Dschungelkind

Gestern sah ich den Film Dschungelkind. Er berührte mich sehr und ich musste immer wieder weinen. Diese Kontraste zwischen den sehr instinktihaft und emotional lebenden Menschen im Dschungel und den eher rationalen Europäern berührte mich sehr. Beide Lebensweisen haben ihre Vor und – Nachteile. Und ich denke wir könnten beide voneinander lernen.

Seit wenigen Wochen, gut zwei Monaten bin ich wieder in Deutschland. Es ist einerseits sehr erdend und ich fühle mich gut versorgt und sicher. Doch was die zwischenmenschlichen Kontakte betrifft, da vermisse ich etwas. Vielleicht das was ich da sah im Film, eine kindliche freie Art sich zu freuen und unbesorgt zu leben, die Ruhe und Herzlichkeit. Mir erscheint das Leben hier so pflichtbetont. Wo ist der Gesang, der Tanz geblieben, der leicht und fröhlich ist? Das Leben auf der Straße in der Stadt hat nur den Zweck des Konsums. Das Leben auf der Straße, wie wir es in südlichen Ländern, wie zB. in Italien haben, das gibt es hier kaum und wenn dann nur im Sommer. Aber es ist auch meine Sicht, eingeschränkt.- Ich weiß nicht, ob ich es nur aus meiner Perspektive sehe, wenn ich den Eindruck habe dass viel Angst und Misstrauen herrscht und eine Art Depression in der Luft liegt. Oder ist dies nur so, weil ich mich hier nicht so recht heimisch und wohl fühle? Und das ist natürlich nicht nur so, es gibt auch schöne Begegnungen, freundliche herzliche Menschen –

Ich möchte was tun, was verändern….und weiß nicht wo ich anfangen soll. Ich treffe die, die es auch wollen….und dann scheitert es am Geld, an unterschiedlichen Vorstellungen, oder an Gesetzen. Und viele, die anders denken ziehen es vor Deutschland zu verlassen und ihre Ideen in Ländern zu leben, in denen es einfacher ist oder erscheint. …..Wie kann ich die Natur, nach der ich mich sehne hier in die Welt bringen? Natur lassen, nicht eingreifen, denn dann hat sie eine Kraft, die Heilung gibt und gut tut. Doch das ist nicht üblich. Wir greifen ein, in alles, wir mischen uns ein, manipulieren, wissen es besser. Es ist so schwer etwas zu lassen, in Ruhe wachsen zu lassen, nicht ungeduldig einzugreifen, oder zu meinen es besser zu wissen. Das kam auch in dem Film schön raus, als der Vater meinte wir sind hier Gäste und sollen nicht eingreifen in das Leben der Eingeborenen, doch die Mutter tat es und später taten es auch beide. (Es ist ein Film, wie es nun genau war, weiß ich nicht, denn sie waren unter anderem ja auch als Missionare dort)

Es ist meine Sehnsucht nach unberührter Natur, die ich natürlich in den Städten oder stadtnahen Bereichen, so wie ich es mir vorstelle, nicht finden kann. Es wäre an der Zeit ohne Fahrzeug zu Fuß unterwegs zu sein, in den unwegsamen Gebieten, wo es noch die ursprüngliche Natur gibt…..Lust zu wandern habe ich und wenn das Wetter wieder wärmer ist, dann wäre das schön mal wieder raus in die Natur…..

One thought on “Dschungelkind

  1. Liebe Mariam, mich hatte der Film auch sehr bewegt. Ich glaub, als ich ihn sah, war meine Tochter grad ein Vierteljahr im Senegal, daher war ich für das Leben außerhalb unserer Komfortzone besonders sensibilisiert. Du hast den Film schön beschrieben, da gibts nichts mehr hinzuzufügen…
    Nun kommt auch bei uns die Zeit wieder, wo man raus in die Natur kann, und ein paar stille Lieblings- und Energieorte finden sich zum Glück auch in erreichbarer Nähe…

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