Bart zwischen Natur und Rasur Ausstellung in Berlin

Bart- zwischen Natur und Rasur Ausstellung Berlin

In Berlin wird vom 11.12.2015 bis 28.2.2016 die Ausstellung Bart zwsichen Natur und Rasur zum Thema Bart stattfinden.

Zur Ausstellung werde ich einen Pavillon gestalten, gewidmet den Frauen mit Bart und ihrer Geschichte. Gerade bin ich mit der Gestaltung beschäftigt. Mehr dazu gibt es zu lesen wenn die Ausstellung eröffnet wird.

CBC Radio 1 Canada Radioshow über Bärte

facial-hair-update

CBC Canada did make a radioshow about beards. There are several interesting reports starting with a report about a man getting TRANSPLANTED A BEARD! and more about peoples beards. The interview I gave is from minute 18:54.

http://www.cbc.ca/radio/stripped

http://www.cbc.ca/radio/popup/audio/player.html?autoPlay=true&clipIds=2672366008

Friday July 31, 2015

Episode Six: Rebellion, Conformity & Facial Hair

(Ben Shannon)

Listen to Full Episode 27:30

Throughout time, men have styled their facial hair as a way to mark themselves as insiders and outsiders, rebels and conformists. Sometimes these distinctions can be taken to extremes.


„I will give up my life, but I won’t give up my moustache.“

                                                                                                    – Malik Afridi


This episode airs on Monday, August 3 at 7:30 p.m. and Wednesday, August 5 at 9:30 a.m. on CBC Radio One.

Special music thanks to Kira May for composing our theme. We also played a bit of „A Little Respect“ by Erasure.Also, thanks to Jack Fritscher for this pic of the first gay magazine to use the term „Bear“ on its cover.

Illustration by Ben Shannon.

*Note: this episode is a remixed and updated version of our pilot, which first aired last year.

Frauen mit Bart

Das Thema Frauen und Bart wird immer öfters von den Medien aufgegriffen. Damit steigt die Chance, das der Anblick nicht mehr überraschend ist, und sich die Menschen daran gewöhnen, das es das auch gibt (und die Informationen aus einem Biologieunterricht nicht richtig waren).

Die Frauen, die sich zeigen, machen den anderen Frauen Mut auch zu sich zu stehen. Je mehr Frauen zu ihrem Äußeren stehen, und eben auch zu ihrer Körperbehaarung, um so „normaler“ wird es sein und akzeptiert.

Einst waren Tatoos und Piercing nicht gesellschaftlich akzeptiert und ein Zeichen von Außenseitern. Heute ist es Mode, akzeptiert und normal geworden. Selbst im Job selten ein Hinderniss.

In England übt man sich schon viel länger in Toleranz und eine Frau mit Bart kann in einem großen Lebensmittelgeschäft an der Kasse areitenm im Büro, oder wie Harnam in der Schule. Von Vorteil in England ist, das die Lebensläufe ohne Fotos verschickt werden, um nicht schon von vorneherein jemanden wegen seines Aussehens auszusortieren.

Wenn ich daran denke wie in einer RTL Reportage ein Arbeitsberater vor der Kamera sagte mein Bart müsse ab, da ich sonst keine Arbeit bekommen würde, so ist dies in England undenkbar, denn es wäre sofort Diskriminierung! (nichts gegen den Arbeitsberater….ich möchte hier nur mal die Unterschiede dieser beiden Länder darstellen. Und auch Irland hat diese Diskriminierungsklausel und man kann nicht so leicht jemanden wegen Äußerlichkeiten ausschließen).

Was schade ist, ist das manche Artikel über Bärtige Frauen in den letzen Monaten einander sehr ähneln. In England hatte man in die Welt gesetzt, das ich mich mit Bart sexy finde. Habe ich nie gesagt, kam von einer Journalistin. – andererseits, warum sollte es nicht sexy sein? Es ist eine Konditionierung Männer mit Bart sexy zu finden, aber Frauen nicht.

Körperbehaarung wurde seit Jahrhunderten den Männern zugeschrieben, zumindest in unseren Breitenkreisen in Europa.

Insofern eine schöne Herausforderung für die Menschen, die lasen das ich meinen Bart sexy finde.

„Sex sells“ dachte sie wohl. – Und kaum schreibt man über Harnam in England, werden ähnliche Aspekte wieder hervorgeholt und die Frau, die sich mit Bart noch nie weiblicher als jetzt fühlte!! – Mein Gott! Was heißt sich weiblich fühlen? Was hat das mit einem Bart zu tun? – Irgenjemand muss wohl gedacht haben das sich Frau mit Körperbehaarung männlich fühlen muss. Dabei sind Frauen doch so unterschiedlich und in einer solch großen Bandbreite von „männlich“ bis extrem „weiblich“ ebenso wie die Männer.

Ein schönes Fotoband „FRAUEN“ von einer amerikanischen Fotografin deren Name mir gerade entfallen ist zeigt sehr schön diese Unterschiede.

Jetzt ist es für mich so normal mit einem Bart zu leben. Doch am Anfang erinnere ich mich, wie ich mich für einige Tage oder gar Wochen wirklich männlicher fühlte, was daran lag, das meine Assoziation die ich gelernt hatte die war, das ein Bart Männlichkeit bedeutet. – Das „entlernte“ ich dann mit der Zeit. Jetzt ist ein Bart nicht mehr „männlich“.

Wir müssen nicht unseren Konditionierungen erliegen. Wir können auch umdenken.

Manches was wir gelernt haben ist einfach nur eine Einschränkung die wenig Sinn macht.

 

656. Tag Berufe von Frauen mit Bart und Wanderausstellung – HaareGegenMacht

Über Pfingsten fand der LFT in Hamburg statt. Es gab Veranstaltungen, Workshops und Ausstellungen. Eine Ausstellung und ein Workshop beschäftigten sich mit dem Thema Behaarung – „HaareGegenMacht“, war der Titel der Wanderausstellung, die ich besuchte.

In der Ausstellung gab es neben einer Zeitschiene auf der Wissenswertes zu Bartfrauen und dem Thema Behaarung stand, Fotos und Tafeln mit Inhalten zum Thema, ein Video mit dem Lied „DAMENBART“ zu hören und die Möglichkeit Interviews mit Frauen zum Thema Behaarung und Enthaarung zu hören.

Ist dieses Foto nicht erotisch? Es ist eines der Fotos aus der Ausstellung, ebenso wie die anderen Fotos.

– Es ist möglich, die Ausstellung in die eigene Stadt holen, auf Wunsch mit Vortrag und/oder Workshop! Bei Interesse ist hier die Kontakt email:

haaregegenmacht [ät] gmx.de

Während ich so durch die Ausstellung ging, stand auf einmal eine Frau mit Bart hinter mir! Sie hatte einen blonden Bart und auch an den Seiten und unter dem Kinn noch Haare. Meine Augen brauchten eine Weile, bis ich alles wahrgenommen hatte. Erst grinsten wir uns an, dann kamen wir ins Gespräch. Ich wollte von ihr wissen wie lange sie ihren Bart schon hat und wie es beruflich aussieht mit Bart.

Seit ihr Bart vor mehr als 20 Jahren zu wachsen begann hat sie ihn wachsen lassen! Er wurde nie sehr lang und hin und wieder kürzte sie ihn auch, doch nie wurde er rasiert oder gezupft und doch wurden die Barthaare mit den Jahren zahlreicher! Eine Arbeit hat sie. Sie ist selbständig und gibt Seminare und hat einen Minijob im Bioladen wo sie als Mitarbeiterin angestellt ist. Und das funktioniert gut. Auf der Straße wurde sie, wie auch schon die Loewin, für mich gehalten und darauf angesprochen, dass man sie im TV gesehen hätte. Dabei sehen wir drei doch ziemlich verschieden aus, ebenso unsere Bärte! Vielleicht ist durch die Beiträge im Fernsehen der Eindruck entstanden, dass es NUR EINE Frau mit Bart in ganz Deutschland gibt, oder der Focus der Zuschauer lag so sehr auf dem Bart, so dass eine Verwechlung leicht möglich ist?? Die Reaktionen waren jedoch positiv und das finde ich sehr erfreulich, dass die Beiträge im Fernsehen dazu führen, dass es angenehme und offene Begegnungen gibt und einigen Menschen dadurch die Scheu genommen worden ist, Kontakt aufzunehmen, statt weg zu schauen oder einen an zu starren.

Vermutlich gibt es noch viel mehr Frauen mit Bart….und ich freue mich darauf weitere zu treffen!

Womit verdienen all die Bartfrauen ihr Geld? Alle von denen ich weiß,  sind selbständig, bis auf jene Frau, die ich traf, die eine Anstellung im Bioladen hat. Sonst weiß ich von keiner Frau mit Bart, die sich in einem angestellten Verhältnis befindet.

Die Berufe derer von denen ich weiß sind: Übersetzerin, Tätowiererin, Schriftstellerin, Seminarleiterin, Schamanin, Clownin, Zirkusdirektorin….Meist haben sie künstlerische Berufe oder sie sind tätig im Bereich Kommunikation und Sprache, Spiritualität/Selbsterfahrung und Heilung.

Bartfrauen in anderen Jahrhunderten hatten unter anderem Berufe wie: Fischerin, Knechtin, Hexe, weise Frau oder sie stellten sich zur Schau und verdienten damit nicht schlecht, eine von ihnen sogar mehr als der damalige Präsident der Vereinigten Staaten!

Spannend…. es gibt noch so viel Neues zu entdecken! Ich freue mich auf die Begegnung mit weiteren Frauen mit Bart und deren Geschichten!

624. Tag Julia Pastrana

Ein Link führte mich zu einem anderen Blog auf WordPress. Dort fand ich einen Artikel in Englisch  zu Julia Pastrana (1834-1860) , einer Frau mit sehr starker Körperbehaarung, die um 1850 in Amerika als bärtige Frau herumreiste. Der Text ist leider auf Englisch, ich werde ihn demnächst übersetzt ins Deutsche hier reinstellen. Für alle die Englisch gut verstehen hier der Link.

Es gibt ein Buch von Jan Bondeson: „Medical couriosities“ in dem es auch um Julia Pastrana geht. Von Jan Bondeson sind einige Bücher erschienen, in denen er sich den Menschen widmet, die nicht der Norm entsprechen. Ich habe noch kein Buch von ihm gelesen und kann nichts dazu sagen, wie die Bücher sind. Einige Bücher gibt es von ihm auch in Deutsch, jedoch dieses noch nicht.

Ein Link zu Wikipedia zu Julia Pastrana.

Women with Mustaches

Eine für mich neue Seite ist diese hier:  mit Fotos von Frauen mit Oberlippenbart – im Englischen und Französichen Mustache genannt.

362. Tag Lesestoff: Körperbehaarung und Normen

Sonntagmorgen entdeckte ich eine sehr interessante Diplomarbeit mit folgendem Titel:

Das Behaarte und das Unbehaarte, von J. Djuren aus dem Jahre 2004/2005.

Sehr ausführlich und unterhaltsam zu lesen, mit vielen Literatur- und Linkhinweisen.

Webseite: http://www.irrliche.org/paulaukarlairrliche.htm

Hier eine Leseprobe…. Zitat:

„Hier finden wir einen Teil der ‚Argumente‘, die immer wieder für die Entfernung von Körperhaar aufgefahren werden.

– Körperbehaarung ist unhygienisch

– Frau soll ihre eigene Körperlichkeit dem Wunsch von Männern unterordnen

– in Ländern wie den USA tun dies ohnehin schon viele Frauen (d.h. moderne Frauen)

– die Körperhaarrasur zeigt sexuelle Offenheit, rasiert Frau sich nicht, ist sie potentiell nicht selbstbewußt genug

Tatsächlich sagen psychologische Untersuchungen bezogen auf Australien etwas anderes aus. Da die Körperhaarrasur die Norm ist, bzw. der an die Frauen herangetragene Wunsch, neigen vor allem Frauen, die unsicher sind, zur Entfernung ihrer Körperhaare, bzw. im statistischen Mittel gilt, daß nur sehr selbstsichere Frauen sie nicht entfernen[16] Auch der Ländervergleich ist etwas absurd, im selben oben zitierten Text wird interessanterweise auch noch in einer Anmerkung deutlich, daß die Totalentfernung auch im arabischen Raum zum Standard gehört. Dies wurde aber nicht an den Anfang des Artikels gestellt, hätte es doch die Frage thematisiert, was Körperhaarentfernung mit spezifischen Strukturierungen einer Gesellschaft, mit einer ausgeprägten männlichen Kontrolle weiblicher Sexualität zu tun hat, und den Zusammenhang mit der Bedeckung des Kopfhaares zum Thema gemacht. Das Bild der rasierten Frau wäre dann wohl kaum modern konnotiert. Das Argument, daß hiesige Frauen sich rasieren müßten, weil Frauen in Saudi-Arabien dies täten, überzeugt sicherlich nicht sonderlich.� Dabei geht es hier nicht um eine Kritik daran, daß einzelne Frauen Kopftücher tragen oder sich die Körperhaare rasieren, sondern um die Kritik von Normen, die diese Praxen zum Zwang machen.

Von feministischen Frauen aus der Türkei heißt es dann auch in einem Text zur Kritik sexistischer Gewalt sehr deutlich:
„Die meisten von uns verbringen zwangsläufig einen großen Teil ihrer Zeit und Energie damit, sich mit ihren Körpern zu beschäftigen. Wir ziehen uns nicht für uns selbst an, sondern um männliche Beachtung zu erhalten. Für viele von uns ist es eine Notwendigkeit, unsere Körper der neuesten Mode entsprechend zu formen. Übergewicht kann dazu führen, dass Frauen sich vor sich selbst ekeln. Frauen, die ihre Körperbehaarung nicht wirksam bekämpfen, werden als anormal und krankhaft betrachtet..“[17] [18)
Zitat ENDE

GANZ anders, dann dieser Artikel, der aufklären will über Ursachen des Bartwuchses bei Frauen und so beginnt:

„Frauen mit Bärten galten schon vor langer Zeit als kuriose Laune der Natur. Oft wurden sie als „bärtige Damen“ auf Jahrmärkten zur Schau gestellt und dem Spott anderer preis gegeben. Auch heute im 21. Jahrhundert können viele Betroffene kaum ein normales Leben führen.

Sie verstecken sich, schämen sich für ihr Aussehen, ein normales Sexualleben ist für Viele nur ein unerfüllbarer Traum……“(Zitat Ende)

Und ein ganz skuriller Filmbeitrag zum Thema Körperbehaarung:

Und ein Film über Körperbehaarung aus den USA, wo es unter anderem um die Rückenbehaarung von Männern geht.


Frauen mit Bart – Männer in Röcken

Bearded women…. 305. Tag, Tagebuch

dresdenHab mal wieder im Internet gestöbert, nach bearded women und das hier gefunden: Auf einem Blog wird über Frauen mit Bart geschrieben und ein altes Foto um 1870 angeboten für über 200 Dollar. Dazu ein kleiner Text über Frauen mit Bart auf Englisch.

Durch einen Kommentar bei der Loewin begann ich nach dem Kalender mit den bärtigen Frauen zu suchen, den es 1998 gab. Ich stiess auf die Künstlerin ZOE LEONARD, die einen Fotokalender mit echten Bartfrauen gemacht hat.

In dem Buch: „Women Artists“ auf Seite 312-317 finden sich Bilder und Texte zu Zoe Leonard mit einem Foto von ihr.  Gleichzeitig entstand im selben Jahr in Holland ein Onlinekalender der bärtigen Frauen von Jetty Verhouf, Ine Poppel und Agnes de Ruijter, den ich leider nicht mehr online finden kann, da der link nicht funktioniert. Sie hatten ihn als Kontrast zu den üblichen Pin Up Kalendern gemacht. Beide Kalender und die Künstlerinnen kritisierten, bzw. stellten das übliche sexuelle Bild der Frau in Frage.

Hier ein Link zu sechs interessanten Seiten zum Thema HAARE von Anneke Smelik mit dem Titel: The Danger of HAIR.

Einige Kalenderblätter mit bärtigen Frauen, allerdings unechten Bärten….hier , naja….

Ich komme aus dem Staunen nicht heraus, was ich heute noch so finde. Eine Frau aus den USA mit einem roten Bart (so schreibt sie ein Foto von ihr fehlt leider!) hat eine Webseite und sucht Texte anderer Frauen mit Bart, um ein Buch zu schreiben. Was so alles parallel geschieht!! Unglaublich und doch ist es wahr!! Noch vor einigen Monaten dachte ich es gäbe keine Frauen mit Bart…und nun entdecke ich immer mehr!!

Englischsprachige Artikel zu Frauen und Bart gibt es viele und täglich kommen neue hinzu. Hier noch einer im Reporter online, der ganz nett zu lesen ist und von Ilsa Shaw geschrieben wurde, die ein einzelnes langes Haar an ihrem Kinn entdeckte und dadurch über Bartfrauen nachdachte.

Zuletzt noch ein Artikel über Jennifer Miller den ich noch nicht kannte. Das waren mal wieder allerhand links.

Akte 09, Sat 1 vom Dienstag 27.Mai 2009

Hier der Beitrag von Akte 09 über mich vom Dienstag, dem 27.Mai 2009. ‚Unter anderem wurde mit versteckter Kamera beobachtet, wie die Reaktionen auf eine Frau mit Bart sind.

Der zweite Teil, in dem es um eine Frau starkem Bartwuchs geht, die ich die Ehre hatte, zu treffen, wird es HEUTE, am Dienstag, dem 02.Juni 2009 um 22.20 Uhr auf Sat 1 bei Akte 09 zu sehen geben. Wir hatten uns in Berlin getroffen und von dem Gespräch, das dort statt fand werden Auszüge gezeigt und die Geschichte der Frau wird erzählt.

Samstag, 299. Tag, Tagebuch

BerlinHeute war nochmal ein Drehtag. Am nächsten Dienstag gibt es auf Sat 1 in Akte 09 wieder einen Beitrag über Frauen, die im Gesicht stark behaart sind. Diesmal geht es um eine Frau die viel stärkeren Bartwuchs hat, als ich….und wie es ihr damit ergeht. Wir trafen uns und  hatten ein Gespräch, das auch in Ausschnitten gezeigt werden wird. Sehenswert!!

Ja und nun ist es schon nach Mitternacht…ich packe und morgen geht es mit dem Zug zur neuen Wohnung. Freue mich mal für einige Wochen eine Wohnung ganz alleine für mich zu haben. Die Ruhe wird mir gut tun.

Als wir am Drehen waren, kamen wieder einige Touristen und wollten mit mir fotografiert werden.

WaageEin Satz den eine Journalistin vor einigen Wochen mal sagte ging mir heute abend durch den Kopf…„….irgendwann werden sie den Bart nicht mehr brauchen.“

Ja ….mag sein….Jetzt gerade ist der Bart der Weg und  ich liebe  meinen Bart. Vielleicht stimmt es, das ich mich in ihn verliebt habe. Noch vor einer Woche habe ich dies verneint. – Er ist wie ein Partner, ein guter Freund. Ich weiß das mag seltsam klingen. Doch was ich alles mit ihm entdecke und erlebe macht mich glücklich und erfüllt mich.

Was für eine Umkehrung! Erst waren die Haare die Feinde und DAS FREMDE, das was da nicht hingehört, weil ich es dachte. Und dann nach über 20 Jahren diese Wende. Die Haare annehmen, lieben und als Freunde sehen, die mir etwas sagen wollen und die mich unterstützen! So, dass ich sie im Moment nicht missen möchte! Wenn sie nicht mehr sein sollen, dann fallen sie vielleicht aus….! –

SpülmittelDas mir der Bart einen weiteren Zugang zu meinem inneren Kind eröffnet, wurde mir erst vorhin klar. Ich habe viel mehr Spaß und Lebensfreude, seit ich meine Barthaare wachsen lasse und liebe! Mein innerer Schalk kann sich zeigen. Meine Neugier, Kontaktfreudigkeit und Kommunikationsbedürfnis wird ausgelebt. Es geschehen unglaubliche Dinge. Das Leben empfinde ich als Abenteuer. Es ist ein Weg….der über den Bart führt…..und irgendwann geht es nicht um den Bart….sondern um das, was er aufgedeckt hat…was in mir schlummert und was raus wollte. – Raus wollte etwas – und die Haare die hervorkommen zeigen das symbolisch.

töpfe mit deckelEin Beispiel: Lange Zeit meines Lebens versuchte ich lieb zu sein und mich anzupassen und es anderen Recht zu machen. Mit dem Ergebnis mich immer weiter von mir zu entfernen. Nicht mehr zu wissen was ich mag und was mir gefällt und gut tut. Dadurch war ich weniger lebendig, wirkte kühl und gefühllos, weil ich meine Gefühle in einem Gefängnis hielt. Ich hielt meine Lebendigkeit gefangen aus Angst anzuecken. Ich sang nicht weil mir die Lehrerin im Alter von 7 Jahren sagte ich solle nur die Lippen bewegen, wäre unmusikalisch und meine Stimme klingt, als ob sie brummt…..da mir keiner das Gegenteil sagte unterdrückte ich jegliches Singen. Manchmal sang ich, wenn ich alleine war und Klavier spielte ….doch wenn jemand in den Raum kam verstummte ich aus Angst vor Kritik.

Wenn diese inneren kindlichen Teile nicht gelebt werden, dann stirbt etwas im Menschen. Es friert etwas ein. So habe ich es für mich erfahren. Dieses kindliche unbefangene neugierige Wesen wieder frei zu lassen, sich an kleinen Dingen zu erfreuen, dem Singen, Malen, dem kreativen Tun….das ist so lebenswichtig.

Konzepte und alte Werte zu hinterfragen und loszulassen kann sehr befreiend sein.

Noch was zum Schmunzeln…….wenn die Haare stören und ausfallen……..

Frauen haben keinen Bart zu haben….Tagebuch, 282. Tag

Frog and BarbieEs gibt immer wieder Theorien, die davon ausgehen, das der Bartwuchs bei Frauen krankhaft ist. Das die Frauen unter PCOS leiden, eine Hormonstörung haben,……usw. Siehe den Bildzeitungsartikel vor einigen Wochen. Es werden Ursachen gesucht für ein Phänomen, das Millionen von Frauen auf der ganzen Welt betrifft! Ein Phänomen, das eigentlich nicht sein kann und nicht sein darf, denn: FRAUEN HABEN KEINEN BART! Basta. Im Sexualkunde Unterricht lernen wir das schon. Im täglichen Leben sehen wir Frauen mit glattem makellosem Gesicht, schön geschminkt, gelasert, gezupft und am ganzen Körper epiliert. In der Werbung und im Film sehen Frauen aus wie Barbiepuppen. Nicht alle, doch viele.

In einem Forum im Internet, entdeckte ich einen Austausch von Frauen, die sich darüber unterhalten, ob der Bartwuchs bei Frauen durch länger andauerndes Übergewicht hervorgerufen wird. Interessant die Diskussion, doch die Antwort auf das Mysterium das manche Frauen einen Bart haben, finde ich dort nicht. Es gibt andererseits auch Frauen, die schlank sind und einen Bart haben, wie Jennifer Miller. Ich weiß nicht, ob sie mal übergewichtig war. Und es gibt Frauen, die übergewichtig sind und denen nie ein Bart wächst! Ein Gebiet, auf dem neugierige und interessierte Männer und Frauen noch forschen könnten mit der Fragestellung: „Wieso wächst Frauen ein Bart, wenn sie eigentlich keinen bekommen können!?“.

Wenn ich nun 20 Kilo abnehmen würde, würden mir dann die Barthaare ausfallen und nicht mehr wachsen? Ich möchte gerne abnehmen, um mich fitter zu fühlen, denn so eine Last von Fett mit mir herum zu schleppen kostet Energie, die ich gerne für andere Dinge übrig hätte!

Mami..Meinen Bart mag ich inzwischen so sehr, daß ich ihn nicht mehr missen möchte! Falls ich es schaffe abzunehmen, werde ich darüber berichten, ob meine Gewichtsabnahme Auswirkungen auf meinen Bartwuchs hatte, oder nicht.

Zitat aus der Seitenleiste wo es heißt: „Mehr zum Thema“, aus dem oben genannten Artikel in der Bildzeitung: „Dunkelhaarige und südländische Frauen sind häufiger erblich vorbelastet als Nordeuropäerinnen. Die hormonell bedingte Form kann plötzlich und unabhängig von der Pubertät bei allen Frauen auftreten.“

ERBLICH VORBELASTET!!! Das klingt als sei es ABNORMAL, KRANKHAFT und eine LAST, Haare im Gesicht oder am Körper zu haben.

Wieso empfinden es so viele Frauen als Last oder Makel behaart zu sein? Weil sie es so lernen! Wäre es das gängige SCHÖNHEITSIDEAL als Frau behaart zu sein und einen Bart zu haben, dann wäre es keine Last, sondern Frau würde sogar noch Hormone nehmen, um den Bartwuchs zu verstärken!! Wenn kleine Kinder schon mit der Barbiepuppe aufwachsen, die unnatürlich geformt und unbehaart ist, und dieses Bild durch Kommentare und die Fernsehbilder noch unterstützt wird, dann ist es kein Wunder, das sich heutzutage so viel Menschen am ganzen Körper enthaaren, lasern oder epilieren lassen und Komplexe bekommen, wenn die Haare an Körperstellen wachsen, wo sie nicht sein sollen.

Albufeira….Tagebuch, 151. Tag

foto6121Beim Durchstöbern des Fernsehprogramms entdeckte ich eine Reportage auf RTL II am Dienstag, dem 6. Januar um 22.15Uhr.

Exclusiv die Reportage handelt unter anderem, von einer Iranerin mit Haarwuchs im Gesicht. Jedoch geht es in der Sendung nicht darum den Bart zu lassen, sondern diesen weg zu lasern. Ich bin neugierig auf die Sendung….und was sie über den „Damenbart“ sagen werden. Vielleicht wird hier mal gesagt, das Bärte bei Frauen auch genetisch bedingt sein können.

Das Wetter wechselt weiterhin zwischen Regen und Sonne. Gerade ist der Himmel strahlend blau und die Sonne macht sich breit….der Boden durchweicht vom vielen Regen…Windböen fegen durch den Garten und ums Haus.

foto640Inzwischen, seit über zwei Wochen, wissen einige Verwandte auch von meinem Bart. Sie reagierten nicht und erwiderten auch meine Weihnachts- und Neujahrswünsche nicht. Ob es sie verwirrt hat? Ob sie den Kontakt zu mir wegen der paar Haaren im Gesicht nun abbrechen werden?

Am Nachmittag fuhren wir, mein Sohn, seine Freundin und ich, nach Albufeirra, um Fingerpuppen zu verkaufen.

foto665Es war ein sehr schöner Ausflug. Auf der Fahrt dorthin regnete es in Strömen. Doch als wir in Albufeirra ankamen, hatten wir herrlichen Sonnenschein. Wir liefen durch die Stadt und ich war wieder die Attraktion mit meinem Bart. foto652Die Menschen glotzten mich an und manche diskutierten darüber zu welchem Geschlechts ich denn wohl gehöre. foto672Es gab einige lustige Szenen, denn mein Sohn und seine Freundin liefen mit Abstand hinter mir her und konnten so die Reaktionen der Menschen beobachten. foto693Es ist wirklich erstaunlich wie stark die Reaktionen hier sind. foto679foto687 Selbst die beiden Sicherheitsbeamten mußten sich das genauer anschauen. Und eine Frau fragte ihren Mann:“War das denn nun eine Frau oder ein Mann?“ Und der Mann antwortete: „Mich brauchst du nicht zu fragen, ich hab davon keine Ahnung.“

Niemand, bis auf die paar Kinder, die vorbei kamen,  interessierte sich für die Fingerpuppen….doch diese mußten ja ihren Eltern folgen….Allerdings muß man sagen, das absolut keine Kaufstimmung herrschte. Die wenigen Leute, die durch Albufeira liefen waren am Bummeln und spazieren gehen, auch in die Läden gingen wenige und es wurde nichts gekauft. Das Einzige, das konsumiert wurde, war wie immer das Essen und das Trinken.

foto656Unten am Strand war eine riesige Bühne aufgebaut und es gab einen Soundcheck – vielleicht wird es dort am Abend ein Konzert geben…wir mußten wieder zurück zu den Hunden.

Ausflug nach Loulé…. Tagebuch, 139. Tag

foto193Ich wunderte mich heute über mich selbst. Gestern ging ich schon um 21 Uhr ins Bett, heute Morgen stand ich um halb 7 auf….und lies die Tiere raus..schlief noch ein wenig und widmete mich dann der Hausarbeit. Ich saugte und wischte die untere Etage und nach zwei Stunden des Putzens wollte ich hier mal rauß. Das Auto, das ich hin und wieder benutzen darf, hatte ich auch geputzt und gelüftet. Es roch wie ein Aschenbecher….

Vor über 10 Jahren, wohnte ich in einem Vorort von Loulé. Ich war gespannt, was sich alles verändert hatte.

foto195Jetzt gab es in Loulé auch Graffitti an einigen Hauswänden, das war mir damals nicht aufgefallen. In Anbetracht der langen Zeit, hatte sich wenig verändert. Viele Läden waren noch da, andere vermisste ich. Einige Läden mit Kunsthandwerk waren verschwunden, so auch viele „EinEuro“ Läden. Es waren neue Wohnungen in modernen Hochhäusern und ein großes Einkaufszentrum, am Stadtrand, hinzu gekommen.

foto201Durch die Fußgängerzone lief ein roter Teppich. Lag der da zur Weihnachtsdekoration?…Vor den Läden, standen gebastelte Weihnachtsbäume, von Schulkindern. Recht witzige Ideen waren da dabei: Weihnachtsbäume aus Eierpappen, Plastikflaschen, Wolle, und Milchpackungen. Abfallverwertung und Dekoration zugleich.

foto199Die Menschen reagierten sehr stark auf mein Aussehen. Sie starrten mich an, drehten sich um oder holten schnell noch eine Freundin oder Arbeitskollegin hinzu, um zu zeigen was sie eben gesehen hatten. Manche schienen erschrocken zu sein.

Ich betrachtete die Menschen und Schaufenster und kam zu dem Schluß, das die Bevölkerung hier sehr viel Wert auf ihr Äußeres und die Etikette legt und vielleicht durch den Katholizismus noch ein besonderes Problem haben könnte, wenn da eine Frau mit Bart entlang kommt.

foto203foto206Jedenfalls gab es weder in Deutschland, noch in Irland solch heftige Reaktionen. Vielleicht lag es daran, das ich wieder einen Rock anhatte. ….weiß ja auch nicht, was die Menschen so assoziierten….

Ich finde es schlimm, das eine Frau mit Bart so etwas Ungewohntes ist und ich finde es schade, das die Menschen sich so stark aneinander anpassen.

foto2101Nach den Reaktionen heute, denke ich daran, mich als Attraktion, so wie in vergangenen Jahrhunderten, auf die Straße zu stellen und Geld zu nehmen, für einen Blick auf die „Bärtige Frau“. Das würde hier hin passen!

foto214Ich zweifle etwas daran, ob der Verkauf von Fingerpuppen an der Algarve, gut laufen würde – noch habe ich es allerdings nicht versucht…… In den Touristenorten am Meer könnte es funktionieren…doch irgendwie passen die hier nicht so recht hin, denke ich, ebenso wie ich hier nicht hin passe!

(Vielleicht passt auch das Unpassende….muß da nochmal drüber nachdenken…)

Nach dem Stadtrundgang fuhr ich zum Einkaufszentrum und lief dort noch über eine Stunde umher, mit den entsprechenden Reaktionen der Verkäuferinnen und Verkäufer. Aus sicherer Distanz beobachteten sie mich und tuschelten. Fast jeder, der oder die, an mir vorbei ging, drehte sich um.

foto2211Puh – ist lustig – aber irgendwann ist auch mal gut. Interessant, die Reaktionen und doch auch seltsam.

Ich fühlte mich heute jedenfalls wie ein Alien!

Zurück im Haus war die Luft besser. Durch das Putzen und da die Tiere im Garten geblieben waren bekam ich heute mal keine Atemprobleme,während ich am Laptop saß. Leider müssen die Tiere Nachts wieder rein und so werde ich wohl nichts anderes machen können, als immer wieder, und noch öfters, zu putzen.

foto212Am Himmel zogen gegen Mittag Wolken auf und es sah aus, als ob es regnen würde.

Noch ist es trocken, nur etwas kühler. Mittags zeigte das Thermometer in Loule sogar 15 Grad an! Das unterste Foto zeigt einen Tannenbaum aus Wollfäden!