Das Wissen kann uns das Staunen nehmen.

Würde ich weniger wissen könnte ich öfters staunen. Das ging mir vorhin durch den Kopf.
Erinnerte mich an mein Geographiestudium. Wir lernten jede Menge über die Entstehung der Landschaftsformen und ich fand es sehr interessant. Auf Exkursionen hielten wir Referate und erklärten die Landschaft um uns herum. – Nach einigen Semestern hatte ich lauter Erklärungen zu den Landschaftsformen in meinem Kopf gesammelt und das Wissen stand zwischen mir und der Landschaft. Ich konnte sie nur schwer genießen, ohne sie zu erklären. Einfach entspannt und staunend betrachten war nicht mehr möglich zu viele Gedanken wollten zu Wort kommen!

Die Wissenschaft steht zwischen der Natur und uns. Andere Körperformen werden von der Wissenschaft erklärt und als „normal“ oder mit dem unangenehmen Wort „abnormal“ betitelt und als „krankhaft“ und „behandlungsbedürftig“ bewertet. Ein Arzneimittel oder eine Therapieform wird entwickelt um es zu „heilen“ und somit das vermeintlich „kranke und andersartige“ der NORM anzupassen.
Wie das wohl wäre ohne das Wissen der Wissenschaft?
Vielleicht wäre es dann etwas anderes das dazwischen stehen würde. Werte, Ideale, Religionen, wie es zu sein hat, all das steht dazwischen.

Steht zwischen mir und der Liebe. Stoppt den Zugang zu einer wundervollen Welt.
Ich gebe die Schuld der Wissenschaft, den Werten, dem Wissen. Doch  Schuld hat keiner. Die Schuld hat auch nicht die Wissenschaft.
Die Ursache finde ich in mir. Es ist meine Angst. Die Angst ist da und gut verdrängt lebt sie irgendwo in mir. Sie steht dazwischen. Und in Momenten wenn es mir so richtig gut geht, da ist die Angst nicht mehr da, und das Staunen und die Liebe treten an ihre Stelle.
Keine Notwendigkeit negativ zu bewerten oder etwas zu erklären. Es ist wie es ist. Einfach sein und genießen.
Frei von Angst sein. Die Angst lieben, ihr zuhören, sie verstehen…..sich Zeit für sie nehmen. Aus dem einstigen Feind wird ein Freund. Die Welt öffnet ihre Türen und zeigt sich von der schönsten Seite.

Die Angst resultiert immer aus eine Geschichte aus der Vergangenheit! Sie hat Ihren Ursprung darin, an etwas Gehörtes, Erlebtes oder Gelerntes zu glauben. ( Angst haben bedeutet genau das wovor man Angst hat anzuziehen – Situationen wiederholen sich – wird die Angst verstanden löst sie sich auf und etwas Neues eröffnet sich)

Wie ist das in Bezug auf zum Beispiel Homosexualität? Manche Menschen haben große Angst vor Homosexualität und Homosexuellen. Ich kann nicht wissen warum, nehme aber an sie haben in ihrer Vergangenheit Meinungen und Erklärungen darüber gehört, die ihnen Angst gemacht haben und halten an diese Gedanken fest, überzeugt das dies die absolute und einzige Wahrheit ist, anstatt diese zu hinterfragen.

Während ich das schreibe überlege ich was ist meine Angst, die ich nicht anschauen mag? Und ich finde etwas, das ich mir genauer anschauen möchte..

 

 

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