Zwischen den Geschlechtern – Video

Ein sehr guter, informativer Dokumentarfilm zum Thema: Zwischen den Geschlechtern. Empfehlenswert!

Länge ca 1 Stunde die sich lohnt!!! Unbedingt anschauen!!

Weiterführender Link:  Ins A. Kromminga

In dem Beitrag wird der Fall Brian und Bruce Reimer erwähnt. Dazu gibt es eine ausführliche Dokumentation vom BBC

http://www.dailymotion.com/video/x225vd0_bbc-horizon-2000-the-boy-who-was-turned-into-a-girl_shortfilms

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Weder Mann noch Frau – ORF 2 Beitrag am Donnerstag 9.2.2017 – 21:05

 

Am Donnerstag dem 9.2.2017 zeigte das ORF 2 einen Beitrag über intersexuelle Menschen in der Sendung:  „Am Schauplatz“- Den Beitrag kann man danach noch auf der Mediathek des ORF anschauen und hier auf der Seite.

Hier der Text dazu vom ORF 2:

Am Schauplatz

Weder Frau noch Mann?
Kommt ein Kind auf die Welt wird meist als erstes die Frage gestellt: ist es ein Mädchen oder ein Bub?
Was ist aber wenn keines davon zutrifft, wenn das Baby mit nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen auf die Welt kommt? Jedes Jahr werden in Österreich ca. 25 Kinder geboren die weder eindeutig als Buben noch als Mädchen eingeordnet werden können. Von Intersexualität oder Zwischengeschlechtlichkeit ist dann die Rede. Und weil es in unserer Gesellschaft nur männlich oder weiblich gibt, werden nach wie vor aus vielen intersexuellen Kindern mittels geschlechtsangleichender Operationen echte Buben oder Mädchen gemacht. Diese Eingriffe haben oft traumatische Folgen für die Betroffenen. Am Schauplatz Reporterin Nora Zoglauer hat ein Jahr lang zwei intersexuelle Menschen mit der Kamera begleitet. Der 28 jährige Tobias Humer wurde von seinen Eltern als Mädchen aufgezogen und hat erst mit 14 erfahren, dass er intersexuell ist. Kurz darauf wurde er zur Frau operiert. Eine irreversible Entscheidung die sich als falsch herausstellte. „Die Option, dass sich so bleibe wie ich bin, hat es nicht gegeben“ sagt Tobias. Alex Jürgen kam als Bub, mit einem viel zu kleinen Penis auf die Welt. Man entschied ihn als Alexandra aufzuziehen. Mit 16 Jahren folgten Penis -und Hodenamputation und Alexandra bekam eine künstliche Vagina. Alex Jürgen der heute offen als intergeschlechtlicher Mensch lebt, hat jetzt eine Klage eingebracht. Da er weder Frau noch Mann ist, will er auch in seinem Pass und seiner Geburtsurkunde die Kategorie „Drittes Geschlecht“.
(Wh. im Nachtprogramm, ORF2)

Die Bart Ausstellung im Neuen Museum ist eröffnet!!

bartclub 10.12.2015

Ein aufregender Tag! Die Bartausstellung im Neuen Museum wurde heute Abend eröffnet. Über 200 Gäste waren gekommen und schauten sich mit  Interesse die Ausstellung an. Die Tagesthemen berichteten in der Nacht kurz darüber, und auch Stilbruch im Rbb brachte heute einen Beitrag.

Für die Ausstellung die aus einer Zusammenarbeit von einer großen Gruppe von Volontären aus den Berliner Museen ist, baute ich eine Installation, in Anlehnung an meine Hütte mit der ich die letzten Jahre mit dem Circus reiste und auf Festivals war.

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Zu sehen sind darin Bilder von Bärtigen Frauen aus der heutigen Zeit und aus früheren Zeiten, als Frauen mit Bart in Sideshows, Schaubuden und auf Jahrmärkten auftraten.

Es geht mir darum aufmerksam zu machen, das Frauen auch Gesichtsbehaarung haben, etwas das meistens versteckt und auch in meinem Biologieunterricht geleugnet wurde.

Viele wissen nicht das schätzungsweise 3o % aller Frauen auf der Welt Gesichtsbehaarung haben und viele davon so stark, das sie sich einen Bart wachsen lassen können. So nahmen bei der Aktion Movember  in England und den USA nicht nur Männer sondern auch Frauen teil. Auch in Deutschland gibt es die Bewegung Movember, bei der jedoch hierzulande bisher, soviel ich weiß, keine Frauen teilgenommen haben. Das kann sich ja noch ändern!

Die Installation soll auch einladen darüber nachzudenken welche Vorurteile mit einem Bart bei Frauen verbunden werden.

Ein kurzes Interview mit mir ist darin zu sehen und sehr interessante Statements, einiger der ausgestellten Frauen, können in einem Heft nachgelesen werden.

Ich werde hin und wieder mal in der Ausstellung sein, um mit Besuchern ins Gespräch zu kommen und zu erfahren was ihre Gedanken dazu sind, und etwas zur Geschichte der Bartfrauen erzählen.

Zur Eröffnung waren auch einige der Mitglieder des Berliner Bart Clubs gekommen  und machten zusammen mit mir Fotos.

Sie nehmen übrigens gerne noch neue Mitglieder auf!!

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Frankreich: Videobeitrag über eine Frau mit Bart

2012 im April erschien dieses Video, das ich heute entdeckte.

 

Der Beitrag ist in einer für das Fernsehen üblichen Weise aufgebaut.

Man filmt die Frau mit Bart beim Blick in den Spiegel, beim Rasierer kaufen und rasieren, mit Freunden oder Familie, will wissen wie sie alle reagieren. – Und immer wieder geht es darum, wie Frau mit Bart sich anpassen kann, um nicht aufzufallen. Es ist auch nicht einfach und sehr nervig, wenn andere Menschen befangen reagieren, und damit der Kontakt mit Menschen, die Frau mit Bart zum ersten Mal begegnen,  „behindert“ und „gestört“ wird, nur weil man „anders“ aussieht. Aber wie soll sich etwas verändern, wenn sich alle an „alte“ Ideen und Bilder anpassen und wenn die, die anders aussehen versteckt oder „zurechtoperiert“ werden, um ins Schema zu passen! Ich finde es tut uns Menschen gut, auch mal etwas außerhalb der Norm zu sehen. Es regt an in andere Richtungen zu denken.

Von einem Afrikaner hörte ich, das es in Afrika öfters Frauen mit Bart gäbe, die ihn auch stehen lassen. Dort haben diese Frauen den Ruf stur bzw stark und eigenwillig zu sein.

Je nach Kulturkreis werden unterschiedliche Eigenschaften und Eigenheiten auf eine Frau mit Bart projeziert. In Spanien werden magische und seherische Fähigkeiten in Verbindung mit der Frau mit Bart gebracht. Die Heilige Kümmernis oder Wilgefortis, die Frau mit Bart am Kreuz wurde von Polen, über Österreich, bis nach Spanien verehrt und dort gibt es Bildnisse der Wilgefortis, die in Frankreich Affligée und in Spanien Librada genannt wird. Wilgefortis heißt von starkem Willen, und da findet sich eine Verbindung zur Bedeutung, die man dem Frauenbart in Afrika gibt!

Frauen mit Bart gab es schon vor hunderten von Jahren

margaret halsebaerFrauen mit Bart.

Ob es sie schon immer gab? Ich nehme an ja. Jedenfalls gibt es Zeugnisse, daß es sie schon vor vielen hundert Jahren gab. Ein Bildnis, das im Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen hing, zeigt Margret Halseber, eine Frau mit Bart. Es wurde um 1550 in Öl auf Eichenholz gemalt. Doch ist es nicht mehr im Aachener Museum zu sehen, da es leider 1972 gestohlen wurde und seitdem nicht mehr gefunden wurde!!! Allerdings gibt es mehrere Versionen und eine davon hängt in der Alten Pinakothek in München. Die Geschichte der Bildnisse der Margaret Halseber, die vermutlich aus Basel stammte ist sehr interessant und ausführlich auf Wikipedia nachzulesen!

Mehr über Frauen mit Bart könnt ihr in der Ausstellung: Bart – zwischen Natur und Rasur im Neuen Museum in Berlin ab dem 11.12.2015 bis 29.02.2016 erfahren.

Bart zwischen Natur und Rasur Ausstellung in Berlin

Bart- zwischen Natur und Rasur Ausstellung Berlin

In Berlin wird vom 11.12.2015 bis 28.2.2016 die Ausstellung Bart zwsichen Natur und Rasur zum Thema Bart stattfinden.

Zur Ausstellung werde ich einen Pavillon gestalten, gewidmet den Frauen mit Bart und ihrer Geschichte. Gerade bin ich mit der Gestaltung beschäftigt. Mehr dazu gibt es zu lesen wenn die Ausstellung eröffnet wird.