Butches – Amiee Ross

butch eke

Amiee

Heute in Link zu einem Artikel mit interessanten Fotos des Fotographen S.D. Holman, von Butches, darunter auch Fotos von Amiee Ross.  Von ihr hängt auch ein Foto in meiner Installation in der Bartausstellung im Neuen Museum in Berlin. Butch – Not like other girls – ist der Titel des Buches mit Fotos von S.D. Holman.

Hier der LINK: http://mic.com/articles/106382/these-9-portraits-of-amazing-butches-are-shattering-stereotypes-about-masculinity#.co09qaUL7

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Bärtige Frau wurde verhaftet und „Ladybeard“ gewinnt beim Wrestling!

Die Präsenz bärtiger Frauen in den Medien hat in den letzten Jahren zugenommen. Nicht alle sind erfreulich. Hier einige wenig erfreuliche Meldungen. Bleibt zu hoffen, das diese Meldungen keine neuen Vorurteile kreieren!

Als vor mehr als hundert Jahren bärtige Frauen gehäuft im Circus zu sehen waren, suchten die Ärzte nach Erklärungen, um sie als krank bezeichnen zu können. – was Anders ist, macht Angst und wird schnell mal als Gefahr oder als krankhaft verurteilt! – Was wir mit den Meldungen, die wir in den Nachrichten und der Zeitung llesen machen, ist unsere Verantwortung! Wir selbst müssen nicht alles was da geschrieben steht glauben, und wir können wachsam sein, ob das Gelesene in uns neue Vorurteile wachsen lässt.

11111Woman-Arrested-in-Moscow-for-Drawn-On-Conchita-Wurst-Style-BeardIn Russland verhaftete die Polizei eine Frau, die sich einen Bart im Stil von „Conchita Wurst“ ins Gesicht gemalt hatte!! Die Festnahme geschah als mehrere Aktivisten eine Gayparade organisierten und diese von den Behörden gestoppt wurde. Mehrere Personen wurden verhaftet. Die Russen haben ein Problem damit Menschen, die sich nicht in das übliche Verhaltensmuster von Mann und Frau einfügen wollen zu akzeptieren und gehen leider auch mit Gewalt gegen diese Menschen vor! Der Artikel erschien Anfang Juni 2014.

In Californien hat die Polizei an den Weihnachtstagen eine Frau mit Bart verhaftet, die im Park einen Mann verletzt hat. Als ich las, das eine ca. 400 Pfund schwere bärtige Frau einen Mann angegriffen und verletzt hat und dann weglief……hörte es sich wie ein schlechter Witz an. In mehreren Artikeln war das Foto der Frau deren Name Maryann Victoria Reeves lautet, nicht zu sehen, statt dessen bildete man ein Foto von Clementine Delait daneben ab!! – Wie kann man sie mit der Geschichte in Verbindung bringen? In einem anderen Artikel wurde das Bild der Frau gezeigt.  mary ann cvictoia reeves

 

 

 

 

 

Oktober 2015 wurden ein Mann und seine bärtige Ehefrau verhaftet.

Eine andere bärtige obdachlose Frau soll im Oktober 2013 in den USA Kinder belästigt haben und wurde verhaftet.

Noch eine erheiternde Meldung über einen Mann der als „Ladybeard“ beim japanischen Frauenwrestling mitmacht und eine ähnliche Botschaft in Japan vermittelt wie Conchita Wurst in Europa.ladybeard

 

Filmtip: „BÄRENMÄNNER“ – Uraufführung in Berlin

screenshot-10-675x378Im Schwulen Museum in Berlin wird am  19. Dezember 2015,
um 15.00h und 19.00Uhr ein Film zum Thema Bärte uraufgeführt. Titel des Films:

„BÄRENMÄNNER“ // „BEAR MEN“

Film-Feature von Gerald Backhaus, 55 Minuten, Deutsch mit englischen Untertiteln

Aufgrund des großen Interesses gibt es zwei Vorführungen am 19. Dezember um 15 Uhr und 17 Uhr

Anschließend um 18 Uhr Podiumsdiskussion mit dem Regisseur Gerald Backhaus, Kevin Clarke, Ingo Gust und Laura Méritt

Metrosexuelle, Spornosexuelle, Lumbersexuelle – wer blickt da noch durch? Während Mode, Marketiers und der ständige Abgrenzungsdrang der Jugend einen neuen Archetypen nach dem anderen ins Rennen schicken, versucht Gerald Backhaus in seinem Feature „Bärenmänner“ der Sache mal auf den Grund zu gehen: Warum ist Stärke angesagt? Warum tragen Männer heutzutage vermehrt Bärte? Was macht das Mann-Sein aus? Und wie ist ihr Verhältnis zur Körperbehaarung? Kern aller Fragen? Die Suche nach dem „Bär im Mann“. Unterhaltsam und mit einem zwinkernden Auge gedreht. Etwa bei einem Konzert von Rummelsnuff, der Bread & Butter Modemesse, beim Barbier, mit „bärigen“ Männern beim Sport, mit einer Sexologin sowie bei einer Rücken-Enthaarung. Höhepunkt des Films ist das Eintauchen in die schwule Bärenszene in Köln, in der der „Mr Bear Germany“ gewählt wird. (Text entnommen der Ankündigung vom Schwulen Museum)

Führung mit Gespräch durch die Bartausstellung

Beards Kevin Clarke Am Donnerstagabend  dem, 17.12. um 18 Uhr gibt es eine Führung mit Kevin Clarke dem Autor des Buches: „Beards: An Unshaved History“ durch die Bart Ausstellung, mit der Gelegenheit zum Gespräch.

Ankündigungstext:In der dialogischen Führung durch die Ausstellung möchten wir gemeinsam mit Kevin Clarke und dem Besucher der Frage nachgehen, wieso man(n) heute Bart trägt. Sind es die Bärenmänner aus der Schwulenbewegung, ist es der bärtige New Yorker Feuerwehrmann oder eine Gegenbewegung zum haarlosen Metrosexuellen? Anhand der Objekte in der Ausstellung möchten wir gemeinsam mit euch diskutieren, was den heutigen Berliner zum Bart bewegt.”

Teilnahmegebühr: 4 €
Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung erforderlich unter:
Tel. 030 / 266 42 42 42 oder: service@smb.museum
Treffpunkt:  im Neuen Museum

Infos unter dem  LINK

Weitere Führungen gibt es im Januar 2016. Kuratorenführungen am 7. und 14. Januar

Am 21. Januar ein Ausstellungsgespräch mit dem Titel: „Haarige Angelegenheiten“

Bartausstellung im neuen Museum

Ausstellung "Bart - zwischen Natur und Rasur"

Die Künstlerin und Bartträgerin Mariam präsentiert am 10.12.2015 in Berlin in der Ausstellung „Bart – zwischen Natur und Rasur“ im Neuen Museum die Geschichte von bärtigen Frauen. Die Ausstellung ist vom 11.12.2015 bis 28.02.2016 geöffnet. Foto: Jens Kalaene/dpa +++(c) dpa – Bildfunk+++

Gestern besuchte ich die Ausstellung und freute mich über die starken Besucherzahlen und das große Interesse. Mit einigen Menschen kam ich ins Gespräch und hoffe ich werde den Besuch bald wiederholen können.

In der kommenden Woche, am 17.12. um 18 Uhr gibt es eine Führung mit Kevin Clarke dem Autor des Buches: „Beards: An Unshaved History“ durch die Bart Ausstellung, mit der Gelegenheit zum Gespräch. Ankündigungstext:In der dialogischen Führung durch die Ausstellung möchten wir gemeinsam mit Kevin Clarke und dem Besucher der Frage nachgehen, wieso man(n) heute Bart trägt. Sind es die Bärenmänner aus der Schwulenbewegung, ist es der bärtige New Yorker Feuerwehrmann oder eine Gegenbewegung zum haarlosen Metrosexuellen? Anhand der Objekte in der Ausstellung möchten wir gemeinsam mit euch diskutieren, was den heutigen Berliner zum Bart bewegt.“

Teilnahmegebühr: 4 €
Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung erforderlich unter:
Tel. 030 / 266 42 42 42 oder: service@smb.museum
Treffpunkt:  im Neuen Museum

Infos unter dem  LINK

Am 19.12.zeigt das Schwule Museum einen Film zum Thema Bärte.  Weitere Infos HIER.

Zur Ausstellung wurde in den Medien viel berichtet. Zeitungen, Radiosender, RBB, ARD und ZDF berichteten. Der Artikel, der mir am besten gefiel, stammt von Harald Jähner und wurde gestern von der Berliner Zeitung veröffentlich.  LINK  zum recht ausführlichen Artikel mit dem Titel: „Neues Museum zeigt imposante Bärte“.

 

 

 

Haare – welche Bedeutung geben wir Ihnen?

Ein Bart ist männlich?

Was macht Haare männlich oder weiblich?
Haare sind Auswüchse aus der Haut, mal zart und weich oder auch kratzig und hart, gelockt oder glatt, dunkel oder hell. Haare können wärmen, sie können vor starkem Sonneneinfall und vor Kälte schützen, sie halten den Schweiß auf und helfen ihn zu verdunsten.

Die Bedeutung weiblich oder männlich, schön oder nicht schön, verleihen wir ihnen. Haare am Körper mögen uns ängstigen, erinnern an das Wilde und Animalische, das auch in uns lebt, dem wir zu entkommen versuchen, indem wir es versuchen zu bändigen und zu kontrollieren. Gefühle werden nicht ausgedrückt und zurückgehalten, Haare die stellvertretend für das Wilde gesehen werden, wird mit allen Mitteln zu Leibe gerückt, die Körper glatt gelasert, epiliert, gewachst und anderen schmerzhaften Prozeduren unterworfen, damit man „gesellschaftsfähig“ ist. Denn schließlich sehen wir Menschen uns seit langem als zivilisiert an. – Um 1900  sah man in Menschen mit extrem starker Körperbehaarung ein Bindeglied zwischen Menschen und Affen. Der Mensch wollte sich abgrenzen zum Tier und man stellte diese Menschen zur Schau unter dem Aspekt des Kuriosen, und im Dienste der Wissenschaft, doch mit einem  erniedrigenden Blick, als etwas Tierisches, als dem Menschen untergeordnet.
Wir Menschen geben den Dingen Bewertungen und Geschichten.
Doch im Grunde sind die Dinge neutral. Sie sind einfach.
Wenn wir zurückkommen zu jenem Moment der Unschuld, in dem wir uns einst befanden, bevor wir sprechen konnten, bevor wir Worte und Interpretationen kannten, dann sehen wir den Bart oder die Körperbehaarung als ein Phänomen im Gesicht, das keinerlei Bedeutung hat.
In jenem Moment der Unschuld, erkunden wir mit Neugier und Offenheit, und wir erleben Faszination und Begeisterung für das Unbekannte.

Gleich was die Gründe für Haare im Gesicht und Körperbehaarung sind, sie sind eine Erscheinung der Natur und des lebendigen Lebens.
Wieso sollte alles, was nicht in ein Gedankenkonstrukt des Menschen passt bekämpft und unter Kontrolle gebracht werden?
Alles hat seine Schönheit. So auch der Bart einer Frau.