Mädchen oder Junge – Schleife zum Aufkleben!!!

Ich fasse es nicht!

Falls die Mutter nicht genügend Zeit hat ihrem Baby rosa oder hellblaue Kleidung anzuziehen und auf gar keinen Fall möchte das jemand denkt ihr Mädchen sei ein Junge, auch wenn es erst drei Monate alt ist, gibt es nun eine einfache und schnelle Lösung: Ein Kleber, um Babys eine Schleife in rosa oder hellblau auf den Kopf zu kleben, damit klar ist was für ein Geschlecht das Kind hat!! Geht’s noch!?

 

 

Advertisements

Nicht Mann nicht Frau Artikel aus dem Kurier Österreich 2017

Artikel zum Thema Intersexualität LINK:

Hier der Text des Artikels darüber der Link zur Originalseite:

Luan Pertl: „Ich bin die dritte Option“

uwe.mauch,jeff.mangione
kurier.at

Er oder sie? Für eine intergeschlechtliche Person stellt sich diese Frage nicht.

Menschen wie Luan Pertl suchen nicht mit aller Gewalt das Licht der Öffentlichkeit. Sie hegen viel mehr die Hoffnung, dass die Darstellung ihrer Lebensgeschichte in den Medien hilft, anderen Menschen Leid zu ersparen. Respekt! Sie bekommen auch keinen Cent dafür, dass sie ihr Wissen und ihre Erfahrung öffentlich machen.
Luan Pertl wurde vor 39 Jahren in Mödling geboren und als Karin Pertl in einer Geburtsurkunde registriert. 37 Jahre lang standen Vorname und Geschlecht nicht zur Diskussion, wenigstens nicht für andere.
Stimmbruch Ende 30

luan pertl

Foto: KURIER/Jeff Mangione
Einer einfühlsamen Gynäkologin im Krankenhaus Lilienfeld gelang es unmittelbar nach der Operation, „mir die Wahrheit sehr schonend beizubringen“. Danach beendete Luan Pertl das jahrelange Schlucken weiblicher Hormone. Den Rest erledigten körpereigene Hormone: „Nach einigen Monaten kam ich in den Stimmbruch, und es wuchs mir ein Bart.“
Eine scharfe Zäsur im Lebenslauf, aber doch auch eine Erleichterung: „Für mich persönlich war diese Gewissheit wunderbar. Denn ich war mir ja seit meinem achten Lebensjahr selbst nicht sicher, wer ich eigentlich bin. Je älter ich wurde, umso größer wurde der Widerspruch.“ Es war ein ständiger innerer Widerspruch zwischen dem Sein und dem Schein, dem Fremd- und dem Selbstbild: Um die eigenen Eltern nicht zu brüskieren, entschied sich Luan, damals noch Karin, gegen sich selbst. Gab sich heterosexuell und stürzte sich Hals über Kopf in die Arbeit mit nackten Zahlen – in einer Steuerberatungskanzlei.

255.882
Foto: KURIER/Jeff Mangione

Mit Mitte zwanzig meinte ein junger Mensch, eine Lesbin zu sein. Und begann ein Leben in zwei verschiedenen Welten: hier eine fleißige kaufmännische Angestellte in Mödling und dort eine nach sich selbst Suchende in der Rosa Lila Villa in Wien.
Mit Ende zwanzig folgte die Erkenntnis, „dass ich Butch bin“. Butch-sein meint ein Spielen mit den Geschlechterrollen, ein Leben dazwischen. „Erst die Operation Jahre später brachte mir endgültig Gewissheit.“
Tatbestand: Folter
Und heute? Luan Pertl ist einer von knapp 120.000 Menschen in Österreich, die weder Mann noch Frau sind. Die Zahl basiert auf einer international öfter verwendeten Schätzung. Intersexuelle Menschen werden auch hierzulande nicht amtlich registriert. Sie gelten viel mehr als ein großes Tabuthema.
Ihr Status ist nirgendwo vorgesehen. Nicht bei den Erhebungen der Statistik Austria, nicht auf Formularen, nicht im geltenden Recht, in Schulen, Toiletten oder Umkleidekabinen auf Sportplätzen, in Mode oder Industriedesign. Auch nicht ganz zu Beginn des Lebens, wenn werdende Eltern gefragt werden, ob „es“ ein Bub oder ein Mädchen wird.

255.868
Foto: KURIER/Jeff Mangione

Um die gesellschaftliche Akzeptanz dieser dritten Option zu erhöhen, engagiert sich Luan Pertl im Verein vimoe (siehe Infokasten). Der Verein wurde im Februar 2014 gegründet. Und füllte sofort eine Lücke aus. Pertl: „Das Interesse von Betroffenen, Angehörigen, Menschen aus medizinischen und therapeutischen Berufen, von Universitäten, Schulen oder Kindergärten ist riesig.“
Das Vereinsmitglied betont am Ende mit einem Hinweis auf schmerzliche eigene Erfahrungen: „Jede geschlechtszuweisende Operationen an Minderjährigen ist ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Auch die zwanghafte Hormontherapie entspricht dem Tatbestand der Folter.“ (Anmerkung nach erscheinen des Artikels: „An alle die den Kurier Artikel lesen, leider wurden die Wörter nicht konsensuelle geschlechtszuweisende Operationen mit dem Wort Geschlechtsumwandlung ausgetauscht.“ Luan Pertl)

Konkrete Hilfe für Betroffene und Angehörige
Der Verein Intergeschlechtliche Menschen Österreich  (vimoe), wendet sich gegen die gängige Zwei-Geschlechter-Norm und bietet Betroffenen, Angehörigen und Interessierten Hilfe an. Organisiert werden Selbsthilfe- gruppen, Peer-Beratungen, ein Stammtisch und Elternberatung.
Infos unter https://vimoe.at

© 2017 kurier.at

Weder Mann noch Frau – ORF 2 Beitrag am Donnerstag 9.2.2017 – 21:05

 

Am Donnerstag dem 9.2.2017 zeigte das ORF 2 einen Beitrag über intersexuelle Menschen in der Sendung:  „Am Schauplatz“- Den Beitrag kann man danach noch auf der Mediathek des ORF anschauen und hier auf der Seite.

Hier der Text dazu vom ORF 2:

Am Schauplatz

Weder Frau noch Mann?
Kommt ein Kind auf die Welt wird meist als erstes die Frage gestellt: ist es ein Mädchen oder ein Bub?
Was ist aber wenn keines davon zutrifft, wenn das Baby mit nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen auf die Welt kommt? Jedes Jahr werden in Österreich ca. 25 Kinder geboren die weder eindeutig als Buben noch als Mädchen eingeordnet werden können. Von Intersexualität oder Zwischengeschlechtlichkeit ist dann die Rede. Und weil es in unserer Gesellschaft nur männlich oder weiblich gibt, werden nach wie vor aus vielen intersexuellen Kindern mittels geschlechtsangleichender Operationen echte Buben oder Mädchen gemacht. Diese Eingriffe haben oft traumatische Folgen für die Betroffenen. Am Schauplatz Reporterin Nora Zoglauer hat ein Jahr lang zwei intersexuelle Menschen mit der Kamera begleitet. Der 28 jährige Tobias Humer wurde von seinen Eltern als Mädchen aufgezogen und hat erst mit 14 erfahren, dass er intersexuell ist. Kurz darauf wurde er zur Frau operiert. Eine irreversible Entscheidung die sich als falsch herausstellte. „Die Option, dass sich so bleibe wie ich bin, hat es nicht gegeben“ sagt Tobias. Alex Jürgen kam als Bub, mit einem viel zu kleinen Penis auf die Welt. Man entschied ihn als Alexandra aufzuziehen. Mit 16 Jahren folgten Penis -und Hodenamputation und Alexandra bekam eine künstliche Vagina. Alex Jürgen der heute offen als intergeschlechtlicher Mensch lebt, hat jetzt eine Klage eingebracht. Da er weder Frau noch Mann ist, will er auch in seinem Pass und seiner Geburtsurkunde die Kategorie „Drittes Geschlecht“.
(Wh. im Nachtprogramm, ORF2)

Tagung in Leipzig – Vom Umgang mit der Norm 13.6.2014

Vom Umgang mit der Norm:

Passing_Scheitern_Leben for all gender
TAGUNG
Die „Gender-Kritik“ Veranstaltungsreihe des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Leipzig veranstaltet in diesem Jahr eine Tagung zu den kontroversen Fragen nach Körpernormen, Schönheitsidealen, Geschlechterrollen und der Geschlechtersemantik.
„Passing“ – das „Durchgehen als…“ ist für viele trans*Personen eine existenzielle Bedeutung und notwendige Überlebensstrategie.

Wir möchten uns eingehender mit der Frage beschäftigen, inwieweit Gender-Performance und Rollenpassing trans* und cis* Personen gleichermaßen betreffen und worin sich die Spezifika wiederum unterscheiden.

Der Grundgedanke ist dabei die Frage, was für ein weitreichendes und umfassendes Konglomerat an Mechanismen und Verhaltensweisen entsteht, durch den Druck und die Anforderung, als Mann oder als Frau „durchzugehen“.

Konzeptuell setzen wir uns mit einem gedachten, möglichen(?) gemeinsamen Scheitern an der Normalität auseinander, möchten dieses Konzept erörtern und mehrperspektivisch diskutieren, sowie seine (Un-)Möglichkeiten und Grenzen ergründen.

Eingeladen sind Menschen aus verschiedenen Bereichen queerer und/oder trans* Lebensrealitäten, aus Aktivismus, Therapie und Beratung und der Wissenschaft als Refernt_innen.
Weitere Informationen unter: www.uni-leipzig.de/~frages
Veranstaltet durch: Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (FraGes) der Universität Leipzig. In Kooperation mit Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen. Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins der Universität Leipzig, dem Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des StuRa der Universität Leipzig, der Frauenkultur Leipzig und dem Fraktionsverein Die Linke! im Bundestag.

Eintritt: frei

Geschlechterneutralität

In Schweden bemüht man sich um das Aufbrechen von Geschlechterrollen und Klischees. Ein Zeitungsartikel von Jenny Soffel vom 5.Juli 2011 (in der Sächsischen Zeitung) berichtet darüber.

Link zum Artikel HIER.

Mir fiel auf, dass die meisten Menschen jemanden der ihnen begegnet als erstes in die Kategorie Mann oder Frau einteilen. Wächst ein Kind mit einem anderen Umgang auf, so wie im Artikel beschrieben, so wird es vielleicht eher davon frei sein einen Menschen nach dem Geschlecht zu bewerten.

Über 4000! Varianten zwischen Mann und Frau…..und eigentlich noch mehr

Nach dem Filmbeitrag gestern suchte ich im Internet nach mehr Informationen zu dem Thema Zwitter. Dabei fand ich den folgenden Text in einem BLOG:

ZITAT:

„……Es gibt die verschiedensten Varianten zwischen Mann und Frau, wie es zwischen Schwarz und Weiß auch eine breite Palette Graustufen gibt. Die Wissenschaft kennt heute bis zu 4.000 körperlich unterscheidbare Varianten zwischen Mann und Frau.
So kommt es vor, daß ein Mensch nur ein Geschlechtschromosom oder auch drei hat, es kann sein daß einzelne Gene nicht oder doppelt vorhanden sind. (XXY, XYY, X0,..)
Auch kommt es vor, daß die Geschlechtsbildenden Hormone nur vermindert bis gar nicht aufgenommen oder produziert werden können und es bereits im Mutterleib zu einer Verzögerung bis Ausbleiben der Entwicklung von den Geschlechtsorganen kommt.
Das Auftreten dieses Phänomens wird auch oft mit Hormongaben in der Schwangerschaft, Medikamenteneinnahmen und Chemikalien vermutet…..“
Es ist aber Historisch erwiesen, daß es schon immer Menschen mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen gegeben hat.“

Im Filmbericht sah man ein Buch mit dem Titel: XX- XY ungelöst. Dabei fand ich ein weiteres Buch bei  Amazon: Eine Diplomarbeit zum Thema, könnte ganz interessant sein.

Beitrag zum Thema INTERSEXUALITÄT auf frauTV am 7.4.2011

Auf Frau TV wird heute am 7. April ein Beitrag zum Thema Intersexualität gesendet.

Der frauTV-Beitrag von Julia Dittmann, handelt von der Mutter eines intersexuellen Kindes. Mehr zum Inhalt der Sendung auf der frauTV Seite HIER.
Die Sendezeiten sind:

Donnerstag, 7. April 2011, 22.00 – 22.30 Uhr, WDR

Montag, 11. April 2011, 11.30-12.00 Uhr (Wiederholung, WDR)
Die Sendung kann auch nach der Ausstrahlung auf der Webseite von frauTV unter Podcast heruntergeladen werden:
(Sendung vom 7.4.2011):
Die Autorin Julia Dittmann, freut sich über Kommentare und Feedback im Gästebuch von frauTV.
Als ich den Text zu der Sendung las, stolperte ich über das Verhalten der Kindergärtnerinnen, das mir absolut nicht gefiel. Wieso muss man überhaupt einen Kreis im Kindergarten machen, wo Kinder abwechselnd ein Junge ein Mädchen sitzen sollen?! Wozu ist sowas gut?! Und das zu veranslassen, wenn ich doch weiß, dass in meiner Kindergartengruppe ein Intersexuelles Kind ist….Die Erzieherinnen haben diesbezüglich meiner Meinung nach noch viel dazu zu lernen!!
Und ich verstehe die Schwierigkeiten der Eltern. Ihre Ängste was die Gesellschaft betrifft. Wenn ich bedenke wie Menschen auf mich mit Bart immer noch seltsam reagieren, wie schwer es ist einen „normalen“ Job zu finden…..da ist es sowas von gut dass es Filmberichte dieser Art im TV gibt, damit die Menschen aufgeklärter werden und hoffentlich eines Tages auch lockerer damit umgehen, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt. Im besten Fall finde ich, dass es immer unwichtiger wird, welches Geschlecht jemand hat!

Gedenken an ermordete Transgender am 20.11.2010

Eine Mail, die mich heute erreichte möchte ich hier gerne veröffentlichen:

Aufruf von Transgender Europe

Weltweit wird an diesem Tag der Transgender gedacht, die im letzten Jahr aus dem Leben gerissen wurden.
Auch in diesem Jahr stehen wir wieder vor einer ungeheuer hohen Zahl an dokumentierten Todesfällen von Transmenschen. TGEUs Transgender Murder Monitoring Projekt hat bislang mehr als 160 Fälle seit 20. Nov 2009 aufgezeichnet. Die aktuellsten Zahlen findet ihr (ab 19. Nov) hier.
In diesem Jahr sollen lokale Aktionen und Projekte ein kleines aber deutliches Zeichen einbauen:
Bildet Kreise mit Menschen, den eigene Armen, Kerzen oder anderen Formen! Egal ob zuhause, auf einer Demo, mit Freund_innen oder bei einer Diskussionsveranstaltung.
Der Kreis steht für unsere ungebrochene Solidarität, und dafür, dass die gestorbenen und ermordeten Trans-Menschen noch immer in unserer Mitte weilen.
Aktionen (Bilder; Videos, Podcast, Schriftlich) werden auf www.tgeu.org/tdor2010 veröffentlicht.

Vivian Wheeler sieht ihren verlorenen Sohn nach 30 Jahren wieder

Gerade entdeckte ich einen Artikel auf Englisch, der erst ein paar Tage alt ist. Es geht darin um Vivian Wheeler, Frau mit dem längsten Bart der Welt, 62 Jahre alt, aus Bakersfield, USA, die ihren Sohn 30 Jahre nicht mehr sah weil er ihr weggenommen und adoptiert wurde. Jetzt hat der Sohn sie gefunden und es gibt darüber Hier ein sehr ausführlicher und interessanter Artikel auf Englisch mit Fotos. Ein VIDEO in dem Vivian Wheeler interviewt wird aus den Nachrichten – auch sehenswert. HIER ein Artikel auf Deutsch, der nicht wirklich interessant und unvollständig ist.

Vivian Wheeler wurde am 09.08.1948 geboren in Alton Illinois, lebt heute in Bakersfield, USA, wurde mit beiderlei Geschlechtsorganen geboren, die nur durch eine dünne Haut von einander getrennt waren, wie bei Siamesischen Zwillingen. Es wird gesagt sie sei ein Hermaphrodit. Als Kind wurden ihr die männlichen Geschlechtsteile entfernt und die Weiblichen gelassen. So war es möglich, dass sie später auch ein Kind bekam, (mit Kaiserschnitt, da ihr Becken zu eng ist). Laut meinen Informationen hat sie noch eine Tochter. Sie arbeitete in Sideshows für Ringling und Bros und Barnum und Baileys.

Mann für einen Tag sein

Diane Torr wird im September wieder einen Workshop in Berlin anbieten. In dem Workshop kann Frau ausprobieren wie es ist  für einen Tag lang ein Mann zu sein. Der Workshop kostet 150 Euro und findet am ersten oder zweiten Wochenende im September in Berlin statt. Wer Interesse hat mailt an Diane Torr.(runterscrollen da ist die Mail Adresse)

402. Tag,Caster Semenya

Eigentlich ist es gut, dass durch den Fall von Caster Semenya das Thema Zwitter wieder in den Medien thematisiert wird. Vielleicht sind viele Sportlerinnen Zwitter und wissen es nicht. Ich denke Semenya wußte es auch nicht. Kann auch sein, dass es für sie und ihre Familie ein Schock war davon zu erfahren, auch noch auf eine unangenehme Weise, nämlich getestet zu werden, ohne dass man es ihr sagte. Ich kann mir vorstellen, es noch viel mehr Zwitter unter den Sportlerinnen gibt, die es vielleicht selbst noch nicht mal wissen. Hier sind einige Sportlerinnen: Santhi Soundarajan (Indien/Sprint),Eva Klobukowska (Polen/Sprint), Erika Schinegger, Stella Walsh (USA/Sprint), Tamara und Irina Press genannt, die in der Vergangenheit nicht mehr antreten konnten, da sie Zwitter waren. Es würde Sinn machen im Sport neben der Einteilung in Mann und Frau noch weitere Kategorien anzulegen, damit Zwitter nicht von den Wettkämpfen ausgeschlossen werden.

Der Konflikt, der nun besteht und wo sich Politiker angegriffen fühlen, kommt auch daher, dass das Thema so ein Tabu war und man nicht offen darüber sprechen konnte und es keine Aufklärung darüber gab.

Hier der Link zu einem Artikel der am 12.09.09 im Tagesspiegel erschienen ist in dem Freya Jung, ein Zwitter mit CAIS zu dem Thema Semenya interviewt wird.

Hier noch ein Auszug von dgti, der mir sehr gefiel:

„Prof. Sigusch, von der sexualmedizinischen Fakultät der Universität Frankfurt, sprach bereits 1996 davon, dass wir vermutlich in Deutschland über 80 Millionen verschiedene Geschlechter haben, denn jeder Mensch hat nur sein Geschlecht, das persönlichste was ein Mensch überhaupt haben kann. Kein Jurist, Politiker, Menschenrechtler, Mediziner, … hat das Recht dem Menschen zwischen die Beine zu schauen und dann festzulegen wie sich dieser Mensch zu fühlen habe.

Mir ist klar, dass diese Aussage einer „Kulturrevolution“ gleich kommt. Wenn wir aber, jeder einzelne Mensch, bereit sind uns selbst und unsere Existenzberechtigung ernst zu nehmen, ohne anderen Menschen diese abzusprechen, dann müssen wir erkennen und akzeptieren, dass der bisherige Umgang mit der Frage Geschlecht ausschließlich eine Form der Machtverteilung und Machtunterwerfung ist, nicht aber der realen Existenz von Menschsein gerecht wird.“

398. Tag, Tagebuch

BERLIN Je mehr ich über Intersexualität lese, und erfahre, desto normaler erscheint es mir, dass es weitaus mehr Variationen gibt, neben der üblichen Einteilung von Mann und Frau. Da es vielen Menschen jedoch noch nicht bekannt ist, braucht man sich nicht über seltsame Reaktionen zu wundern, wenn man nicht ins Schema passt. Aufklärung ist echt von Nöten und zwar ab der Schulzeit und in den Medien und durch Spielfilme. Toleranz kommt auch durch Aufklärung und Verstehen. Was man nicht kennt und nicht versteht kann Angst machen und seltsame Reaktionen hervorrufen.

Als ich heute auf der Straße ging, schoss mir der Gedanke durch den Kopf, dass ich die Nase voll habe von der Einteilung in Mann und Frau. Das ich mich immer mehr als ein Mensch fühle, der so aussieht wie er aussieht, völlig egal, ob die Kleidung „gemischt geschlechtlich“ ist, oder mein Aussehen. Mich als Mann oder Frau bezeichnen zu müssen, oder empfinden zu müssen empfinde ich als überflüssig. Ich empfinde es mehr und mehr als „Normal“ von jedem „Geschlecht“ Eigenheiten zu haben. Wie man daran sieht ist alles Gewohnheitssache.

Als ich vor über einem Jahr aufhörte meine Gesichtshaare zu bekämpfen, da ging es mir noch ziemlich anders als jetzt. Ich war verunsichert und dachte mehr wie die Masse. Mit der Zeit deckten sich die „Geheimnisse“ über die Geschlechter auf. Es ist in meinen Augen „normal“, das eine Frau mal einen Bart hat, ein Mann auch mal Brüste oder einen Rock trägt und es darüber hinaus alle möglichen Variationen gibt. Was im Moment als „normal“ bezeichnet wird, ist zu einem großen Teil auch so „gemacht“!! Normal würde für mich bedeuten Natürlich. Für die Masse ist „Normal“ das, was es am Häufigsten zu sehen gibt.

Buch über Transgender/Intersexualität bei Kindern

Bei Amazon gibt es das Buch: The Transgender Child. Es scheint eines der wenigen Bücher zu sein, die es zu dem Thema gibt. Betroffene Eltern finden darin Informationen wie sie sich verhalten können wenn ihr Kind transgender ist. (Ich denke auch in dem Buch gibt es zudem Informationen darüber wenn das Kind Intersexuell ist…..kann das nicht genau sagen, da ich das Buch nicht vollständig gelesen habe….)

Das Buch gibt es bisher nur auf englisch. Bei Amazon.com kann man einen Blick hinein werfen.

In einem Kommentar zu diesem Eintrag sind noch zwei deutschsprachige Bücher genannt zum Thema Intersexualität.