Tagebuch, 87. Tag

Jetzt kann ich den Bart schon ein wenig umgestalten! Mußte gestern Nacht über mich selbst lachen, was da so alles möglich ist….freue mich schon auf einen noch längeren Bart!

Ok ich hab mich dann mit meinen Sockenpuppen und einigen Kartons in die Shopstreet gestellt. Immerhin ca. 15 Minuten bis ich weggeschickt wurde, da ich vor einer Feuerwehreinfahrt stand…die anderen Plätze waren heute schon besetzt mit einem Saxophonisten und Ballongestalter und weiteren Musikern. Schwer, da nicht ins Gehege zu kommen. Gut, ich hab es versucht. Die Kinder schauten interessiert zu den Puppen, doch die Erwachsenen zogen oder schoben sie weiter. War vielleicht ein falscher Moment? Immerhin hab ich meine Angst überwunden und freute mich, als ich da saß. Schwierig ist, daß ich improvisiere und es wäre einfacher wenn ich ein Stück hätte, um mich sicherer zu fühlen. Also dann: mal ran an die Arbeit.

Ich war etwas gefrustet, und müde, da die Nacht zu kurz war. Ich setzte mich ans Ufer aß mein Brot mit Käse und sonnte mich. Wohltuend die Wellen und das Geräusch des Wassers.

Heute Nacht ist Halloween und es kann sein, daß dort wo ich schlafe wieder getrunken und gefeiert wird bis in die Morgenstunden, mit  Zigarettenqualm. Also ist nix mit Schlafen. Puh. Morgen gehe ich zu einem Hostel, wo es eine Möglichkeit geben könnte für Logis zu arbeiten. Nachmittags schminkte ich die Kinder auf einer Veranstaltung vom Spirit Voice Festival.

Im Restaurant Tara war um 21 Uhr eine Musikveranstaltung von Spirit Voice Festival mit sehr guten Musikern. Leider waren viel zu wenig Leute gekommen. Sie dauerte drei Stunden und ich malte die ganze Zeit meine Karten, die ich verkaufen wollte, um Geld zu verdienen. Ich war völlig versunken, lauschte der Musik und fühlte mich sehr wohl in der Atmosphäre. Ich trank Earl Grey Tee mit den seltsamsten Teebeuteln, die ich je gesehen habe!! Und die ich absolut genial finde. Ein ausgesprochen schönes Design. Hier ein Foto der Teekanne mit dem Beutel, die Hülle in der er steckt liegt rechts daneben.

Weiter unten dann Fotos von den Karten. Die Musikerin auf dem Foto, Roisin ist ihr Name, fand meine Karten so schön, daß sie mir gleich zwei davon abkaufen wollte. Da ich die Eine mit dem grünen Monster erst noch kopieren wollte kaufte sie mir die mit dem Vogel für 5€ ab!! Super. Ein Erfolgserlebnis! Und mir machte das Zeichnen richtig viel Freude und die Musik inspirierte mich auch. Das Essen im Tara ist supergut. Der Wein ebenfalls. Dort finden auch Murder Mysteries statt.

Um Mitternacht ging ich dann nicht zurück, da ich dachte, daß ich noch nicht schlafen kann. Ging ins französische Restaurant mit dem Klavier und spielte Klavier und malte die fünfte Karte fertig. Auf dem Weg durch die Stadt sah ich die unglaublichsten Masken und Kostüme. Viel besser als Karneval. Da war echt ganz schön was los an diesem Halloween. Einige Schlägereien gabs auch und die Menschen sind hier extrem betrunken. Jetzt ist es fünf Uhr früh ich tippe noch diese Seite und die Gäste sind weg.

Kurt liegt am Boden, er war so betrunken, daß er, als er noch etwas gegessen hat, über seinem Teller eingeschlafen ist und dann mit der Gabel in der Hand vom Stuhl auf den Küchenboden rutschte. Ich kriege ihn nicht wach. Habe ihm eine Decke drüber gelegt und ein Kissen unter seinen Kopf geschoben, denn er liegt auf den kalten Fliesen. Unglaublich wie man sich so betrinken kann, daß man fast im Koma liegt! Das hier ist ein Ambiente das ich mir für mich nicht wünsche. Dennoch bin ich sehr dankbar hier sein zu können, denn ich könnte mir kein Hostelzimmer leisten. Ich wünsche mir sehr, daß sich endlich etwas anderes auftut. Es ist interessant und schön, Gesellschaft zu haben und nicht alleine irgendwo zu sitzen. Kann mich in Toleranz üben.

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