Film „Mein Sohn Helen“

jannik schürmannDiesen Film auf der ARD zu sehen, war sehr überraschend für mich, da ich bisher einen recht konservativen Eindruck vom ersten Programm bekommen hatte.

Der Film ist sehr gut gemacht, unterhaltsam, einem guten Drehbuch von Sarah Schnier,  schauspielerisch super umgesetzt von Jannik Schümann und Heino Ferch.

Es gab sehr erschütternde Momente im Film, die ich am liebsten nicht glauben möchte, wie das es immer noch Menschen gibt die Macht haben und Kinder die denken im falschen Körper zu leben in die Psychiatrie stecken wollen! Solch eine überholte Art damit umzugehen, die mich an die Nazizeit erinnert und die ich als absolut respektlos empfinde.

Die Reaktionen der Mitschüler auf die Verwandlung von Finn zu Helen empfand ich erschütternd. Leider reagieren einige Menschen reagieren aggressiv, wenn sie mit etwas, für sie Fremdem,  konfrontiert werden. Sie fühlen sich mit der Situation überfordert und wissen nicht wie sie sich verhalten sollen. Statt zu weinen vor lauter überforderung, reagieren sie aggressiv, (womöglich auch, um sich nicht die Blösse zu geben schwach da zu stehen).

Gefreut habe ich mich als die Beratungslehrerin,  Helen die Frage stellt, ob sie denn eine Frau mit oder ohne Gesichtsbehaarung sein möchte und ihr sagt, das viele Frauen Gesichtsbehaarung haben.(Ein Thema das vor Jahren noch kaum zur Sprache kam).

Auf jeden Fall ein sehr sehenswerter Film den ich empfehlen kann!!

Link zur Filmbeschreibung:

http://www.daserste.de/unterhaltung/film/filme-im-ersten/sendung/mein-sohn-helen-100.html

Mann oder Frau?

Du gehst eine Straße entlang – in der Ferne siehst Du einen Menschen. Was ist Dein erster Gedanke? Mann oder Frau?Versucht Dein Verstand herauszufinden ob dieser Mensch ein Mann oder eine Frau, ein Junge oder ein Mädchen ist?

Eine Mutter, die einen Kinderwagen schiebt. Du schaust in den Kinderwagen. Was denkst du zuerst?  Mädchen oder Junge? – Bist Du es gewohnt die Welt einzuteilen und Labels zu vergeben?

Falls Du bemerkst, das auch Du dies tust, mache mal das Experiment es nicht zu tun und den Menschen, die Dir begegnen mit Offenheit und Staunen zu begegnen und sie als einen Ausdruck und ein Wunder der Natur zu sehen. Individuell, keine Labels.

So als wärst du gerade in einem Raumschiff auf der Erde gelandet – ein Alien, das die Welt zum ersten mal sieht. Du definierst weder Dich noch die anderen Wesen über ein Geschlecht. Du bist offen und ohne Vorwissen, und siehst das, was Dir begegnet mit Neugier und Faszination. 

Sei in dieser Offenheit und Du wirst mehr sehen als je zuvor!

relax