Madame Delait Dokumentarfilm 30.10.2017 France 3 oder online schauen

Der Dokumentarfilm von Madame Delait „Un Poil Different.e“ hatte in Frankreich seine Uraufführung und wird am 30.Oktober auf France 3 zu sehen sein. Hier der Link zur Informationsseite: 

Weitere Möglichkeit den Film zu sehen ist auf Vimeo Video on Demand für 4 oder 7 Euro. LINK HIER: 

 

 

 

Advertisements

Dokumentarfilm über Madame Delait

Die Französische Filmemacherin Hélène Michael-Becket hat einen Dokumentarfilm über Clementine Delait gedreht mit dem Titel: Un Poil Différent.e“.

Entstanden ist ein bildreicher, spannender, interessanter und poetischer Film. Es kommen unter anderem eine Psychologin zu Wort, die sich zum Thema Gender äußert. Ich berichte in dem Film über meine Gedanken und Erfahrungen. Es geht nicht nur um Madame Delait, sondern auch um Themen wie Gender und Intersexualität und wie der Alltag war und ist für eine Frau mit Bart damals und heute.


Olivier Richaume, ein französischer Schauspieler, der ein Theaterstück kreiiert hat, das sich „La Vie exemplaire de Clementine Delait“ nennt, spielt in dem Film Madame Delait. Die Texte stammen unter anderem aus den Memoiren von Madame Delait.
Madame Delait hatte ein Cafe in Thaon-Les-Vosges, das leider heute nicht mehr erhalten ist. Es gibt ein Museum in Thaon in dem einige Fotos und Objekte ausgestellt sind.
Link zur Webseite des Schauspielers http://www.pile-ou-versa.com/POV-FAB/index.html

Der Film wird am 17. Oktober 2017 um 20:30 Uhr im Théâtre de la Rotonde in Thaon- Les- Vosges uraufgeführt!!

Am 30. Oktober wird der Film auf France 3 (Lorraine)
im Anschluss an die Sendung le „Soir 3“ gezeigt.
Free : canal 317
Orange : canal : 316
SFR : canal 446
Bbox : canal 485

Théâtre de la Rotonde – 7 Avenue Pierre de Coubertin
88150 Thaon-Les-Vosges, Lorraine, Franc

+33 3 29 39 28 04

https://www.facebook.com/RotondeThaon/

 

 

Leipziger Genderkritik Band 8 ist erschienen im Peter Lang Verlag

Soeben ist im Peter Lang Verlag, in der Reihe Leipziger Gender Kritik, Band Nr. 8 erschienen mit dem Titel: Geschlechtersemantiken und Passing be- und hinterfragen.

Darin enthalten sind die Texte der Vortragenden der Leipzger Genderkritik aus dem Jahre 2014 in Leipzig mit folgenden Themen: Fem_me – Un_mögliches Passing? – Queere progressive Männlichkeiten – Female Masculinities –Weibliche Subjektwerdung – Experiment Bart – Passing und Alter – Scheitern romantischer Liebe – Schwangerschaft als queere Erfahrung – Männlichkeit, Lust & Scheitern.

In diesem Buch setzen sich die Autor*innen interdisziplinär und mehrperspektivisch mit Geschlechternormen und deren sozialer Bedingtheit auseinander. «Passing» ist dabei im Leben und Handeln von Menschen unterschiedlich verankert, wirksam und von Bedeutung. Es macht die Kontinuitäten, Grenzen und Spielräume innerhalb der Geschlechtersemantiken sichtbar. Der Band eröffnet Fragen nach dem (selbstbewussten) Scheitern daran und lotet Möglichkeiten und Grenzen der Subversion und anderer Handlungsfelder aus. Die hier versammelten Texte bieten theoretische, themenfeldspezifische, analytische und persönliche Zugänge. Sie verweisen damit auf eine breite Grundlage der Annäherung, machen Divergenzen der Gendertheorie transparent und laden die Leserschaft zur aktiven Weiterführung der Diskurse ein.

Ich freue mich sehr darüber, das ein Textbeitrag von mir in dem Band enthalten ist!

 

 

 

Zwischen den Geschlechtern – Video

Ein sehr guter, informativer Dokumentarfilm zum Thema: Zwischen den Geschlechtern. Empfehlenswert!

Länge ca 1 Stunde die sich lohnt!!! Unbedingt anschauen!!

Weiterführender Link:  Ins A. Kromminga

In dem Beitrag wird der Fall Brian und Bruce Reimer erwähnt. Dazu gibt es eine ausführliche Dokumentation vom BBC

http://www.dailymotion.com/video/x225vd0_bbc-horizon-2000-the-boy-who-was-turned-into-a-girl_shortfilms

Mädchen oder Junge – Schleife zum Aufkleben!!!

Ich fasse es nicht!

Falls die Mutter nicht genügend Zeit hat ihrem Baby rosa oder hellblaue Kleidung anzuziehen und auf gar keinen Fall möchte das jemand denkt ihr Mädchen sei ein Junge, auch wenn es erst drei Monate alt ist, gibt es nun eine einfache und schnelle Lösung: Ein Kleber, um Babys eine Schleife in rosa oder hellblau auf den Kopf zu kleben, damit klar ist was für ein Geschlecht das Kind hat!! Geht’s noch!?

 

 

Weder Mann noch Frau – ORF 2 Beitrag am Donnerstag 9.2.2017 – 21:05

 

Am Donnerstag dem 9.2.2017 zeigte das ORF 2 einen Beitrag über intersexuelle Menschen in der Sendung:  „Am Schauplatz“- Den Beitrag kann man danach noch auf der Mediathek des ORF anschauen und hier auf der Seite.

Hier der Text dazu vom ORF 2:

Am Schauplatz

Weder Frau noch Mann?
Kommt ein Kind auf die Welt wird meist als erstes die Frage gestellt: ist es ein Mädchen oder ein Bub?
Was ist aber wenn keines davon zutrifft, wenn das Baby mit nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen auf die Welt kommt? Jedes Jahr werden in Österreich ca. 25 Kinder geboren die weder eindeutig als Buben noch als Mädchen eingeordnet werden können. Von Intersexualität oder Zwischengeschlechtlichkeit ist dann die Rede. Und weil es in unserer Gesellschaft nur männlich oder weiblich gibt, werden nach wie vor aus vielen intersexuellen Kindern mittels geschlechtsangleichender Operationen echte Buben oder Mädchen gemacht. Diese Eingriffe haben oft traumatische Folgen für die Betroffenen. Am Schauplatz Reporterin Nora Zoglauer hat ein Jahr lang zwei intersexuelle Menschen mit der Kamera begleitet. Der 28 jährige Tobias Humer wurde von seinen Eltern als Mädchen aufgezogen und hat erst mit 14 erfahren, dass er intersexuell ist. Kurz darauf wurde er zur Frau operiert. Eine irreversible Entscheidung die sich als falsch herausstellte. „Die Option, dass sich so bleibe wie ich bin, hat es nicht gegeben“ sagt Tobias. Alex Jürgen kam als Bub, mit einem viel zu kleinen Penis auf die Welt. Man entschied ihn als Alexandra aufzuziehen. Mit 16 Jahren folgten Penis -und Hodenamputation und Alexandra bekam eine künstliche Vagina. Alex Jürgen der heute offen als intergeschlechtlicher Mensch lebt, hat jetzt eine Klage eingebracht. Da er weder Frau noch Mann ist, will er auch in seinem Pass und seiner Geburtsurkunde die Kategorie „Drittes Geschlecht“.
(Wh. im Nachtprogramm, ORF2)

Bärtige Frau wurde verhaftet und „Ladybeard“ gewinnt beim Wrestling!

Die Präsenz bärtiger Frauen in den Medien hat in den letzten Jahren zugenommen. Nicht alle sind erfreulich. Hier einige wenig erfreuliche Meldungen. Bleibt zu hoffen, das diese Meldungen keine neuen Vorurteile kreieren!

Als vor mehr als hundert Jahren bärtige Frauen gehäuft im Circus zu sehen waren, suchten die Ärzte nach Erklärungen, um sie als krank bezeichnen zu können. – was Anders ist, macht Angst und wird schnell mal als Gefahr oder als krankhaft verurteilt! – Was wir mit den Meldungen, die wir in den Nachrichten und der Zeitung llesen machen, ist unsere Verantwortung! Wir selbst müssen nicht alles was da geschrieben steht glauben, und wir können wachsam sein, ob das Gelesene in uns neue Vorurteile wachsen lässt.

11111Woman-Arrested-in-Moscow-for-Drawn-On-Conchita-Wurst-Style-BeardIn Russland verhaftete die Polizei eine Frau, die sich einen Bart im Stil von „Conchita Wurst“ ins Gesicht gemalt hatte!! Die Festnahme geschah als mehrere Aktivisten eine Gayparade organisierten und diese von den Behörden gestoppt wurde. Mehrere Personen wurden verhaftet. Die Russen haben ein Problem damit Menschen, die sich nicht in das übliche Verhaltensmuster von Mann und Frau einfügen wollen zu akzeptieren und gehen leider auch mit Gewalt gegen diese Menschen vor! Der Artikel erschien Anfang Juni 2014.

In Californien hat die Polizei an den Weihnachtstagen eine Frau mit Bart verhaftet, die im Park einen Mann verletzt hat. Als ich las, das eine ca. 400 Pfund schwere bärtige Frau einen Mann angegriffen und verletzt hat und dann weglief……hörte es sich wie ein schlechter Witz an. In mehreren Artikeln war das Foto der Frau deren Name Maryann Victoria Reeves lautet, nicht zu sehen, statt dessen bildete man ein Foto von Clementine Delait daneben ab!! – Wie kann man sie mit der Geschichte in Verbindung bringen? In einem anderen Artikel wurde das Bild der Frau gezeigt.  mary ann cvictoia reeves

 

 

 

 

 

Oktober 2015 wurden ein Mann und seine bärtige Ehefrau verhaftet.

Eine andere bärtige obdachlose Frau soll im Oktober 2013 in den USA Kinder belästigt haben und wurde verhaftet.

Noch eine erheiternde Meldung über einen Mann der als „Ladybeard“ beim japanischen Frauenwrestling mitmacht und eine ähnliche Botschaft in Japan vermittelt wie Conchita Wurst in Europa.ladybeard

 

In Gedenken an Ute Schiran

ute shiranUte Schiran, Schriftstellerin, Performance Artistin, Subsistenzbäuerin, lesbische Schamanin lebte von 1946-2013.

Sie war auch eine Frau mit Bart. Ich habe sie selbst nie getroffen und war überrascht zu lesen, das sie schon vor 1,5 Jahren gestorben ist. Es gibt eine Webseite über Ute Shiran hier der Link: http://www.ute-schiran.de/

Ute Schiran war vielen Menschen eine Inspiration.

 

 

Huffington Post über Little Bear – Frau mit Bart!!

little bearIn den USA werden mehr und mehr Frauen mit Bart sichtbar! Die Huffington Post veröffentlichte heute einen Artikel über Little Bear einer Frau mit Bart, die in einer „Freekshow“ auftritt und von Beruf Freelancer ist und schreibt.

Es werden immer mehr Frauen die sich trauen ihren Bart zu zeigen und dazu stehen. Die sich selbst annehmen und lieben so wie sie sind, unabhängig, sich nicht nach Mode und Werbebildern richten. Die einfach sie selbst sein wollen so wie sie sind, so wie es ihnen gefällt. Als Frau zu einem Bart zu stehen ist ein großer Schritt. Einige machten es vor und andere folgen…..

Hier gehts zum heute erschienenen! Artikel der Huffington Post: (englisch)

Podcast Interview (englisch) auch über Vivian Wheeler ..recht interessant wenn auch nicht neu…

Unterdrückte Mehrheit – Majorité Opprimée – Video Thema Gender

Majorité Opprimée – Unterdrückte Mehrheit

ein sehr schöner Beitrag von Eléonore Pourriat zum Thema Gender und wie Frauen in der Gesellschaft behandelt werden! Dieser Beitrag ist auf Youtube zu sehen und nun auch in der ARD Mediathek. Wieder bringt das ARD frischen Wind in sein Programm, leider scheinen die Zuschauer das nicht entsprechend zu schätzen, denn der Beitrag wurde bisher mit durchschnittlich nur 3 von 5 Sternen bewertet.

http://www.ardmediathek.de/tv/Film-Serie-in-Einsfestival/Unterdr%C3%BCckte-Mehrheit/Einsfestival/Video?documentId=29616280&bcastId=27258646

Film „Mein Sohn Helen“

jannik schürmannDiesen Film auf der ARD zu sehen, war sehr überraschend für mich, da ich bisher einen recht konservativen Eindruck vom ersten Programm bekommen hatte.

Der Film ist sehr gut gemacht, unterhaltsam, einem guten Drehbuch von Sarah Schnier,  schauspielerisch super umgesetzt von Jannik Schümann und Heino Ferch.

Es gab sehr erschütternde Momente im Film, die ich am liebsten nicht glauben möchte, wie das es immer noch Menschen gibt die Macht haben und Kinder die denken im falschen Körper zu leben in die Psychiatrie stecken wollen! Solch eine überholte Art damit umzugehen, die mich an die Nazizeit erinnert und die ich als absolut respektlos empfinde.

Die Reaktionen der Mitschüler auf die Verwandlung von Finn zu Helen empfand ich erschütternd. Leider reagieren einige Menschen reagieren aggressiv, wenn sie mit etwas, für sie Fremdem,  konfrontiert werden. Sie fühlen sich mit der Situation überfordert und wissen nicht wie sie sich verhalten sollen. Statt zu weinen vor lauter überforderung, reagieren sie aggressiv, (womöglich auch, um sich nicht die Blösse zu geben schwach da zu stehen).

Gefreut habe ich mich als die Beratungslehrerin,  Helen die Frage stellt, ob sie denn eine Frau mit oder ohne Gesichtsbehaarung sein möchte und ihr sagt, das viele Frauen Gesichtsbehaarung haben.(Ein Thema das vor Jahren noch kaum zur Sprache kam).

Auf jeden Fall ein sehr sehenswerter Film den ich empfehlen kann!!

Link zur Filmbeschreibung:

http://www.daserste.de/unterhaltung/film/filme-im-ersten/sendung/mein-sohn-helen-100.html

Workshop: Mann sein für einen Tag!

Vor einigen Jahren fand ich einen Workshop den Diane Torr anbietet, der sich „Man for a day“ nennt. Frauen können für einen Tag in die Rolle eines Mannes schlüpfen. In der Sendung kommen verschiedene Menschen zu Worte mit ihren Gedanken zu Männern und Frauen Rollen.

Im ZDF wird der Film Man for a day unter das kleine Fernsehspielgezeigt. Ein interessanter Filmbeitrag ist entstanden, den man auf Youtube anschauen kann:

Text zum Film von Katarina Peters:

Man for a Day – mit dem Körper denken

Seit über 30 Jahren verbindet mich eine enge Freundschaft mit der Performance Künstlerin und Gender-Aktivistin Diane Torr. Als wir uns kennen lernten, zog sie gerade von Schottland nach New York und arbeitete als Go-go Tänzerin um sich durchzuschlagen. Seither erforscht sie in Theorie und Praxis Aspekte von Sexualität und Gender-Identität. Mit ihren Performances und dem von ihr seit 1989 entwickelten workshop: „Man for a Day – Gender Verhalten und Kodifizierung von Gestus“ ist sie eine der bedeutendsten Wegbereiterinnen einer weltweiten „Drag King Kultur“.
Ihr Lebenswerk kreist um die Fragen:
Was macht den Mann zum Mann, was macht die Frau zur Frau?
Wie werden wir „GE-GENDERED“?
Seit 23 Jahren hat Diane Torr mit ihrem workshop Hunderte von Frauen in die Geheimnisse des Mannseins eingeweiht und gezeigt, wie sie sich in den Mann ihrer Wahl verwandeln können. Ist es möglich Freiheiten zu schaffen und Grenzen zu überschreiten bezüglich dessen, was eine „Frau“ oder ein „Mann“ kann oder nicht kann, zunächst im Rahmen einer spielerischen Situation und dann im realen Leben? Was sind die Ursprünge von Gender-Identität?
Was ist das ursprüngliche Selbst?
Was ist das kultivierte Selbst?
Das Selbst darstellen – was heißt das?
Wer verkörpert welche Gestik?
Ist es möglich sich eine andere Körpersprache anzueignen?
Kann man viele Gender-Identitäten haben?
Und ist diese Technik hilfreich die Glasdecke zu durchstoßen, von der wir uns eingeengt fühlen?
Fragen die jede Generation von Frauen und Männern aufs neue erleidet und zu beantworten versucht.
Mein Film „Man for a Day“ begleitet eine Gruppe von mutigen Frauen die das Experiment vor der Kamera in einem workshop in Berlin gewagt haben.
Eindeutige Antworten auf die zahlreichen Fragen habe ich leider auch nicht parat – aber enorm viel Spaß am Experiment!
Katarina Peters
Dezember 2011