872. Tag Weihnachten und Abbau

Gestern ging der Weihnachtsmarkt in Köln zu Ende. Eisig kalt war es, die Strassen auch vereist und ich beschloss das Zelt erst am folgenden Tag abzubauen. Doch in der Nacht hatte es wieder geschneit und der Abbau war eine ziemliche Qual. Die Plane mit Eis und Schnee bezogen, ein eisiger Wind wehte und es schneite weiter. Die Seile mit denen das Zelt festgemacht war waren so vereist, dass ich sie abschneiden musste und ein Abbinden unmöglich war. So ein Marktleben ist nicht immer einfach. Es ist ein Abenteuer, an dessen Herausforderungen man wachsen kann.

Die Plane packte ich in Säcke, um die Feuchtigkeit aufzufangen, wenn das Eis im Auto anfangen würde zu tauen. Es dauerte einige Zeit das alles zu verstauen. Früher wollte ich immer alles schnell machen. Diesmal machte ich in aller Ruhe und langsam. Und es war ok. Dauerte – aber ich schaffte es. Und in Ruhe etwas zu machen tut gut. Kein Stress. Frieden. – In aller Ruhe fuhr ich zu meiner Mutter. Kam erst spät abends an. Nicht wirklich Weihnachten. Aber für mich gibt es seit Jahren kein Weihnachten mehr. Ich mag dieses Fest nicht wirklich. Es ist zu einem Konsumfest geworden und das verabscheue ich. Von mir aus kann man es abschaffen. Meine Mutter hatte was Leckeres gekocht und wir sassen noch ein wenig beisammen. Das reicht doch schon. Da braucht es keinen Baum oder Geschenke.

Advertisements

870. Tag Vorletzter Tag des Weihnachtsmarktes

Heute war der vorletzte Tag des Weihnachtsmarktes. Die Temperaturen waren seit gestern über Null Grad ungewohnt warm, wenn man es mit den eisigen Temperaturen vergleicht, die in den vergangenen Wochen herrschten. Gestern abend gab es ein Julfest bei dem 12 Baumstämme angezündet wurden. Schöööön warm war das! Solch ein Feuer hätten wir an einigen der eisigen Tage bitter nötig gehabt. Nun ja….( Fotos habe ich keine..)

Besucherzahlen waren wieder nicht besonders – Erklärungsversuche gibt es viele, wie Verkehrsbehinderungen durch den kräftigen Schneefall..

Die Autobahn war heute morgen gesperrt, da sich ein Laster quergestellt hatte, und auf den Straßen lagen immer noch dicke Eisschollen umgeben von Pfützen und Schneematsch.

Ich freue mich auf die kommenden freien Tage, an denen ich endlich mal so lange schlafen kann wie ich will. Inzwischen reicht es auch. Bin gespannt, ob der Wetterbericht stimmt, denn dann wird der Abbau nicht ohne. Schnee ohne Ende und wer weiß ob die Straßen befahrbar sein werden. Anschließend sollen die Temperaturen in der Nacht bis auf Minus 20 Grad!! fallen – Na danke!!

 

 

867. Tag – Sonntag, Schnee und noch mehr Schnee!

Das Wetter machte uns allen ziemlich zu schaffen. Starke Schneefälle wechselnd mit Tauwetter. Heute kam so viel Schnee runter, zu dem Schnee der letzten Nacht, dass ein Zelt einen Riss bekam und abgebaut werden musste. Andere verhinderten gerade noch den Einbruch ihrer Bauten. Mein Zelt musste auch ich mehrmals von der Schneelast befreien. Sonntag hatten wir relativ viele Besucher, die sich an dem starken Schneefall nicht störten. Sie feierten bei Glühwein und Musik vor der Bühne und hatten gute Laune. Der Schneefall war so stark, dass ich das Zelt schließen musste und einige Stunden keine Kunden hatte. Das Schild am Zelt war dick mit Schnee bedeckt und es war nicht möglich es davon frei zu machen so viel Schnee kam beständig herunter. Der Sonntag hätte mehr Kunden bringen sollen. Einige waren dennoch bei mir und sehr zufrieden, was mich freute.

Noch vier Tage dann ist der Markt zu Ende….mal sehen was er noch so bringt an Kunden, sowie an Wetter….

864. Tag Schneegestöber

Wieder ein Tag, mit wenigen Besuchern. Schneegestöber und viel Schnee, Verkehrschaos auf den Straßen der Stadt Köln und verängstigende Wetternachrichten und Unwetterwarnungen in den Medien waren wohl der Grund für die geringen Besucherzahlen am heutigen Tage. Hier ein kurzer Film mit Musik im Schneegestöber!

Als ich heute aufstand war davon noch nichts zu bemerken. Ich hatte nur so ein Gefühl, dass mich, hätte ich die Wahl gehabt, dazu gebracht hätte den Tag im Bett zu verbringen. – Der viele Schnee war sehr schön anzusehen – die Kleidung wurde jedoch immer nasser – selbst das Feuer konnte diese nicht trocknen.

Mal sehen wie es Morgen wird. Ich habe ein gutes Gefühl, auch wenn es angeblich bis zum Mittag weitere Schneefälle geben soll……

Schaum der Bearded Lady

Ein Link von Skamp kam heute zu den Bearded Lady Badeschaumkugeln von Lush!! Kannte ich noch nicht. Hier der Link . Auch wenn wir beide nicht für die Rasur sind, ich das natürliche bevorzuge, so sammle ich hier im Blog doch alles zum Thema Bartfrauen und rundherum und darüberhinaus….daher also der Link.

Wenn ich das Bild der Badeschaumkugel oder Seife so betrachte denke ich das könnte man vom Design noch verbessern…..oder?

862. Tag Schnee Eis und geringe Besucherzahlen auf dem Weihnachtsmarkt

Die Hoffnung auf einen Anstieg der Besucherzahlen des Weihnachtsmarktes wurden leider wieder enttäuscht. Heute und Gestern war der Markt wieder zu wenig besucht. Schön für die Menschen, die keine Lust auf das Gedränge hatten, schlecht für die Händler und Marktbetreiber, denn so lohnt es sich leider nicht. Da gab es in der Zeitung zwar die Nachricht, dass der Mittelaltermarkt nächstes Jahr nicht mehr vor dem Schokoladenmuseum sein wird, doch dies bewegte bisher nur einige Menschen hierher. ( Die Kaufhäuser scheinen besser gefüllt zu sein und was Spielsachen betrifft, so scheint schon so einiges ausverkauft zu sein!!)

Schade. Ein bezahlter Job auf dem Weihnachtsmarkt hätte sich eher gelohnt als in eigener Regie hier auf dem Markt zu stehen. Dennoch freue ich mich hier zu sein. Es ist eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Am Montagabend hatten wir plötzlich ein kräftiges Schneegestöber, dass alles lahm legte und seine Auswirkungen waren auch heute morgen noch im Zug und Busverkehr zu spüren. Montagnacht konnte man auf der Straße in der Nähe des Heumarkts auf vereister Fahrbahn so gut rutschen, dass es eine Kunst war sich nicht hinzulegen!

Jeden Abend unm halb 6 gibt es auf dem Markt eine lustige Version des Weihnachtsspiels mit Maria und Josef, die sehr sehenswert und amüsant ist. Also falls das jemand aus Köln liest, dann nichts wie hin auf den Mittelaltermarkt am Schokoladenmuseum!

Mein Schild am Zelt: Frau mit Bart Handlesen und Hellsehen bringt die Leute immer wieder zum Lachen. Es belustigt sie und vermutlich denken sie es sei nur ein Gag und nicht ernst zu nehmen. Andere  kommen und wollen von mir die Zukunft für das kommende Jahr hören. Etwas was ich nicht mache und auch nicht kann. Mag sein, dass dies einige Kartenleger machen, doch ich frage mich wäre das wirklich gut? Es wäre so, als ob ich jemanden einen Film in allen Details erzähle, bevor derjenige ihn sich selbst anschaut. So wäre es eine völlig andere Erfahrung, als wenn er sich vom Film überraschen lässt.

Erkenntnisse, unser inneres Wachstum, das findet gerade dann statt, wenn uns die Ereignisse überraschen und wir mit Freude oder  Schmerz darauf reagieren. Auch wenn es im ersten Moment wenig erfreulich sein mag, wenn unangenehme Dinge passieren, so sind sie im Nachhinein betrachtet wichtig für unsere Entwicklung. Ebenso ist die Überraschung größer, wenn angenehme und schöne Dinge unerwartet passieren. Ob ich eine Prüfung bestehe oder nicht ist spannend und nervenaufreibend, doch wüsste ich den Ausgang schon vorher, würde ich mich vielleicht zurücklehnen und gar nicht darauf vorbereiten oder in Panik ausbrechen, weil ich denke ich bestehe sie nicht und sie erst recht verhauen.

In einem Reading kann ich den Menschen die Situation in der sie sich befinden beschreiben, oder auch die Thematik einer Beziehung die sie haben beschreiben – Tendenzen aufzeigen und welche Richtung ihr Herz öffnen könnte und welche ihr Herz verschließt. So kann die Sitzung Hinweise geben, was die Zukunft bringen könnte, doch liegt es immer in der Hand desjenigen, wie er sich entscheidet. Wir kreieren unsere Realität mit unseren Gedanken. Insofern liegt es an jedem selbst was er kreiiert. Die Sitzungen, die ich anbiete sollen die Menschen ermutigen ihr Potential zu leben und den Weg des Herzens zu gehen.

Nicht jeder möchte sich damit auseinandersetzen und hätte lieber die Zukunft ausgebreitet, ohne sich mit seinem Inneren zu beschäftigen. Ich vertraue darauf, dass sich die richtigen Menschen angezogen fühlen und den Weg zu mir finden.

Und manche Menschen sind begeistert von meinem Bart, finden ihn schön. Erzählen mir davon, dass sie mich im Fernsehen gesehen haben. Dennoch eine ähnliche Erfahrung machte ich schon in Florenz in Italien, auch einer Stadt der Masken und des Karnevals wie Köln, und da ist es halt naheliegend dass eine Frau mit einem Bart sich den Bart angeklebt hat und viel zu unwahrscheinlich ist es, dass der Bart echt ist. Schließlich „spielen“ wir hier Mittelalter und haben uns „verkleidet“……

Bäckerey auf dem Mittelaltermarkt

Der Bäcker steht vor den Toren des Mittelaltermarktes. Sein Ofen steht neben einer „neumodischen“ Metallkonstruktion (dieser Markt bietet interessanter Kontraste architektonischer Natur) und darin werden verschiedene Leckereien gebacken. Brote und Lebkuchenherzen, salzige Schnecken und kleine Brote….Hier einige Bilder: