Interview für www.bartfrisuren.de

Dennis Röthling von www.bartfrisuren.de machte vor einigen Tagen ein Interview mit mir, das man HIER lesen kann. (http://www.bartfrisuren.de/index.php/10-fragen-10-antworten/234-mariam-frau-mit-bart.html)

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Blauer Himmel und Sonnenschein!

Pünktlich zum Frühlingsanfang, scheint die Sonne, der Himmel ist blau, die ersten Blumen blühen und die Blätter kommen an den Bäumen und Büschen heraus! Freude! Dieses Jahr so viel früher, als im vergangenen Jahr. Soweit ich mich erinnere, hatten wir im vergangen Jahr erst Ende April so ein schönes Wetter! Ach tut das gut! Kein Heizen mehr nötig! Die Sonne wärmt! –

Der Blog hier….im Moment habe ich nicht das Bedürfnis, wie vor drei Jahren so viel persönliches mitzuteilen. Vielleicht liegt es an den Nachwirkungen der letzten Fernsehsendung…..im Moment erkennen mich viele Menschen und ich verspüre ein Bedürfnis nach Privatsphäre und Rückzug von dieser Plattform des  TV und Internets. – Meine Hoffnung, dieser „Auftritt“ im Netz und im Fernsehen, hätte was dazu beigetragen, das die Menschen offenere und toleranter sind, ich weiß nicht….ob es wirklich was bewegt hat. Vielleicht bei denen, die eh schon offen waren. Es ist ein wenig ernüchternd und vielleicht habe ich zu viel erwartet. – Ich sprach mit Margret, die vor über 10 Jahren oder fast schon 20 Jahren sich einen Kinnbart wachsen lies, der recht spärlich war, aber genug, um damit in Talkshows zu gehen und aufmerksam darauf zu machen, das auch Frauen einen Bart haben können. Sie wollte sich auf dem Wege für mehr Toleranz einsetzen, wie ich auch, und dafür, das man heiraten und lieben kann unabhängig vom Geschlecht. Irgendwann fing es an, dass ihre Kinder gemobbt wurden, weil sie sich mit Bart zeigte und so beschloss sie ihn abzulegen und lebt seitdem ohne Bart. – Gewußt hatte ich von all dem Nichts. Ich erinnere mich nur an eine Talkshow bei Pilawa, die wohl schon 15 oder 20 Jahre zurückliegen mag, in der ich Margret gesehen hatte. Jetzt bekam ich zu ihr Kontakt, weil sie sich  bei Schwer verliebt für mich beworben hatte.

Ich denke vielleicht sind wir unserer Zeit voraus. Vielleicht wird die Zeit kommen, wenn es alltäglich ist Frauen mit Bärten und Männer mit Frauenkleidung zu sehen. Es gibt dazu so unterschiedliche Meinungen, die einen, die festhalten wollen an dem traditionellen Bild von Frau und Mann, davon, das das so sein muss, damit alles gut funktioniert und dann denen, die für die Auflösung der Geschlechtergrenzen sind, dafür das offen zu sehen, gar ohne ein Geschlecht…..ja was ist richtig, was ist falsch….gar nichts…..alles ist möglich….

Anfang des Jahres ertappte ich mich immer wieder bei dem Gedanken, ich könnte mich jetzt mal rasieren, und unauffällig durch die Welt spazieren….Es gab keine neuen Erkenntnisse mehr, durch das tragen eines Bartes, ich kannte die Reaktionen und hatte Lust auf was Neues. – Ich kürzte den Bart radikal, doch ganz wollte ich ihn nicht rasieren, da ich ja auch nicht auf die Märkte im Sommer verzichten wollte und schon Anfragen für den kommenden Sommer bekommen hatte. Leider wächst der Bart auch nicht so schnell.

Also was tun, wenn einen nun so viele Leute überall erkennen? Schal vors Gesicht dachte ich und doch erkannte mich eine Frau, und meinte es sei meine Ausstrahlung meine Augen…tja, hätte auch nix genutzt mich zu rasieren wenn das so ist. – Ist ja auch schön, wenn ich nette Begegnungen habe, ich freue mich über nette Bekanntschaften, neue durch die Sendung….ist ja nicht nur negativ….ist einfach manchmal anstrengend immer gesehen und beachtet zu werden…..

Starker Haarwuchs im Gesicht

Eine Familie aus Nepal, die starken Haarwuchs im Gesicht hat, Hypertrichose genannt, will sich nun die Haare entfernen lassen, da sie in ihrem Dorf auf Grund ihres Aussehens diskriminierte werden. So lautet die Meldung, die ich heute auf GMX entdeckt habe. HIER ein Link.

Diskriminierung – sie findet häufig statt wenn Menschen anders aussehen, als die Mehrheit in ihrem Umfeld. Meine Erfahrung ist, dass die Reaktionen der Anderen auch mit meiner eigenen inneren Einstellung zu mir und den anderen abhängen. Also was denke ich über mich selbst. Bin ich unsicher, oder nehme ich mich wie ich bin an. Oder denke ich die Anderen mögen mich nicht? Und das was ich denke, wird mir von Außen gespiegelt. Nicht immer angenehm und auch nicht einfach sich selbst einzugestehen. Und Gedankenmuster zu verändern auf Dauer, auch nicht so einfach. Mal sind sie weg, dann je nach Situation kommen sie wieder….. Gut wachsam zu sein, und mit der Aufmerksamkeit bei sich, was fühle ich, was denke ich und was spiegelt mir die Welt?

Wenn mich an mir etwas stört, dann wird es die Anderen vermutlich ebenso stören, da ich das ausstrahle und disbezüglich unsicher bin.

Und meine Gedanken sind das eine – die Gedanken der anderen das andere und beides wirkt in der Realität. Und manche Menschen haben es nicht gerne wenn jemand „Fremd“ wirkt.

Erdhaus – Simon Dale

Hier ein Link zum Erdhaus von Simon Dale. Und eine Bauanleitung HIER. Das Foto dieses Hauses taucht immer wieder irgendwo auf, erinnert an Hobbit Häuser und fasziniert viele Menschen. – Auf dem einen Link wird erklärt wie man selbst ein solches Haus bauen kann, ich befürchte man bekommt in Deutschland Schwierigkeiten mit der Baubehörde….:( …oder vielleicht irre ich mich auch….

Auf youtube gibt es eine Menge an schönen Filmen zu dem Thema, hier ein Bericht zum Haus von Simon Dale und wenn man auf Youtube klickt gelangt man zu dem Film auf Youtube, und auf der rechten Leiste finden sich dann noch eine Menge verwandter Filme!

Leben im Wagen – Artikel in der Süddeutschen Zeitung

Im Januar 2012 erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel über einen Wagenplatz in München. HIER der Link zum Artikel.

Es freut mich, dass es trotz Schwierigkeiten eine Genehmigung zu bekommen, oder die drohenden Räumung von Wagenplätzen, doch recht viele davon in Deutschland gibt. Das Leben auf einem Wagenplatz empfinde ich als wesentlich kreativer, als das Leben in Mietshäusern. Auf dem Platz kann man werkeln, was bauen, seine kreativen Phantasien ausleben und sich mit Anderen austauschen, die ebenso an ihren Wägen werkeln. Es gibt Lagerfeuer und Parties und es hat etwas sehr Lebendiges. Es sollte mehr solcher Plätze geben, auch in der Natur am Rande von Städten und eine Gesetzeslage, die dies leichter macht, als bisher. – In einer Mietswohnung fehlen diese Freiräume….und ich denke es ist ein Grundbedürfnis vieler Menschen sich handwerklich zu betätigen und etwas zu bauen und zu kreieren. Ein Schrebergarten wäre auch ein Ort um kreativ tätig zu sein, doch das schöne am Wagenplatz ist, das man da auch wohnt wo man kreativ ist und noch die Gesellschaft von Freunden und Gleichgesinnten hat.

Bonbonkocherei in Eckernförde

Rückblick. Nachdem ich vor einigen Wochen Fabian in Kiel besucht hatte schaute ich mir noch Eckernförde an. Es lag dick Schnee zu der Zeit und war eisig kalt. Ich war froh, dass ich mich in den Geschäften und im Schwimmbad bei einer warmen Dusche aufwärmen konnte. Eckernförde ist ein netter Ort. Klein und überschaubar und hat auch einen Stellplatz für Wohnmobile. Etwas laut gelegen an einer Kreuzung.

In Eckernförde gibt es eine Bonbonkocherei, in der man zuschauen kann wie Bonbons hergestellt werden. Das ist echt sehenswert! Und dort werden Lutscher hergestellt, die ich seit meiner Kindheit nicht mehr gesehen habe! Wie dieser hier auf dem Foto. Im Schaufenster einer Wäscherei gab es diese alten Ausstellungsstücke der Wäschestärke zu sehen! Ich staunte. Lange ist das her….

Ja und sonst die Boote, das gefrorene Meer….es war schon speziell dort herum zu spazieren in der Kälte.

Do it yourself – Musikinstrumente

Die Musikinstrumente haben es mir angetan.

Linsey Pollak zeigt hier wie man aus einem Saxophonmundstück und einer Karotte ein Saxophon macht! Wollte es schon nachbauen, doch ein Saxophonmundstück kostet schon etwas mehr als so eine Karotte, dazu noch der Bohrer….aber ich will es irgendwann unbedingt mal nachbauen! Das fand ich einfach zu klasse! Sicherlich kann man auch andere Mundstücke nehmen oder auch aus der Karotte schnitzen, doch dieses Alto Saxophon Mundstück klingt einfach super gut!

und so klingt es wenn er darauf spielt:

Dennis Havlena hat viele Instrumente selbst gebaut für kleines Geld. In diesem folgenden Video kann man einige seiner Instrumente sehen.

Dann dieses Instrument aus Plastikröhren aus dem Baumarkt auch klasse:

Ein Video aus Brasilien zeigt wie man eine lärmende Tröte selbst baut:

Und dieses Video hier ist auch sehr inspirierend:

Stevia oder Zucker?

Stevia. Davon hörte ich vor einigen Jahren das erste Mal. In Italien schenkte mir ein junger Mann eines dieser Pflänzchen, die er züchtete. Doch da der Winter kam, gab ich es zu einer Freundin in Pflege. Schöne zarte Blättchen hatte es. Im Bioladen und im Reformhaus gab es Stevia eine Zeitlang zu kaufen, dann verschwand es wieder und tauchte kürzlich wieder auf. Letzte Woche sah ich im Supermarkt neue Produkte mit Stevia, darin waren jedoch nur wenige Prozent Stevia enthalten.  Die restlichen Bestandteile waren andere Zuckerstoffe.

Auf dem ARD Kanal im Internet kann man sich einen Beitrag über Stevia ansehen. Ich war enttäuscht wie negativ dieser ausfällt. Sicherlich ist es nicht gut, wenn Stevia aus China importiert werden muss und viele Pestizide enthält oder sonstige Giftstoffe. – Aber es ist doch eine wunderbare Entdeckung dieses Stevia. Wir könnten es in Europa anbauen und auf vernünftige Weise einen Teil unseres Zuckers damit ersetzen. – Auch an der Art der Extraktion könnte man noch arbeiten und sie verbessern. Ich habe die Vermutung, dass da andere Interessen dahinter stehen, das der Filmbericht so negativ ausgefallen ist. Wie frei sind die Journalisten und Fernsehsender wirklich? -Warum ist Rohrzucker in Deutschland so teuer? Wieso ist der weiße Zucker so billig? Weil es Subventionen gibt und eine Zuckerindustrie, die verdienen will. Und ich kann mir vorstellen, dass die Zuckerindustrie kein Interesse daran hat, dass Stevia oder Rohrzucker aus dem Ausland ihnen das Geschäft vermiest.

Es ist so traurig und ärgerlich, wie in so vielen Bereichen, die finanziellen Interessen über den humanen Interessen, oder den gesundheitlichen Interessen stehen!

Wieso werden Zigaretten nicht generell verboten? Sie sind eindeutig schlecht für die Gesundheit und verpesten die Luft. Warum also gibt es sie noch? Weil der Staat an der Tabaksteuer verdient! Und die Tabakindustrie könnte auch Druck auf die Politiker ausüben?  – Das jedoch die, durch das Rauchen erkrankten Menschen, dann wieder mit ihrer Krankheit das Gesundheitssystem belasten, kann der Regierung egal sein, denn das zahlt nicht der Staat. Oder doch?

Ich wünsche mir das sich daran was ändert. Das die Menschlichkeit über den finanziellen Interessen steht. Das die Liebe und das Mitgefühl wichtiger sind, als alles Geld auf der Welt.

Manchmal….

Manchmal, wenn ich durch die Stadt gehe, lande ich bei Mc Donalds. Ein Unternehmen, das viele, die ich kenne, generell boykottieren. Nun ja, ich bin da nicht so konsequent und hin und wieder gehe ich im Ausland dorthin weil man freies WLAN hat oder ich kaufe mir dort Pommes oder mal einen Hamburger. So auch heute, doch was war das! Ich traute meinen Augen nicht! Das Hackfleisch, das zwischen den beiden Brötchenscheibenl ag, entsprach, wenn überhaupt, einer etwas dickeren Scheibe Wurst! Und auch im Umfang war es sehr geschrumpft! So wie ich den Hamburger noch vor einigen Wochen kannte, war dieser hier nicht mehr.

Nun die Preise erhöhen sich, für Treibstoff und auch sonst,  und die Verpackungen enthalten einfach weniger als zuvor, und so schrumpft der Hamburger auch immer mehr, bis irgendwann nur noch  ein kleines Hackfleischbällchen darin liegt! 🙂

Seit kurzem hat Mc Donalds auch den doppelten Hamburger zum kleinen Preis, und dieser Preis war heute um ca. 20 cent angestiegen.

Nun, wieder ein Grund mehr NICHT dort zu essen. Die ich kenne, die öfters zu Mc Donalds gehen, erzählen auch immer wieder wie viel sie essen müssen, um kurz satt zu sein, und innerhalb der nächsten Stunden doch wieder Hunger zu bekommen. Man wirbt mit günstigen Preisen, doch am Ende ist es ein teueres Vergnügen.

Warum ich auch nicht gerne zu Mc Donalds gehe, ist das dort besonders viele Menschen sind, die über mich lachen oder mich anstarren. Mehr als sonst.

Heute hatte ich allerdings diesbezüglich eine andere Erfahrung gemacht. Eine Frau, die mich im TV gesehen hatte, sprach mich freundlich an, und wir hatten ein nettes Gespräch. – Es geht nicht zu sagen es ist immer so und so….jeder Moment, jeder Tag, ist neu und bringt neue Möglichkeiten. Nichts bleibt wie es ist, weder im Guten noch im Schlechten…..Das Leben ist eine ständige Wandlung!

Seit der Sendung Schwer verliebt, werde ich immer wieder auf der Straße und in Geschäften erkannt. Mal ist die Begegnung nett, mal nervt es, wenn es Leute sind die mal wieder ein Foto wollen, und von denen ich nicht annehme, das sie mich toll finden. Als ich mit Fabian in Kiel unterwegs war, da war es am krassesten, ständig wurden wir angesprochen, ob wir uns fotografieren lassen würden, überall erkannte man uns. Ob gerade in Kiel besonders viele Fans von Schwer verliebt wohnen?

So ist es entspannt, wenn ich zu den Menschen komme, die mit dem Fernsehen nix am Hut haben, seit Jahren kein Tv mehr sehen und somit auch gar nicht mitbekommen haben, das ich bei Schwer verliebt zu sehen war. Manche haben auch noch keine Frau mit Bart gesehen und sind auch erst mal verdutzt. Andere haben schon seit längerem mit der Queeren Szene und ähnlichem zu tun und machen keinen Unterschied zwischen Mann und Frau und finden das so ziemlich normal und unspektakulär einer Frau mit Bart zu begegnen.

Paralellwelten. All diese Menschen leben in einer Stadt und haben doch miteinander wenig oder gar nichts zu tun…jeder lebt in seiner Welt….in der recht unterschiedliche Werte und Ansichten gelten…..aber nicht nur. Vermutlich haben wir alle doch auch sehr viel gemeinsam! Wenn wir uns mit den Menschen, von denen wir denken mit denen haben wir nichts gemeinsam mal unterhalten würden, dann glaube ich so grundsätzlich gibt es ähnliche Wünsche, also sowas wie jeder möchte einen Raum in dem er sich ausdrückt und wo er wohnt und lebt und der soll ihm Geborgenheit und Sicherheit vermitteln. Also diese Grundbedürfnisse meine ich, die sind doch einfach menschlich….und das verbindet die Menschen wieder, egal wie unterschiedlich sie sind.

Marimbula – Array Mbira -Hang ?

Schon mal gehört: Marimbula? Oder Array Mbira, oder Halo Drum? Ungewohnte Namen hinter denen sich Instrumente verstecken, die die wenigsten kennen. Es gibt eine englischsprachige Webseite von Dennis Havlena aus den USA mit Bauanleitungen für Instrumente, darunter auch eine Anleitung zum Bau einer Marimbula. Und hier einige Videos, die diese drei Instrumente vorstellen. Besonders schön finde ich das erste Video, der junge Mann strahlt so voller Lebensfreude während er auf der Hang Drum spielt. Daniel Waples ist sein Name und hier ist sein Kanal auf youtube. Eine Hang Drum bekommt man für übe rca 1600 Euro in der Schweiz..mit langen Wartezeiten! Mehr Infos HIER. Und ganz zum Schluss noch ein Konzert auf Gläsern! – Und damit es nicht zu viele Videos werden, hier noch ein Hinweis zu Linsey Pollak aus Australien….von ihm gibt es auch voll die genialen Videos auf youtube!

Satire

Einige Wochen nach Ausstrahlung der letzten Sendung von Schwer V. besuchte ich Fabian. Der Besuch inspirierte mich zu den beiden Videos, deren Bildqualität leider sehr schlecht ist und es somit eine Mischung zwischen Hörspiel und Film ist. Wir hatten jedenfalls eine Menge Spaß beim Machen und ich hoffe niemand fühlt sich dadurch beleidigt…..

Dschungelkind

Gestern sah ich den Film Dschungelkind. Er berührte mich sehr und ich musste immer wieder weinen. Diese Kontraste zwischen den sehr instinktihaft und emotional lebenden Menschen im Dschungel und den eher rationalen Europäern berührte mich sehr. Beide Lebensweisen haben ihre Vor und – Nachteile. Und ich denke wir könnten beide voneinander lernen.

Seit wenigen Wochen, gut zwei Monaten bin ich wieder in Deutschland. Es ist einerseits sehr erdend und ich fühle mich gut versorgt und sicher. Doch was die zwischenmenschlichen Kontakte betrifft, da vermisse ich etwas. Vielleicht das was ich da sah im Film, eine kindliche freie Art sich zu freuen und unbesorgt zu leben, die Ruhe und Herzlichkeit. Mir erscheint das Leben hier so pflichtbetont. Wo ist der Gesang, der Tanz geblieben, der leicht und fröhlich ist? Das Leben auf der Straße in der Stadt hat nur den Zweck des Konsums. Das Leben auf der Straße, wie wir es in südlichen Ländern, wie zB. in Italien haben, das gibt es hier kaum und wenn dann nur im Sommer. Aber es ist auch meine Sicht, eingeschränkt.- Ich weiß nicht, ob ich es nur aus meiner Perspektive sehe, wenn ich den Eindruck habe dass viel Angst und Misstrauen herrscht und eine Art Depression in der Luft liegt. Oder ist dies nur so, weil ich mich hier nicht so recht heimisch und wohl fühle? Und das ist natürlich nicht nur so, es gibt auch schöne Begegnungen, freundliche herzliche Menschen –

Ich möchte was tun, was verändern….und weiß nicht wo ich anfangen soll. Ich treffe die, die es auch wollen….und dann scheitert es am Geld, an unterschiedlichen Vorstellungen, oder an Gesetzen. Und viele, die anders denken ziehen es vor Deutschland zu verlassen und ihre Ideen in Ländern zu leben, in denen es einfacher ist oder erscheint. …..Wie kann ich die Natur, nach der ich mich sehne hier in die Welt bringen? Natur lassen, nicht eingreifen, denn dann hat sie eine Kraft, die Heilung gibt und gut tut. Doch das ist nicht üblich. Wir greifen ein, in alles, wir mischen uns ein, manipulieren, wissen es besser. Es ist so schwer etwas zu lassen, in Ruhe wachsen zu lassen, nicht ungeduldig einzugreifen, oder zu meinen es besser zu wissen. Das kam auch in dem Film schön raus, als der Vater meinte wir sind hier Gäste und sollen nicht eingreifen in das Leben der Eingeborenen, doch die Mutter tat es und später taten es auch beide. (Es ist ein Film, wie es nun genau war, weiß ich nicht, denn sie waren unter anderem ja auch als Missionare dort)

Es ist meine Sehnsucht nach unberührter Natur, die ich natürlich in den Städten oder stadtnahen Bereichen, so wie ich es mir vorstelle, nicht finden kann. Es wäre an der Zeit ohne Fahrzeug zu Fuß unterwegs zu sein, in den unwegsamen Gebieten, wo es noch die ursprüngliche Natur gibt…..Lust zu wandern habe ich und wenn das Wetter wieder wärmer ist, dann wäre das schön mal wieder raus in die Natur…..