Die große Zuckerlüge oder würden Sie Ihr Tier mit Zucker füttern?

zuckerWir wussten es schon lange das Zucker ein Gift ist. Insbesondere in den Mengen, in denen die meisten es zu sich nehmen.

6 Teelöffel pro Tag wäre noch im Rahmen und akzeptabel wird in dem Filmbeitrag „Die große Zuckerlüge“ gesagt, der noch bis 12.11.2015 auf ARTE Mediathek abrufbar ist.

Leider finden sich in über 70 % aller im Supermarkt angebotenen Lebensmittel Zucker, auch da wo er nicht nötig wäre, wie in Fischfilets oder Salatsauce. Zucker findet sich ebenfalls in den Produkten der Fastfoodketten, die von Vielen mehrmals in der Woche besucht werden.

Eine Woche lang auf Zucker zu verzichten kann verflixt schwer sein, und ist einen Versuch wert, um mal zu erleben WIE ABHÄNGIG man selbst von dem „KOKS“ fürs Volk ist!

Weißen Zucker kaufe ich seit über 15 Jahren nicht mehr. Ich ersetzte ihn mal mit Honig, dann mit braunem Zucker, jedoch meine ich den Rapadura Zucker nicht Kandiszucker!

Dafür habe ich in jungen Jahren, um so mehr weißen Zucker konsumiert. Als ich Kind war, bekamen wir Kinder gezuckerte Limonade und Tri Top (so einen süßen Sirup) mit Wasser gemischt, Marmelade aufs Brot, Honig Smacks die absolut süß waren, Zucker in den Tee, mit Zucker zubereitete Puddings oder Eis zum Nachtisch – an Sonntagen Kuchen mit weißem Zucker und so weiter….sicherlich waren das täglich weit aus mehr als 6 Teelöffel Zucker! – Dicker wurde ich erst Ende 30, davor war ich nicht dick, doch der Zucker lies meine Zähne auch nicht unbeschadet.

Ich erinnere mich daran, das ich Kekse und Schokolade „benutzte“, um mich zu trösten, um mich wohl zu fühlen, wenn ich mich gestresst oder unwohl fühlte.

Als Kind lernte ich von meinen Eltern mich mit Süßigkeiten ruhig zu stellen, zu trösten und meine Gefühle damit zu unterdrücken.

Noch heute beobachte ich wie Eltern ihren heulenden Kindern etwas Süßes zur Beruhigung geben!

Meinem Sohn hatte ich als er 1,5 Jahre alt war einen Anstecker gebastelt auf dem stand: „Ich bin auch ohne Zucker süß“ in der Hoffnung, das er auf unserer Zugfahrt nicht von gut meinenden Mitreisenden mit Keksen gefüttert werden würde.

Doch diese übersahen, oder ignorierten den Anstecker und gaben ihm dennoch Kekse.

Zu Hause versuchte ich ihm nur selten Zucker und Süßigkeiten zu geben, mit dem Erfolg, das er auch heute nicht allzu scharf auf Süßigkeiten ist. Wenn sie da sind ißt er sie, doch wenn er keine hat, kommt er gut klar damit. Er hat gelernt, Süßígkeiten nicht als Droge zu benutzen.

Über 30 Jahre brauchte ich, um vom weißen Zucker „runter“ zu kommen. Mittlerweile schaffe ich es eine Woche lang keinen Zucker zu essen, womit ich auch Honig meine und sonstige Süßstoffe. Manchmal merke ich, das ich etwas Süßes brauche, um mich besser zu konzentrieren, doch da gibt es ja auch Obst oder andere Kohlenhydrate, um das zu ersetzen.

Kokosblütenzucker ist ein guter Ersatz, doch mein Ziel ist es Zucker nur noch gelegentlich zu essen und generell davon weg zu kommen.

Vielleicht wirkte sich der Zucker Konsum erst nach mehr als 30 Jahren schädlich auf den Körper aus? Erst kann der Körper das noch alles wegstecken, doch dann irgendwann ist es einfach zu viel und er kollabiert und entwickelt Stoffwechselerkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes oder eine Schilddrüsenerkrankung die ich in Form von Hashimoto Thyreoiditis bekam. Die Ursache ist ungeklärt, doch denke ich hat der Zucker dabei sicherlich auch seine Rolle.

Mal sehen, ob der Verzicht über die nächsten Jahre hilft, das Übergewicht wieder loszuwerden. Einen Versuch ist es wert. Diäten und Fasten halfen mir nicht. Aber ich habe den Eindruck Kohlenhydrate niedrig zu halten und Zucker weg zu lassen ist ein guter Weg und ein gutes Training, ein aufkommendes Wohlgefühl nicht sofort mit etwas süßem wegzudrücken, sondern es auszuhalten anzunehmen und neue Wege zu entdecken wie ich damit umgehen kann und was es mir sagen will.

Zucker schwächt den Willen und die Fähigkeit mit Konflikten und unangenehmen Situationen konstruktiv umzugehen. Oft wussten die Eltern nicht mit Konflikten besser umzugehen, als den Kindern den Mund zu stopfen und sie zu unterdrücken und in der Schule gibt es solch ein Fach leider noch nicht in dem man lernt mit Konflikten konstruktiv umzugehen.

Viele Menschen sitzen in Jobs; die sie stressen und die unbefriedigend sind und „brauchen“ ihre täglichen Marsriegel und sonstigen Süßigkeiten und Kaffee um „durchzuhalten“…..weil andere Wege scheinbar nicht möglich sind……?

Seltsam, wir Menschen essen so viel Zucker, doch einem Pferd sagen wir soll man keinen Zucker geben es würde davon blind werden. Und nur wenige unwissende würden ihrem Hamster, Kaninchen oder sonstigem Haustier Bonbons und Schokolade geben!

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