Eine Pension

Nachdem ich mich die letzten Tage so gestresst gefühlt hatte, suchte ich nach einem Zimmer für ein oder zwei Nächte in dem ich mal ungestört sein könnte. Ich fand etwas das wunderschön auf den Fotos im Internet aussah und klang.

Die Lage stellte sich jedoch schon mal als etwas heruntergekommene Gegend und schmutzig heraus. Hier und da ein renoviertes schönes Haus.

Angekommen in der Pension stellte ich fest das es sich um eine umgebaute Wohnung handelt, etwas das ich nicht erwartet hatte. Man hatte Trennwände aus Rigips eingezogen und ein sehr schönes elegant modernes Bad eingefügt und auch so sind die Zimmer sehr schön gestaltet. Es gibt einen Essbereich mit Küche in der jedoch nur die Mikrowelle und der Wasserkocher verwendet werden können nicht der Herd. – Das ist recht schlau von den Betreibern, denn ich konnte beobachten wie in kürzester Zeit Gäste den Herd so verschmutzen, das das Ceranfeld darunter leidet. Triefend mit Fett eingebrannt und schmutziges Geschirr herumstehen ließen….das kann man sich hier so ersparen.

Was ein großer Nachteil ist, die Tür zu meinem Zimmer klappert bei jedem Luftzug in der Wohnung und man hört jedes Geräusch und so kommt man sich vor wie hinter Pappwänden und hat doch leider nicht seine Ruhe. Die Rezeption ist auch mit in der Wohnung und der Frühstücksraum direkt vor meiner Tür was sicherlich morgen früh Lärm bedeuten wird. – wenn einen die Geräusche nicht stören, weil man schwerhörig ist, oder weil man dafür nicht sensibel ist, dann ist dies eine preiswerte und nette Möglichkeit in Wien zu übernachten. Insbesondere, wenn man die Enge zu anderen Menschen sucht und sich wie in einer WG oder in einer Familie vorkommen möchte.

Für mich ist es eine kleine Erholung, doch ich muss weiter überlegen denn mehr als einige Nächte kann ich mir das nicht leisten und während ich hier schreibe höre ich das Gerede der anderen Gäste viel zu laut und es ist schon 22 Uhr. Gerade sind Gäste in den Raum neben mir gebracht worden und ich fühle mich als ständen sie in meinem Zimmer! Absolut keine Geräuschbarriere!!! Unfassbar!

Vielleicht finde ich auch einen Job, dann wird dadurch auch die Wohnungssuche einfacher. Heute hatte ich ein Gespräch für einen Job in England, und mir wurde gesagt das ein anderer Bewerber wieder abgesagt hat, weil er dort keine Wohnung fand! Es ist unglaublich. Was ist da nur los! Zu viele Menschen auf diesem Planeten? Oder zu Viele, die in die Städte drängen?

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Wien Hostels

20170205_152734Seit einigen Wochen bin ich immer mal in Wien. Ich hatte gehofft hier eine Wohnung oder ein Zimmer in einer WG zu finden. Nachdem das nicht klappte und auch kein Job in Sicht ist, nehme ich es mal als Zeichen das hier nicht der Ort ist an dem ich wohnen sollte. – Wo dann – ist die Frage.

Also wohne  ich seit Monaten in Hostels. Dort gibt es „Dorms“ in denen man mit 4 -20 Personen in einem Raum schläft. Da kommt man ziemlich an seine Grenzen. Teils wird bis in die Morgenstunden gesurft und auf Facebook gepostet, Handy und Laptops flackern bis gegen 4 Uhr morgens andere Geräte werden geladen und von dort kommen Lichtblitze, wie auch von der Decke, von den Feuermeldern!

20170205_153725Gegen das Schnarchen und andere Geräusche habe ich Ohropax, gegen die Unruhe im Raum kann ich mich nicht schützen. Die einen wollen das Fenster zu, ich will es auf. Wenn viele Personen in einem Raum schlafen, kann man nicht alle Fenster dicht machen es wird nicht nur feucht man braucht auch Sauerstoff. Doch die Spanier und die aus Südamerika sind da nie meiner Meinung. Denen ist es im Winter hier eh zu kalt, selbst in geheizten Räumen frieren sie noch. Die haben sich im Grunde die falsche Jahreszeit ausgesucht, um nach Europa zu kommen.

Andere beziehen die Betten nicht und schlafen in den Decken und Kissen ohne sie zu beziehen halb nackt und entsprechend ist der Geruch der Bettwäsche danach!

20170205_153548Schimmel bildet sich in den Bädern vieler Hostels, auch Matratzen sind an der Unterseite verschimmelt und andere Stellen an Wänden oder an den Fenstern. Lüftungsanlagen sind nicht stark genug, oder die Öffnung nicht groß genug, um die Feuchtigkeit abzuziehen. Frage mich ob die, die ein Hostel planen jemals in einem Dorm genächtigt haben. Das sollte man um solche Konstruktionsfehler zu vermeiden, die dazu führen das es überall schimmelt.

20170113_135116Ich bin mittlerweile extrem genervt – nach so vielen Wochen immer mit anderen Menschen auf engstem Raum,  keine Privatsphäre, Gerüche, Geräusche, schlechter Schlaf, – hoffe auf ein Ende, auf einen Ort wo ich mich entspannen kann. Doch die  Wohnungssituation in Deutschland, Österreich und anderen Ländern Europas ist schwieriger geworden, mehr Menschen wollen bezahlbaren günstigen Wohnraum und der ist jetzt knapp geworden. Viele sind obdachlos, leben auf der Straße oder wohnen in Hostels, oder auch Wohnmobilen. Da bin ich nicht alleine mit dieser Situation. Das Wohnmobil, in dem ich einige Jahre wohnte musste vor längerem schon verkauft werden, da die Ersatzteile kaum mehr zu bekommen und die Kosten für die Reparaturen auch gestiegen waren. Seitdem suche ich nach einem Ort wo ich mich zu Hause fühle.

 

 

 

 

 

 

 

Intersex Solidarity Demo in Wien 08.12.2016 18 UHR

Demo „Solidarität mit Intersex Menschen“ beginnt um 18 Uhr am 08.11..2016 in der Museumsstrasse 7 in Wien. ROUTE auf Google Maps

intersex-demo

TEXT der Veranstalter:

Wir wollen auf die Lebenssituation intergeschlechtlicher Menschen aufmerksam machen.

Inter* Kinder und Jugendliche erfahren immer noch chirurgische und/oder hormonelle Eingriffe, für die sie sich nicht frei und vollumfassend aufgeklärt entscheiden können – und leiden oft lebenslang darunter.

Solange es in unseren Gesetzen, in unserer Bildung, in der Medizin und in unserer Vorstellung nur „Frauen“ und „Männer“ gibt, werden Menschen, deren Geschlechtsmerkmale dem nicht entsprechen, gewaltsam angepasst und unsichtbar gemacht.

Mit dieser Demonstration wollen wir gemeinsam mit Inter-Aktivist*innen Forderungen thematisieren, informieren und zur Solidarität aufrufen. Intergeschlechtlichkeit darf nicht länger ein Tabu sein!

Mehr Infos zu Inter* unter vimoe.at und plattform-intersex.at. Wir untersützen die Forderungen von VIMÖ und PIÖ: http://vimoe.at/wp-content/uploads/2014/03/Positionspapier-VIMÖ-PIÖ.pdf

DEMONSTRATION

Treffpunkt / Meeting Point:
Museumstrasse 7, 1070 Wien (Justizministerium / Ministry of Justice)

Treffen / Meet-up: 18:00
Abmarsch / Start: 18:30

Route:
Justizministerium / Ministry of Justice (Museumstraße, Park neben dem Volkstheater)
Bildungsministerium / Ministry of Education (Minoritenplatz)
Verfassungsgerichtshof / Constitutional Court (Freyung)
Verwaltungsgerichtshof / Administrativ Court (Judenplatz)
Gesundheitsministerium / Ministry of Health (Nähe Urania)

Kontakt / Contact: inter-soli@gmx.at

We want to raise awareness for the situation of intersex people.

Surgeries and/or hormonal treatments are still performed on inter* children and youths without them being able to give a free and fully informed consent – as a consequence they often suffer for a lifetime.

As long as there are only “women” and “men” in our law, in our educational and medical systems and in our minds, people whose sexual characteristics do not fit in neatly, are forcefully being adjusted and made invisible.

Together with inter* activists we demonstrate to point out demands, spread information and to call for solidarity. Being intersex must no longer be taboo!

For more information about inter* visit vimoe.at and plattform-intersex.at. We support the demands of VIMÖ and PIÖ: http://vimoe.at/wp-content/uploads/2014/03/Positionspapier-VIMÖ-PIÖ.pdf

Schule – Unterrichtsbesuche – Frau mit Bart

In der letzten Woche besuche ich mehrere Gruppen im Ethik Unterricht eines Budapester Gymnasiums. Den Schülern, im Alter von 15-18,  erzählte ich meine Geschichte und beantwortete Fragen.

Wir sprachen darüber, das wir gewohnt sind Menschen in Geschlechter einzuteilen, darüber Frei und Authentisch zu sein über Selbstwertgefühl, Ängste nicht gemocht zu werden, wenn man sich nicht anpasst sowie über Reaktionen..

Gerne möchte ich diese Unterrichtsbesuche weiter fortführen. Bei Interesse freue ich mich über eine Kontaktaufnahme.

 

Videos: Rundgang Bartausstellung Berlin

Inzwischen gibt es einige Videos zur Bartausstellung in Berlin die noch bis zum 3.Juli 2016 geöffnet hat.

Sehenswert aus Berlin hat einen zweiteiligen Video über die Ausstellung gemacht in dem wir mehr über die einzelnen Exponate erfahren, im 2. Teil gibt es auch Einblicke in meine Installation.

Dann hier ein Beitrag vom ZDF zur Eröffnung:

https://www.facebook.com/ZDFheute/videos/10153816205570680/

Ein Beitrag des ARD findet sich in der ARD Mediathek:

 

https://www.facebook.com/ZDFheute/videos/10153816205570680/

 

Ein kurzer Rundgang durch die Bartausstellung ohne Kommentare, und den Blick auf viele Bärtige Exponate.

 

 

Carolin Nobles – Musik die berührt

Carolin Nobles, eine Frau die inspiriert durch ihre authentische Art und ihren kreativen Ausdruck. Ich habe ihre Musik vor einigen Tagen zum ersten Mal gehört. Ihre Stimme und ihre Musik berühren mich tief innen, wärmen und heilen das Herz und lassen mich tief innen bei mir selbst ankommen. Auf Youtube hat sie viele Videos, in denen sie unter anderem Tips für das Spielen auf der Harfe gibt….aber nicht nur ….Auf Soundcloud kann man ihre CD hören, wunderschöne Musik um entspannen und die Seele baumeln lassen! Einfach selbst mal  rein hören!

Hier ein Vorgeschmack: Ein Video mit dem Lied Crystalline von ihrer CD The Poetry of Light and Dark.

Hairstory – Call for Art – Seattle Ausstellung zum Thema Haare

In Seattle, Washington, USA, wird von The Factory eine Veranstaltung vorbereitet mit einer Ausstellung und Life Performances, die sich mit dem Thema Haare und Körperbehaarung beschäftigt.

Jeder, der etwas zu dem Thema beitragen möchte, sei es in Form von Videos, Bildern, Liedern..Life Performance ist eingeladen sich zu bewerben. Der Bewerbungsschluss ist Ende Februar 2016 Die Veranstaltung findet am 14. April in Seattle in der Factory statt. Weitere Infos unter folgendem Link: The Factory Seattle

Hairstory submission form

Hairstory is an art show and live performance at The Factory in Seattle on April 14th, 2016 showcasing your art and stories about hair. Tell us your Hairstory through music, writing, artifact, mixed media, visual art, storytelling, audio recording, or film. Scribble on a napkin, write a poem, record your history into a tape recorder, take a picture, make a collage, compose a dance, film yourself or a friend shaving their head or waxing their eyebrows. Submit a conceptual live performance act, including shaving your hair, waxing, tweezing, haircuts, dance, poetry performance, etc., to be performed live at the gallery show.Hairstory seeks to cull submissions to be presented in the following categories:

1) Audio, film and photo storytelling: tell your significant hair story captured on audio, film, photo, montage or performance, interview someone or be interviewed, send us audio files or video files. These will be presented in a dark listening and viewing room within the gallery.

2) A zine: compiling stories, illustrations, poetry, journal entries, doodles, interviews, etc, on the theme of human hair

3) Strong visual art: We will be choosing between 3-5 visual artists to be represented in the show. Others may be featured in the zine.

For more information visit: http://www.thefactoryseattle.com/hairstory/

 

 

Bartausstellung Berlin „Haarige Angelegenheiten“ Gespräch 18.02.2016 um 18 Uhr

Die Bartausstellung ist verlängert bis zum 3.7.2016!!

Am 18.02.2016 um 18 Uhr Neues Museum Berlin:

Kinnbart, Vollbart, Schnäuzer – Warum tragen Sie (k)einen Bart? Oder wann ist der Bart für Sie politisch? Und macht Sie der Bart zum Mann? Diese Fragen wollen wir im Dialog mit Ihnen und Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Gesellschaft diskutieren.

Unserer Gast ist dieses Mal Jayrôme C. Robinet.
Robinet ist Autor, Übersetzer, Poesie Performer und Schreibpädagoge, Akademiker und Transgender mit Variationshintergrund. Gemeinsam dem Transgender Mann werden wir mal einen feministischen, mal einen queeren Blick auf die Ausstellung werfen. Wir freuen uns auf euer Kommen!

Teilnahmegebühr: 4 €
Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung erforderlich unter:
Tel. 030 / 266 42 42 42 oder: service@smb.museum
Treffpunkt: Information im Neuen Museum

Soweit die Ankündiung des Neuen Museums. Ich wäre super gerne auch anwesend gewesen, bin momentan leider seit bald zwei Wochen ans Bett gebunden, da ich mit dem Meniskus im Knie Probleme habe und erst morgen bei einem Termin mit dem Arzt erfahre wie es weitergeht. Laufen ist gerade nicht und meine Reise nach Berlin musste ich deshalb absagen. Schade. Hätte gerne Jayrôme C. Robinet   getroffen und mich an dem Gespräch beteiligt. Ich denke es wird eine superspannende und interessante Veranstaltung. Also wer Zeit hat und in Berlin ist dem kann ich empfehlen hinzugehen!!!

Schulen – Verwahranstalten und Gefängnisse?

Schule – Ein Thema über das man sich lange unterhalten kann – so viele Meinungen und Ansichten. Einige Videos auf Youtube stellen die Schule als Gefängnis dar. Die Sicht ist gar nicht so verkehrt. Welche Chance hat ein Kind diesem System Schule zu entkommen?

Nur wenige entkamen dem System und wurden zu Hause unterrichtet oder gingen auf alternative Schulen und es ist nicht gesagt, das dies wirklich freier war denn auch dort mussten sich die Kinder zum Teil Zwängen oder Reglementierungen unterwerfen.

Ich möchte gerne den Link zu den Videos hier auf die Seite stellen.

Mein Weg hätte mich eigentlich in die Schule bringen sollen, da ich Lehramt für Gymnasium studiert habe. Im Referendariat wurde ich vom Fachleiter und Direktor gemobbt  und bin freiwillig gegangen.

Wenn ich heute höre, das viele Lehrer am Ende ihrer Kräfte sind denke ich vielleicht wurde mir da etwas erspart. Mein Weg ging anders weiter und war nicht unbedingt einfacher.

Wenn ich an Schule denke, dann sehe ich die Schule als ein überholtes System, in preußischer Zeit entstanden, mit dem Ziel Sklaven und hörige Menschen heranzuziehen die dienen. Ein Ziel das inzwischen überholt ist.

Die Kinder heute rebellieren gegen dieses System. Doch wenn sie es tun wird den Eltern gesagt man müsste sie mit Ritalin ruhig stellen oder es wird eine Therapie oder psychiatrische Anstalt empfohlen! Die Kinder sind nicht verrückt! Das System ist verrückt!!!

Leider sind viele so im System eingebunden, das sie gar nicht sehen wie ver – rückt es ist!

Wir brauchen ganz andere „Schulen“, die dann eigentlich auch schon nicht mehr Schulen genannt werden dürfen, weil sie so anders sein werden. Wir alle sind das System, nämlich die Art wie wir denken und Bewerten, wovor wir Angst haben was wir als notwendig betrachten. Wenn wir uns innerlich verändern und unsere Art zu denken verändern, dann verändert sich damit auch das „System“ langsam allmählich, bis es so wie es heute ist nicht mehr bestehen kann. Es passiert schon – und bröckelt schon – noch wird daran von der Mehrheit festgehalten, während andere schon neue Wege beschreiten, alternative Schulen und Projekte gründen und besuchen die sich auch immerzu weiterentwickeln.

Hier nun die Videos: