Weder Mann noch Frau – ORF 2 Beitrag am Donnerstag 9.2.2017 – 21:05

 

Am Donnerstag dem 9.2.2017 zeigte das ORF 2 einen Beitrag über intersexuelle Menschen in der Sendung:  „Am Schauplatz“- Den Beitrag kann man danach noch auf der Mediathek des ORF anschauen und hier auf der Seite.

Hier der Text dazu vom ORF 2:

Am Schauplatz

Weder Frau noch Mann?
Kommt ein Kind auf die Welt wird meist als erstes die Frage gestellt: ist es ein Mädchen oder ein Bub?
Was ist aber wenn keines davon zutrifft, wenn das Baby mit nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen auf die Welt kommt? Jedes Jahr werden in Österreich ca. 25 Kinder geboren die weder eindeutig als Buben noch als Mädchen eingeordnet werden können. Von Intersexualität oder Zwischengeschlechtlichkeit ist dann die Rede. Und weil es in unserer Gesellschaft nur männlich oder weiblich gibt, werden nach wie vor aus vielen intersexuellen Kindern mittels geschlechtsangleichender Operationen echte Buben oder Mädchen gemacht. Diese Eingriffe haben oft traumatische Folgen für die Betroffenen. Am Schauplatz Reporterin Nora Zoglauer hat ein Jahr lang zwei intersexuelle Menschen mit der Kamera begleitet. Der 28 jährige Tobias Humer wurde von seinen Eltern als Mädchen aufgezogen und hat erst mit 14 erfahren, dass er intersexuell ist. Kurz darauf wurde er zur Frau operiert. Eine irreversible Entscheidung die sich als falsch herausstellte. „Die Option, dass sich so bleibe wie ich bin, hat es nicht gegeben“ sagt Tobias. Alex Jürgen kam als Bub, mit einem viel zu kleinen Penis auf die Welt. Man entschied ihn als Alexandra aufzuziehen. Mit 16 Jahren folgten Penis -und Hodenamputation und Alexandra bekam eine künstliche Vagina. Alex Jürgen der heute offen als intergeschlechtlicher Mensch lebt, hat jetzt eine Klage eingebracht. Da er weder Frau noch Mann ist, will er auch in seinem Pass und seiner Geburtsurkunde die Kategorie „Drittes Geschlecht“.
(Wh. im Nachtprogramm, ORF2)

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Wien Hostels

20170205_152734Seit einigen Wochen bin ich immer mal in Wien. Ich hatte gehofft hier eine Wohnung oder ein Zimmer in einer WG zu finden. Nachdem das nicht klappte und auch kein Job in Sicht ist, nehme ich es mal als Zeichen das hier nicht der Ort ist an dem ich wohnen sollte. – Wo dann – ist die Frage.

Also wohne  ich seit Monaten in Hostels. Dort gibt es „Dorms“ in denen man mit 4 -20 Personen in einem Raum schläft. Da kommt man ziemlich an seine Grenzen. Teils wird bis in die Morgenstunden gesurft und auf Facebook gepostet, Handy und Laptops flackern bis gegen 4 Uhr morgens andere Geräte werden geladen und von dort kommen Lichtblitze, wie auch von der Decke, von den Feuermeldern!

20170205_153725Gegen das Schnarchen und andere Geräusche habe ich Ohropax, gegen die Unruhe im Raum kann ich mich nicht schützen. Die einen wollen das Fenster zu, ich will es auf. Wenn viele Personen in einem Raum schlafen, kann man nicht alle Fenster dicht machen es wird nicht nur feucht man braucht auch Sauerstoff. Doch die Spanier und die aus Südamerika sind da nie meiner Meinung. Denen ist es im Winter hier eh zu kalt, selbst in geheizten Räumen frieren sie noch. Die haben sich im Grunde die falsche Jahreszeit ausgesucht, um nach Europa zu kommen.

Andere beziehen die Betten nicht und schlafen in den Decken und Kissen ohne sie zu beziehen halb nackt und entsprechend ist der Geruch der Bettwäsche danach!

20170205_153548Schimmel bildet sich in den Bädern vieler Hostels, auch Matratzen sind an der Unterseite verschimmelt und andere Stellen an Wänden oder an den Fenstern. Lüftungsanlagen sind nicht stark genug, oder die Öffnung nicht groß genug, um die Feuchtigkeit abzuziehen. Frage mich ob die, die ein Hostel planen jemals in einem Dorm genächtigt haben. Das sollte man um solche Konstruktionsfehler zu vermeiden, die dazu führen das es überall schimmelt.

20170113_135116Ich bin mittlerweile extrem genervt – nach so vielen Wochen immer mit anderen Menschen auf engstem Raum,  keine Privatsphäre, Gerüche, Geräusche, schlechter Schlaf, – hoffe auf ein Ende, auf einen Ort wo ich mich entspannen kann. Doch die  Wohnungssituation in Deutschland, Österreich und anderen Ländern Europas ist schwieriger geworden, mehr Menschen wollen bezahlbaren günstigen Wohnraum und der ist jetzt knapp geworden. Viele sind obdachlos, leben auf der Straße oder wohnen in Hostels, oder auch Wohnmobilen. Da bin ich nicht alleine mit dieser Situation. Das Wohnmobil, in dem ich einige Jahre wohnte musste vor längerem schon verkauft werden, da die Ersatzteile kaum mehr zu bekommen und die Kosten für die Reparaturen auch gestiegen waren. Seitdem suche ich nach einem Ort wo ich mich zu Hause fühle.

 

 

 

 

 

 

 

790. Tag Wien

Heute waren Margan und ich in der Barbara Karlich Show zu sehen, doch ich habe es nicht geschafft die Sendung zu schauen. Meine Freunde in Wien haben alle keinen Fernseher beziehungsweise war bei einer Freundin der Fernseher schon verpackt da sie am umziehen ist….und das war dann doch zu umständlich….

Statt dessen hatte ich heute Waschtag. Gar nicht so einfach einen Waschcenter in Wien zu finden. Dank Internet hatte ich einige Adressen. Zwei Waschcenter, Green and Clean machten schon um 22 Uhr zu.

Doch ein Waschcenter in der Rauscherstraße 14, am Augarten ist 24 Stunden offen und dort konnte ich meine Wäsche trocknen, denn bei dem Wetter dauert das zu lange. Leider wurden die Trockner im Waschcenter selbst auf höchster Stufe nur lauwarm und es dauerte fast eine Stunde, bis die Wäsche trocken war! (Gut für empfindliche Wäsche, denn in manchen Waschcentern wird der Trockner zu heiß.)

Kurioses in Wien

An einem Teich im Park sah ich dieses Schild.

Das andere Schild hat wohl jemand „verschönert“…

Auf dem dritten Foto ist ein Automat zu sehen, der Comics ausgibt…

und ein weiterer Automat ein Heiratsautomat steht im Pratermuseum…

317. Tag Letzter Tag in Wien

Foto565Mittags schaute ich mir noch einmal ein Zimmer an. Das war sehr schön, doch es war für einen längeren Zeitraum, und ich wollte nur eins für einige Monate. Als ich am Nachmittag Siran traf, erzählte ich ihr von dem Zimmer, denn sie sucht etwas für die nächsten Semester. Morgen wird sie sich das Zimmer ansehen und vielleicht klappt es ja. Die Frau, die dort wohnt ist sympatisch und angenehm. Überhaupt habe ich in Wien neue Bekanntschaften gemacht mit lieben Menschen.

Ausstellung WienEine Ausstellung mit dem Titel: „Barbiefreie Zone“ war am Dienstag im Palais Dietrichstein in Wien, zum Thema Sexismus und Rollenbilder eröffnet worden. Leider war sie schon zu, als ich davon in der Zeitung lasen. Die Organisation Amazone sucht noch Ausstellungsmöglichkeiten an anderen Orten. Wäre vielleicht was für Berlin….

Heute war der letzte Tag und Siran und ich schlenderten durch die Stadt und testeten zwei Eisdielen, Zanoni und den Eissalon am Schwedenplatz. Beide sind sehr zu empfehlen. Letzterer hat sogar Bioeis. Der Eissalon ist direkt an der U Bahn Station Schwedenplatz. Ein übergroßes Angebot an Eissorten, einige davon wechseln täglich. Hier die Internetadresse: www.gelato.at

Wir setzten uns ans Wasser in eine schöne Strandbar, wo wir im Liegestuhl den restlichen Abend verbrachten. Schön wars. Die Brücken Rot und Blau beleuchtet.

Nachtrag, 316. Tag Rund um den Stefansdom in Wien

Ampel WienMittags fuhr ich zum Stefansdom. Schaute mir den Dom und das Gebiet um den Dom herum an. Eine nette Ecke von Wien. Interessante Architektur und Läden. Es war heiß und ich kaufte mir ein Eis. Eisdielen gibt es rund um den Dom jede Menge und welches Eis nun das Beste ist, kann ich auch nicht sagen, dafür müsste ich mich eine Woche lang durch all die Sorten essen! Auch sind die Geschmäcker und Vorlieben da sehr verschieden. Im Unterschied zu Deutschland bekommt man das Eis in Österreich nicht immer in Kugeln zu kaufen. Oft wird es auf die Waffel gespachtelt und kann aus mehreren Sorten bestehen. Die kleine Portion kostete von 1,70 bis 2,10 €.

SchaufensterWieder schauten die Menschen. Ich überlegte mich zu den anderen „Standfiguren“ vor dem Dom zu stellen und Geld als bärtige Frau zu verdienen. Doch irgendwie wollte ich dann doch nicht. Zu langweilig vielleicht? Angst? Ich weiß nicht. Stimmte irgendwie nicht.

Ein kleines Mädchen, vielleicht sechs Jahre alt, das mir entgegen kam, schaute mich an und tönte mit verwunderter Stimme: „Hä???!!“

ApothekeNeben dem Dom gibt es einen Laden von Manner mit Neapolitaner Schnitten aber auch Stramplern und Handtüchern und anderen Artikeln mit dem Schriftzug Manner drauf.

Pferdekutschen befördern die Touristen durch die Straßen rund um den Dom und sind hier noch zahlreicher vertreten als in Dresden.

Gleich den Taxis reihen sie sich an der Rückseite des Doms auf und warten auf Fahrgäste.

ManschettenknöpfeIn den Schaufenstern der kleinen Läden sah ich die seltsamsten Dinge. Eines waren Manschettenknöpfe aus Stoff.

TatooshirtsIn einem Geschäft gab es Shirts die Tatoos auf der Haut nachahmten und vermutlich als Ersatz für solche dienen sollten!

Vor einem Spielwarenladen stand ein Schlumpf mit Flagge.

So viele Eindrücke, die passen hier leider gar nicht alle hin. Da kann ich nur jedem empfehlen selbst durch die Straßen rund um den Stefansdom zu gehen und es live zu sehen!

316. Tag, Tagebuch Schwer verdaulich für Katzenliebhaber….

Werbeplakat Am Morgen gegen sieben Uhr ging es hier in der anderen Wohnung los mit bohrenden Geräuschen. Gleich zwei Bohrhammer dröhnten durch die Wand! Ich war müde genug, um dennoch weiter zu schlafen. Immer wieder wachte ich auf. Empfand die Geräusche eher als Musik, die mich hin und wieder aufwachen lässt und entging dem Gefühl genervt zu sein. Meine Träume waren unruhig und einmal sah ich eine Straße mit Autos.

Das hier ist nun nichts für Katzenliebhaber!!! Wer sensibel ist sollte hier nicht weiterlesen!! Auf der Fahrbahn lag eine tote überfahrene Katze. Eine zweite Katze legte sich daneben und rollte sich herum und wollte nicht von der Fahrbahn gehen. Die Autos fuhren schon im Schritttempo und versuchten die Katze am Leben zu lassen. Dann überholte ein schwarzer BMW, der Fahrer hatte es anscheinend eilig und fuhr geradewegs über die Katze hinüber. Jetzt lagen zwei fast platte Katzen auf der Straße. Ich staunte über die Gefühlslosigkeit des Fahrers. Nur weil er es eilig hatte ein Tier zu überfahren?! – Und im Traum hörte ich sein Argument: Was ist daran schlimm? Wir Menschen essen jeden Tag Fleisch und tragen Lederschuhe und keiner schreit deswegen auf. Wenn nun eine Katze überfahren wird, weil es jemand eilig hatte, dann bewegt das die Gemüter. Also das war der Traum. Ich plädiere hier NICHT dafür Katzen zu überfahren!! Mir würde es schwer fallen eine Katze tot zu fahren. Es macht mich jedoch nachdenklich und mir fällt die holländische Künstlerin Tinkebell ein, die aus ihrer toten Katze eine Tasche machte und deswegen schon Todesdrohungen bekam!! Hätte sie ein Kuhfell verwendet, hätte wahrscheinlich niemand aufgeschrien! Wenn ihre Katze sowieso sterben musste, da sie sehr krank war….dann hält sie die Katze sogar noch in Ehren, indem sie eine schöne Tasche daraus macht. – Oder? – Ich weiß, das wird vermutlich einige Leser provozieren. Ich finde, ein Thema worüber es sich lohnt mal nachzudenken. Was ist mit all den Jägertrophäen, die in so vielen Häusern hängen?! Das ist ok? – Die Schwierigkeit eine Katzen- oder Hundetasche zu akzeptieren, liegt darin, dass der Mensch zu diesen Tieren eine intensive Bindung aufbaut und das somit eine sehr emotionale Angelegenheit wird. Eine Kuh, ein Reh aus dem Wald, das Hühnchen auf dem Teller, das Ei in der Pfanne, unbekannt anonym…egal...die Schuhe und die Handtasche aus der Haut toter Tiere…….Bei uns sind Katzen liebenswerte Haustiere und woanders werden sie vielleicht sogar gegessen, wie die Kühe und Hühner bei uns.

Die Ethik und Moral, die das eine betrifft und das Andere nicht.

Und irgendwo hat das mit den Tieren auch mit dem Thema Frau und Bart zu tun.

Einige Menschen haben Bärte. Ist das Geschlecht männlich, dann ist das ok. Ist das Geschlecht weiblich, dann verwirrt es die Menschen oder stößt auf Abwehr oder begeistert, weil es alte Gewohnheiten und Schranken durchbricht.


315. Tag, Tagebuch, Montag in Wien…..

Baustelle Die Nacht war kurz. Erst spät gingen wir schlafen und schon um 6 Uhr begann der Lärm vor dem Fenster. Um acht Uhr war es nicht mehr möglich zu schlafen, denn ein Presslufthammer riss die Straße auf!

Wien hatte ich mir eigentlich ruhiger und besinnlicher vorgestellt. Als ich vor über 30 Jahren hier war, kam mir die Stadt ganz anders vor. 30 Jahre sind eine lange Zeit und überall in den Städten ist es seitdem vermutlich lauter geworden.

Blaugesprayt in WienSiran musste zur Arbeit und ich verabschiedete mich von ihr, um zu meiner Freundin zu fahren, bei der ich die ersten Nächte verbracht hatte.

Malerarbeiten am Vormittag in WienDort sitze ich nun am Laptop und nebenan ertönt wiederum der Presslufthammer!! Die Nachbarwohnung wird renoviert! – Soll mir dieser äußere Lärm etwas sagen? Lärmt es in mir? Soll mich der Lärm vertrieben? Oder ist es Zufall? – Ich habe gerade keine Antwort darauf. Vielleicht bedeutet es einfach gar nichts. Wer gibt den Dingen, die ich erlebe die Bedeutung!? Ich, die, die interpretiert. Ich beschließe: Es ist laut – Punkt.

Briefkasten WienDas Wetter ist mal wieder drückend schwül und seltsam….. und am Nachmittag wollte ich meine Nichte treffen, die auch in Wien wohnt, doch ich erreichte sie nicht und verschiebe das Treffen auf einen anderen Tag.

PostwagenBriefkasten, Postwagen und Billa Supermarkt – Farbenspiel in Gelb…

Billa Supermarkt WienAmNachmittag war ich auf der Mariahilferstraße zum Einkaufen. Die Luft draußen ist zum schneiden. Schwülwarm und voller Abgase…so langsam verstehe ich, dass ich die letzten Tage so extrem müde war. Das Wetter hat sich grundsätzlich verändert. Auf dem Weg zum Einkaufen überholte mich wieder ein Mann, um zu sehen WAS ich bin. Als ich stehen blieb war er verunsichert und ging wieder dahin zurück woher er gekommen war. Interessant diese Überholmanöver hier…..!

Hier ein Ausschnitt aus dem Film: Three Ring Circus, mit Jerry Lewis (amerikanischem Komiker) der einer bärtigen Frau den Bart rasieren will – Sprache leider portugiesisch:

Augarten Ich kochte mir was und ging nochmals rauß. Diesmal fuhr ich einfach drauf los, Richtung Donau. Dabei kam ich an einen sehr schönen Park mit Namen Augarten. Die Luft war frischer und kühler, als einige Straßenzüge weiter entfernt. Das tat gut auf der Bank zu sitzen unter einer Allee von Lindenbäumen, deren Blüten einen herrlichen Duft verströmten, betörend gleich dem des Jasmin. Ein wenig zu militärisch sind die vielen Bäume dort angelegt, alles in Reih und Glied, dennoch ein schöner Ort und wohltuend nach soviel Steinwänden und Häuserfassaden.

Während ich auf der Bank sitze fühle ich mich endlich in Wien angekommen. Mein Interesse mir die Stadt anzusehen ist mehr da, als zuvor und im selben Moment fühle ich mich von den vielen Menschen und dem Lärm etwas überfordert. Vielleicht ist die Zeit in den Städten für mich vorüber? Vielleicht brauche ich, je älter ich werde, um so mehr die Natur? Ich weiß es nicht. Irgendwie brauche ich Beides und das muss sich gegenseitig ergänzen und ausgleichen, damit es sich gut anfühlt.

Knock on Wood Philipp JordanAuf dem Weg kam ich an der Galerie bast-art in der Josefstädter Straße 33 vorbei, mit einer Ausstellung des Künstlers Philipp Jordan. Titel der Ausstellung: Knock on Wood, ist noch bis zum 27. Juni 2009 dort zu sehen ist. Er zeichnet, und malt Hunde und anderer Tiere im Comicstil auf Holzbretter und Fässer und mir gefällt das sehr gut.

Hier ein Film über sein Projekt 1000 Teddies:

Unter folgendem Link kann man sich die Ausstellungseröffnung und die Bilder der Ausstellung auf Video ansehen! Es sind mehrere Videos auf der Seite,NR 8 ist der Video mit den Bildern der Ausstellung.

314. Tag, Tagebuch Heißer Tag in Wien

Ein heißer Tag. Siran und ich verbrachten die überwiegende Zeit des Tages drinnen. Wir hatten immer noch genügend Gesprächsstoff, kochten gemeinsam und genossen das Zusammensein. Als es dann Abend und kühler wurde, gingen wir zu Fuß in die Stadt, bis zum Stefansdom. Ich war völlig angetan von all den Fassaden und Schaufenstern. In Wien gibt es ein etwas anderes Warenangebot, als in den deutschen Städten. Das Schrillste, das ich heute sah, waren diese Badeanzüge für Kinder mit einem schon eingenähten Schwimmgürtel! Während wir durch die Stadt gingen, bemerkte Siran, wie die Menschen mich anstarrten. Ihr war es unangenehm neben mir zu gehen und die Blicke auch auf sich zu spüren. Sie wollte wissen, wie ich das machte. Wir fanden heraus, das es daran liegt, wie jede von uns die Blicke unterschiedlich interpretiert. Ich empfinde Verständnis für die Blicke, sehe sie als eine normale Reaktion, Neugier usw. und dadurch machen sie mir nichts. Siran hingegen interpretiert die Blicke als: wie intolerant die Menschen sind, wenn sie so starren. Und machte sich Gedanken, wie es denen ergehen muss, die eine Behinderung haben und nichts an ihrer Behinderung ändern könnten! Ich hingegen hätte die Möglichkeit mir den Bart abzurasieren, wenn ich die Blicke nicht mehr ertragen könnte. Die Wahl hätte ein Behinderter jedoch nicht. –

SchwimmanzugUm halb zehn(!) Uhr Abends, gingen wir gemeinsam zu einem Wohnungsbesichtigungstermin in eine WG. Das Zimmer hatte Parkettboden und war ein schönes Altbauzimmer für 300 Euro. Die Wohnung selbst war leider für meinen Sinn zu heruntergekommen und schmutzig. Von draußen drang lauter Straßenlärm herein und es gab nur einen Ofen, der die Wohnung im Winter beheizte! Das war kein Ort, an dem ich wohnen wollte.

TrachtenmodeEin Zimmer in der Innenstadt von Wien werde ich mir erst einmal nicht mehr ansehen. Alle Wohnungen die ich bisher sah, bis auf eine, waren mir zu laut und meine Sehnsucht nach Natur wird in der Innenstadt nicht befriedigt. Für den Moment habe ich genug von der Zimmersuche.

Entweder werde ich nun gezielt einen Bus suchen oder mich in einer ländlichen Gegend nach Wohnraum umsehen.

Noch drei Tage bleibe ich in Wien, dann geht es wieder zurück nach Dresden. In der Nacht kühlten wir uns am Brunnen ……in der Stadt die Arme und Beine….

Abkühlung am Brunnen

313. Tag, Tagebuch: Schloss Schönbrunn Wien

WürsterlZwei Tage wohne ich bei Siran, die aus Armenien stammt. Ein kleines Land über das man kaum etwas in Deutschland weiß.

ohne WorteAls wir uns über unsere Geschichte unterhielten, stellten wir fest, wie viel Ähnlichkeiten die armenische Kultur und Erziehung mit der iranischen hat, auch wenn die überwiegende Mehrheit in Armenien Christen und die im Iran, Moslems sind. Die Kultur dieser beiden Länder hat viel mehr Verwandtschaft miteinander, als die deutsche Kultur mit der iranischen. Klar eigentlich, alleine schon durch die geografische Lage erklärt sich das. Armenien liegt im Nordwesten des Iran.

Musik aus Armenien..

SchönbrunnDer Tag begann mit blauem Himmel und strahlender Sonne und es wurde richtig heiß. Mittags fuhr ich zum Schloss Schönbrunn und traf  eine Cousine meiner Mutter, die über 70 ist. Wir gingen im Park spazieren und setzten uns in ein Restaurant oben im Schloßpark. Sie erzählte mir Anekdoten aus der alten Zeitund ich hörte gerne zu.

Bahn im Park SchönbrunnWas meinen Bart betrift, keine Regung und keine Bemerkung erstmal. Als ich dann selbst von dem Thema anfing, kam die Frage, ob ich ihn denn nun für immer so lassen würde. Ich bejahte. Dann wechselten wir wieder das Thema und ich hatte kein Bedürfnis das Thema zu vertiefen oder sie nach ihrer Meinung zu fragen. Am Nachbartisch riefen Kinder: „Die Frau mit Bart!“, und ihre Mutter ermahnte sie still zu sein….

Gewächshaus WienAm Schloss Schönbrunn liegt ein Zoo und ein riesiges Gewächshaus. Die Architektur des sogenannten Palmenhauses finde ich sehr schön und beeindruckend. Es beherbergt exotische Pflanzen. Vielleicht schaue ich es mir in den nächsten Tagen noch an, wenn ich dazu Zeit finde.

312. Tag, Tagebuch Wien Aldi-Hofer Zielpunkt-Plus

Den Vormittag verbrachte ich bei meiner Freundin im Atelier, dann wurde es Zeit zu gehen. Wir hatten eine schöne Zeit miteinander gehabt, doch jetzt brauchten sie und ihr Freund wieder Zeit für sich.

Tram WienMit der Tram fuhr ich zu Siran, die im Studentenwohnheim wohnt. Siran hatte ich auf der Hinfahrt nach Wien kennen gelernt und wir haben uns so gut verstanden, dass sie mich eingeladen hatte. Eine andere Ecke der Stadt und eine andere Atmosphäre. Herzlich wurde ich empfangen und wir hatten uns so viel zu erzählen, das wir nur schwer den Weg ins Bett fanden, was jedoch nötig war, denn Siran musste am nächsten Morgen früh aufstehen und zur Arbeit gehen.

Morgen treffe ich eine Verwandte von mir, die ich zuletzt vor knapp einem Jahr sah, bevor ich meinen Bart wachsen lies.

Sie ist eine ältere Dame und ich bin gespannt wie das Treffen mit ihr wird.

Obwohl ich sie für offen und tolerant halte, habe ich ihr vorsichtshalber schon am Telefon von meinem Bart erzählt.

Am Abend waren wir noch einkaufen.

Der Aldi heißt in Österreich Hofer und machte heute schon um 19 Uhr zu, so dass wir zum Zielpunkt gingen, dem Plus in Österreich, der noch bis 19.30 Uhr offen hatte.

Hundekot in die TüteDort schaute mich die Kassiererin an der Kasse eine Weile an und fragte dann: Sind sie Mann oder Frau? Warum machen sie den Bart nicht weg? Naja ist Geschmackssache. Und schaute verwirrt drein.

Auf dem Weg zu dem Studentenwohnheim merkte ich wie mich die intensiven Blicke heute nervten.  Wenn ich zu wenig und zu unruhig schlafe und nicht erholt bin, dann passiert es eher, dass mich die Blicke stören, weil ich eigentlich allein sein will und meine Ruhe brauche. Und das wäre auch nicht anders ohne Bart. Da war dann mal wieder im Gespräch einen Bus zu kaufen und damit durch die Welt zu reisen…denn dann könnte ich vielleicht ruhiger schlafen und hätte meinen eigenen Raum…..doch dafür sind die finanziellen Mittel noch nicht da.

311. Tag, Tagebuch Wien – Mittelalterliches Lager im Wald

Feiertag. Ausgeschlafen.

Das Wetter war heute wechselnd von schwülwarm bis kalt, mit grauverhangenem Himmel und irgendwann noch Regen. Dennoch zogen wir Mittags zu dritt los; die Freundin, ihr Freund und ich, um zu einem Mittelalter Lager im Wald, in die Umgebung von Wien zu fahren. Eine Stunde mit der Bahn, dann wurden wir vom Bahnhof abgeholt und fuhren das letzte Stück mit dem Auto.

Weiße Zelte. Ein Zaun mit einem Turm davor, auf einer Lichtung im Wald. Das war der Ort, an dem sich ein Gruppe von Mittelalterfans für eine Woche ganz dem Mittelalter widmeten, Kämpfe vorbereiteten und alte Traditionen pflegten. Heute war noch nicht der Tag der Schaukämpfe und es ging beschaulich zu.

WurfspielDie Männer und auch eine Frau, übten sich in Kampftechniken. Andere Frauen und Männer waren am Nähen.

Am späten Nachmittag wurde ein Wurfspiel mit Holzklötzen, die Bauern und den König repräsentierten, gespielt. Der Name des Spiels ist Kubb. Es ist ein altes Wikingerspiel.

Der Koch in der Zeltküche und seine Helfer hatten eine Spinat und Bärlauchsuppe zu Mittag gekocht und am Abend gab es Rindsrouladen gefüllt mit Gemüse und Speck. Hmmm die waren so fein, hatten vier Stunden auf dem Feuer geköchelt und waren soooo zart geworden! –

Ich begann einen Löffel zu schnitzen und gab dann doch auf bevor er fertig war. Meine Hand schmerzte vom Halten des Schnitzmessers und ich war leider zu ungeduldig. Wäre ich mehrere Tage hier geblieben, dann wäre das vielleicht was geworden, denn eigentlich arbeite ich gerne mit Holz. Mann sagte mir, dass das schon mal sieben Stunden dauern kann, bis so ein Löffel fertig geschnitzt ist – puh, ja das Mittelalter ist schon eine Herausforderung für so verwöhnte Menschen aus der Neuzeit! – Bogenschießen gab es auch und nach einigen Pfeilen traf ich dann die Zielscheibe. Da werden Muskeln gebraucht, die ich sonst wohl kaum verwende, denn beim Spannen des Bogens zog es ziemlich in meinen Armen.

Reaktionen: als ich ankam, blieben einige Männer mit ihrem Blick auf mir haften. Einer von ihnen strich sich selbst erst mal den Bart, die Reaktion hatte ich auch schon des öfteren beobachtet. Unbewusst streichen sich die Männer den Bart, wenn sie eine Frau mit Bart sehen. Wieso? Keine Ahnung. Hab noch nicht gefragt. Müssen sie sich vergewissern dass ihrer noch dran ist? – Sonst hatte ich den Eindruck, dass es die Meisten einfach so hinnahmen, oder sich nichts anmerken liessen. Im Mittelalter gab es die Frauen mit Bart ja auch schon….

Spät am Abend setzte sich eine junge Frau neben mich. Wir kamen ins Gespräch, voll nett. Sie hatte gerade ihren Schulabschluss gemacht und während wir über Themen wie Karriere, Studium und Träume sprachen, kam die Sprache auf den Bart. Ihre Schwester hätte da was im Fernsehen gesehen und ob ich das war? Könnte sein, denn Sat 1 wird auch in Österreich ausgestrahlt. Zu meiner Überraschung sagte sie, dass sie und ihre Schwester es cool finden, dass ich meinen Bart wachsen lasse! Darüber freute mich sehr. In Portugal gab es auch einige Teenies, die meinen Bart cool fanden. Gerade von Teenies hätte ich das damals nicht erwartet. So kann man sich täuschen.

Dann hatte unser Gespräch ein plötzliches Ende, denn unsere Mitfahrgelegenheit nach Wien fuhr nun los. Schade.Wir hätten sicherlich noch mehr Gesprächsstoff gehabt, aber wer weiß vielleicht treffen wir uns ja wieder einmal.

310. Tag, Tagebuch – Wien Mariahilferstrasse

Phillip Menning Wien Geschlafen hatte ich hervorragend. Nur zu kurz. Morgens frühstückten meine Freundin und ich zusammen, dann fuhr sie zur Arbeit. Ich blieb in der Wohnung. Draußen, vor dem Fenster herrschte ein graues Wetter, schwül und kurz davor zu regnen.

KeksausstecherIch fühlte mich, wie nach einem Langstreckenflug. Noch nicht richtig angekommen und müde. Noch nicht bereit etwas Neues aufzunehmen. Mein Kopf fiel also wieder zurück aufs Sofa, auf dem ich so gut geschlafen hatte und die nächsten Stunden erhob ich ich nicht mehr. Irgendwann wachte ich dann erholt auf und war bereit hinaus in die neue Welt auf Entdeckungsreise zu gehen.

Mein Weg führte mich die Mariahilferstraße entlang, auf der Suche nach einer österreichischen Simkarte für mein Handy. Große alte schöne Bauten säumten die Straße. In einem Schaufenster schauten mich viele Keksförmchen an. Das wäre was für meine Freundin Lena, die Keksbäckerin in Berlin! Da musste ich einfach Fotos  machen. Selbst die Freiheitsstatue von Amerika und den Eifelturm gab es als Ausstecherformen!

Diese alte Eisenwarenhandlung, namens Phillip Menning, an der Ecke zur Oesterleingasse, ist eine Kuriosität. Ein Laden, wie Annodazumal. Mit allem was man so gebrauchen kann an Eisenwaren, wie Schrauben und Muttern aller Art, Espressokannen in unterschiedlichen Größen und eben diesen faszinierenden Keksausstechern.

Etwas weiter fand ich dann einen Laden, der mir eine Simkarte fürs Handy verkaufte. Die Preise sind günstig. Für nur 3 Cent die Minute kann ich jetzt ins österreichische Festnetz telefonieren und alle Handys in Österreich anrufen. Für nur 5 cent die Minute, sogar nach Deutschland telefonieren! Na das könnten die in Deutschland mal nachmachen!!

Das Telefonieren vom Handy ist in Österreich also sehr günstig. Die Lebensmittelpreise sind hingegen höher, als in Deutschland. Als ich für morgen was einkaufen wollte, da wir ja Feiertag haben, war ich zum Teil erschrocken über die Preise. Ich schätze gut ein Drittel sind viele Sachen hier teurer. Meine Freundin, die lange Zeit in Berlin gelebt hat, meint auch, das sie in Wien mehr Geld zum Lebensunterhalt braucht, als in Deutschland.

Am Abend fuhr ich mit zu einer Freundin, die ab Herbst ein Zimmer zu vermieten hat. Schön wars da und gemütlich. Vielleicht ist das ja was. Noch habe ich die andere Mitbewohnerin nicht getroffen und es gibt noch andere Bewerber…

Und wie war es mit den Reaktionen in Wien bisher? – Erst einmal fällt mir auf, dass ich oft mit großen Augen angestaunt werde. Dann passierte es heute zwei Mal, als ich an einer Gruppe von südländischen Männern vorbei ging, dass sie jedesmal still wurden und sich wunderten, dann rannten zwei von ihnen an mir vorbei, bis sie weit genug vorne waren um mich in Augenschein zu nehmen und zu untersuchen, ob das was sie eben sahen auch stimmt….oder vielleicht versuchten sie herauszufinden, wie so oft, ob Mann oder Frau….Das jedenfalls hatte ich zuvor noch nicht erlebt! Und zugegeben war ich heute müde und sehnte mich eher nach Natur und Ruhe, als nach vielen Menschen, die mich auch noch anschauen. Doch auch ohne Bart, wären mir die vielen Menschen heute etwas zu viel gewesen. Der Bart macht mich nur aufmerksamer, wie es mir gerade geht und was ich brauche. Und mal sehen, wenn ich morgen ausgeschlafen bin, wie es dann ist…..

309. Tag, Tagebuch Von Dresden nach Wien

DresdenHeute fuhr ich mit dem Zug nach Wien um Freunde zu besuchen, mir die Stadt anzuschauen…..etc. In Wien war ich erst ein Mal und das ist nun schon über 30 Jahre her. Damals gefiel mir die Stadt sehr. Ich mochte die alten Bauwerke und das Schloss.

Bahnhof Dresden NeustadtMeine Oma verbrachte als Kind einige Zeit in Wien.  Einige Verwandte, die etwas weiter entfernt verwandt sind, leben auch in Wien, doch habe ich zu ihnen keinen Kontakt.

Bahnhof BreclavSie jetzt aufzusuchen mit einem Bart im Gesicht – das wäre eine ganz schöne Herausforderung….ob die mich überhaupt wiedererkennen würden….?!

Vom Bahnhof in der Neustadt ging es los, Zwischenstop auf einem etwas trostlosen Bahnhof in Breclav für eine Stunde – wo es schrecklich schwül war. Eineinhalb Stunden später kam ich dann in Wien am Südbahnhof an. Immer noch war es schwülwarm. Nach der Kälte der vergangenen Tage, war das ein ganz schöner Temperaturschock!

Wien PlatzIm Zug von Breclav nach Wien setzte sich eine nette junge Frau zu mir ins Abteil. Wir kamen ins Gespräch und es stellte sich heraus, das sie auch schon seit Dresden im selben Zug saß! Wir hatten ein sehr interessantes Gespräch bis Wien, so dass die Zeit wie im Flug verging.

WienAls das Thema auf den Bart kam, sagte sie, das sie auch erst überlegt hatte, ob ich Mann oder Frau bin – und wie sie sich verhalten sollte. Sie stimmte zu, dass wir Menschen, bevor wir ein Gespräch beginnen, im Vorfeld unbewußt abklären, ist das nun ein Mann oder eine Frau die vor mir sitzt. Und je nachdem welches Geschlecht unser Gegenüber besitzt, verhalten wir uns anders, sprechen anders, haben andere Gesten und Verhaltensmuster.

Wir verstanden uns gut und sie bot mir an, falls ich eine Übernachtungs-möglichkeit bräuchte, bei ihr zu übernachten! Danke! – Schön ist das und stärkt mal wieder mein Vertrauen, das immer für mich gesorgt ist!

U Bahn WienFür eine Nacht kann ich bei einer Freundin übernachten, doch für die ganze Zeit, die ich in Wien sein werde, ist mein Schlafplatz noch nicht sicher.

Da ich gerne einige Monate in Wien wohnen möchte, schaute ich mir am Abend ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft an, das auf Zeit zu vermieten ist.

Die Frau, die Wohnung und das Zimmer gefielen mir gut und ich dachte schon, das nehme ich. Dann bemerkte ich Zigarettengeruch. Das Zimmer war frisch gestrichen und dennoch roch es nach Zigarettenqualm. Meine feine Nase mal wieder! – Andere nahmen den Geruch nicht wahr. – Als ich die Wohnung am Abend verlies, roch es auf dem Flur und im Treppenhaus, nach abgestandenem Rauch. Das ist nichts für mich! Um mich wohl zu fühlen brauche ich frische Luft. Schade. Wien U BahnVielleicht doch lieber im Grünen suchen….. Einige Tage werde ich noch in Wien sein, mich umschaun und im Vertrauen üben. Wenn ich für einige Zeit in Wien wohnen soll, dann werde ich auch etwas Schönes finden, und wenn nicht, dann solls nicht sein.

Passend zum Thema: Belästigung durch Zigarettenqualm – fotografierte ich diese beiden Bilder von einem U Bahn Plakat. In Berlin wird das Rauchen in der U-Bahn Station mit 15 Euro geahndet. In Wien sind es 50 Euro. Noch während ich das Plakat fotografierte, sah ich jemanden am Bahnsteig rauchen, und keiner griff ein oder kassierte die 50 Euro….ähnliche Situation, wie in Berlin, wo das auch immer mal wieder zu sehen ist….

Nach der Wohnungsbesichtigung fuhr ich zu einer Freundin, die ich lange nicht gesehen hatte. Wir hatten mal zusammen ein Theaterprojekt gemacht. Ein schöner Abend. Sie schläft jetzt schon, da sie morgen arbeiten muss, und ich schreibe noch. Praktisch, überall wo ich hin komme gibt es WLAN oder Internet und ich kann meinen Blog schreiben. Noch vor einigen Jahren wäre das undenkbar gewesen.

Hier im Wohnzimmer kann ich acht verschiedene WLANs empfangen!!! In Berlin waren es manchmal noch mehr! Gesundheitlich ist das sicherlich nicht unbedenklich…..Schlafstörungen, Herzrasen, etc……heute bin ich jedoch sooooo müde, da werde ich garantiert gut schlafen!

Auf Brigitte.de gibt es nun auch einen Blog von mir. Es sind erstmal Auszüge aus diesem Blog ab Juni 2009. Hier der link.