Über mich

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Dies ist ein Tagebuch über meine Erfahrungen, Gedanken und Erlebnisse während ich meinen Bart wachsen lasse.

Seit über 20 Jahren wächst mir als Frau ein Bart. All die Jahre waren mir, wie vielen anderen Frauen auch, meine Barthaare peinlich und ich zupfte die Haare, meist heimlich, mit der Pinzette aus. Kaum jemand wusste davon. Einige Male ging ich sogar zu so einer Art Lasern mit IPL. Kurze Zeit waren die Haare weniger, doch dann kamen sie wieder. Und mir wurde klar, das der Bart zu mir gehört. Der Bart ist ein Teil meines Körpers. Warum sollen Frauen sich an ein Ideal anpassen, das die Werbung, oder sonst wer vorgibt? Eine Frau ist schön wie sie ist. All die Manipulationsversuche, sich an ein Ideal anzupassen, kosten Zeit und Geld und lassen Frau verunsichert zurück, ob sie denn nun endlich schön genug ist um geliebt zu werden! – Denn darum geht es im Grunde doch immer wieder: um den Wunsch geliebt zu werden und dazu zu gehören. Doch das ist nicht stabil. Das kann heute so und morgen so sein. Menschen ändern ihre Meinung und morgen schon kann ich nicht mehr zu einer Gruppe gehören, zu der ich heute gehörte. Mein Job kann morgen weg sein, auch wenn ich ihn heute noch hatte. – Das was eine sichere Investition ist, ist daran zu arbeiten mich selbst zu lieben. Wenn ich mich selbst liebe und schätze, und annehme wie ich bin, ohne jegliche Bedingungen, dann bin ich in Frieden und glücklich. Dann ist es möglich ich selbst zu sein, ohne Angst, denn ich brauche nicht die Anderen, die mir sagen wie toll und schön und liebenswert ich bin. Ich weiß es. Und je mehr Menschen es gibt, die sich selbst mit ihrem Körper und all ihren Eigenheiten und Fähigkeiten lieben und schätzen so, wie sie sind, umso mehr Frieden wird es auf der Welt geben.:

Dieser Blog, und  meinen Bart wachsen zu lassen ist im Grunde eine künstlerische Aktion. Ich selbst bin mein Studienobjekt. Die Reaktionen um mich herum ergänzen das Studium und geben Informationen über das Menschsein an sich und gesellschaftliche Einflüsse auf das Individuum.

Studiert habe ich Kunst und Geographie auf Lehramt in Mainz. Anschließend machte ich das Referendariat, das ich noch vor Ende abbrach, mit der Erkenntnis, das dieses Schulsystem, das immer noch Strukturen der Preußenzeit hat und ich mit meinem Freiheitsdrang nicht kompatibel sind.

Ich erkläre gerne und unterrichte gerne, machte aber den Fehler Lehramt für Gymnasium, statt für Grundschulen zu studieren. Jüngere Kinder liegen mir mehr als Teenager. Zu Wechseln hätte bedeutet wieder von vorne zu beginnen, da die Scheine nicht anerkannt wurden bzw nur zum Teil.

Statt dessen besuchte ich anschließend eine Clownsschule, Clownskurse und Theaworkshops, Puppenbaukurse, versuchte mich in Theaterpädagogik, da ich schon als Kind ein großes Interesse am Theaterspielen hatte. Es machte mir viel Freude, doch die Konkurrenz ist groß und ich gab leider wieder auf.

Später studierte ich Kreatives Schreiben an der ASH in Berlin und da ich zu der Zeit Hartz 4 bekam, machte mir das Amt einen Strich durch die Rechnung und ich musste das Studium wieder abbrechen, da sie Rückforderungen stellten für die Zeit seit Studienbeginn und ich nicht das Geld hatte das Studium und mich weiter zu finanzieren, geschweige denn deren Forderungen zu begleichen. Inzwischen hat sich herausgestellt das war nicht rechtens, andere studieren dort das gleiche Fach und erhalten Hartz 4, da es ein begleitendes Studium und eine nebenberufliche Fortbildung ist.

In den Sommermonaten der letzten Jahre zog ich mit dem Circus und auch alleine mit meiner Hütte über die Festivals in Italien, Frankreich, Schweden, Dänemark und Deutschland und informierte die Menschen zum Thema Frauen und Bart, nutzte meine Kenntnisse in Auralesen und Handlesen, und bot individuelle Beratungen an. Ich bekam viele Gelegenheiten Interviews zu geben, für Zeitschriften und das Fernsehen. An einer Sendung nahm ich aus Naivität teil, weil ich informieren wollte. Die Menschen sollten erfahren, das es Frauen mit Bart gibt. Ich wollte anderen Frauen Mut machen, doch leider war „Schwer Verliebt“ dafür nun echt nicht die geeignete Sendung. Es ging nach Hinten los. Leute lachen noch heute auf der Straße über mich wenn sie mich sehen, bis ins Ausland wenn Deutsche mich sehen und aus der Sendung kennen. Es schockierte mich wie viele Menschen die Sendung schauten um sich über die „Freaks“ darin lustig zu machen. Es ist eine Schande und zeigt einen miesen Charakter der Deutschen für mich. Das die Sendung so sein würde wie sie war, war mir nicht klar gewesen als man mich dafür anwarb. Ich war zu naiv. – Ein weiterer Effekt ist, das durch diese Sendung die Menschen denken ich sei so verzweifelt, das ich mich ans Fernsehen wende um einen Mann zu finden!! Stimmt absolut nicht! Das Fernsehen kam auf mich zu.

Seit vielen Jahren (auch als ich den Bart noch zupfte!) lebe ich alleine und denke für mich ist es einfacher alleine zu leben, als in einer Beziehung, ich mag meine Freiheit.

In früheren Jahren jobbte ich in allen möglichen Bereichen, unter anderem war ich Schreibkraft in der Uniklinik in Mainz, arbeitete in diversen anderen Büros, da ich eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin gemacht hatte, arbeitete in Bioläden als Verkäuferin, nutzte  meine handwerklichen Fähigkeiten und half bei Renovierungen und Streicharbeiten, arbeitete als Köchin und kochte für mehr als 50 Personen, machte Catering für Workshops, Kinderbetreuung und hatte eine Malschule während des Studiums, die mir viel Freude machte.

Ich bin viel herumgekommen, wohnte an vielen Orten und Ländern und es hat mich sehr an Erfahrung bereichert.

Ich interessiere mich für die Fragen wie können wir friedlich zusammen leben? Und sehe einen wichtigen Punkt darin, das wir Menschen unsere Art der Kommunikation, wie auch die Selbstwahrnehmung verbessern sollten, um unsere Bedürfnisse und Grenzen klar kommunizieren zu können und friedlicher miteinander leben zu können.

Kriege entstehen aus Misverständnissen und Unkenntnis, aus Angst vor dem was Anders ist und Fremd. Wenn wir uns selbst besser verstehen und annehmen, uns selbst lieben, dann können wir auch die anderen mit ihren Eigenheiten annehmen und lieben. Somit ist die Abeit an sich selbst eine sehr wichtige.

 

Mehr über mich und Biografisches und Kommentare dazu….

22 thoughts on “Über mich

  1. Hallo und „Hut ab!“

    Ich möchte zweierlei loswerden.
    Zuerst der oberflächliche Teil. Ich habe zwar nie etwas gegen „Damenbärte“ gehabt (auch meine letzte Frau hatte einen), richtig schön fand ich es aber nie (was völlig egal ist, wenn man die Damenbartträgerin über alle Maße liebt ;-)). Ich konnte mir daher nie vorstellen wie eine Frau mit richtigem Bart aussieht. Geschweige denn, dass es gut aussieht.
    Nun, mein „Geschmack“ wird es wohl nie werden. Aber: Hier habe ich das erstemal eine Frau gesehen, der ein Bart gut steht. Ich finde das sieht richtig super aus.

    Viel wichtiger ist mir aber folgendes:
    Ich finde das – wie anscheinden die meisten anderen, die hier schreiben – hervorragend was du tust.
    Ich meine damit weniger den offensichtlichen Mut den es gekostet haben mag gegen die Ansichten „der Anderen“ und der üblichen Ideale anzugehen und dir den Bart stehen (in beiden Bedeutungen) zu lassen.
    Ich meine, dass du dich akzeptierst so wie du bist und unabhängig von den Anderen dich liebst und wertschätzt. Irgendwo steht „Nur wer sich selbst liebt kann auch von anderen geliebt werden“.

    Ich ziehe meinen Hut vor einer Frau, die tut was ich nicht kann.

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    • Hallo,
      vielen Dank „schüchtern“. Sehr interessanter Kommentar. Das mit dem sich selbst lieben…..ist immer noch im Wachstum. Sagen wir mal so früher kam ich auf wenige Prozent von 100 und nun steigt es immer höher….weiß nicht wo ich gerade bin, doch 100 habe ich vermutlich noch nicht erreicht. Immerhin, was das Thema Bart betrifft hab ich es geschafft. Vermute aber, das es noch was geben könnte womit ich an mir Schwierigkeiten habe. Das merke ich daran wenn ich über jemanden anderen kritisch denke. Dann zeigt es mir, wo ich diesen Anteil bei mir noch nicht akzeptiert und in den Arm genommen habe. Inzwischen denke ich unser ganzes Leben ist eine Reise auf der wir alle wachsen lernen bewußter und wacher werden und uns selbst wieder so lieben können wie wir es vielleicht das letzte mal taten als wir noch sehr klein waren. Schau Dir Kleinkinder an, die noch nicht so viele Kommentare bekommen haben – die sind noch eins mit sich. Die mögen alles an sich. Da gibt es noch nicht diese Bewertungen wie das ist schlecht und so weiter…..
      Ich wünsche Dir dass wenn Du Dich selbst lieben willst, dass Du es schaffst!

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  2. Hallo, das ist ein Zufall, erst lässt du dir von mir paar Meter Teichfolie für dein Haus abschneiden (toom Baumarkt) , dann sehe ich dich im TV. Kurze Recherche und ich finde dein Blog im Netz. Hut ab dass du so offen dazu stehst. Nieder mit der Diktatur der aufgezwungenen Schönheitsideale!

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  3. Ich würde nie mit dem Finger auf Sie zeigen, ich respektiere Sie, auch wenn ich Ihre Entscheidung „PRO Bart“ unter ästhetischen Gesichtspunkten absolut nicht nachvollziehen kann..

    Allerdings lese ich hier im Zusammenhang mit Schönheitskriterien etwas zu häufig Ausdrücke wie „Zwang“ oder „Diktat“. Merke: Gesellschaftliche Konventionen basieren nicht zwangsläufig ganz oder teilweise auf „Zwang“ oder „Druck“, sondern schlicht auf Übereinstimmung.
    Oder einfach gesagt: Männer lehnen Frauen mit Bart nicht ab, weil es sich so „gehört“, sondern weil sie es hässlich finden..

    Übrigens; mag sein, dass Laser nicht die ideale Vorgehensweise für eine definitive Haarentfernung ist. Es gibt allerdings eine Methode, die genau das zu leisten vermag: die so genannte „elektrische Epilation“ (Nadeln mit denen Strom zu den Haarwurzeln geleitet wird). Ein paar Sitzungen bei einer geübten Kosmetikerin, und man ist das „Gestrüpp“ definitiv los …

    Freundliche Grüsse

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    • Hallo H.
      Danke für den Kommentar. Ich möchte mein „Gestrüpp“ nicht loswerden, doch vielleicht gibt es Leser, die dankbar für Ihren Tip sind. Mir ist auch bekannt, das dies im Moment wohl mit die Beste Methode ist, wenn man seine Gesichtsbehaarung los sein möchte.

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      • Mit „Gestrüpp“ meinte ich eher Haare im Allgemeinen …😉

        Es fällt mir einfach schwer, zu glauben, dass Sie die Haare nicht im tiefsten Innern loswerden wollen.
        Ich halte die („zivilisierte“) Menschheit im Umgang mit „Andersartigkeit“ schlichtweg für eine Katastrophe, gerade in heutigen hochästhetisierten Zeiten, was Abweichungen in der Optik betrifft …
        In Bezug auf Ihren Fall denke ich, dass ein paar anders gestrickte Schmeichler/Fans und einige Tolerante wie ich die absolute Minderheit darstellen und es schon eine extrem dicke Haut braucht, um die Reaktionen der Mitmenschen auszuhalten – leider …

        Nur, was wollen Sie mit Ihrem täglichen Spiessruten-Laufen beweisen?
        Wem nützt das?

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    • Hallo lieber H.

      ich weiss zB durch Ernährungumstellung, Reisen, Bewusstseinsreisen, …, das Geschmäcker und Empfindungen, ob etwas gut schmeckt, aussieht, oder wie auch immer, durchaus sehr geprägt sein kann und wohl oft auch ist. und das wir durch Impulse, die uns zu unserem Inneren führen, durchaus zu einem ganz anderem Empfinden von Schönheit kommen können.

      ob wir das wollen oder nicht, ob wir oberflächlichere Prägungen beibehalten wollen oder tiefer unsere eigentliches Sein empfinden und leben mögen, liegt ja vollkommen bei uns!

      ich träume von einer Welt, in der wir uns sebst und uns gegenseitig so respektieren, wie wir sind und nicht andauernd an uns selbst (und an anderen!) rummanipulieren ~ und ich weiss, ich träume nicht alleine🙂

      ich weiss auch, dass die „Traumzeit“ die „Realität“ überhaupt erst erschafft, und ich sehe im Moment viele verschiedene Strömungen und Tendezen, und ich nehme eine sehr starke Bewegung hin zu mehr Natürlichkeit hin wahr, über die ich und eigentlich alle, die stärker mit ihr in Kontakt kommen, sehr glücklich sind.

      was natürlich schon geschehen kann, ist, dass ein erster Kontakt Abwehr erzeugt, weil es eine/n mit dem SCHMERZ in Berührung bringt, selbt nicht in allen Bereichen des Lebens so sein zu können/dürfen, wie man ist, oder dies so zu empfinden.

      es gibt menschen, die genau dann total offen reagieren und sich ueber die Öffnung freuen, und es gibt Menschen, die – auch sehr verständlich! – eben erstmal mit Abwehr reagieren – das kann alle Bereiche betreffen zB durfte eine Freundin von mir in Wien nicht mit ihrer kleinen Tochter in den Bus einsteigen, weil sie sie nicht im Kinderwagen hatte, sondern körpernah im Tragetuch …..

      das passiert mir auch und was mache ich? hineinhorchen, atmen, gucken, wo es mich berührt, was mich berührt. vielleicht nicht immer, doch dies sei mein Weg

      Liebenden Gruss

      Mona

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  4. Lieber H.,

    Wem es nützt? Ich weiß es nicht. Muss es das?
    Ich spüre, dass ich diesen Weg gehen soll.
    – Ich könnte fragen wem nützt es, wenn ich mich anpasse und füge, nur weil eine Mehrheit die „Andersartigkeit“ nicht akzeptieren will oder kann?

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  5. Ich finde das sehr mutig, daß Du mit dem Bart rumläuft. Mein Damenbart wird von Jahr zu Jahr schlimmer und ich habe fast alles durchprobiert und nichts hilft. Immer muss ich dann wochenlang mit schmerzhaften Ausschlägen rumlaufen oder wie nach IPL und Blondieren mit Verbrennungswunden und hoffe, daß nichts bleibt. Ich habe auch schon Nadelepilation probiert. Wochenlange Termine mit schmerzvollen Sitzungen und eitrigen Wunden. Ich habe es irgendwann aufgegeben, nachdem ich schon fast 2500 DM ausgegeben und kein Ergebnis gesehen hatte. Ich denke, das ist auch ein Bereich wo viel Geld verdient wird und voller Scharlattene ist, die Dir alles mögliche versprechen. Fakt ist, es gibt Frauen, da hilft nichts gegen den Bartwuchs. Meiner fing mit 20 an und wurde über die Jahre immer schlimmer. Einige Wochen hatte ich umgestellt auf Rasieren, da ich es satt habe stundenlang mit der Pinzette zu zupfen und das jeden Tag. Es sieht so aus als würden über Nacht neue Haare komme und nie aufhören. Das Rasieren ist nicht besser, da irgendwann alles nur noch schwarz stoppelig wird. In der Bahn wurde ich die ganze Strecke von einer jungen Frau angestarrt, sie hatte sich sogar teilweise richtig gehoben, damit sie mich genauer sehen kann. Das war mir peinlich und ich habe versucht wegzuschauen und mir fest vorgenommen wieder alles zu zupfen. Hat mich 5 Stunden gekostet und ich hatte nachher 2 tage lang laute Pusteln aber angestarrt wurde ich nicht. Dafür muss ich schon wieder jeden Tag neue Haare zupfen und wöchentlich meherer Stunden vor dem Spiegel den Massenwuchs entfernen. Wenn ich meine wachsen lassen würde, hätte ich viel mehr Bart als Du.

    Ich bewundere Deinen Mut. Ich wünschte mir ich könnte das auch. Aber ich würde mich niemals in die Öffentlichkeit trauen. Einmal hatte ich der Früh vor laute Kopfschmerzen vergessen mich zu rassieren und da hatte ich ganzen Tag in der Arbeit Angst, daß mich alle voll anstarren und sich vor mir ekeln. Ich bin froh, daß mein Mann mich so mag wie ich bin, aber ich selber kann mich micht so männlich nicht leiden. Mein Mann meint, er liebe weil ich ein inteligenter und lieber Mensch wäre. Aber als Frau wäre ich auch einfach gern haarfrei im Gesicht, auch wenn ich sweiß, daß es viel schlimmeres in der Welt gibt.

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    • Hallo ridak,

      Dein Beitrag auf dieser Seite ist unendlich wichtig, aussagestark und aufschlußreich! Du hast in ganz klaren Worten aufgezeigt, wie es vielen Frauen geht. Wie sie empfinden. Wie sie fühlen.

      „…..daß es viel schlimmeres in der Welt gibt“ = so dachte ich lange Zeit auch. Heute bin ich überzeugt: Das Schlimme sind nicht die Haare, es ist die Gehässigkeit und Boshaftigkeit, das GEWOLLTE UNVERSTÄNDNIS womit darauf reagiert wird. Diese Reaktionen sind Diskriminierung, Beleidigung, Demütigung, psychische Verletzung, ja es ist Mißbrauch.

      Lasern hilft nur wenigen, und auch nur sporadisch. Inzwischen halte ich Lasern für Ausbeutung. Es hilft den Firmen, die diese Apparate herstellen und es hilft den Instituten, die sich damit auf die Ebene der Wunderheiler hieven.

      Der Haare-entfernen-Terror ist mittlerweile zu einem GEWINNTRÄCHTIGEN WAHNSINN geworden. Er erfaßt bereits Kinder zu Beginn der Pubertät (Antonia hat es hier mal erwähnt, und ich selber erlebe es immer öfter) und hat die Männerwelt (Ganzkörperrasur, Rasur von Bein-, Brust- und Achselhaaren) auch längst erfaßt. Es ist eine GNADENLOSE weibliche wie männliche Rasierwut.

      Eine Rasierwut, die den freien Willen der anderen nicht nur nicht respektiert, sondern angreift. Zerstört und ganz bewußt zerstören will.

      Der Druck wird wohl noch eine Weile zunehmen, ehe ein Umdenken stattfindet.

      Caterine

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      • Hallo Caterine,
        danke für Deinen Super Kommentar! – Haare…..wofür könnten Haare, symbolisch gesehen in dieser Gesellschaft stehen?
        Ich phantasiere mal: Haare stehen stellvertretend für Wildheit, Freiheit, Anders sein, seinen eigenen Weg gehen, sich nicht anpassen, sich nicht unterdrücken zu lassen und sich nicht anzupassen…und vieles mehr.
        Das Drama in dieser Gesellschaft ist, dass immer mehr Menschen psychisch krank sind, weil sie nicht frei sind, sondern aus Angst, nur noch funktionieren. Sie haben keinen Kontakt zu sich selbst, sind Sklaven der Arbeit(des Gelds) oder ihrer Wünsche, von deren Erfüllung sie sich das Glück erhoffen.
        Doch das Gegenteil ist der Fall. Sie verlieren sich selbst immer mehr, fühlen sich ausgebrannt und leer und wissen nichts mit sich anzufangen.
        Dann sitzen sie vor der Glotze und diese hält sie weiter auf Distanz zu sich selbst.
        WAS FÜR EINE WELT!!!! – Jemand sagte mal die Menschen schlafen nur …..ja irgendwie schon…Gurdujeff war es glaube ich….und wenn man erwacht ist, dann hält man diese Leben nicht mehr länger aus und muss „aussteigen“ …..

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  6. Hey! Verfolge Deinen Blog schon länger! Find Deine Texte immer sehr ansprechend und inspirierend! Bin gespannt auf die Sendung! (In der Hoffnung, dass Du nicht „vorgeführt“ wirst von den Privatsenderleuten)…..

    Gruß, Ina

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  7. Hallo…
    Auf diesem Wege möchte ich Ihnen sagen, wie sehr ich Ihre Entscheidung zu dem Bart und Ihre Konsequenz, die Entscheidung zu leben bewundere.
    Schade, dass Sie sich zu dem Schritt ins Privatfernsehen entschieden haben (ich bin erst über die Vorschau der Sendung im WWW auf Sie aufmerksam und neugierig geworden und habe Ihren Blog gerade zum ersten Mal überflogen, daher weiß ich nichts über Ihre Motivation. Werten möchte ich hier auch garnichts, das steht mir garnicht zu…). Diese gehässige und menschenverachtende „Berichterstattung“ ist grauenhaft und tritt das, was Sie tun mit Füßen. Wie meine Vorrednerin schon sagte:
    „In der Hoffnung, dass Du nicht „vorgeführt“ wirst von den Privatsenderleuten)…..“
    M.

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    • Liebe Maike K.,
      vielen Dank für Ihren Kommentar. Gerne würde ich dazu etwas sagen, doch leider verbietet mir ein Vertrag dazu Stellung zu nehmen.
      Vielleicht so viel, da es meine Meinung ist:
      Auch ich bin davon überrascht und erschrocken, wie die Menschen in der Sendung dargestellt werden. Ich hatte dies nicht erwartet,….auch wenn manche Menschen der Meinung sein mögen, man hätte dies als Teilnehmer wissen müssen. Es tut mir leid.

      Die Menschen, die meinen Blog lesen, können sich ein Bild von mir machen, unabhängig davon, was auch immer das Fernsehen zeigen wird.

      Herzliche Grüße
      Mariam

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  8. Hallo Mariam,

    auch, wenn du nicht so viel Zeit zum Antworten findest, möchte ich dir mitteilen, dass ich dein Selbstbewusstsein bewundere, was mir selbst z.B. nicht schaden könnte…..
    Wie hast du das aufgebaut?

    Nun muss ich leider sagen, dass ich es nicht toll finde, dass du zum Fernsehen gegangen bist. Gerade bei DIESER Sendung sind doch nur Vollidioten unterwegs – DA PASST DU NICHT HIN.

    Finde es trotzdem mutig von dir, diesen Schritt gewagt zu haben – ich hätte mich nicht getraut – jetzt würde ich mich auch nicht trauen.

    Viel Glück für die Zukunft und hoffentlich lernt man sich auch mal kennen!

    Liebe Grüße
    Loli

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  9. Hallo, ich habe mich dafür interessiert, ob Frauen einen Bart züchten können und bin so auf deinen Blog gestoßen.
    Dein Bart gefällt mir sehr gut! Er sieht auf deinem Foto elegant und dezent aus – ich wünschte, es würden mehr Frauen einen gepflegten Bart tragen, so wie du. : )

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    • Hallo Bitterorange, musste lachen bei dem Begriff „Bart züchten“ – so ein Bart ist ja kein Goldfisch 🙂
      Er wächst wann er will und geht wann er will….Allerdings in gewissem Sinne kann Frau ihn vielleicht auch „künstlich“ hervorrufen indem Frau männliche Hormone schluckt, doch dann ist nicht gesagt das die Haare da wachsen wo man sie haben will🙂
      Heutzutage gibt es einige Menschen, die ihr Geschlecht verändern wollen und mit Hilfe von Hormonen ist viel möglich. Hormone sind daran beteiligt, ob bei einem Menschen das männliche oder weibliche Geschlecht im Sinne von Fortpflanzungsorganen ausgebildet wird. Doch zwischen den Geschlechtern, so sehe ich das, gibt es so viele feine Abstufungen und Variationen, das es im Grunde eine ziemlich grobe Einteilung ist in nur zwei große Kategorien. Frauen sind so verschieden würden wir sie alle miteinander vergleichen…..jede eine Welt für sich…und einige von ihnen 30 % schätzungsweise haben Gesichtsbehaarung die sie entfernen oder wachsen lassen.
      Die Menschen in ihrem „Einsortierungs und Ordnungsgehabe“ haben Merkmale als Erkennungszeichen für Männer und Frauen erkoren, doch wie wir sehen wenn 30 % der Frauen einen Bart haben könnten, dann ist da was nicht so ganz „richtig“ gelaufen. Und wir könnten uns auch fragen wie notwenig ist es die Menschen so einzuteilen? Könnten wir darauf verzichten? Wie würde eine Welt aussehen in der wir Menschen sehen als das Wesen das vor uns steht, weniger als eine Kategorie aha das ist also ein Mann oder eine Frau und in uns geht ein ganzer Gedanken und Assoziationsschwall los womöglich auch wie wir uns selbst dem gegenüber verhalten werden – bevor wir überhaupt die Person richtig wahrnehmen als das individuelle Wesen, das da vor uns steht.

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      • Danke dir für deine ausführliche Antwort!
        Meine Aussage zum „Züchten“ war sicherlich zu überspitzt ; ) aber mich hat interessiert, ob Frauen auch ohne Hormoneinnahme einen Bart tragen können – und wollen.
        Ich glaube, unsere Gesellschaft zieht in die Richtung, mehr das Individuum in den Vordergrund treten zu lassen, als das Wesen, das mit bestimmten Merkmalen geboren wurde. Eine Annäherung daran, zwischen Frau und Mann keinen so großen Unterschied zu machen, kann es sicherlich einmal geben. Ganz ohne Kategorisierung wird es, glaube ich, nicht gehen. Da haben zu viele Menschen ein Interesse daran, das beizubehalten.
        Aber es ist schön, wenn viele Menschen sich nicht daran halten wollen und – sei es optischer oder anderer Art – die Geschlechtergrenzen verschwimmen lassen und das auch gerne tun.
        Ich lasse dir viele liebe Grüße da,
        Bitterorange

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