Eine Broschüre über Trans, Geschlecht…und mehr

Die trans*geniale f_antifa hat eine Broschüre herausgegeben mit dem Titel:

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„Mädchen? Junge? Pony?“ Sie kann auf dem Blog der trans*geniale f_antifa als PDF heruntergeladen werden oder HIER online gelesen werden. In der Broschüre sind Begriffe zum Thema Trans, und Geschlecht, sowie Begriffe wie z.B. Cis erklärt und im hinteren Teil der Broschüre finden sich weiterführende Links zum Thema.

 

 

 

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Mit dem Wohnmobil durch England?

Mit dem Wohnmobil durch England.

Als ich auf der Insel ankomme, wundere ich mich darüber wie wenig deutsche Fahrzeuge und insbesondere keine deutschen Wohnmobile, die mir begegnen. Vielleicht Zufall? – Später weiter im Land in Richtung Westen sehe ich ein oder zwei Mal ein Auto mit deutschem Kennzeichen, und ebenso viele Spanier, doch keine Autos mit französischem oder italienischen Kennzeichen und keine Wohnmobile vom Kontinent! Könnte das Fahren auf der anderen Seite ein Grund sein?

Mit dem Wohnmobil nach England. Wie sieht das aus? Kaum auf der Insel angekommen fahre ich an der Autobahnraststätte runter und möchte dort übernachten. Kein Problem normalerweise in D, F, usw. Da strahlt mich ein nicht zu übersehendes Schild an, das mir verkündet ich dürfe nur 1,5 Stunden kostenlos hier stehen, danach müsse ich zahlen und zwar 10 englische Pfund für PKWs und 15 Pfund, wenn ich ein Wohnmobil fahre! Man warnt damit, das alles mit Kameras überwacht werde und man gefunden wird und dann eine hohe Strafgebühr zu zahlen hätte! Ich bin geschockt! Was für ein Willkommen!! Ich bin müde und bezahle die Gebühr. – Am nächsten Tag in einem Ort parke ich auf dem Gelände eines großen Supermarkets um einzukaufen. Wieder das gleiche Szenario! Kameras, Überwachung und die Warnung nicht länger als 1,5 Stunden hier einzukaufen, da sonst eine Gebühr on 70 Pfund fällig wird!! – So etwas kenne ich aus Deutschland nicht. Ich suche einen Parkplatz, einen Wohnmobilstellplatz……nicht zu finden. Immer wieder Schilder an Parkbuchten oder Parkplätzen: „No Overnightstay-!“ Keine Übernachtung! Oder Park und Ride Plätze, die das Einfahren mit einem etwas höheren Dach unmöglich machen! – Wo kann man also in England legal parken und übernachten mit einem Wohnmobil??? Auf Campingplätzen, die dafür 20 Pfund und mehr berechnen! Ich kann es nicht fassen! Ein Zimmer zu mieten ist billiger, als im Wohnmobil zu übernachten, denke ich! Es sei denn, man ist zu mehreren, oder zu zweit, denn das kostet kaum mehr als Alleine mit dem Wohnmobil.

– Zum Glück traf ich wenig später auf nette Menschen, die mich auf ihrem Grundstück für einige Monate stehen ließen. Das lag wunderschön im Grünen mit großen alten Bäumen.

Die Situation jedoch ärgert mich. Das die Welt so „klein“ ist, das kein Platz gegeben wird für ein „anderes“ Leben! Wilde freie Flächen so rar sind und alles kartiert und in festen Händen! – In England hat man vielleicht Angst vor den Travellern, vor Zigeunern und „fahrendem Volk“. Vielleicht zu Recht, ich kann das nicht sagen.

In England sind die Dinge geregelt. Manchmal zu sehr. Es gibt Traveller Plätze, auf denen ich nicht übernachten möchte. Alkohol, Drogen und viel Schmutz, sind dort präsent – nicht meine Welt. – Ich treffe Menschen, die sich ein Grundstück gekauft haben und dort in einem alten LKW wohnen. Einige Zeit ging das gut, nun macht  ein Nachbar Probleme und ihr Leben ist alles andere als entspannt. Eine andere Familie, wohnt auf einem Grundstück und es wird ihnen nicht erlaubt dort ein alternatives Gebäude zu errichten. Ihre alternative Lebensweise ist auch jemandem ein Dorn im Auge. Beide Familien müssen sich nun mit den Behörden herumschlagen …und es bleibt abzuwarten, wie es ausgehen wird. – Sind wir zu viele Menschen? Ist es zu eng geworden um Frei zu sein? Um zu leben, wie man möchte? Solange man bereit ist so zu leben, wie es gesellschaftlich akzeptiert ist, ist alles ok.

Doch hat man andere Träume, möchte in einem Baumhaus, Lehmhaus, in einem LKW, Bus oder einer Holzhütte leben, dann gehen die Probleme los und man muss viel Glück und Geschick haben eine Nische zu finden, wo man die Freiheit hat dies zu tun. – Manche haben England und Deutschland verlassen und sind nach Spanien, Portugal oder auf die Kanaren ausgewandert, weil sie dort mehr Freiheit hatten ihren Traum zu verwirklichen. –

– Zurück zum Wohnmobil – es ist einfacher und preiswerter in Frankreich oder Deutschland und anderen europäischen Ländern  mit dem Wohnmobil unterwegs zu sein, als in England, denn dort gibt es immer noch Parkplätze und Stellplätze, die Nichts oder wenig kosten und das Parken an der Autobahn und das Einkaufen in Supermärkten ist nicht zeitlich so eng begrenzt!

 

 

 

 

Leben auf dem Hausboot?

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Hausboote. Auf Englands Kanälen trifft man sie überall. Auf dem Foto: Boote in Bath. Auf einem Hausboot wohnen – eine Romantische Idee. Doch wie sieht die Realität aus? Vor einigen Monaten, als es noch Winter war, hatte ich die Gelegenheit eine Bekannte auf dem Boot zu besuchen und dort zu übernachten. – Ich hatte mich sehr auf diese Erfahrung gefreut, war sehr gespannt auf das Boot, doch dann wurde daraus eine enttäuschende Erfahrung! – Inzwischen bin ich einiges gewöhnt, denn das Leben im Campingbus ist auch nicht so ohne. Doch das Leben auf dem Boot kann eine ziemlich große Herausforderung sein. Man muss körperlich sehr fit sein und praktisch begabt und keine Mühe scheuen, denn sonst gibts weder Wasser noch Brennholz! Und Strom gibt es auch nicht auf allen Booten. Internet. oder Telefonempfang gabs auch nicht…..lag wohl ziemlich ab vom Schuss an der Stelle wo es damals lag…

Um zu dem Boot zu gelangen musste ich viele Stunden mit Bussen und der Bahn fahren, um an den Ort zu kommen, wo wir uns trafen. Nochmals gings von dort weiter mit dem Bus und ein letztes Stück zu Fuss. Das Wetter war freundlich, wie meine Stimmung auch und ich freute mich auf das Boot. Malte es mir schön gemütlich aus, abends vor dem Holzofen zu sitzen, denn es war recht kühl und feucht, trotz gutem Wetter. – Das war dann jedoch alles ganz anders. – Das Boot das ich besuchte, war nicht so super in Schuss, die Isolierung lies zu wünschen übrig – Doppelglasfenster gabs auch nicht, wie ich es später bei anderen Hausbooten sah. Durch die Wände und Türritze kam ständig Feuchtigkeit rein. Nachts stürmte und regnete es und war noch feuchter. Am nächsten Tag bemerkte ich den Schimmel in den Wänden.

Die letzten Wochen hatte es viel geregnet und unglücklicher Weise hatte das Feuerholz in Plastiksäcken auf dem Deck für Tage im Regen gelegen und war klitschnass!! -Wer sich auskennt wird wisssen, das es dann auch nur schlecht heizt. Trotz Feuer war es also weiterhin kalt und feucht auf dem Boot und selbst, die in der Nacht draufgelegten Kohlen, konnten die Feuchtigkeit nicht vertreiben. – Ich verbrachte eine fast schlaflose Nacht in der mir kalt war und ich nicht entspannen konnte.  War dann am nächsten Tag entsprechend schlecht gelaunt und fragte mich wieso ich eingeladen werde auf ein Boot, das so feucht ist…und nun kommt es noch dazu: Bei meiner Ankunft auf dem Boot hatte ich ein schönes moderne Bad mit Badewanne gesehen, das jedoch nicht wirklich genutzt werden konnte, weil meine Bekannte sich überfordert fühlte bei dem kalten Wetter,  das Boot einige Kilometer den Strom aufwärts zu bringen, um den Tank mit Wasser aufzufüllen. Sie selbst konnte auf der Arbeit duschen und hatte einige Flaschen Wasser von dort zu Fuss mitgebracht, so dass es gerade mal zum Händewaschen reichte. Das war dann alles etwas zu viel für mich und ich merkte, das das Leben auf dem Boot nicht für jeden was ist, insbesondere nicht für jemanden dem es zu viel ist und zu schwierig das Boot zu bewegen, und zu kalt im Winter, um den Tank zu füllen! Ja man sollte schon Wind und Wetter abkönnen und ein etwas dickeres Fell haben, wenn man auf einem Boot leben möchte.

Die Kanalboote sind recht schmal – nicht viel mehr als 2 Meter breit und die Decke nicht so hoch – damit sie durch die vielen Brücken passen, die man auf einer Fahrt den Kanal entlang passieren muss. Dafür sind sie dann 10 Meter und länger. Im Sommer wäre der Besuch sicherlich etwas freundlicher und wärmer ausgefallen. Aber im Winter?! Was für eine Idee!! Ich war verärgert und enttäuscht, weil ich nicht vorgewarnt worden war.

Mein Fazit nach dem Abenteuer: Kein Leben in einem Boot auf einem Kanal für mich! Die Nachteile sind mir zu groß und abgesehen von der doch recht dunklen drückenden Atmosphäre ist man beschränkt nur auf den Kanälen fahren zu können, deren Wasser leider auch recht trüb ist.

Da lobe ich mir den Campingbus, mit dem ich einen größeren Bewegungsradius habe und Wasser zu besorgen ist viel leichter. Was allerdings die Übernachtungsmöglichkeiten betrifft ist England eines der schwierigsten Länder….. doch das ist ein anderes Thema und könnte ein weiterer Post werden.