Anders Leben: Anne Donath – Scott Peck

Andere Lebensweisen, unkonventionelle Lebensweisen, wie andere Menschen leben, interessiert mich sehr.

Von Anne Donath, hatte ich noch nichts gehört. Sie ist eine Frau die recht unkonventionell lebt. Sie lebt in einer 4×4 Meter großen Hütte mit wenig Geld, inmitten einer ganz „normalen“ schwäbischen Nachbarschaft. Im Netz gibt es viele Artikel über sie. Einer davon ist ein Podcast mit Artikel vom 31.08.2010, des WDR. Ein Buch gibt es auch.

Interessant, anregend und eine Bereicherung.

Das Leben in so einer Hütte könnte mir auch gefallen. Auch wenn ich in mir verschiedene Anteile spüre, die sich widersprechen: ein Teil in mir kann mit wenig leben und ist damit zufrieden, glücklicher sogar, als mit vielen Dingen. Ein anderer Teil in mir liebt den Luxus, große Räume, edle Materialien…

Doch Luxus macht mich träge und faul. Das einfache Leben hält mich im Kontakt mit der Natur, mit mir selbst und meiner Mitte. Ich hätte große Lust meine eigene Oase zu gestalten und zu bauen. Noch habe ich die finanziellen Mittel nicht und wüßte auch nicht wo.

Und ist Mensch wirklich glücklicher wenn er das was er wollte realisiert hat? Sind Menschen je über längere Zeit zufrieden? Das Leben ist einer ständigen Veränderung unterworfen. Gute wie schlechte Momente sind nicht von Dauer. Alles vergeht und Neues kommt. Nichts kann man halten. Wenn etwas am Anfang und neu ist, ist es faszinierend: Im Anfang liegt ein Zauber…heißt es auch. Und dann wird das Neue zur Gewohnheit. Und wie das so ist, will so mancher Mensch, zumindest ich, dann wieder etwas Neues, eine neue Herausforderung, Anregung, Abenteuer.

So geht es mir momentan mit meinem Bart. Er ist zur Gewohnheit geworden für mich. Nicht für meine Umwelt. Je nachdem wo ich mich bewege hat es mich in den letzten Wochen doch auch angestrengt mich in der Öffentlichkeit zu bewegen. Was jedoch auch daran liegen mag, dass ich gerade innerlich in einer Krise stecke, wie öfters im Winter. Dann fühle ich mich verletzlicher, verwundbarer und weniger selbstsicher. Dann ist es schwer mit Humor durch die Welt zu gehen und es leicht zu nehmen, das man Anders aussieht. Und während ich das schreibe ist mir klar es geht immer darum was ich denke und welche Haltung ich habe.

Also arbeite ich daran und wie gesagt es ist jeden Tag anders, denn nichts ist stabil. Es gibt schwache Tage und es gibt starke Tage. Unangenehme Zeiten, wie angenehme Zeiten zu begrüßen und willkommen heißen, könnte der Schlüssel zur Zufriedenheit sein. Ich empfinde diese Zeit, als eine des Umbruchs. Es verändert sich etwas in mir und ich kann es nicht in Worte fassen. Vielleicht im Nachhinein. Wenn ich mich im Freundeskreis umhöre, dann geht es momentan vielen ähnlich. Sie spüren, das sich etwas verändert oder sie was ändern wollen. Und noch ist die Vision des Neuen nicht klar genug, um es umzusetzen.

In dem Zusammenhang las ich über Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck. Sehr interessant. Einen Blick auf die Seite kann ich empfehlen. Die Geschichte des alten Rabbi, die Entstehung der Gemeinschaftsbildung und die Vier Phasen sind Texte auf der Seite, die ich sehr interessant finde. Wenn es möglich ist, so friedlich miteinander zu leben, das wäre schön. Ich weiß nicht, ob es schon Gemeinschaften gibt, die es geschafft haben so zu leben. Ich nehme an viele sind noch in der Experimentierphase damit. Aber auch hier wird es so sein, dass alles einem Wandel unterliegt.

Und ich denke auch in der Zukunft werden immer wieder neue Modelle und Techniken entwickelt werden, um die Lebensqualität und das Zusammenleben zu verbessern.

In das Buch von Scott Peck kann man HIER hineinlesen.

4 thoughts on “Anders Leben: Anne Donath – Scott Peck

  1. halloooooooooo:-)))
    hoffe es geht dir gut?!!

    dieser bericht ist klasse!!! und nebenbei..deine anderen auch!!! lese supi gerne bei dir:-))
    diese frau habe ich vor jahren schon mal im tv geshen, ihr haus, die feuerstelle, das sie sich u.a. schuhe selbst macht aus alten schulledertaschen und das sie gerne freunde zum essen da hat. auch, das das dorf sie erst nicht haben wollten,,…unfassbar, auf der tasche liegen, sie zeigt, das man mit einem minimum auskommen kann!! hut ab!!–ich find diese frau klasse!!!mut zum anders sein!!! lg sendet dir die sonnengewand^^v^^

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  2. Pingback: Die Farbe Ev » Blog Archiv » Anne Donath – Entrümpelt und entschleunigt

  3. Hallo Auraleserin, soeben erst habe ich von Anne Donath erfahren und fand mich in Teilen deiner Kommentare zu ihr wieder. Wie siehst du diesen Lebensstil jetzt, 2 Jahre später? Hast du etwas davon umgesetzt und wie geht es dir damit? Es wäre schön, wieder von dir zu lesen.

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    • Hallo, Ich konnte meine Ideen noch nicht umsetzen, da es mir an den finanziellen Mitteln fehlte. Inzwischen wüsste ich wo ich es leben möchte. Und dort Würde ich gerne ein Stück Land haben, auf dem ich frei bin mich auszudrücken und zu bauen, wie ich mag.
      Ich spüre, die Heimat ist in mir. Es gibt keine Garantie, das wenn ich meinen Traum verwirklicht habe, dass ich dann glücklich bin. Der Moment ist wichtig. Hier und jetzt. Das Beste daraus machen. Und doch ist immer noch der Wunsch da, eines Tages ein eigenes Stück Land, ein eigenes Häuschen zu haben das ich so gestaltet habe wie ich wollte. – Ich lebe weiterhin im Camper und möchte mehr Platz haben. Alles hat seine Vor und Nachteile. Im meinem Bus ist es zu eng, um ihn als Werkstatt zu nutzen, ein Atelier wäre schön, ein Grundstück auf dem ich kreative Ideen ausleben kann und bauen kann. Es kommt drauf an was man braucht. Ein kleiner Raum kann genügen und genügt immer noch…doch wie gesagt irgendwann ist gut und ein neues Bedürfnis ist da. Eine neue Erfahrung will gemacht werden. BAUEN!

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