Bluestocking Blue – Crossdresser Blog auf Englisch

Vivienne, ein Crossdresser hat einen Artikel über Bärtige Frauen geschrieben, der recht interessant ist. Der Blog ist auf Englisch. Link:

http://bluestockingblue.blogspot.ca/2014/05/women-with-beards.html

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Lady , Madam oder Sir??

Heute gehe ich zu einem Konzert. Auf den Eingangsstufen wird mit ein Werbezettel gereicht und der Mann sagt „Sir“ zu mir, und korrigiert sich im nächsten Moment und sagt: „Madam“. Ich lächle und gehe weiter durch die Tür ins Gebäude. Mir geht durch den Kopf, ob er jetzt meint einen Fehler gemacht zu haben? Ich hoffe nicht. – Die Engländer werden erzogen höflich zu sein. Ich vermute sie lernen, das es höflich ist „Madam“ oder „Sir“ zu jemandem zu sagen. Wenn Sie auf Ihren Job vorbereitet werden wird Ihnen das sicherlich nahe gelegt……
Zwei Klassen. Männer und Frauen. Und wenn dann jemand nicht passt? Was dann? Ratlosigkeit?!
In einem Cafe kurz vor der Schließung, weist die Bedienung die Gäste höflich darauf hin, das sie in 10 Minuten schließen werden. Dabei verwendet sie die Ansprache „Lady“ für die Frauen. Eine Person regte sich darüber auf Lady genannt zu werden. Sie spricht schon eine Weile nur mit sich selbst, nun wiederholte sie immer wieder etwas wie: „This L A D Y word…“, den Rest kann ich nicht verstehen. Sie wirkt aufgebracht. Ich höre Wortfetzen wie Feminismus, und das ganze hörte sich an, als gäbe sie eine Vorlesung an der Uni, nur das die Zuhörer für mich unsichtbar sind. Als ich sie anspreche, um zu fragen, wie sie denn angesprochen werden möchte, antwortet sie mir, dass sie nicht mit mir sprechen würde! Denkt sie vielleicht ich sei ein Mann und hat beschlossen nicht mit Männern zu sprechen? Oder spricht sie generell nicht mit jedem? Keine Ahnung. – Wie auch immer. Ich fragte mich was es mit dem Begriff Lady auf sich hatte. Erinnere mich daran, dass ich als Kind allergisch darauf reagierte, wenn meine Tante zu mir sagte, das ich bald eine junge Dame sein würde! Mit dem Begriff Dame verband ich, das ich mich dann schick anziehen und schminken müsse und mich nicht mehr frei und wild bewegen könnte, sondern steif dasitzen müsste. – Vielleicht hatte die Person auch eine entsprechende Verbindung mit dem Wort Lady. Vielleicht gab es etwas in der Feministischen Bewegung was mit dem Wort Lady zu tun hat, worüber ich nichts wusste. Ich versuchte zu recherchieren, konnte aber auf Anhieb nichts finden. Dabei lese ich stattdessen eine Nachricht, Schäuble lobe den Sieg von Conchita Wurst und sieht darin ein Zeichen für Offenheit und Toleranz. Ich bezweifle das. Wenn ich als Frau mit Bart in Deutschland weder in einer Schule noch in einem Kindergarten, noch als Verkäuferin einen Job bekomme, dann kann ich dem nicht zustimmen. – England ist da meiner Meinung nach weiter. Hier finde ich eine Frau mit Bart als Verkäuferin, und eine andere Frau mit Bart als Assistentin in einer Schule und ich selbst bekam einen Job im Büro! –
Der Eurovision Song Contest ist ein Medien Ereignis. In den Medien sieht die Freiheit ein wenig anders aus, als im Alltag. Stars können sich auffällig anziehen und Extreme leben auf der Bühne, die im alltäglichen Leben nicht bejubelt werden. Weil ein Travestiekünstler, als Sieger gewählt wurde, bedeutet dieser Sieg noch lange nicht, dass die Menschen jetzt anders denken und ihre Ängste vor Homosexuellen und Menschen die „Anders“ sind nun verschwunden sind. Ich denke die Menschen brauchen den Kontakt und die persönliche Erfahrung, dass ein Mensch der z.B. homosexuell ist, oder anders aussieht, oder anders lebt, keine Bedrohung für sie darstellt.
In den Köpfen leben alte Denkmuster und Überzeugungen, die von einer Generation an die nächste gegeben wurden. Da gibt es eine, die besagt das Zirkusleute Kinder klauen! Eine andere, das Zigeuner gernerell klauen. Und eine weitere, das Homosexualität ansteckend sein könnte. Und so weiter. – Indem Menschen andere Erfahrungen machen, können Sie alte Denkmuster ablegen.
Filme haben auch einen großen Einfluss auf Menschen. Vielleicht wäre es unterstützend Filme zu drehen, die Menschen die Angst nehmen vor den Menschen die „Anders“ sind. Aber vor allem ist es nötig, dass wir uns begegnen. Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kultur leben in Deutschland, doch nicht überall begegnet man sich und lernt sich kennen. Oft leben die Menschen wie auf einer Insel und haben nur Kontakt mit Ihresgleichen.
Man könnte ein Fach in der Schule haben, in dem es darum geht die Vielfalt kennen zu lernen und Menschen kommen zu Besuch und stellen sich und ihre Welt vor, in einem Vortrag mit Bildern und indem sie sich mit den Schülern unterhalten. Real und lebensnah, zum Anfassen nah sozusagen.
An einigen Schulen wird das schon praktiziert in Projektwochen einmal im Jahr.
Das Konzert war übrigens sehr gut. Eine Jazzband mit Namen Hutchinson Andrew Trio aus Canada war angereist zum Internationalen Bath Music Festival, das jedes Jahr statt findet.

Hier ein Video von Ihnen.

Am Abend spielt Iiro Rantala aus Finland auf den ich mich schon freue.

Jan Gabarek und The Hilliard Ensemble spielen morgen in der Abbey, doch leider ist es schon ausverkauft. Hätte ich gerne gesehen. Es ist selten das ich auf Konzerte gehe, um so mehr schätze ich die seltenen Momente.

Heidemarie Schwermer – Leben ohne Geld – 17.6. in Leipzig!

Di 17. 06. 14
19:00 Uhr
Das Sterntalerexperiment – Mein Leben ohne Geld

IM GESPRÄCH
mit Heidemarie Schwermer
Wie lebt ein Mensch ohne Geld? Diese Frage stellte sich Heidemarie Schwermer und steigt 1996 aus ihrem Leben als erfolgreiche Psychotherapeutin aus, in ein selbstbestimmtes Leben ohne Geld. Sie gründet die „Gib-und-Nimm-Bewegung“ und findet viele offene Türen, aber auch scheinbar unüberwindbare Mauern. Wichtig ist ihr die Ermutigung, unser Wertesystem zu überdenken und alternative Formen des Miteinanders zu wagen.
Eintritt zur Erstattung der Fahrtkosten an die Referentin: 4,- / 2,- Euro (ermäßigt)

LINK: http://www.frauenkultur-leipzig.de/Programm/Programm.html

Tagung in Leipzig – Vom Umgang mit der Norm 13.6.2014

Vom Umgang mit der Norm:

Passing_Scheitern_Leben for all gender
TAGUNG
Die „Gender-Kritik“ Veranstaltungsreihe des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig veranstaltet in diesem Jahr eine Tagung zu den kontroversen Fragen nach Körpernormen, Schönheitsidealen, Geschlechterrollen und der Geschlechtersemantik.
„Passing“ – das „Durchgehen als…“ ist für viele trans*Personen eine existenzielle Bedeutung und notwendige Überlebensstrategie.

Wir möchten uns eingehender mit der Frage beschäftigen, inwieweit Gender-Performance und Rollenpassing trans* und cis* Personen gleichermaßen betreffen und worin sich die Spezifika wiederum unterscheiden.

Der Grundgedanke ist dabei die Frage, was für ein weitreichendes und umfassendes Konglomerat an Mechanismen und Verhaltensweisen entsteht, durch den Druck und die Anforderung, als Mann oder als Frau „durchzugehen“.

Konzeptuell setzen wir uns mit einem gedachten, möglichen(?) gemeinsamen Scheitern an der Normalität auseinander, möchten dieses Konzept erörtern und mehrperspektivisch diskutieren, sowie seine (Un-)Möglichkeiten und Grenzen ergründen.

Eingeladen sind Menschen aus verschiedenen Bereichen queerer und/oder trans* Lebensrealitäten, aus Aktivismus, Therapie und Beratung und der Wissenschaft als Refernt_innen.
Weitere Informationen unter: www.uni-leipzig.de/~frages
Veranstaltet durch: Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (FraGes) der Universität Leipzig. In Kooperation mit Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen. Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins der Universität Leipzig, dem Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des StuRa der Universität Leipzig, der Frauenkultur Leipzig und dem Fraktionsverein Die Linke! im Bundestag.

Eintritt: frei

Nochmals zur Toleranz

Heute verkaufte ich auf einem Flohmarkt einige Sachen, um Platz zu schaffen. Dort traf ich eine Grundschullehrerin und kam mit ihr ins Gespräch. Sie erzählte mir von einer Episode im Unterricht mit ca 11 jährigen als es um das Thema ging, das Conchita Wurst den Eurovisionswettbewerb gewonnen hatte. Ein Schüler hatte wohl ein Problem damit, das die Gewinnerin ein Mann und schwul ist. Daraufhin wurde die Schulstunde genutzt um das Thema zu erörtern und zu diskutieren. Es ging auch um die Frage ob Homosexuelle denn heiraten dürften. Ihre Meinung ist, das wir andere Menschen und Lebenskonzepte tolerieren sollten. Dies versucht sie auch ihren Schülern zu vermitteln. Was für ein Zusammentreffen, gestern abend schrieb ich noch darüber auf dem blog und heute dann dieses so passende Zusammentreffen!

 

Das Wissen kann uns das Staunen nehmen.

Würde ich weniger wissen könnte ich öfters staunen. Das ging mir vorhin durch den Kopf.
Erinnerte mich an mein Geographiestudium. Wir lernten jede Menge über die Entstehung der Landschaftsformen und ich fand es sehr interessant. Auf Exkursionen hielten wir Referate und erklärten die Landschaft um uns herum. – Nach einigen Semestern hatte ich lauter Erklärungen zu den Landschaftsformen in meinem Kopf gesammelt und das Wissen stand zwischen mir und der Landschaft. Ich konnte sie nur schwer genießen, ohne sie zu erklären. Einfach entspannt und staunend betrachten war nicht mehr möglich zu viele Gedanken wollten zu Wort kommen!

Die Wissenschaft steht zwischen der Natur und uns. Andere Körperformen werden von der Wissenschaft erklärt und als „normal“ oder mit dem unangenehmen Wort „abnormal“ betitelt und als „krankhaft“ und „behandlungsbedürftig“ bewertet. Ein Arzneimittel oder eine Therapieform wird entwickelt um es zu „heilen“ und somit das vermeintlich „kranke und andersartige“ der NORM anzupassen.
Wie das wohl wäre ohne das Wissen der Wissenschaft?
Vielleicht wäre es dann etwas anderes das dazwischen stehen würde. Werte, Ideale, Religionen, wie es zu sein hat, all das steht dazwischen.

Steht zwischen mir und der Liebe. Stoppt den Zugang zu einer wundervollen Welt.
Ich gebe die Schuld der Wissenschaft, den Werten, dem Wissen. Doch  Schuld hat keiner. Die Schuld hat auch nicht die Wissenschaft.
Die Ursache finde ich in mir. Es ist meine Angst. Die Angst ist da und gut verdrängt lebt sie irgendwo in mir. Sie steht dazwischen. Und in Momenten wenn es mir so richtig gut geht, da ist die Angst nicht mehr da, und das Staunen und die Liebe treten an ihre Stelle.
Keine Notwendigkeit negativ zu bewerten oder etwas zu erklären. Es ist wie es ist. Einfach sein und genießen.
Frei von Angst sein. Die Angst lieben, ihr zuhören, sie verstehen…..sich Zeit für sie nehmen. Aus dem einstigen Feind wird ein Freund. Die Welt öffnet ihre Türen und zeigt sich von der schönsten Seite.

Die Angst resultiert immer aus eine Geschichte aus der Vergangenheit! Sie hat Ihren Ursprung darin, an etwas Gehörtes, Erlebtes oder Gelerntes zu glauben. ( Angst haben bedeutet genau das wovor man Angst hat anzuziehen – Situationen wiederholen sich – wird die Angst verstanden löst sie sich auf und etwas Neues eröffnet sich)

Wie ist das in Bezug auf zum Beispiel Homosexualität? Manche Menschen haben große Angst vor Homosexualität und Homosexuellen. Ich kann nicht wissen warum, nehme aber an sie haben in ihrer Vergangenheit Meinungen und Erklärungen darüber gehört, die ihnen Angst gemacht haben und halten an diese Gedanken fest, überzeugt das dies die absolute und einzige Wahrheit ist, anstatt diese zu hinterfragen.

Während ich das schreibe überlege ich was ist meine Angst, die ich nicht anschauen mag? Und ich finde etwas, das ich mir genauer anschauen möchte..

 

 

17. Mai Internationaler Tag gegen Homophobie

Heute ist der Internationale Tag gegen Homophobie.

Eine Karte von Europa zeigt, wo der beste Ort zum Leben in Europa ist für Homosexuelle, Trans und Queer. Definitiv ist es nicht Russland, Armenien, Aserbaidschan oder Monaco!

England hat am besten abgeschnitten! Gefolgt von Belgien dann Spanien, Portugal, Norwegen und Holland. Es wurden unter anderem folgende Kategorien berücksichtigt: Gleichheit und nicht Diskriminierung, Versammlungsfreiheit, Asyl, rechtliche Anerkennung von Gender, freier Ausdruck ….

Meine bisherige Erfahrung in England deckt sich damit. Mein Eindruck von England ist,  hier auf mehr Toleranz zu stoßen. Dennoch gibt es hier ebenso wie überall solche und solche Menschen und zum Teil auch enge Gesetze. Die Erziehung zu einem toleranten Menschen steht in diesem Land im Vordergrund, was vielleicht auch daraus resultiert, das England schon früh Einwanderer aus den englischen Kolonien hatte und man den Bedarf hatte nach einem friedlichen Miteinander.

 

 

 

 

Vollmond über London

Vollmond. Ein ganz besonderer Vollmond. Die blau beleuchteten Fassaden entlang der Themse in London und der Mond in solch einer Größe und gelben Farbe, wie ich es nur aus Hollywoodfilmen kenne . Es hatte etwas Unwirkliches. Ein Tag voller Überraschungen. Der Mond, das Wetter…Das Wetter endlich schön warm und sonnig. Die Natur in saftigem Grün.Fröhliche muntere Menschen auf belebten Straßen. Auf dem Weg zu einem Fotoshooting, in London von dem ich nicht wußte was mich erwarten würde. Noch vor der Einfahrt  treffe ich auf eine Dame, die auch auf dem Weg dorthin ist und mich fragt, ob ich zu dem PCOS Photoshooting wolle. Ich wundere mich; davon hatte ich nichts gehört, das dies das Thema war. Laut meiner Ärztin hatte ich kein PCOS,  was ich im Vorinterview erwähnt hatte.  Angekommen im Studio wurde ich geschminkt und meine Haare frisiert.  Meine Augen wurden mit langen Wimpern geschmückt. Ungewohnt zuerst. Ich hatte Mühe  meine Augen offen zu halten. Nach einigen Minuten lies das schwere Gefühl auf den Augen nach, aber es blieb ein Körpergefühl, als habe ich ein Schlafmittel verabreicht bekommen. Eine seltsame Schwere ging von oben nach unten durch meinen Körper. Dann langsam  wurde es gewohnt.Richtig gut sah das aus mit den langen Wimpern. Dann bemerkte ich, das eine der beiden Makeupartistinnen ebenfalls künstliche und wundervolle lange Wimpern hatte.

Als ich fertig geschminkt bin und um die Ecke des Schminkraums in den Warteraum schaue, wen sehe ich da?! Harnam Kaur! Ich freue mich und sie auch. Wir umarten uns. Es fühlte sich an, als würde ich sie schon lange kennen. Es tut so gut andere Frauen mit Bart zu treffen!

Schon den ganzen Tag über spürte ich eine gewisse Unruhe und Freude ohne zu wissen was sie zu bedeuten hatte. Jetzt weiß ich es!

Copyright by Harnam and Mariam

Ihre Weichheit und Weiblichkeit berührt mich. Überraschen mich. Von all den Frauen mit Bart, die ich bisher traf, ist Harnam die weiblichste für mich.

Die anderen beiden Frauen, die noch gekommen sind, haben beide ihren Bartwuchs im Griff und können sich nicht vorstellen dazu zu stehen.

Der Rummel um Conchita Wurst hat das Medien Interesse an echten Bartfrauen geweckt, für den Moment.

Mir macht es Hoffnung, ein Licht am Horizont – nach so vielen Jahren tauchen in letzter Zeit immer mehr Frauen auf, die zu ihrer Gesichtsbehaarung stehen.

Vielleicht veranstalten wir Fraruen mit Bart bald den ersten Wettbewerb für Frauen mit Bart? Aber nein, ich glaube das wird anders aussehen: wir werden uns treffen, aber nicht um zu sehen welche den schönsten oder längsten Bart hat. Wir werden uns treffen um uns gegenseitig zu unterstützen. Wir werden mehr und stärker.

Und es ist völlig egal, ob manche Leute Bartwuchs bei Frauen als eine Hormonstörung sehen. – Frau kann trotzdem dazu stehen.

So wie es Menschen unterschiedlicher Hautfarbe gibt, so gibt es auch Menschen mit unterschiedlich starkem Haarwuchs. Das ist so. Ganz ohne Krankheit!

Was ist denn eigentlich mit Männern die keinen Bart haben? Sind Menschen mit anderer Hautfarbe auch krank? Was ist das eigentlich für ein seltsames Denken, das alles was nicht einer ausgedachten Norm entspricht krank ist!?

Alles was Angst macht ist krank? Damit es aus dem Weg geschafft und  in eine Box getan wird und gut ist? Die  Angst istdann auch weg!

Die sind krank – damit muss ich mich nicht weiter abgeben.

 

 

 

Gedanken über Mann/Frau/Bart

Schlagzeilen nach dem Grand Prix über Conchita Wurst. Ich lese unter anderem sie sei wunderschön. – Mir fällt nicht nur jetzt in den Artikeln auf, das ein Mann, der sich als Frau kleidet, oder als Transvestit auftritt einen besseren Stand hat, als eine Frau mit Bart. Ich konnte noch nichts in den Medien darüber finden das eine „echte“ Frau mit Bart als schön bezeichnet wurde. Woran liegt das frage ich mich? Vorrecht der Männer? Vielleicht weil Schönheit mit Weiblichkeit und weiblichen Formen und Haarlosigkeit in Verbindung gebracht wird? Und wir seit Jahrhunderten in der westlichen Welt so erzogen und geprägt wurden? Haare und Muskeln an Frauen sind igitt, an Männern ok und vielleicht sogar noch sexy. Ein Bart an einer Frau sexy? Ein Pardoxon! Dabei gibt es sowohl Männer, als auch Frauen die auf Behaarung stehen und einen Fetish haben. Aber gut das sind wenige. Wenn ein Mann sich also als Frau anzieht und schminkt dann „verschönert“ er sich und das findet dann Beifall. Vielleicht spielt es dabei auch noch eine Rolle was für einen Typ Frau er sich aussucht. Der Status spielt eine Rolle! Wenn er sich für einen Typ Frau entscheidet im eleganten Kleid und entsprechenden Accessoires, so ist das ein hoher Status der gut angesehen wird. Würde er sich als Hausfrau mit Schürze kleiden, würde man das vermutlich nicht so anziehend finden….. Und vielleicht könnte das bei den Frauen mit Bart auch eine Rolle spielen. Schick anziehen und frisieren und schminken macht was her. Warum? Weil es uns ständig so vermittelt wird! Medien Schaufenster…wohin ich schaue, Frauen sollen geschmückt und frisiert und „bemalt“ sein. Bloß nicht wie sie von Natur aus sind. Männer hingegen schon, rauh und wild wie die Natur sie schuf, als Gegenpol und damit sie die dann durch Stöckelschuhe in der Weiterbewegung behinderte Frau auf  Händen tragen können.

Frauen, wie eine Ware aufgemotzt um sich zu verkaufen! Nachdem ich bei einem Fotoshooting war wo ich geschminkt wurde und meine Fingernägel rot bemalt wurden, sitze ich am Computer und habe ein ganz anderes Körpergefühl. Es ist als würde das Rot bei jeder Bewegung hervorstechen und mir damit meine eigenen Bewegungen bewusster machen. Schminken und sich schön kleiden kann also auch dazu beitragen sich bewusster zu bewegen. Entscheide ich mich noch dazu für lange Fingernägel, dann muss ich mich sehr vorsichtig bewegen, weil die Fingernägel abbrechen oder beschädigt werden können.  Das gilt auch für Makeup und Kleidung – die mich hindern kann zu rennen, oder mich männlich zu bewegen! Buddeln im Garten und handwerkliche Arbeit das passt dazu nicht so ganz. Und mir fällt auf, wenn ich make up trage und schicke Kleidung ist mein Selbstwertgefühl höher. Erst einmal. Es streichelt mein Ego. Ich bin mir unschlüssig wie ich das finde. Vielleicht sollte ich es mal versuchen. Eine Zeitlang mit langen Wimpern und Lidstrich und etwas Makeup leben…und mal sehen wie sich das anfühlt – was es mit mir macht und meinen gewohnten Bewegungen. Tja denke ich während ich das schreibe, nun hat mich die Gesellschaft wohl gekriegt mit ihrem Makeup Tick!? – sollte ich nicht so eng sehen spielen damit….und ich werde immer wieder gerne dahin zurückkehren natürlich sein zu wollen….weil ich mich darin am entspanntesten fühle – bisher zumindest. Die Frage warum nun eine Frau mit Bart weniger attraktiv ist als ein Mann der sich als Frau kleidet ist noch nicht so ganz gelöst….aber ich finde einige Argumente stehen schon mal da als Erklärungsversuch.

Eine letzte Frage bleibt: Wer findet eher einen Job? Der Transvestit mit Bart oder die Frau mit Bart?

Beitrag des Kanadischen Radios zur Gesichtsbehaarung

Das Canadische Radio CBC – Canadian Broadcasting Corporation wird eine mehrteilige Serie ausstrahlen in der es um Gesichtsbehaarung bei Männern und Frauen geht. Am Montag um 18:30 deutscher Zeit kann man den ersten Beitrag dieser Serie online live hören.

Leider gibt es keine Aufzeichnungen. Es wurden verschiedene Leute interviewt.  Ob ich schon im ersten Teil zu hören bin weiß ich nicht. Wer reinhören möchte zu dem Thema Bärte (auf Englisch):

Hier der Link: http://www.cbc.ca/radio/

Rechts oben in der Ecke gibt es eine Box in der steht : „Now Playing on CBC Radio.“ Rechts davon kann man den Live Feed auswählen. Es ist der Live fieed von Toronto, Ontario.

Die Sendung läuft bei Radio one, dort auf live clicken.

 

Frau mit Bart gewinnt Eurovision Song Contest 2014

Conchita Wurst….ein Name…der gerade Schlagzeilen macht. Gewinnerin beim Eurovision Song Contest. – Die Medien lieben es über Frauen mit Bart zu berichten, vielleicht weil man damit die Aufmerksam der Zuschauer und Leser bekommt ….es ist immer noch etwas das schockiert, bewegt, neugierig macht…..noch…

Vielleicht irgendwann nicht mehr, wenn es „normal“ ist.

Nachdem ich den Beitrag, den ich gerade schrieb fertig hatte, las ich Kommentare auf Youtube zu einem Video von Conchita Wurst und ich bin fassungslos. Ich glaube es müssen noch viel mehr Frauen mit Bart in die Medien, oder …..was auch immer passieren muss…. bis die Bevölkerung aufhört sich so dagegen zu wehren!!!  Aber vielleicht ist es das Phänomen Internet, wo jeder sich anonym auslassen kann…..nun gut was ich hier schreibe ist auch eher kritisch als positiv…tut mir leid. …

Diesmal ist die Frau ein Mann, der sich als Frau mit Bart ausgibt. – Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Ich höre mir das Lied an, es ist nicht mein Geschmack….aber selten gab es beim Eurovision Song Contest ein Lied, das mich umhaute oder mir gefiel. Irgendwie gefiel mir Guildo Horn damals mit seinem Auftreten besser, als er Guildo hat Dich lieb sang. Das hatte Wärme und Herz und war echt – zumindest empfand ich das so. In dem Video auf ARD sehe ich Conchita Wurst auf der Stelle stehen, wie eine Diva, was wohl auch so sein soll, doch mir fehlt das Lebendige Echte, wo der Funke überspringt, was ich schon eher in einem später entdeckten Video auf Youtube finde. –  Es muss vielen gefallen haben, sonst wäre das Lied nicht auf Platz 1 gekommen….und ich habe mir bis heute nicht die ganze Sendung angesehen, weiß also auch nicht was die Konkurrenten gesungen haben. Und ist auch ok. Es ist nicht meine Welt der Eurovision Song Contest. Nicht mehr.

Als Kind schaute ich gerne den Eurovision Song Contest. Damals war das etwas sehr exotisches und abenteuerliches und jedes Jahr sass die ganze Familie vor dem TV und schaute ihn. Ich liebte es all die verschiedenen Sprachen zu hören, von anderen Ländern zu träumen, denen ich mich durch die Sendung näher fühlte…damals als die Welt noch so groß war und es keine Globalisierung gab.Die Vielfalt ist verschwunden und so ähnlich ist es auch mit der Musik. Man muss auf Englisch singen, damit es International eine Chance hat….und Melodien ähneln sich, damit sie Erfolg haben.

Es geht um den Verkauf ums Geld. Und das auf Kosten von Authentizität, Leidenschaft, Freude und Spaß.

Es gibt so unterschiedliche und schöne Musik auf der Welt. In den Medien ist sie eine Ware, die verkauft wird und man tut alles um seine Ware zu verkaufen. Vielleicht ist die Idee sich als Frau auzugeben auch nur eine Methode die Ware zu verkaufen? Ich weiß es nicht. Nur so ein Gedanke. Habe noch nicht alles über die Geburt und Geschichte von Conchita Wurst gelesen…

Und bei aller Kritik und egal, so freut es mich doch auch das eine  „Frau mit Bart“ den Songcontest gewonnen hat…..:)

Ärger mit dem Amt

Es ist eine Weile her, da war ich Selbständig und bekam noch eine Unterstützung vom Jobcenter dazu, weil das was ich verdiente nicht zum Leben ausreichte. Damals fragte ich im Jobcenter, ob man mir eine Fortbildung bezahlen würde, damit ich bessere Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt hätte. Mein Sachbearbeiter sagte mir das ich keine Förderung erhalten würde, da ich Selbständig sei und eine Weiterbildung von mir selbst finanziert werden müsse. Also dachte ich gut, ist also Privatsache. Ich bewarb mich in Berlin an der Hochschule für Kreatives Schreiben und bekam einen Studienplatz zu einem Berufsbegleitenden Studium, bedeutete nur ein mal im Monat  für 2 Tage ein Termin und später im Studium noch seltener. Ich war also weiterhin voll arbeitsfähig. Hausaufgaben gabs auch, doch das war neben der Arbeit noch zu schaffen. Fast alle die im Kurs waren hatten soweit ich weiß einen Vollzeitjob und manche noch Familie. Ich sagte dem Amt nichts von meiner Weiterbildung, da ich davon ausging das ist das gleiche wie ein Seminar das ich privat mache, das interessiert keinen. Tja, als es dann doch noch bekannt wurde war das erste Semester gerade am Ende da schrieb mir das Amt, das ich das Geld für dieses ganze Semester zurückzahlen müsse!! Da ich erstens Studiere und zweitens es nicht gemeldet hätte. – Ich legte Widerspruch ein, mehrfach. Dann war Ruhe. Jetzt nach über einem Jahr kam wieder ein Schreiben vom Amt und man will nun Strafanzeige machen und droht auch mit einem Bußgeldverfahren. Wieder legte ich jetzt Wiederspruch ein.

Ich finde das ziemlich ärgerlich! Muss ich wegen jeder Kleinigkeit, die im Grunde meine Privatangelegenheit ist Papa und Mama Jobcenter fragen? Auf der anderen Seite wollen sie nichts fördern, außer seltsame Maßnahmen die nichts bringen außer einen irgendwo unterzubringen und die Statistiken zu schönen! (Auch schon gemacht!) – Ich finde da stimmt was nicht! Das kann einfach nicht sein, ich will von Hartz 4 weg und genug verdienen und sie stellen sich noch in den Weg! Damals brach ich das Studium ab, um weiter Hartz 4 zu bekommen, da ich es nicht alleine finanzieren konnte. Ich hatte vorgehabt weiter zu machen, doch daraus wurde nichts. – Ich schreibe weiter, auch ohne die Ausbildung. Nur einen Zettel, habe ich jetzt nicht, der vielleicht so manche Tür hätte öffnen können.

Laut SGB §3 (1) siehe hier  ist es das Recht jedes Bürgers in Deutschland gefördert zu werden hinsichtlich seiner Ausbildung. Scheint das Amt nicht so zu sehen?!

Wie kann es sein, das ich ein Straftäter bin, weil ich mich fortbilden will!!!!!

Jetzt hoffe ich darauf, das sie die Anzeige zurückziehen, oder das es nicht Rechtens ist. Zurückzahlen kann ich jetzt nichts, da ich weiterhin irgendwie durchkomme. Falls jemand das liest und sich damit auskennt, ich kann jede Hilfe gebrauchen. Danke.

Vor Monaten habe ich Deutschland verlassen und bin nicht mehr beim Jobcenter. Ich habe mich durchgeschlagen, doch es gab einige Wochen da war ich nahe dran mich auf die Straße zu setzen und zu betteln. Gemacht habe ich es nicht…..hab mir lieber was geliehen….oder konnte im Tausch auf ein Kind aufpassen….irgendwie geht es weiter…..Doch ich konnte spüren wie es ist kein Geld zu haben und Rechnungen nicht zahlen zu können und ich muss sagen für mich ist das nichts (oder noch nicht) zumindest nicht unter diesen Umständen! Es ist bewundernswert und gut das einige uns vormachen ohne Geld zu leben! Tausch ist gut, selbst anbauen auch, aber wie gesagt wie zahle ich meine Rechnungen oder tanke mein Auto? Mag sein unter bestimmten Lebensumständen kann man ohne Geld leben…ich fand die Wochen ätzend…auch wenn sie mir mehr Wertschätzung für das was ich habe beschert haben. Gute Bewußtseinsübung mit wenig auskommen zu müssen….aber als Dauerzustand stressig .

Englands Frauen bevorzugen behaarte Männer!?

Wenn man diesem Zeitungsartikel und seiner Umfrage glauben kann, dann bevorzugen Englands Frauen Männer mit behaartem Körper! Zur Gegenfrage fand ich so schnell keinen Artikel… Vermutlich wird sie klassisch ausfallen und Männer wollen die rasierte Frau. Ach ja diese Klischees! Männer sind haarig und Frauen sind glatt….Männer können ruhig einen Bierbauch haben und nach Bier riechen – und die Frau? ?  –  Sind eh Verallgemeinerungen, wo die Liebe hinfällt da fällt sie hin….

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