1071. Tag

Jeder Tag ist anders. Alles ist in Bewegung und in Veränderung.

Gestern regte ich mich noch auf, heute denke ich lass sie doch reden. Ich kann die Menschen nicht verändern. Ich kann sie nicht belehren. Sie sind wie sie sind. Ich kann aber an mir arbeiten. Was habe ich damit zu tun, dass andere negative Bemerkungen machen? Wann mache ich negative Bemerkungen und denke negativ über andere? Auch mir gefallen nicht alle Gesichter, die ich im TV sehe. In einem anderen Kontext würde ich Menschen, die ich im TV verurteilt habe, vielleicht ganz anders sehen. Es ist auch die Art wie eine Sendung gemacht wird, der Schnitt, die Kommentare, die Auswahl der Bilder, der Worte, was für Fragen gestellt wurden…usw….alles Elemente, die der Sendung eine Färbung geben und einen Menschen gut oder schlecht aussehen lassen, bzw den Zuschauer in der Meinung manipulieren.

Wenn ich da an Berichte auf Arte denke, die repektvoll und natürlich sind, dann sind die Beiträge in den freien Sendern ziemlich was anderes. Leider.

Jemand meinte Brot und Spiele für die Masse. Also die Masse braucht „blödes“ Fernsehen, da sie sonst den TV ausschalten würde. Wirklich? Braucht sie es ?

Warum? Damit sie Ruhe gibt?

Und würde sie wirklich den Fernseher ausschalten, wenn es nur noch Berichte wie auf Arte gäbe?

Vermutlich nicht, denn der Fernseher ist in vielen Haushalten der Mittelpunkt des Lebens. Wenn er nicht läuft, fühlt man sich nicht wohl. Am Besten läuft auch noch das Radio im anderen Zimmer. Bloß keine Stille. Das wäre unerträglich. –

So ist das bei vielen Leuten. Aber was geht es mich an. Ich lebe wie ich will und die leben, wie sie wollen. Solange man sich gegenseitig nicht stört ist es doch ok.

Ich habe mich geärgert, dass Andere negative Bemerkungen machen, doofe Artikel schreiben. Doch ich kann auch negative Bemerkungen machen und negative Gedanken haben. Ich bin auch nicht besser. Es ist menschlich. Doch wohl fühle ich mich nicht, wenn ich etwas negativ bewerte oder negative Gedanken habe.

Ich arbeite daran das immer weniger zu tun. Aus meiner Sicht wurde es in der Schule gefördert einen kritischen, beurteilenden Blick zu entwickeln. Das Gute zu sehen wurde weniger trainiert oder geförert. Zumindest zu meiner Schulzeit und aus meiner Sicht. Jetzt geht es darum zu „entlernen“. Eine liebevolle Sichtweise zu entwickeln und so oft es geht den Focus auf das Gute zu lenken. Selbst wenn ein Mensch sozusagen „unmöglich“ erscheint, nervig, was auch immer, irgendwo gibt es auch etwas liebenswertes an diesem Menschen. Und das zu sehen und größer werden zu lassen, als das. was einem nicht gefällt, das ist eine Kunst. Und das ist ein Weg zum Frieden, in sich und im Zusammenleben mit den anderen Menschen.

3 thoughts on “1071. Tag

  1. Ich bin auch von „Schwer verliebt“ auf diesen Blog gekommen.Die Heftigen Reaktionen im Internet, Bild Zeitung etc habe ich auch gesehen.Furchtbar.Ich muss gestehen das Format der Sendung macht aus normalen Leuten Freaks.Ich werde die Sendung auch nicht weiter verfolgen.Bitte bleiben Sie so wie sie sind und lassen sie sich nicht durch irgenwelche Kommentare aus dem Ruder bringen.Sie sind,mit oder ohne Bart eine attraktive Frau und sehr symphatisch.

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  2. …schön, wie du dich ausdrücken kannst. Die Kunst des positiven Denkens ist auch mein Thema, denn wir erschaffen uns unsere Welt mit unseren Gedanken mehr als uns bewußt ist.
    Danke für deine vielen schönen Worte !!!!!

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  3. ich hab vor ein paar jahren meinen fernseher abgeschafft, weil es genau diese geisteshaltung ist, die meiner ansicht nach krank macht. indem wir ständig beurteilen, verengt sich unsere welt und wir beladen uns dadurch mit x komplexen und ängsten, die wir nicht hätten, wenn wir alle(s) als gleichwertig betrachten würden – oder zumindest die charakterstärke hätten, gleichmut walten zu lassen bei menschen, dingen, sachverhalten, die nicht unserer auffassung, unserem sinn für ästhetik, unserer denke entsprechen.

    in der stille liegt alles. in der leere, die diese art von moderner menschenjagd auslöst, liegt nur einsamkeit und angst.

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