1172. Tag WASSER

1172 Tage – solange habe ich jetzt einen Bart. Eigentlich zähle ich die Tage schon nicht mehr. Dachte ich könnte mal nachrechnen welcher Tag heute ist. 1172 Tage mit Bart, ohne ihn zu rasieren oder zu zupfen, nur gekürzt wird er immer mal wieder. Würde mich ja interessieren wie lang er werden kann, doch durch das Kürzen weiß ich es immer noch nicht.

Seit einigen Tagen ruhe ich mich aus. Viel geschlafen, Rad gefahren, und so weiter…Rückzug tut gerade gut. Wohne bei einer Freundin, was super ist, da es sehr kalt geworden ist. In der Nähe ihres Hauses fließt der Fluß Parma, der die letzten Monate ohne Wasser war. Ein ausgetrocknetes Flussbett mit von Schlamm überzogenen Steinen, Büschen und anderen Pflanzen dazwischen. Traurig und unwirklich, eine seltsame Atmosphäre hatte das.

In der vergangenen Nacht hörte ich Geräusche, wie von Maschinen. Dachte an Flugzeuge, doch hier befindet sich kein Fluplatz. Kam das Geräusch vom Pfügen eines Felds? Ich schlief nur schwer ein, ohne eine Antwort zu haben was das sein könnte.

Heute gingen wir spazieren und ich sah die Erklärung! Das Wasser war wieder in sein Flussbett zurückgekehrt! Auf dem Weg, gibt es eine Stromschnelle mit einem riesigen Wasserfall. Dieses Geräusch war es! Das Wasser wird im Sommer in einem Stausee oberhalb gestaut und erst wenn es voll genug ist wird das Tor geöffnet.

Es ist so schön, dass das Wasser wieder da ist! Eine ganz andere Atmosphäre, wenn man jetzt dort spazieren geht! Und Nachts, als ich das Geräusch hörte fühlte ich mich so inspiriert – Wasser ist inspirierend und so wertvoll!

Ich denke daran wie viele Liter Wasser jeden Tag unnötiger Weise die Toilette hinab gespült werden oder sonstwie verunreinigt werden! Es scheint nicht im Bewußtsein zu sein, wie wichtig das Wasser für uns ist. Vielleicht setzen sich irgendwann mal Komposttoiletten für die Wohnung durch. Immerhin ist man dabei etwas in diese Richtung zu entwickeln. Die Herstellung von  Terra Preta ist eine Idee weniger Wasser  zu verbrauchen.

Interessant ist noch: Früher, als es den Stausee noch nicht gab, führte der Fluss das ganze Jahr Wasser. Oft trat er über die Ufer und überschwemmte das Land und auch die nahestehenden Häuser. Man konnte im Wasser baden, die Wäsche waschen und das Wasser war klar. Heute war es auch sehr klar, heute als es frisch aus dem See kam. Doch ich wurde gewarnt: sollte darin nicht baden. Das Problem stellt die exzessive Tierzucht für den Parmaschinken dar. Die Fäkalien gelangen in den Fluss, Bakterien……..auf jeden Fall sollte ich es nicht tun. Erinnerte mich an einen Urlaub in den Pyrenaen. In einem Hostel in den Bergen hatten wir wegen der vielen Kühe und deren Fäkalien, Probleme mit dem Trinkwasser gehabt. Zu viel Nitrat und zu viele Bakterien…..ach ja….

Etwas erfreulicheres: am Abend, sehe ich auf Google eine bunte Darstellung die mir gefällt und die Mary Blair(hier ein Link zu einem Blog, der dazu schreibt)  gewidmet ist. Ihre Bilder gefallen mir! Hier ein Video mit dem Google Doodle!

Eine weitere Nachricht über die Kreative Revolution der jungen Menschen in Tunesien freut mich auch!

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