Workshop: Mann sein für einen Tag!

Vor einigen Jahren fand ich einen Workshop den Diane Torr anbietet, der sich „Man for a day“ nennt. Frauen können für einen Tag in die Rolle eines Mannes schlüpfen. In der Sendung kommen verschiedene Menschen zu Worte mit ihren Gedanken zu Männern und Frauen Rollen.

Im ZDF wird der Film Man for a day unter das kleine Fernsehspielgezeigt. Ein interessanter Filmbeitrag ist entstanden, den man auf Youtube anschauen kann:

Text zum Film von Katarina Peters:

Man for a Day – mit dem Körper denken

Seit über 30 Jahren verbindet mich eine enge Freundschaft mit der Performance Künstlerin und Gender-Aktivistin Diane Torr. Als wir uns kennen lernten, zog sie gerade von Schottland nach New York und arbeitete als Go-go Tänzerin um sich durchzuschlagen. Seither erforscht sie in Theorie und Praxis Aspekte von Sexualität und Gender-Identität. Mit ihren Performances und dem von ihr seit 1989 entwickelten workshop: „Man for a Day – Gender Verhalten und Kodifizierung von Gestus“ ist sie eine der bedeutendsten Wegbereiterinnen einer weltweiten „Drag King Kultur“.
Ihr Lebenswerk kreist um die Fragen:
Was macht den Mann zum Mann, was macht die Frau zur Frau?
Wie werden wir „GE-GENDERED“?
Seit 23 Jahren hat Diane Torr mit ihrem workshop Hunderte von Frauen in die Geheimnisse des Mannseins eingeweiht und gezeigt, wie sie sich in den Mann ihrer Wahl verwandeln können. Ist es möglich Freiheiten zu schaffen und Grenzen zu überschreiten bezüglich dessen, was eine „Frau“ oder ein „Mann“ kann oder nicht kann, zunächst im Rahmen einer spielerischen Situation und dann im realen Leben? Was sind die Ursprünge von Gender-Identität?
Was ist das ursprüngliche Selbst?
Was ist das kultivierte Selbst?
Das Selbst darstellen – was heißt das?
Wer verkörpert welche Gestik?
Ist es möglich sich eine andere Körpersprache anzueignen?
Kann man viele Gender-Identitäten haben?
Und ist diese Technik hilfreich die Glasdecke zu durchstoßen, von der wir uns eingeengt fühlen?
Fragen die jede Generation von Frauen und Männern aufs neue erleidet und zu beantworten versucht.
Mein Film „Man for a Day“ begleitet eine Gruppe von mutigen Frauen die das Experiment vor der Kamera in einem workshop in Berlin gewagt haben.
Eindeutige Antworten auf die zahlreichen Fragen habe ich leider auch nicht parat – aber enorm viel Spaß am Experiment!
Katarina Peters
Dezember 2011

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