst den Bus, du bleibst im Stau stecken oder du verlierst Geld, das ist normal….aber wenn du einen Gedanken hast wie: mir passieren immer schlechte Dinge, dann bist du extrem aufmerksam für diese Dinge und sie bestätigen dir dass der Gedanke richtig ist! Und das ist die selektive Wahrnehmung der Realität, durch den Filter der Wahrnehmung. Die Realität wird dir bestätigen…nicht nur das…..dieser Gedanke, oder irgendein Gedanke dieser Art wird schlechte Dinge anziehen! Negative Dinge. Oder wenn du glaubst dass Menschen grundsätzlich schlecht sind, und es ist eine tiefe Überzeugung und du bist dir nicht bewußt, dass es nur ein Gedanke ist in deinem Kopf oder eine Überzeugung, dann sortierst du nicht nur aus wo du unmoralisches oder schlechtes Verhalten in anderen wahrnimmst und beobachtest, …ah da ist es…. sondern du machst es viel wahrscheinlicher solche Menschen zu treffen, die dieses Verhalten manifestieren, denn du ziehst sie an.

Und deshalb …es ist einfach unglaublich wie Menschen ihre Welt dadurch kreiern…Freiheit kommt wenn man heraustritt und ein wenig Raum in sich schafft – Präsenz (Gegenwärtigkeit)…und von da aus realisierst du gewisse Gedanken als sich wiederholend und nur als Gedanken…..“schlechte Dinge passieren immer mir“…….ah da ist er wieder….ich dachte das schon zuvor……Frei von Ego zu werden bedeutet frei von Gedanken zu werden, frei von der Identifikation mit Gedanken zu werden …(7:34)

Die vollständige Übersetzung folgt noch…

N.O.Body von Pauline Boudry und Renate Lorenz

Pauline Boudry und  Renate Lorenz sind zwei Künstlerinnen, die im Jahre 2008 eine Installation mit einem 15 minütigen Film ausstellten, die die Bärtige Frau zum Thema hatte.

ZITAT:

„Pauline Boudry / Renate Lorenz
Installation mit Film (16 mm. /DVD 15 min) und  47 Photographien, 2008

Digi Zeigt Dia

Der Film und die Installation ‚N.O. Body’ enstanden aus einer Recherche zur Arbeit Magnus Hirschfelds, der so genannten ‚Zwischenstufentheorie’. 1930 stellte er seiner Veröffentlichung zur Geschlechtskunde ein weiteres, dickeres Buch, zur Seite: ‚Geschlechtskunde, Bilderteil‘. Dieses Buch zeigt auf über 800 Seiten ausschließlich Photographien und Zeichnungen von Menschen in Drag, von welchen, die in den Kleidern des andern Geschlechts ‚passen’ / durchgehen, von Fetischist_innen und SM-Szenarien, von Uniformliebe, gleichgeschlechtlichen Paaren oder auch von Tieren, die als ‚Zwitter’ bezeichnet wurden. Photographie nahm für ihn einen großen Stellenwert hinsichtlich der Kommunikation seiner Theorien und ihrer Evidenz ein: Hirschfelds wissenschaftliche Vorträge waren gewöhnlich von einer Dia-Präsentation begleitet.

Der Film reinszeniert eine Photographie der ‚bearded lady‘ Annie Jones: Annie Jones lebte in den USA zwischen 1865 und 1902 und war eine der berühmtesten Bartdamen ihrer Zeit. Schon mit neun Monaten war ihr Gesicht mit Haaren bedeckt, sie wurde von Zirkus Barnum unter Vertrag genommen und als ‚Freak’ zunächst in einem Museum präsentiert. Diese Photographie von Annie Jones durchquerte zwei unterschiedliche Kontexte: Sie wanderte von der Freak Show im Zirkus Barnum, wo sie sich gegen Bezahlung als ‚Wunder’ oder als ‚verblüffend’ präsentierte, in das medizinische Theater, wo sie im Buch Hirschfelds als potentieller ‚Patient’ gezeigt wurde. Dieser Wandel vom ‚Wunder’ zur Objektivierung in der Medizin markiert zugleich das Wichtiger-Werden der Moderne und der Aufklärung. Die Photographie bewegte sich vom Freak-Diskurs in den medizinischen Diskurs und trug so die Geschichte einer historischen Veränderung in der Repräsentation und Abwertung von Differenz und der an sie geknüpften Praktiken mit sich.

Was geschieht in der Produktion von Normalität und Devianz, so fragt der Film N.O. Body, wenn das ‚Objekt des Wissens’ sich auch die Position der Wissensproduzent_in aneignet, zu lachen beginnt und die Geschichte der Wissensproduktion noch einmal aufrollt?“

Zu der Installation ist ein Katalog erschienen, der beim Kölnischen Kunstverein erhältlich ist.

Weitere Fotos und Informationen auf der Webseite von Pauline Boudry und Renate Lorenz

WER WAR N.O.Body? Das Pseudonym von Karl M. Baer in Wikipedia steht einiges…

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Rainbowflash am 15. Mai 2010:

RainbowFlash2010

Am 17. Mai 2010 (International Day Against Homophobia) setzen Schwule und Lesben, deren Freunde, Kollegen, Eltern und Geschwister in vielen Städten der Welt ein Zeichen gegen Homophobie – lassen Luftballons in den Himmel steigen.
An diesem Tag vor 20 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel gestrichen.
Nimm Teil am weltweiten Rainbow-Flashmob:
– schreib deine Botschaft gegen Homophobie auf,
– lass sie mit einem Luftballon fliegen,
– nimm es als Foto oder Video auf,
– share your RAINBOWFLASH over the Internet.
Am 17. Mai um 19.00.
Egal, wo du bist.

624. Tag Julia Pastrana

Ein Link führte mich zu einem anderen Blog auf WordPress. Dort fand ich einen Artikel in Englisch  zu Julia Pastrana (1834-1860) , einer Frau mit sehr starker Körperbehaarung, die um 1850 in Amerika als bärtige Frau herumreiste. Der Text ist leider auf Englisch, ich werde ihn demnächst übersetzt ins Deutsche hier reinstellen. Für alle die Englisch gut verstehen hier der Link.

Es gibt ein Buch von Jan Bondeson: „Medical couriosities“ in dem es auch um Julia Pastrana geht. Von Jan Bondeson sind einige Bücher erschienen, in denen er sich den Menschen widmet, die nicht der Norm entsprechen. Ich habe noch kein Buch von ihm gelesen und kann nichts dazu sagen, wie die Bücher sind. Einige Bücher gibt es von ihm auch in Deutsch, jedoch dieses noch nicht.

Ein Link zu Wikipedia zu Julia Pastrana.

621. Tag BARTFRAUEN

Morgen ist der Todestag von Madame Clémentine Delait (Clattaux), einer Frau mit Bart die in  Thaon-les-Vosges in Frankreich lebte. Sie hatte dort ein Restaurant und verkaufte Postkarten mit Photos von sich. Geboren wurde sie am 05.März 1865 und starb am 19.April 1939 im Alter von 74 Jahren.

Beim recherchieren im Netz fand ich eine mir noch bisher unbekannte Seite mit vielen Fotos von Bartfrauen, darunter auch welche von Clementine Delait.

Hier der Link.

Einige mir noch nie begegnete Bartfrauen gibt es da. Manche sehen so männlich aus, dass es auch mir schwer fällt zu glauben, dass sie Frauen sind und keine Männer……zum Beispiel Stella.

Loewin hat auf ihrem Blog ein Video verlinkt; Salma Hajek im Interview über ihre Rolle als Bärtige Frau.

620. Tag

Am Nachmittag war ich nochmals beim Zirkus Zamunda und schaute mir diesmal die ganze Vorstellung an, zusammen mit dem Kind meiner Nachbarn. Ihr gefiel es auch sehr gut. Sie ist erst fünf Jahre alt und doch war sie die ganzen zwei Stunden voll dabei und folgte aufmerksam der Show. Was mir so gut gefiel ist, dass diese Show noch etwas von dem Flair des Zirkus hat aus alten Zeiten. Es gibt sehr viel an Artistik zu sehen, Nummern mit Tieren, Pferden, Messerwerfen und eine Nummer mit Tauben.

In den Zirkus zu gehen kann noch spannender sein, als einen Aktionfilm zu sehen, denn wenn die Artisten da oben in der Luft schweben ist man als Zuschauer auch aufgeregt, ob alles gut gehen wird und das ist echt und nicht nur ein Film.

Der Zirkusdirektor erzählte mir nach der Show, dass er vor vielen Jahren in Adendorf ein Frau mit Bart gesehen hatte, die damals noch nicht zwanzig gewesen war. Wo diese Frau wohl heute ist?

Eine Freundin erzählte mir am Abend, dass sie heute in Dannenberg auch eine Frau mit Kinnbart gesehen hat! Ob ich eine der beiden Frauen wohl mal treffen werde?

619. Tag Zirkus

Schönes Wetter, kalter Wind, blauer Himmel und schon am gestrigen Abend wehte ein widerlicher Gestank ums Haus herum und war am Morgen immer noch da. An die Misthaufen in der Umgebung habe ich mich schon gewöhnt und derer gibt es hier gleich drei, von Kühen, Schafen und Pferden die auf diesem und den umliegenden Höfen leben.

Doch dieser Geruch gestern und heute war einfach unerträglich, vielleicht kennt das jemand, wenn im Garten mit Guano gedüngt wurde, das ist genau dieser Geruch.

Also blieb ich den ganzen Tag weg.

Am späten Nachmittag besuchte ich den Zirkus, der vom 16.-18. April in Dahlenburg gastiert: Circus Zamunda.

Die Vorstellung hatte schon begonnen, als ich den Zirkus erreichte. Ich wurde mit großen Augen angeschaut. Das hatte man hier auch noch nicht gesehen, eine Frau mit Bart. Im Gespräch wurde mir fast schon ein Job angeboten und ich durfte mir noch den Rest der Vorstellung ansehen. Es ist ein kleiner Familienzirkus. Es gibt Tiere und Akrobaten, Feuerschlucker und vortreffliche Bauchtänzerinnen und Artistinnen, Tatjana und Georgina, die sich wie Schlangenmädchen verbiegen können. Die Kostüme sind schillernd und man wird in eine andere Welt entführt. Eine Attraktion war die Tigerpython, mit der man sich fotografieren lassen und die man streicheln kann. Hatte ich mich auch noch nicht getraut, doch heute. Und ich muss sagen fühlt sich angenehm an, warm und seidig und die Haut schillerte richtig schön.

Während die Frau beim Zirkus ganz fasziniert von meinem Bart war, machten sich beim Einkauf im Supermarkt eine Gruppe Jugendlicher über mich lustig und lachten und beobachteten mich. Ich habe den Eindruck, als ob ich den Menschen jetzt mehr auffalle, als im Winter…..

Ja und wegen des Jobs im Zirkus dachte ich schade, wenn ich doch etwas vorführen könnte, was da hinein passt….wäre schön so zu reisen…..doch ich kann weder Feuerspucken, noch jonglieren, oder Akrobatik….vielleicht könnte ich eine Clownsnummer aufführen…denn lachen müssen die Menschen ja eh, wenn sie mich sehen….

618. Tag Wilgefortis

In dem Comic von Linda Medley, Castle Waiting Band 3 wird die Geschichte von Wilgefortis erzählt. Der Frau, die zu Gott betete er möge etwas tun, damit sie den Mann, mit dem ihr Vater sie verheiraten wollte, nicht heiraten müsse. Gott lies ihr über Nacht einen Bart wachsen und so wollte der Mann sie nicht heiraten. Ihr Vater jedoch war so erzürnt darüber, dass er seine Tochter kreuzigen lies. So in etwa die kurze Fassung der Geschichte. Wilgefortis, hat viele Namen, so auch heilige Kümmernis oder St Uncumber in England. Sie wurde viele Jahrhunderte lang von den Katholiken als Heilige verehrt , bis man sie 1969 aus dem Verzeichnis der Heiligen entfernte.

Sie wurde verehrt als die, die hilft, wenn Frauen Kummer mit ihren Männern hatten und z.B. unglücklich verheiratet waren. Frauen die zu ihr beteten würden frei sein von der Belästigung durch Männer. Auch im Comic ist die Rede davon durch den Bart Freiheit zu erfahren.Vom 15.-17. Jahrhunder war sie auch die Schutzheilige der Musiker. Hinten im Heft von Linda Medley, stehen Literaturhinweise und Wissenswertes über Wilgefortis, die es angeblich doch nie gegeben haben soll…

Dieses Foto zeigt die Heilige Kümmernis (St. Wilgesforte) in der Kirche von Wissages, Pas-de-Calais, Frankreich

614. Tag

Ich schreibe nicht mehr so viel hier im Blog, weil ich zum einen nicht immer ins Internet kann, aber auch weil es wenig zu schreiben gibt. Es passiert viel in mir, das ich nicht in Worte fassen kann. Die letzten Monate habe ich mich viel zurück gezogen und nachgedacht und geschrieben. Das war gut, doch nun spüre ich auch die Lust wieder mehr unter die Menschen zu gehen und draußen zu sein.

Am Freitag war ich nach der Maßnahme in Hamburg. Habe beim Aufbau vom Satsang bei Samarpan geholfen und war beim Satsang. Das war nochmal eine ganz andere Erfahrung, als den Satsang online zu sehen. Was ich an Satsangs mag, ist die Offenheit, mit der die Menschen da sind. Es ist eine konzentrierte Atmosphäre, in der sich die Menschen offenbaren und ihre Masken abnehmen. Es geht darum nach Innen zu gehen, mit sich und der eigenen Essenz, mit Gott in Kontakt zu sein. Ich mag diese Atmosphäre sehr gern.

An diesem Tag, unterwegs in Hamburg bemerkte ich seit langem mal wieder Blicke auf mir und lachende oder sich wundernde Gesichter. Als ich Nachts noch mit der U Bahn fuhr, war mir nicht so wohl zumute unter den angetrunkenen Menschen, doch es ging gut und ich wurde nicht belästigt.

Am nächsten Tag war ich auf einer Geburtstagsfeier im Wendland. An beiden Tagen hatten wir herrliches Wetter, blauen Himmel und ich habe es einfach genossen. Heute am Sonntag ist der Himmel grau verhangen, es ist recht kalt und im Lehmofen brennt das Feuer. Alles ist ruhig, niemand ist draußen, nur die Vögel zwitschern. Ich beschäftige mich mit der Wohnungssuche. Schaue nach Jobs, und schmiede Pläne.